Eine winzig kleine meldung in der heutigen Neuen Presse gibt eine untersuchung wieder, die bestätigt, dass gen-manipulierter mais eine ursache für krebserkrankungen ist. In einer französischen studie haben die forscherInnen zwei jahre lang zehn gruppen von ratten mit maissorten des berüchtigten bio-technik-konzerns MONSANTO gefüttert. In den tieren hätten sich eindeutig mehr tumore gebildet als in der kontrollgruppe.
Googelt man den begriff MONSANTO stößt man auf einen aktuellen bericht von spiegel-online, in dem auch kritiker der studie zu wort kommen - wobei zu fragen wäre, von wem diese kritiker ihr geld beziehen.
"Googelt man den begriff MONSANTO stößt man auf einen aktuellen bericht von spiegel-online, in dem auch kritiker der studie zu wort kommen - wobei zu fragen wäre, von wem diese kritiker ihr geld beziehen."
Ein Bericht von: wbr/Reuters/AFP Das sagt doch alles!
Wir bekommen doch keine sauber recherchierten Nachrichten zu lesen! Wenn etwas nicht ins Konzept passt, dann müssen Mietmäuler mit Professiorentitel aus der Mottenkiste gezogen werden.
> "zehn gruppen von ratten mit maissorten des berüchtigten bio-technik-konzerns MONSANTO gefüttert. In den tieren hätten sich eindeutig mehr tumore gebildet"
Hab ich auch gelesen.
Aber sicher werden dann auch bald wieder die Tierversuchsgegner auftauchen, die einem erklären, dass diese Versuche da oben böse waren und angeblich eh nie stimmen können bzw. nichts aussagen...
Genau das ist eines der Probleme - da es bei Mais bekannt ist, kann der Verbraucher das leicht selbst regeln, aber was ist mit all den anderen Lebensmitteln?
Danke für die Info, Hans-Werner!
LG Heidi
> "da es bei Mais bekannt ist, kann der Verbraucher das leicht selbst regeln, aber was ist mit all den anderen Lebensmitteln?"
Mais steckt in vielen Sachen direkt drin.
Dann wäre da noch das Füttern - und das Essen der gefütterten Tiere.
Ein Problem. Allerdings weiß man ja wohl nicht, was genau da wie und wo die Ratten geschädigt hat.
@ Heidrun, leider haben wir keine Möglichkeit das Problem selbst zu regeln, denn als Tierfutter ist Genmais auch in Deutschland erlaubt. So erhalten wir das Gift über unsere Milch- und Fleischprodukte. Nicht nur, dass selbst unsere Kartoffeln und unser Gemüse mit dem Gift kontermeniert. Wo vorher Genmais, als Tierfutter deklariert, wuchs, werden anschließend andere Lebensmittel angebaut. Selbst im eigenen Garten werden wir nicht von diesen Giften, die von außen eindringen, verschont.
Genmais soll resistent gegen Round up sein, was den Wildwuchs von anderen Pflanzen verhindert.
Dieses Round up von Monsanto wird nach wie vor in der Landwirtschaft großflächig ausgebracht. Für Privatgärten ist dieses Gift mittlerweile verboten, aber was bringt dieses Verbot, wenn es nebenan tonnenweise versprüht wird?
"Da oben geht es aber nicht um das Pestizid, sondern um den gentechnisch veränderten Mais"
Lies einfach den ganzen Artikel, auf den verwiesen wurde, dann lernst du etwas über Zusammenhänge!
"Für Privatgärten ist dieses Gift mittlerweile verboten" Erkundige Dich selbst, ich habe keine Lust, Deine Faulheit zu unterstützen. Glaub es oder lass es bleiben!
in Frankreich hat eine heftige diskussion begonnen.
Allen ernstes wird der vorwurf erhoben, dass der untersuchende professor ja greenpeace nahe stehe und seine untersuchung von der lebensmittelindustrie bezahlt worden sei, die sich gegen die verwendung gentechnisch veränderter lebensmittel ausspricht.
Ich könnte ja jetzt gemein sein und sagen: Solange die Leute rauchen kann ihnen das bisschen Genmais auch nicht schaden, oder?
Ich finde, man müßte die Wahl haben. Und die hat man nicht, denn wie schon gesagt wurde, nicht in allen Fällen muß die Verwendung genmanipulierter Zutaten deklariert werden. Ich denke allerdings, daß nicht mehr allzuviele Lebensmittel übrigblieben, wenn man all diese Dinge aus dem Sortiment nehmen würde. Auch die Menge an Arzneimitteln würde sicher schrumpfen...
ja wehm nutzt denn diese studie nun noch der mais steht bereits überall und wird sich mit dem nichtmanipulierten mais vermischen.
es wäre sinnvoller gewesen diese studie anzutreten bevor man den mais auf den feldern antrifft
> "Lies einfach den ganzen Artikel, auf den verwiesen wurde, dann lernst du etwas über Zusammenhänge!"
In Hans-Werners Artikel geht es um die dort erwähnte Studie und die handelt von Krebsverdacht bezüglich gentechnisch verändertem Mais und nicht um irgendwelche Pestizide.
> ""Für Privatgärten ist dieses Gift mittlerweile verboten" Erkundige Dich selbst, ich habe keine Lust, Deine Faulheit zu unterstützen. Glaub es oder lass es bleiben!"
Wenn du keine Belege liefern kannst, ist das nicht schlimm, aber dann sag das einfach anstatt wieder nur persönlich zu werden und rumzupöbeln.
> "in Frankreich hat eine heftige diskussion begonnen. Allen ernstes wird der vorwurf erhoben, dass der untersuchende professor ja greenpeace nahe stehe und seine untersuchung von der lebensmittelindustrie bezahlt worden sei, die sich gegen die verwendung gentechnisch veränderter lebensmittel ausspricht."
Möglich. Auch grünes Geld stinkt nicht.
> "Auch die Menge an Arzneimitteln würde sicher schrumpfen..."
> "Aber wie können wir uns wirklich wehren? Nichts mehr essen, was nicht aus dem eigenen Garten kommt? Nichts mehr lesen und einfach alles ignorieren?"
Informieren, Forschen, bei Gefahr verbieten und das kontrollieren.
Panikmache und Ideologie hilft dagegen kaum.
Übrigens ist der "eigene Garten" voller natürlicher Pestizide, weil Pflanzen von Natur aus häufig Gifte in sich haben, mit denen sie sich wehren - und manche gelten auch als krebserregend.
Und Pflanzen- und Tierzüchter verändern seit Jahrtausenden die Gene von Tieren und Pflanzen.
Das Tolle am Internet ist ja, das jeder unmittelbar die Originalstudie http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S... einsehen kann. Aufgeklärte brauchen sich nicht mehr auf vorgekaute Nachrichten verlassen. Auch Gesamtschullehrer sollten dies mittlerweile beherrschen.
Nach kurzem Anlesen mir auf, dass die Ergebnisse teilweise genau gegensätzlich zur Überschrift waren: So sind drei männlichen Tiere der Kontrollgruppe (ohne Gentechnik) gestorben und nur eins der Gruppe mit 33% Genmais.
Auch sonst ist die Studie mangelhaft:
Grund 1: Die Probengröße. Ingesamt wurden 200 Ratten untersucht, je 100 männliche und weibliche, die in je 10 unterschiedliche behandelte Gruppen zu je 10 Tieren unterteilt wurden. Das heißt, dass die Kontrollgruppe je 10 Tiere umfasst (die Geschlechter muss man getrennt betrachten, da bei Ratten wie auch bei Menschen zB die weibliche Exemplare länger leben usw.). Das ist nicht notwendigerweise zu klein, aber trotzdem klein - zufällige Schwankungen können sich leicht niederschlagen. Damit komme ich direkt zu...
Grund 2: Die Korrelation. Die ist nicht sehr hoch, finde ich. Man betrachte zB die Graphik http://ars.els-cdn.com/content/image/1-s2.0-S02786... aus der Originalstudie. Darin sieht es u.a. so aus, als würden zumindest bei den männlichen Tieren der Genmais und das Herbizid keine schädlichen und in hohen Dosen sogar positive Effekte auf die Lebensspanne haben: Die Balkendiagramme zeigen an, wieviele Tiere in jeder Gruppe (0, 11, 22 oder 33% Genmais im Futter) die durchschnittliche Lebensspanne der Kontrollgruppe nicht erreicht haben. Wie man sieht, ist aus der Gruppe der mit 33% Genmais und aus der mit der höchsten Herbizidmenge behandelten Gruppe jeweils nur ein Tier frühzeitig gestorben, aus der Kontrollgruppe hingegen drei.
Bei den weiblichen Tieren sind unter den behandelten Tieren im Schnitt etwa 20% (sprich: 2 von 10) mehr gestorben als bei den unbehandelten. Allerdings fällt mir hier auf, dass selbst in der unbehandelten Kontrollgruppe 2 der 10 Tiere aufgrund von schwerer Tumorbildung o.ä. euthanasiert werden mussten - ganz ohne jede Behandlung mit Genmais oder Herbizid!
Das muss alles nichts heißen, denn am Ende werden die Ergebnisse immer statistisch ausgewertet, und der Statistik sollte man als Wissenschaftler eher trauen als dem Augenmaß. Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass bei kleinen Probengrößen Zufallsschwankungen schnell die Statistik beeinflussen können, und besonders die erkrankten Tiere in der Kontrollgruppe lassen mich etwas an der Methodik und an der Gesundheit der Testpopulation zweifeln.
@ Andreas:
>"Übrigens ist der "eigene Garten" voller natürlicher Pestizide, weil Pflanzen von >Natur aus häufig Gifte in sich haben, mit denen sie sich wehren - und manche >gelten auch als krebserregend."
@Doris Mai
>Für Privatgärten ist dieses Gift mittlerweile verboten, ...
Auch Deinen Irrglauben behebt das Internet, insbesondere die rechte Spalte in dieser Tabelle: https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp/ListeMain.jsp?page=1&ts=1348245895971
Mein Link ist verfallen, nimmt bitte https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp/index.jsp , wähle im Feld Wirkstoff "Glyphosat" aus und klicke dann auf Suchen.
> "Nach kurzem Anlesen mir auf, dass die Ergebnisse teilweise genau gegensätzlich zur Überschrift waren: So sind drei männlichen Tiere der Kontrollgruppe (ohne Gentechnik) gestorben und nur eins der Gruppe mit 33% Genmais."
;)
> "Auch sonst ist die Studie mangelhaft: (...)"
Heißt? Wir können die Meldung vergessen?
(mein Englisch ist fürs Studieren des verlinkten Textes zu schlecht)
Vergessen braucht man die Studie wohl nicht. Möglicherweise ist es ein Mangel, das bisher toxikologische Untersuchungen nicht mit einer ausreichenden Dauer geführt werden. Aber ich bin kein Toxikologe.
Die Nordamerikaner haben das Zeug seit zehn Jahren auf dem Teller und dort steigt die Lebenserwartung an.
@ Andreas:
>"Scheint ein nettes Buch zu sein."
Ja, das ist es. Wenn es Dich interessiert, aber Du es nicht kaufen möchtest: das gibt's bestimmt in Eurer öffentlichen Bücherei (falls die es nicht haben, können sie es über die Frenausleihe besorgen).
> "Krebs ist eh scheußlich- mit Genzeuchs muss es nicht gepusht werden..."
Umgekehrt wird Gentechnik auch gegen Krebs eingesetzt.
Es ist ein Werkzeug, wie ein Küchenmesser, welches wir ja auch nicht komplett verbieten, nur, weil man sich damit auch mal in den Finger schneidet oder sich gegenseitig umbringt.
I.Ü. macht auch die Natur das ständig - ohne Genmanipulationen gäbe es keine Mutationen und keine Evolution. Und gezielt züchtet der Mensch auch schon seit Jahrtausenden (und auch nicht immer mit netten Ergebnissen).
Würde z.B. ein Gentechnikkonzern solche Schrottrassen erzeugen, wie die Hunde- und Katzenzucht, wäre das Geschrei gigantisch, nur weil "Gentechnik" im Spiel wäre - aber ohne Gentechnik zuckt jeder nur mit den Achseln...
In der Natur gibt es Mutationen,richtig,aber nur innerartliche-und da überleben nur "Verbesserungen"- der Mensch mit der Gentechnik aber verbindet Erbzubstanzen völlig unterschiedlichen Arten,die natürlicher Weise nie zustande kämen ! Somit sind unglaubliche Sachen möglich,die auch als Biowaffen sehr tödliche Folgen haben können...es wird schliesslich in alle Richtungen "genetikt",was das Zeug hält !
Da ist das Argument von"Schrottrassen".schwach und bedeutungslos...ne ganz andere Schiene...
> "der Mensch mit der Gentechnik aber verbindet Erbzubstanzen völlig unterschiedlichen Arten,die natürlicher Weise nie zustande kämen ! Somit sind unglaubliche Sachen möglich,die auch als Biowaffen sehr tödliche Folgen haben können...es wird schliesslich in alle Richtungen "genetikt",was das Zeug hält !"
Wie gesagt: Mit dem Argument müsste man auch Küchenmesser verbieten...
Oder Flugzeuge... Autos... Medizin...
Die Diskussion zwischen Gaby und Andreas zeigt die Richtung klar auf.
Gaby führt mögliche Bio(Gen-)waffen und unglaubliche Sachen und das bislang unbewiesene Pushen von Krebs durch Gentechnik auf. Dies sind sämtlich Vermutungen und Ängste. Es ist kein hartes Argument dabei.
Dann kommt Andreas mit den Schrottrassen oder auch Qualzuchten. Diese Fehlentwicklungen sind vorhanden. Auch bringt er den Einsatz von Gentechnik z.B. monoklonale Antikörper zur Krebsbekämpfung.
Aber es reicht Gaby nicht, sie stellt ihre Ängste und Befürchtungen voran, akzeptiert mit keinem Wort die Erfolge der Gentechnik und stellt das tägliche Leiden der qualgezüchteten Tiere als "bedeutungslos" dar.
Panikmache mit haltlosen Studien scheint auch bei Myheimat zu wirken.
Massentierhaltung und Züchterirrsinn hat kaum etwas mit Gentechnik zu tun....da wurde-und wird-leider Extrem mit Extrem verpaart....ohne auf die Gesundheit zu achten...derTiere.
Das artfremde Gene zB bei Pflanzen-und auch bei Tieren-"Leuchtbarsche"-vermengt werden ist erwiesen.
Grinse nicht.....und hat mit Mh nix zu tun,auch nicht mit Panik,sondern nachdenken.
> " Züchterirrsinn hat kaum etwas mit Gentechnik zu tun"
Ich hab ja auch gesagt, dass die ganzen Schrottrassen bei Hund und Katz derzeit keine Sau interessieren, aber wenn die nicht durch züchterische Genmanipulationen, sondern durch gentechnische Genmanipulationen entstanden wären, gäbs einen Aufschrei und einen Medienhype.
> "da wurde-und wird-leider Extrem mit Extrem verpaart....ohne auf die Gesundheit zu achten...derTiere. Das artfremde Gene zB bei Pflanzen-und auch bei Tieren-"Leuchtbarsche"-vermengt werden ist erwiesen."
Vieles sind Experimente. Die gehen auch mal schief und dann wird das nicht wiederholt. Manches dient den Versuchen (z.B. "Leuchtgene" als "Marker").
Ist nicht alles gut - aber auch nicht alles schlecht.
Wie überall.
Oh, gespenstisch ist es, in der dämmerung durch die feldmark zu streifen. Im blauen licht des beginnenden abends scheinen häuser und bäume zu eigenem leben zu erwachen. Wer weiß, wer auf den einsamen verschneiten wegen sein unwesen treibt ?
Szenen, die zum geschichten erfinden anregen...
Mein garten ist ein wenig farbloser geworden:
Meine aliens, die mir so gern einen einblick in ihre farbenfrohen eiswelten gegönnt haben, sind in ihre heimat zurückgekehrt und hinterlassen einen matschigen, zwischen grau und grün changierenden garten, den aufzuräumen mir nun übrig bleibt.
Doch halt: Noch bleiben die letzten aufnahmen anzusehen, aus denen das versprechen herauszulesen ist, dass sich meine gäste bemühen...
Es geht voran !
Da, wo noch vor einem knappen jahr ein altes, verfallendes bauernhaus gestanden hat, haben die ersten erd- und betonbauten begonnen für den neubau eines supermarktes in Garbsens stadtteil Osterwald UE.