Sonderausstellung im Wilhelm-Busch-museum Hannover:
MECKI - held der wohl ältesten comic-serie in Deutschland.
Ich habe als kind - natürlich - diese comics um Mecki und seine spießgesellen heiß geliebt, waren sie doch für mich das wichtigste in einer ansonsten für kinder eher langweiligen zeitschrift.
Sieht man sich aber als erwachsener die inhalte der geschichten an, wird man doch sehr schnell daran erinnert, wie sehr diese serie eine heile welt darstellt, eine art märchenwelt, die mit der wirklichkeit nicht viel zu tun hat. Im gegenteil "transportieren" die geschichten doch sehr oft wertvorstellungen vergangener zeiten...
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Ich fand die Geschichten damals auch unheimlich toll, habe sogar zwei oder drei der großen Bücher gehabt (u.a. Mecki und Charly im Schlaraffenland)
Leider hab ich lange keine mehr gelesen; ob sie mir geschadet haben ist wohl schwer zu beurteilen (ich gebe zu - strafverschärfend kommt meine damalige Sucht nach den "Lurchi"-Heften hinzu!)
tja, sicher eine schöne erinnerung, die viele jahrzehnte zurück liegt. fix und foxi,
micky maus. für meine eltern alles schundheftchen. an der schule wurden landser-
hefte rumgereicht und gern gelesen. später abgelöst von comics und popgazetten wie mp music express. in war unter den kumpels, wer die bravo hatte und damit infos über das andere geschlecht. reval, overstolz, natürlich filterlose zigaretten. von mecki gings zu den hippies, revoluzzern und später zu den falschen fuffzigern. wie hieß es doch so schön: trau keinem über dreißig. politik, diskussionen, roter punkt,
willy brandt, zu jedem begriff ließen sich lange kommentare schreiben.winnetou ritt durchs kino und die fernsehvielfalt beschränkte sich auf das 1. programm und später das zdf. vielleicht noch etwas ddr-fernsehen.
Auch ich sehe heute Buchinhalte, die ich früher gern genossen habe heute mit anderen Augen - das hat nichts mit "mies machen" zu tun.
Es ist schon richtig - es haben sich in solchen Inhalten durchaus Botschaften verborgen die mir erst heute auffallen, als Kind oder Jugendlicher habe ich sie einfach so hingenommen.
Liebe Freundinnen und Freunde über 50: Wer heute die Dinge verdammt, die ihn damals begeistert haben, nur weil sich die Sozialziele geändert haben, der darf seinen Enkeln auch keine Märchen erzählen. Und Enkel, die ohne Märchen durch Oma und Opa aufwachsen, die fallen auf die Märchen der Politik herein! Dann laßt uns lieber die Wahrheit erkennen.
Ich steh zu Mecki, Fix und Foxi, zum Landser, zur Bravo, zur Rasselbande, zum Hobby.
Ebenso zu Sigurd, Tarzan und Perry Rhodan . . . austrianer
Edgard, das sehe ich heute auch so. Aber mein Vater war in Stalingrad und ist als einer der Letzten dort heraus gekommen. Und er hat nur zögerlich darüber erzählen wollen. Da wollte ich doch mehr wissen! austrianer
Edgard, wir lesen diese Dinger (wie Landser etc.) doch nicht mehr heute. Damals waren wir vielleicht 14 oder 15 Jahre alt. Ich nehme für mich in Anspruch, dass mir diese "Literatur" nicht geschadet hat. Das man mit zunehmendem Alter und Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten solche Groschenromane kritisch sieht und ablehnt, gehört zur normalen Entwicklung eines vernunftbegabten Menschen. Und mit dem unsäglichen, uns von Amerika - wie so vieles andere dämliche - rübergeschickten Wort "political correctness" kann ich überhaupt nichts anfangen. Wer bestimmt, was politisch korrekt ist ? Das ist nur wieder so ein Instrument, mit dem der denkende Mensch in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.
Übringens ist Perry Rhodan voll von intergalaktischem Heldenmut.
Auch ich habe gerne die Geschichten von Mecki gelesen und mir vorgenommen, demnächst einmal auf dem Dachboden nach dem Buch "Mecki bei den Eskimos" zu suchen. Mit vielen meiner Kinderbücher sind schöne Erinnerungen verbunden, so z.Bsp. mit dem Buch "Teddy´s Weihnachten" - das bekam ich nach einem Krippenspiel von meiner Kindergärtnerin geschenkt.
Zuerst einmal hast Du die "Köpfe der Ausstellung" gut eingefangen ...
Auch ich habe "Mecki und die 7 Zwerge" gerne als Gutenachtgeschichte gehört, vor allen Dingen, wenn sie mein Vater vorgelesen hat. Der wollte nämlich immer sehr schnell zum Ende kommen und ich habe ihn - da ich das natürlich gemerkt habe - daran erinnert, "bei der Wahrheit zu bleiben und alles zu lesen".
Ja, da werden Erinnerungen wach ;-) Ich durfte einen Tag vor der Eröffnung reinschnuppern - leider habe ich meine Fotos versehentlich gelöscht. Deine sind eh viiiel schöner ;-)
Etwas anderes als Mecki, Micky Maus, Fix+Foxy gab es ja noch nicht.
Desahlb war es etwas Besonderes - so wie heute AVATAR !!!
In 40 Jahren werden unsere Ur-Enkel auch darüber lachen!
Darf ich "Heinz Helfgen radelt um die Welt" beisteuern - auch heute noch lesenswert.
Darüber zu reflektieren, welch Gedankengut diese Serien so transportierten (und auch die, welche man sich jetzt so reinzieht), kann doch so falsch nicht sein, ist doch keine Miesmache.
Heinz Helfgen, faszinierend. Ich erinnere in diesem Zusammenhang noch an den Schulfunk. Die Anfangsmelodie war immer die kleine Nachtmusik von Mpzart. Und dann kam Neues aus . . . weiter weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall waren das tolle Hörspiele.
Ja, Hörspiele!
Samstags hörte ich die Serien im 'Kinderfunk' (hieß das so?) immer rauf und runter. Die Welt im Kasten, 2 Stunden lang. Die auf UKW waren leicht zu finden, bei MW musste man mehr an der Feinabstimmung kurbeln. Einer war auch auf LW, weiß der Geier woher der sendete.
In den anfangsjahren meine lehrertätigkeit habe ich sehr viele schulfunksendungen aufgenommen oder von unserem mediothekar aufnehmen lassen - das waren noch zeiten... :-)
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