Neues Winterquartier für Fledermäuse in Garbsen

Die Fledermausbetreuer Karsten und Dagmar Strube vom NABU Garbsen stellten am letzten Wochenende das neue Winterquartier für Fledermäuse am Berenbosteler See fertig. Strube erklärt: "Am Berenbosteler See ist ein ausgesprochenes Jagdhabitat für die unterschiedlichsten Fledermausarten immer vorhanden gewesen, deshalb ist die Einrichtung dieses Winterquartieres ein wertvoller Beitrag für den Artenschutz dieser vom Aussterben bedrohten Säugetiere."

Nachdem die Planungen im letzten Winter durchdacht wurden, startete Karsten Strube im Frühjahr mit der Umsetzung der Idee. Wie es jedoch häufig im Alltagsleben von ehrenamtlichen engagierten Aktivisten mit tollen Ideen ist, dauerte die Realisierung dann etwas länger als anfänglich gedacht. Um so größer ist natürlich die Freude für die engagierten Fledermausschützer, noch in diesem Herbst während der sogenannten Schwärmzeit das Objekt fertiggestellt zu haben.

Am letzten Samstag war es dann soweit. Am Freiwilligen-Tag der Stadt Garbsen durften die beim NABU helfenden Kinder den ersten Blick in das Gewölbe werfen. Niklas Brauner (9 Jahre und seit gut einem Jahr begeisterter Fledermausfreund) stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als er entdeckte, wie viele Versteckmöglichkeiten für Fledermäuse in dem Kellerraum geschaffen wurden. "Da können die Fledis aber gut ihren Winterschlaf halten!", strahlte er.

Schon während der Arbeiten zogen die ersten "Untermieter" in das Gewölbe. Noch keine Fledermäuse aber wichtige Anzeigetiere, die Strubes wertvolle Informationen über das Klima des Raumes bieten. Dabei handelt sich um Mücken und Zackeneulen. In einem kleinen Vorraum haben sich bereits die ersten Amphibien einen Unterschlupf für den Winter gesucht. Neben den Teichmolchen ist auch eines der sehr seltenen Kammmolch-Weibchen dabei. Die Naturschützer vermuten, dass das Tier aus dem nahegelegenen Biotop oder der Feuchtwiese im Nordosten des Sees eingewandert ist. Dieser Fund ist ein Zeichen dafür, dass die Biotope und der Berenbosteler See miteinander durch die Feuchtwiesenstruktur vernetzt sind und das Gelände sehr schützenswert ist.

Natürlich ist in den nächsten Monaten die spannende Frage, ob und wieviele Fledermäuse in diesem neuen Quartier die kalte Jahreszeit verschlafen werden. Für Familie Strube wäre die Annahme des Winterschlafplatzes bereits durch nur eine einzige Fledermaus der Sechser im Lotto. "Trotz aller Theorie, was Fledermäuse für den Winterschlaf brauchen, spielt der Faktor "Glück" eine wichtige Rolle.

Nun ist die Ruhe das A und O auf dem Weg zum Erfolg.

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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Magazin Garbsen | Erschienen am 13.10.2010
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Gaby Floer aus Garbsen am 14.09.2010 um 17:56 Uhr  
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