Das Ungeheuer von Loch Ness / ...Ok, noch ein paar Bilder zugefügt..(09.12.2014)

Loch Ness am südlichen Ende bei Fort Augustus
 
Urquhart Castle direkt gelegen am Loch Ness, ehemals strategischer Überwachungspunkt für das Great Glen
 
Aufnahme von Colonel Wilson, 1934
Auf meinen immer wieder mit Begeisterung unternommenen Reisen durch das schottische Hochland führte mich meine Route natürlich auch immer nach Inverness, der Highland-Metropole Schottlands und dem nahe gelegenem, bei richtiger Witterung geradezu unheimlich wirkendem Loch Ness.

Es gelang mir zum Dank immer aufgrund von Reisezeiten außerhalb der High Seasons eine ruhige und nahezu verlassene Idylle vorzufinden.
Eine an sich fast einsam anmutende Athmosphäre, die somit ungehindert mystische, ja fast gruselige Stimmungen aufkommen ließ.
Mein erster Aufenthalt dort liegt nun schon 35 Jahre zurück, was den Vorteil zu aktuelleren Eindrücken hat, seinerzeit noch nicht die touristisch perfektionierte und damit ausgeschlachtete Situation vorzufinden.

Von diesen Eindrücken und der hintergründigen Geschichte dieses geheimnisvollen Sees möchte ich hier dem geneigten Leserpublikum berichten.


The Story:
Das schottische Weltwunder lebt südlich von Inverness, im legendärsten See der Britischen Inseln. Nach dem irischem Missionar Sankt Columba, der das Wasser-Monster erstmalig im Jahre 565 entdeckte und publik machte, war lange Zeit - bis 1933 - Ruhe, als es erstmalig wieder auftauchte.

Als am 22. Juli 1933 Mr. Spicer nebst Gattin auf der gerade neu erbauten A 82 am Ufer des Loch Ness entlang fuhren, machten sie die Beobachtung einer schwarzgrauen, über 10m langen Gestalt, die, mit schlangenähnlichem Hals und kleinem Kopf, sich im See tummelte.
Nun gab es für Spicers zwei Konsequenzen: entweder man landet in der Psychiatrie oder mit großen Schlagzeilen in der Presse. Letzteres geschah und den Spicers blieben die Gummizellen erspart.

Hunderte von Augenzeugenberichten folgten nun.
Respektable Persönlichkeiten wie Ärzte, Parlamentsabgeordnete, Rechtsanwälte, Geistliche oder auch spät heimkehrende Pub-Besucher brachten es bislang auf jährlich durchschnittlich 20 protokollierte Sichtungen pro Jahr.
Eine Monstermanie brach los und die Erscheinung wurde liebevoll Nessie getauft. 1934 stellte übrigens das Parlament in London Nessie unter gesetzlichen Schutz.

Nessie lies sich sogar fotografieren, und das nicht nur einmal:

Einem Mr. Hugh Gray gelang bei einem Sonntagsspaziergang im Jahr 1933 das erste bekannte und nachweislich nicht manipulierte Foto. (siehe Abbildung hierzu)

Ein Schnappschuss des renommierten Chirurgen Colonel Wilson aus dem Jahr 1934 zeigt - ebenfalls mit viel Korn und Unschärfe - den Kopf und den Hals eines Lebewesens, einem schwimmendem Saurier ähnlich. (siehe Abbildung hierzu)

Der Forstangestellte Mr. Lachlan Stuart traute am 14. Juli des Jahres 1951 seinen Augen nicht, als er aus seinem Cottagefenster blickend ein fremdes Objekt im See erblickte.
Geistesgegenwärtig, im Beisein seines Begleiters Mr. Taylor Hay, rannten die beiden mit einer Kamera bewaffnet ans Ufer und machten eine Aufnahme von dem gerade einmal in knapp 50 Meter entfernt schwimmenden Tier. Zumal sind drei Höcker zu sehen, jeder in der Länge von ca. 1,50 Meter, die sich rhythmisch wie einer Seeschlange gleich, durch den See bewegten. Unglücklicherweise klemmte der Verschluss von Mr. Stuarts Kamera, so dass nur ein unscharfes Foto mit dem Hintergrund des gegenüberliegenden Ufers existiert. (siehe Abbildung hierzu)

Mr. P.A. Macnab aus West Kilbride gelang nun endlich am 29. Juli 1955 eine signifikante Fotografie des Monsters, auf dem auch der Turm von Urquhart Castle mit zu sehen ist, sozusagen als Beweis der Lokalität dieser Aufnahme. (siehe Abbildung hierzu)

Die Fotos wurden übrigens zur Überprüfung ihrer Echtheit den Labors von NASA und des britischen Verteidigungsministeriums übergeben. Es wurde festgestellt, dass keine der Aufnahmen manipuliert war.

Auch ein Benediktiner, Pater Gregory Brusey vom Kloster Fort Augustus am Südende des Lochs, beobachtete im September 1971 ungewöhnliches: Es war ein lieblicher, sonniger Morgen, der See war spiegelglatt. Plötzlich sah er Bewegung auf dem Gewässer: es erschien ein schwarzer Hals, zwei bis drei Meter lang, gefolgt von einem Höcker. Es erhob sich und tauchte dann dann schräg nach hinten weg. Es war kein Boot, kein Holz und auch kein Fisch es war ein anders Tier! (Geistliche tragen auch in den Highlands wohl eher selten Kameras bei sich, daher existiert zu diesem Bericht leider kein fotografischer Beweis.)

Tim Dinsdale, ehemals Flugzeugingenieur, ließ sich die Echtheit seiner 1960 und 1970 gemachten Aufnahmen von der britischen Luftaufklärung bestätigen: 1960 filmte er Rücken, 1970 den Hals des Monsters. Als Nessie-Jäger muss man sich also schon in etwas Geduld und Ausdauer üben.

Wissenschaftliche Forscherteams schickten sich an mit Echolot und Unterwasserkameras, Monate lang auf der Lauer liegend, Nessie auf den Leib zu rücken: erfolglos. Wissenschaftler wie Zoologen, Paläontologen, Ozeanologen, Mikrobiologen, Gewässerökologen, Spezialisten vom Massachusetts Institute of Technology, der Harvard Universitiy oder der Smithonian Institution of Washington bildeten mehrere Forscherteams und harrten vergeblich am Ufer in der Nähe von Urquhart Castle aus. Im trüben Wasser von Loch Ness scheiterten alle Bemühungen. Nur die hochempfindlichen Sonargeräte orteten große, sich bewegende Objekte. Das war 1972 und 1976.
Nach den Sonarbildern zu urteilen:
" Irgend etwas lebt im See."
So der kanadische Paläontologe Dr. Christopher McGowan. (siehe Abbildung hierzu)

Also: die unbekannte Spezies ist ein Wirbeltier, etwa zehn bis fünfzehn Meter lang, Kiemenatmer. Es müsste übrigens immer zwanzig bis fünfzig Exemplare von ihnen geben, um die Population dieser Spezies über Jahrtausende am Leben zu erhalten. Angehörige der Art der Plesiosaurier übrigens.
Maximal könnte der sehr reiche Fischbestand des Sees rein rechnerisch dreißig Tiere ernähren.

Die Lebensbedingungen im Loch für einen eventuell dort lebenden Saurier sind also somit ideal.

Nun bleibt es jedem selbst überlassen über diese Vorkommnisse zu urteilen oder dem Gesamten Gauben zu schenken. Jedenfalls schafft die Vor-Ort-Stimmung, in Kombination mit der richtigen Jahreszeit und Witterung, ohne Zweifel genug Phantasieraum für alle Arten von Spekulationen.
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