Ein paar Radieschen
Garbsen: Aula, Schulzentrum I | Das Ökumenische Forum Garbsen hatte am 1. 10. zu einem Theaterabend eingeladen.
Um das verlorene Paradies geht es in dem Stück.Die Vertreibung aus dem Garten Eden wird in den christlichen Religionen so wie im Judentum und Islam beschrieben.
In wechselnden Personen unterhalten sich Hanna Legatis und Martin-G. Kunze darüber, ob unsere heutige Welt nicht auch ein Paradies sein könnte. Natürlich spielt dabei auch die Partnerschaft zwischen Mann und Frau eine Rolle.
Adam sei der Boss und Eva nur seine Gefährtin sagt Ignaz in der dritten Szene zu seiner Partnerin Floriana.
Er kommt in der dreizehnten Szene zu der Erkenntnis: „ Meine Braut ist ein Garten voll erlesener Pflanzen! An Granatapfelbäumen reifen köstliche Früchte. Herrlich duften die Rosen und die Blüten der Henna. Narde, Safran und Kalmus, alle Weihrauchgewächse, Zimt und Aloë, Myrrhe, alle Arten von Balsam sind im Garten zu finden. Eine Quelle entspringt dort mit kristallklarem Wasser, das vom Libanon herkommt. Aber noch sind mir Garten und Quelle verschlossen!“
(Hoheslied 4,12-15)
Es wird im Laufe der Vorstellung unter anderem auch aus Adams Tagebuch von Mark Twain zitiert.
„Das neue Geschöpf ist mir nur im Wege und stört mich, weil es immer um mich herum ist“ beginnt Adam seinen Tagebucheintrag.
Viel passiert im Tagebuch, so wie auch im Stück, bis es am Ende bei Mark Twain und in der vierzehnten Szene des Stückes sinngemäß heißt: „Gesegnet sei der Apfelbiss, der uns erst so nahe zusammen gebracht hat.“
Dazwischen erfahren die Zuschauer, dass das Paradies noch heute überall dort zu finden ist, wo Frieden, Harmonie und Einigkeit sind.
Zu Werbezwecken wird das Wort „Paradies“ immer wieder gern genutzt und im Internet sind zwölf Millionen Einträge zu diesem Begriff zu finden hören die Besucher.
Zwischen den vierzehn kurzen Szenen spielt die Gruppe Jordu traditionelle Jazz-Hits und Eigenkompositionen.
Das Ganze ist ein Werk der Theaterinitiative Bühnensturm. Der Autor ist Martin-G. Kunze und die Regie führt Johanna Kunze.
Im Rahmen der Gartenregion begeisterte das Stück schon viele Zuschauer.
Auch das Garbsener Publikum bedankte sich mit großem Applaus bei den Mitwirkenden.


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