Mit dem Kreuz auf dem Weg durch Garbsen
Zum fünften Mal zogen Christen der katholischen St. Raphaelgemeinde Garbsen am 21. März mit dem großen Holzkreuz durch ihren Ort.
An den Sonntagen vor Ostern gehen sie so durch alle Ortsteile Garbsens.
An diesem Sonntag führte der Weg von der evangelischen Kirche Osterwald über Frielingen zur evangelischen Kirche in Horst.
„Wir kreuzen da auf wo wir leben“ lautet das sonntägliche Motto dabei.
Begonnen wird immer dort, wo der letzte Weg endete.
So nahmen die Teilnehmer das Kreuz an der Osterwalder Kirche entgegen und zogen nach einem Impuls für den Weg durch den Ort. An Menschen, denen sie auf ihrem Lebensweg wichtig sind, sollten sie denken.
Schweigend folgten alle den Trägern mit dem Kreuz.
Es ging zunächst die Hauptstraße entlang.
Ab und zu blieben Menschen an den Straßen stehen und fragten auch nach dem Sinn der Aktion.
An einer Zwischenstation am Bredingsfeld erzählte Frau Kaltwasser unter anderem etwas über den alten Horster Kirchweg, der hier früher über die Äcker führte und Osterwald mit Horst verband.
Dann ging es weiter nach Frielingen.
Unterwegs machte die Gruppe halt auf einer Brücke über der B6.
Frau Weisser erzählte hier etwas über die Bedeutung von Brücken auch im übertragenen Sinn.
In Frielingen wurden die Kreuzträger und ihre Begleiter im Restaurant Bullerdieck freundlich aufgenommen. Ein Raum, in dem sie eine kleine Andacht feiern konnten, war hier für sie vorbereitet worden.
Es ist auch die Gastfreundschaft, die diesen besonderen Kreuzweg wertvoll macht.
Keine Probleme gab es im evangelischen Gemeindhaus Altgarbsen, dem Seniorenheim Haus der Ruhe, der Grundschule Stelingen, dem evangelischen Gemeindhaus Osterwald, dem Restaurant Bullerdieck, dem evangelischen Gemeindhaus Horst und am letzten Sonntag dann im evangelischen Gemeindehaus Schloss Ricklingen.
Überall sind die katholischen Christen willkommen und dürfen ohne Kosten zu Gast sein.
Nach Frielingen ging der Weg in Richtung Horst. Ein dort neben der Kirche ansässiger Bauer hatte seine Erlaubnis dazu gegeben, den Hof durchqueren zu dürfen.
Es war ein Tag, wie man ihn sich zum Wandern nur wünschen kann. Die Sonne schien und die Wege waren so gut wie trocken.
Ganz anders sah es an vergangenen Sonntagen aus, als die Wanderer auch schon völlig durchnässt und vor Kälte zitternd durch Feld und Wald zogen.
Doch niemand hatte aufgegeben und alle waren froh, dabei gewesen zu sein.
Am Ende so eines Tages steht immer eine Agape (das ist eine gemeinsame Mahlzeit nach besonderen Gottesdiensten) für alle bereit, bei der es dann neben heißem Kaffee und Tee auch Fladenbrot, Käse, Trauben und Wein gibt.
Dabei kommen alle Teilnehmer ins Gespräch, wärmen und stärken sich und freuen sich auf die nächste Etappe.
Organisiert haben das Ganze Gemeindereferentin Bärbel Smarsli und Diakon Thomas Müller mit einigen Helfern.
Es wird sicher im nächsten Jahr eine Wiederholung gewünscht werden, die auch sehr gut ökumenisch gestaltet werden kann.




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