Guerilla Gärtner
Es gibt sie schon seit einiger Zeit. Guerilla Gärtner handeln im Verborgenen sind daher hauptsächlich nachts unterwegs. Sie säubern vergessene Pflanzcontainer und Beete, Verkehrsinseln oder Schmuddelecken von Müll und säen bunte Blumen oder pflanzen Grünpflanzen. Sie pflegen „ihr“ Beet und bewässern es bei Trockenheit.
Damit wollen sie keinen Menschen ärgern oder belästigen. Sie helfen einfach der Natur dabei, sich in Betonwüsten mehr und mehr auszubreiten.
Der Name „guerilla gardening“ stammt von der New Yorker Künstlerin Liz Christy. Sie entdeckte im Jahr 1973 zufällig, wie sich im Müll eines heruntergekommenen New Yorker Stadtteils Tomatenpflanzen entwickelt hatten, die aus weggeworfenen Früchten gekeimt waren. Von da an begann sie mit ihren Freunden überall dort, wo es ihnen nötig erschien, Pflanzensamen auszusäen. Sie entwickelten auch die Samenbomben, die aus Kompost, Erde und Samen bestehen. Diese können leicht über Zäune und andere Hindernisse geworfen werden.
Auch in Europa nimmt die Zahl der heimlichen Gärtner immer mehr zu. Der Londoner Autor Richard Reynolds hat in seinem Buch “On Guerilla Gardening”, und auf seiner Website Beispiele aus der ganzen Welt zusammengetragen.
Guerilla Gärtner sind Einzelpersonen, die sich aber manchmal auch mit anderen zusammen schließen um dann gemeinsam nach Betonwüsten oder anderen öden Gegenden zu suchen, die sie mit Freude und Phantasie dann begrünen.
Dabei soll nichts zerstört und niemand behindert werden. Verwendet werden hauptsächlich Blumen mit großen und leuchtenden Blüten, die auch gesehen werden. Zu diesem Zweck bevorzugen die heimlichen Gärtner Pflanzen, die pflegeleicht sind und auch mal eine längere Trockenzeit aushalten.
Insekten und andere Kleintiere werden von der Idee profitieren.


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