Quedlinburg - kommt einfach mal mit

Der Marktplatz mit Rathaus am Abend
 
im Harz gehören die Hexen einfach dazu
Um Quedlinburg wirklich kennen zu lernen, sollte man zunächst eine Führung mitmachen.

Hierbei gilt es die richtige Informationsstelle zu wählen.
Die Damen und Herren mit dem roten "I" sind die städtischen Stadtführer der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH.
Hier buchten wir eine Stadtführung und einen Rundgang mit dem Nachtwächter. Beide sind neben einem Fotorundgang mit dem Wandermönch (privat oder über das Hotel zu buchen - Bericht folgt noch) unbedingt zu empfehlen.

Wir haben eine Fülle an Wissenswertem erfahren und ich hoffe, dass ich einen kleinen Teil davon hier wiedergeben kann.

Zunächst sind da zwei Berühmtheiten, die in Quedlinburg geboren wurden.
Dabei handelt es sich um Dorothea Erxleben, die erste promovierte Ärztin Deutschlands.
Und Johann Christoph Friedrich GutsMuths wird Vater des Schul- und Volkssports genannt.

Zum ersten Mal tauchte die Stadt übrigens 922 schriftlich auf.


Das Rathaus der Stadt ist eines der ältesten Deutschlands. Es wurde1310 bereits erwähnt.

In früheren Jahrhunderten durfte dort jeder die unteren Räumlichkeiten zu Festen wie Hochzeiten mieten.
Dabei galt wie auf den Straßen auch eine standesgemäße strenge Kleiderordnung, die bei Nichteinhaltung zu Strafen führte. Auch das Essen und die Getränke wurden den Feiernden vorgeschrieben und die Art, wie sie zu tanzen hatten.
Übeltäter wurden am und im Rathaus vorübergehend festgehalten.
Im Münzturm sicherten die Stadtväter das Geld vor Dieben.

Über allem Tun wachte die Äbtissin oben auf dem Schlossberg.

Auf dem Weg zum Schlossberg durchquerten wir viele kleine Gässchen mit Fachwerkhäusern aus unterschiedlichen Jahrhunderten.
Da war unter anderem der Schuhof, in dem alle Schuster lebten und arbeiteten und in dem auch Platz für deren Witwen mit ihren Kindern vorgesehen war.

Viel erfuhren wir unterwegs über die Bauweisen der Fachwerkhäuser, die ständig restauriert werden, damit sie das Stadtbild erhalten, denn Quedlinburg gehört seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Ein nettes Cafe, in dem man durch sieben kleine Häuser gehen kann und nie genau weiss, in welchem man sich gerade befindet hat viele gemütliche Ecken und Nischen und leckeren Kuchen zu bieten.

Auch eine Brauerei gehört in jede Stadt. Im hiesigen Brauhaus kann man das Pubarschknallbier genießen.
Es hat seinen Namen (der auch so auf der Karte steht) aus der Zeit, als das unreife Bier auf Pferdekutschen zu den Kunden gebracht wurde. Es musste dann noch mit Wasser vermischt und in Bügelflaschen gefüllt werden. Trank man es zu früh, stellten sich Magenprobleme ein, von denen die noch heute gebräuchliche Bezeichnung stammt.

Es gäbe noch vieles zu berichten, doch das erfährt man dann bei den Führungen.

Diverse Museen mit interessanten Ausstellungen und einige Kirchen gibt es auch zu besichtigen. Nicht vergessen darf man die große Samenzucht, für die Quedlinburg berühmt ist.

Für uns war es der erste aber sicher nicht der letzte Besuch in dieser wunderschönen alten deutschen Stadt.
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11 Kommentare
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Shima Mahi aus Langenhagen | 08.04.2014 | 00:00  
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Elisabeth Patzal aus Garbsen | 08.04.2014 | 00:06  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 08.04.2014 | 00:36  
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Uwe Roßberg aus Garbsen | 08.04.2014 | 18:23  
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angelika balthasar aus Seelze | 09.04.2014 | 08:13  
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