Mit dem Wandermönch auf Fototour in Quedlinburg

Waldweg im Brühl - alles Grün unten sind Bärlauchblätter
Wir hatten in Quedlinburg im Hotel Quedlinburger Hof ein Wochenende gebucht. Zum Angebot gehörte auch eine Fototour mit dem Wandermönch.
Darauf waren wir sehr gespannt.

Diese Wanderungen unternimmt Herr Thiele mit Gruppen bis zu sechs Personen.
Wir hatten das Glück, die einzigen zu sein und wurden nach unseren Wünschen gefragt.
Es gab eine Menge Vorschläge und wir entschieden uns für eine Führung mit Fachwerkhäusern.


Wir begaben uns auf den Weg zum Münzenberg
Unsere Führung, die zunächst vom Hotel aus, durch ein paar Straßen und Grünanlagen ging, brachte uns schnell in den Brühl.
Das ist ein jahrhundertealter Wald des Wipertiklosters, zwischen Bode und Mühlgraben gelegen.
Hier fiel uns gleich das Aroma von tausenden Bärlauchpflanzen auf.
Damit ist eine besondere Geschichte verbunden, die wir vor Ort erfuhren.
Damals, als in den Klöstern noch Leben war, trafen sich Nonnen und Mönche heimlich im Dickicht des Waldes.
Um feststellen zu können, um welche Nonnen es sich handelte, pflanzte man Bärlauch und fortan verriet der Geruch der Kutten die Ausreißer.
Wir bestaunten die jahrhundertealten Bäume im Wald und setzten unseren Weg fort.

Am Ende des Waldes standen wir vor dem Abteigarten.
Er wurde im Barock angelegt und wurde später Bestandteil der Quedlinburger Saatzucht und Züchtungsforschung.

Von hieraus genossen wir einen schönen Blick auf den Schlossberg mit Stiftskirche und Schloss.

Weiter gingen wir in Richtung St. Wiperti, einer romanischen Kirche aus dem 10. Jahrhundert.
In der Zeit von 936 und 1548 stand hier auch noch ein Kloster.
Die Kirche wird heute als Sommerkirche für katholische Gottesdienste genutzt.
Sie ist umgeben von einem sehenswerten Friedhof.


Unser Wandermönch führte uns nun zum Münzenberg.

Im Jahre 986 stiftete Äbtissin Mathilde vom Schlossberg hier ein Marienkloster.
Nach einer Plünderung im Zusammenhang mit der Reformation im Jahre 1596 gaben die Nonnen das Kloster auf.
Daraufhin siedelten sich Menschen aus der ärmeren Bevölkerungsschicht auf dem Berg an.

Auf den Fundamenten der Klosterkirche kann man heute das Münzenbergmuseum besichtigen.
Nachdem wir das getan hatten, nahmen wir noch in einem gemütlichen Cafe Platz und der wirklich interessante und umfangreiche Rundgang schien beendet zu sein.
Wir bedankten uns bei einem Kaffee beim Wandermönch und kamen ins Klönen.

Er müsse auch zurück zu unserem Hotel, erfuhren wir und er wollte uns dorthin begleiten.

So wurde auch unser Rückweg noch zu einem Erlebnisspaziergang, denn der freundliche Herr wusste zu jedem Haus und zu jeder Straße Interessantes zu erzählen.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Herrn Thiele.
Wir können Sie guten Gewissens weiterempfehlen.

Wer nun neugierig geworden ist, kann jederzeit Kontakt mit dem Wandermönch aufnehmen
Unter folgender Mailadresse: wandermoench@gmx.de
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7 Kommentare
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Andreas Köhler aus Greifswald | 09.04.2014 | 17:26  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 09.04.2014 | 19:02  
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Elisabeth Patzal aus Garbsen | 09.04.2014 | 19:04  
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H K aus Emmendingen | 09.04.2014 | 19:31  
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Heike L. aus Springe | 09.04.2014 | 20:17  
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Ritva Partanen aus Wennigsen | 09.04.2014 | 21:18  
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