Wenn Weihnachten ist

Weihnachten ist wenn……
Kerzen brennen, Glocken klingen,
Menschen singen,
Geschenke dabei sind.

War da noch mehr?

In Garbsen habe ich einen Hauch vom wirklichen Weihnachten erlebt.


Es ist noch gar nicht so lange her, da musste die Feuerwehr hier bei uns fast täglich ausrücken.
Der schreckliche Höhepunkt war der Brand der evangelischen Willehadikirche, die es nun nicht mehr gibt.

Ganz Garbsen war geschockt und sprachlos. Wer tut denn so was? Das fragten sich alle.
Es gab spontane Mahnwachen und Solidaritätsveranstaltungen.
Die Mitglieder der türkischen Gemeinden kamen und nahmen Anteil.
Auch die katholische Nachbargemeinde bot Asyl.

Und dann kam, was kommen musste. Die Störenfriede, die überall auftauchen, versuchten den Ausländerhass in unserem Garbsen zu schüren.
Doch die Garbsener ließen sich nicht beirren. Garbsen ist und bleibt bunt und wir stehen hier zusammen – ganz gleich welcher Nationalität und Religion wir sind!

Am dritten Adventssonntag wurde das neu gebaute Gemeindehaus der Willehadigemeinde feierlich eingeweiht.
Die Vertreter der Garbsener Kirchen und Moscheen waren selbstverständlich wieder dabei und feierten gemeinsam einen Gottesdienst.
Über dem provisorischen Altar hängt das Bild der Christusfigur, die in der abgebrannten Kirche erhalten geblieben war. Mit einem verkohlten Balken auf der Schulter schaut der Messias, um den es Weihnachten geht, auf seine Gemeinde.
Das zeigt mir, was wirklich wichtig ist.
Häuser sind nur ein vergängliches Zuhause. Zuhause ist da, wo Menschen sich treffen und feiern – auch wenn das in einem Container, wie monatelang in Willehadi, geschieht.

Und was war das noch mal, wovon die Engel an Weihnachten gesungen haben?

„ Ehre sei Gott in der Höhe Friede auf Erden den Menschen ein Wohlgefallen“

Friede auf Erden, darum geht es doch allen und der ist in Garbsen sichtbar geworden.
Die Menschen in Garbsen haben vor der Welt ein weihnachtliches Zeugnis abgelegt das zur Nachahmung einlädt.
Gerade jetzt, wo die Herbergsuche für viele Flüchtlinge in Deutschland zu einem Problem wird- wie damals für Maria und Joseph.
Weihnachten ist nicht dazu geeignet die Dinge verklärt zu sehen, sondern um Türen zu öffnen, wie wir es mit dem Adventskalender 24 Tage lang geübt haben.
Mensch unter Menschen zu sein, darum geht es.

Dann kann er kommen, der Friede, den wir uns alle wünschen.
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3 Kommentare
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Kirsten Steuer aus Pattensen | 17.12.2014 | 10:29  
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Elisabeth Patzal aus Garbsen | 17.12.2014 | 10:33  
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Kirsten Mauss aus Hamburg | 17.12.2014 | 12:28  
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