Advent mit meinen Kindern - das etwas andere Krippenspiel (letzte Geschichte)

oh du fröhliche Weihnachtszeit ( diese Krippegehört bei uns Weihnachten dazu. sier stammt aus Österreich und ist seit 3 Generationen in Familienbesitz)

Krippenspiele gehören zu Weihnachten unbedingt dazu.
Wir haben als Kinder jedes Jahr ein selbstverfasstes vor unseren Eltern aufgeführt.
Auf diese Idee kamen unsere Töchter eines Tages auch.

Sie hatten Eintrittskarten gebastelt und im Wohnzimmer zwei Stühle aufgestellt einen für Papi und einen für Mami.
Wir nahmen gern Platz und warteten gespannt auf das Stück, dessen Inhalt wir eigentlich zu kennen glaubten.

Doch es kam alles ganz anders.

Die Rollen hatten unsere damals noch drei Töchter so verteilt:
Die Älteste war eine würdige Maria, die Zweite ein flippiger Josef und die Dritte war der Engel. Als Jesuskind wurde eine Puppe ins Bettchen gelegt.
Dann ging es los.
Maria hatte ihr Kind liebevoll im Arm, Josef stand lächelnd daneben und der Engel düste mit hoher Geschwindigkeit ständig um beide herum, während er immer wieder „ und ich bin das Engel!“ rief.
Es konnte ja sein, dass jemand seine Rolle nicht verstand.

Irgendwann sagte Maria zu ihrem Josef „ du, wir müssen jetzt wieder zurück nach Nazareth.
„Nein“ entgegnete Josef “ich bleibe hier!“
„Josef komm“ versuchte Maria es noch einmal ganz lieb.
„Ich bleibe hier ich gehe nicht mehr zurück!“
„Warum denn nicht Josef?“
„ Sieh mal Maria“ erklärte er „in Nazareth muss ich nur wieder arbeiten und habe es nicht so gut wie hier. Die Hirten kommen immer und bringen uns was zum Essen und die Engel machen Musik. Ich gehe hier nicht mehr weg!“

Maria wurde nun sehr ungeduldig und wandte sich an das Publikum, das sich auf die Zunge gebissen hatte, um nicht laut loslachen zu müssen!
„ Mami, mach du doch mal was, so war das doch nicht!“

Zu Josef sagte sie verärgert: „Du bist ein richtiger Faulpelz“
Josef schüttelte den Kopf und erklärte seiner Frau „ nee, das stimmt nicht, ich habe dir doch schon geholfen das Kind zu boren.“

Für uns Eltern war das eine Weihnachtsgeschichte, die wir nie vergessen werden.

Und damit wünsche ich allen noch eine schöne Adventszeit und dann ein frohes und friedliches Weihnachtsfest.

( zum allgemeinen Verständnis: Das "boren" war natürlich Josefs Ausdruck für Geburtshilfe)

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Uta Kubik-Ritter aus Uetze am 18.12.2009 um 19:06 Uhr  
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