Das Mittelalter

Das Leben war hart im Mittelalter. Kleider wurden vom ersten Faden an selbst erstellt und Schwerter schmieden gehörte für den Schmied zum anstrengenden Tagwerk – in erster Linie für die niederen Stände. Beim Schmieden findet eine Umformung von Metallen statt. Zwischen zwei Werkzeugen, zum Beispiel zum Schwerter schmieden zwischen Hammer und Amboss, wird ein Material zwecks Querschnittsveränderung bearbeitet. Das Material wird in einem speziellen Ofen erwärmt, wodurch sich die Kristallitstruktur des Materials verändert und das Metall weicher wird. Weiche Materialien wie Messing, Bronze Kupfer oder Edelmetalle wie Gold und Silber werden kalt geschmiedet. Für harte Materialien, zum Beispiel zum Schwerter schmieden, ist Stahl erforderlich und dieser lässt sich ausschließlich in heißem Zustand schmieden. Beim Schmieden von Schwertern muss die spätere Nutzung berücksichtigt werden, um eine sinnvolle Formgebung des Materials zu erreichen. Schwerter schmieden heißt somit, im Idealfall die Konstitution des Nutzer zu berücksichtigen und auch die Nutzungsweise bei der Bearbeitung des Materials einzubeziehen, um eine ideale Waffe für den Nutzer zu schaffen. Im Prinzip hat sich, entgegen der Kleidung, bei der Herstellung des Schwertes durch Schmieden keine wesentliche Veränderung bis in die heutige Zeit ergeben. Schwerter schmieden ist, wie viele Handwerksformen, eine nahezu unveränderte Technik. Ganz anders war es mit der Entwicklung der Kleidung seit dem Mittelalter. Kleider spiegelten zu dieser Zeit den Stand der Person wider, die sie trug. So war es unüblich, dass Personen außerhalb ihres Status übliche Bekleidung anlegen durften. Viele Regeln für Bekleidung gab es im Mittelalter. Kleider wurden aus Materialien gearbeitet, die nach bestimmten Materialien und auch entsprechendem Zierrat hinsichtlich des Status der Träger gearbeitet wurden. Niedere Stände mussten sich mit einfachen Stoffen begnügen. Leinen, Hand und Nesselstoff waren die üblichen Materialien, die neben der Schafswolle für Oberbekleidung als Kleidungsstoffe für niedere Stände ausgewählt wurden. Höhere Stände konnten durch bessere finanzielle Mittel auf Seide oder aber auch veredelte Tuchstoffe ausweichen und damit angenehme Stoffe tragen und nebenher ihren Reichtum demonstrieren. Auch waren die Stoffqualitäten in diesem Stand weitaus besser als für die für die breite Masse verarbeiteten Materialien. Die arme Bevölkerung musste ihre Kleidung in Heimarbeiten erstellen. Im Mittelalter Kleider zu arbeiten war für die niederen Stände eine wahrlich mühevolle Handarbeit. Die Handspindel war ein geläufiges Gerät, mit dem Fäden für die anschließende Kleiderherstellung noch selbst gearbeitet wurden.

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3 Kommentare zum Beitrag
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Thomas Daecke aus Neustadt am Rübenberge am 14.01.2011 um 16:06 Uhr  
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Hans-Werner Blume aus Garbsen am 15.01.2011 um 00:24 Uhr  
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Rene Nieschka aus Garbsen am 17.01.2011 um 13:48 Uhr  
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