Immer wieder alarmierende Berichte über Tierquälerei
ohne Fleisch lebt es sich auch sehr gut
Manchmal möchte ich zum Vegetarier werden. Gerade heute erst gab es einen ausführlichen Bericht im Radio darüber, wie unsere Putenschnitzel zu Lebzeiten leiden müssen. Wer sich beim täglichen Einkauf über günstiges Putenfleisch freut, kann dieses gar nicht ohne schlechtes Gewissen kaufen.
Schon am ersten Tag nach dem Schlüpfen, werden den Küken unter starken Schmerzen die Oberschnäbel abgetrennt. Das geschieht mit einem heißen Draht oder einem Laserstrahl.
Und das ist dann erst der Anfang des kurzen Lebens einer Pute, das im Durchschnitt 20 Tage dauert und eher als Leidensweg zu bezeichnen ist.
Solange wir Menschen die Tiere nicht so behandeln, wie es ihnen zusteht, bleibt der Traum von Mitmenschlichkeit untereinander wohl auch eher eine Utopie.
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"Der Mensch mache sich die Erde untertan" -
damit war nie gemeint, daß er seine Mitgeschöpfe quält.
Ob sie ihm nun als Nahrungsmittel dienen oder nicht.
Mir fallen da immer wieder die Indianer ein, die den Großen Geist anriefen, um gute Beute baten, damit es zum Leben reicht. Sie bedankten sich beim erlegten Tier, daß es ihnen Nahrung und vieles mehr lieferte, nichts blieb übrig, alles konnte gebraucht werden.
Respekt und Achtung vor Mutter Natur war Bestandteil des Lebens.
Hoffentlich findet der Mensch bald dahin zurück, daß er MIT der Natur lebt, alle Lebewesen achtet.
Die Natur braucht den Menschen jedenfalls nicht.
Woher kommen wohl diese unmengen an putenschnitzeln ?
Wir haben im vergangenen dezember von bekannten eine pute gekauft, 18 kg: Das tier ist derartig groß gebaut gewesen, dass es nicht in den backofen gepasst hat.
Die "tiere", deren fleisch doch ach so preisgünstig in den supermärkten angeboten und gekauft werden, wiegen 60 bis 80 kilogramm ! Sie sind so schwer, dass sie aus eigener kraft nicht mehr laufen können - sitzfleisch also...
Solange wir verbraucherInnen nur auf den preis sehen, solange wird es diese tierquälerei geben !
Nicht umsonst ( :-) ) gilt Deutschland als der staat mit den billigsten und schlechtesten lebensmitteln...
Rindfleisch kauf ich schon seit über 20 Jahren nicht mehr.
Schweinefleisch selten, einmal im Jahr vielleicht und auch nur bei einem Metzger, der Rinder schlachtet aus den umliegenden Höfen.
Hühnerfleisch will ich nicht mehr, und wenn, dann will ich wissen, woher es ist.
Putenfleisch rühr ich nicht mehr an, seit ich einen Bericht gesehen habe, der das zeigte, was Elisabeth beschreibt.
Es gab mal eine Sendung mit einem Starkoch, der seinen Gästen erstmal zeigte, wie es den Hühnern ab dem Schlüpfen bis zum Schlachten geht bevor sie auf dem Teller landen.
Die meisten Gäste waren geschockt und hatten dann keinen rechten Appetit mehr.
Wieviele würden wohl noch Fleisch essen, wenn sie von Anfang bis Ende dabei wären, wie ihr Tier geboren wird, aufwächst, gemästet und geschlachtet wird -
oder sie sich selbst drum kümmern müßten.
Du hast Recht, Elisabeth - nicht jeder hat die Möglichkeit, z. B. bei einem Bioland-Betrieb einzukaufen oder beim Bauern nebenan. Gut, dass Du darauf hinweist.
Auch als Wenigverdiener oder Hartz4-Bezieher kann man genau hinsehen, was man sich auf den Teller legt -
muß man aber nicht, das ist soweit schon richtig.
@ Diana
super Seite, danke!
Bei mir hat sich Milch- und Eierkonsum von allein erledigt:
Lactose-Allergie bzw. Lebensmittelunverträglichkeit...
Lactosefreie Produkte sind mir noch suspekt, woher ist die Milch... usw.
Wir müssen alle umdenken, glaube ich. Karsten, ich bezeichne nicht die Fleischkäufer als unmenschlich. Das bezieht darauf, wie mit Tieren umgegangen wird. Sie werden als Ware und nicht als Lebewesen behandelt.
Sicher kann sich nicht jeder das teure Fleisch leisten, aber vielleicht hilft es schon, wenn weniger gekauft wird.
Ehrlich gesagt kann ich mir weder teures Gemüse, Salat oder Fleisch leisten. Ich bin heilfroh wenn es jeden Monat langt. Ich bin sehr gezwungen auf den Geldbeutel zu schauen! Ich würde auch lieber einen Gockel auf dem Markt kaufen, aber wo bin ich dann am Ende des Monats?
"Wieviele würden wohl noch Fleisch essen, wenn sie von Anfang bis Ende dabei wären, wie ihr Tier geboren wird, aufwächst, gemästet und geschlachtet wird - oder sie sich selbst drum kümmern müßten"
Alle. Früher hatte damit keiner Probleme - entweder hatte man selbst Tiere oder der Nachbar. Blutiges Schlachten war Alltag.
Zu den Bio-Empfehlungen: Habt ihr auch selbst in deren Ställe gesehen? Erzählen kann einem die Bauersfrau im schicken Hofladen viel... ;)
Und ist "quälen und leiden sehen" nicht relativ? Wer das frühere Halten und Schlachten heutzutage nicht mehr gewohnt ist, empfindet das doch oft als Qual und Leid, während unsere Eltern oder Großeltern sicher nicht der Ansicht sind, ihre Tiere gequält zu haben.
Hans-Werner, je mehr der Konsument beschissen wird, umso mehr wird er irgendwann misstrauisch. Ich habe nur empfohlen, sich die Betriebe anzusehen, denn im hübschen Verkaufsraum sieht man nicht, wie die Tiere wirklich gehalten werden.
Was genau stört dich daran bzw. lässt dich deine Aussage machen?
Für deinen Hinweis Elisabeth erst einmal toll und danke.
Als ich im Radio davon hörte, schrecklich, noch weniger
Putenfleisch als bisher. Ich esse eh` lieber Nudeln etc.
Ich esse schon lange kein Fleisch mehr, das hat einmal den Grund, dass ich nicht möchte das ein Lebewesen für mich stirbt, dann den Grund das man als Vegetarier einfach gesünder lebt als Fleischesser und der Grund, dass ich keine Tierquälerei unterstützen möchte.
Übrigens, werden männliche Gänse gleich lebend in den Schredder geworfen nach dem schlüpfen, sie setzen nicht schnell genug an Gewicht zu wie weibliche. Das wurde vergessen zu erwähnen.
Schreckliche Zustände sind das, aber es liegt an dem Konsumenten, man kann auch als Hartz 4 Empfänger "tierqualfrei" Fleisch kaufen, denn man beötigt eigentlich gar kein Fleisch zum leben, aber für die, die das immer noch fälschlicher Weise glauben, den soll gesagt sein, einmal in der Woche Fleisch reicht!
"(...) aber es liegt an dem Konsumenten, man kann auch als Hartz 4 Empfänger "tierqualfrei" Fleisch kaufen, denn man beötigt eigentlich gar kein Fleisch zum leben, aber für die, die das immer noch fälschlicher Weise glauben, den soll gesagt sein, einmal in der Woche Fleisch reicht!"
Dazu fällt mir ein, daß früher nicht nur die Tiere anders behandelt wurden, heute ist das industrielle Massen-Fleischproduktion (wie abwertend Lebewesen gegenüber!), sondern daß es einmal in der Woche den guten Braten oder eben Fleisch gab -
Fleisch war was besonderes.
Sicherlich hat man als Hartz4-Empfänger empfindlich auf den Geldbeutel zu schauen, was m.E. jedoch nicht rechtfertigt, die Tierquälerei zu unterstützen und nicht bewußt darauf zu achten, was man sich auf den Teller legt.
@Hans-Werner & allgemein:
Beispiele von Gründen für mein Misstrauen siehe z.B. in dieser Diskussion über Geflügelhaltung und Eierproduktion ( http://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/beitrag/4... ), wo ich u.a. dieses Problem ansprach: "...So empfinden viele z.B. Bild 1 als einen "grausigen Anblick", empfehlen aber gleichzeitig pauschal Produkte aus Bodenhaltung oder Freilandhaltung, weil sie halt nicht wissen, dass es bei den beiden Haltungsformen - sogar erlaubterweise - genauso aussehen kann, wie auf dem grausigen Bild.
Denn Freilandhaltung bedeutet nur tw. Haltung im Freien. Und Bodenhaltung bedeutet nur, dass auf dem Boden gehalten werden muss - das kann dann auch die Blechhalle sein (siehe oben Bild 1 ;)).
..."
"...kam es häufiger zu Wundinfektionen. Sie erkrankten wegen jeder Kleinigkeit. Gesäuge-Entzündungen, Lahmheit und Totgeburten kamen immer öfter vor ... Im Biolandbau ist es verboten, die Sauen in einen Abferkelkäfig zu sperren ... Kaum ließen wir die Käfige weg, stieg die Zahl der erdrückten Ferkel stark an ... etwa ein Fünftel der Neugeborenen ... Futter und das Stroh ... voller Schimmelpilztoxine ... Stroh ist bei den Bios Kult. Es sieht so schön nach Opas Bauernhof aus ... Die Lebern der Tiere und ihr Organismus müssen ständig mit einer schleichenden Vergiftung klarkommen, die das Immunsystem schwächt ... Folgen der Pilzgiftbelastung ... Bei vielen Ferkeln wurden die Schwänze und die Ohrspitzen schwarz. Als ich mich mit anderen Bioschweinezüchtern traf, berichteten sie ebenfalls von abgestorbenen Ohrspitzen und Schwänzen. Die meisten fanden das nicht sonderlich schlimm. So sei halt die Natur ... Ständig mussten wir Antibiotika kaufen, um der grassierenden Infektionen Herr zu werden. Zum Glück blieben wir bei der Stallhaltung und ließen die Schweine nicht raus ins Freie. Denn Schweine, die draußen im Erdreich wühlen, holen sich jeden Tag aufs Neue Spulwurmeier. Die Entwurmung nützt unter dieser Haltungsform gar nichts ... man von vier Fünfteln der Bioschweine die Lebern und die Lungen wegwerfen muss, weil sie von Würmern zerfressen sind ... Bioschweinehaltung hat nichts mit Tierschutz zu tun, sondern mit ideologischen Richtlinien, die ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt werden. Hauptsache, die Tiere liegen hübsch im Stroh und fressen nicht das böse Gen-Soja..."
Die Biobranche und -industrie will auch nur Profit machen, wie alle anderen Branchen auch. Insofern habe ich keine Vorurteile - aber ich bin auch nicht mehr so naiv, was "Bio" und "Öko" betrifft und dadurch eben misstrauischer.
Angelika, den "guten Braten" gab es damals nur wöchentlich - und war daher etwas Besonderes - bei denen, die ihn sich nicht häufiger leisten konnten.
Gutes Beispiel ist da auch das Nachkriegshähnchen - als es durch die industrielle Produktion wieder Massenprodukt war, konnte es sich jeder leisten und es wurde zum Alltagsfutter.
Vielleicht ist das Auslegungssache oder regional anders.
Meine Großeltern hätten sich den Festtagsbraten jeden Tag leisten können, es gab ihn trotzdem quasi traditionell immer Sonntags.
Und nicht von "irgendwoher", sondern vom Metzger, den man kannte.
Und nicht nur weil man ihn kannte, sondern auch die Höfe, von denen die Tiere kamen.
Das Fleisch behielt seine Form und schrumpfte nicht.
Angelika, sicher gibt es so genanntes Festtags- oder Sonntagsfutter bei manchen aus Tradition auch nur an solchen Tagen, selbst wenn sie es sich täglich leisten könnten ;) Aber das war ja nicht gemeint, sondern der Fleischverzehr, der halt früher bei vielen nur seltener war, weil sie es sich nicht leisten konnten. Täglich irgendwelche Getreidebreie oder Kohlsuppen haben die gewiss nicht freiwillig gefuttert ;)
@ Angelika, bei uns gab es früher auch den berühmten Sonntagsbraten, dessen Geruch uns Kindern schon samstags in die Nase stieg, während wir in der Badewanne sassen und anschließend im Schlafzeug noch eine Familiensendung im Fernsehen anschauen durften. Das waren noch Zeiten....
Damals waren die Sonntage auch noch etwas besonderes, ebenso wie die dazugehörigen Braten. In der Woche hatten wir auch selten Fleisch und es hat uns nicht gefehlt.
Eins vorweg, ich werde auf mein Steak und meine Batwurst nicht verzichten.
Dafür schmeckt es mir zu gut.
Allerdings haben wir in meiner Familie den Fleischkonsum stark eingeschränkt und es gibt wirklich ein "Back to Sonntagsbraten".
Auslöser für diesen Verzicht gibt es genügend.
Von der Zerstörung der Urwälder zur Gewinnung von Weideflächen und Flächen zum Anbau von Futtermitteln, bis zur tierquälerischen Massenhaltung, über gesundheitliche Vorteile, gibt es genügend Gründe auf Fleisch zu verzichten.
Der Vergleich mit früheren Zeiten hinkt in meinen Augen gewaltig.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es gerade mal 2,5 Milliarden Menschen.
Heute wollen 6 Milliarden Menschen essen und trinken.
Die katastrophalen Folgen unseres Konsumverhaltens sind bekannt, also warum nichts ändern ;-) ?
Michael, wohl wahr, was du ansprichst. Aber was die Überbevölkerung betrifft und Anbauflächenmangel, spielt es schon keine Rolle mehr, ob man Fleischanbau reduziert oder nicht. Halbwegs vernünftig (also auch industriell aber mit wenig Gifteinsatz und Tierqual) können wir uns eh nicht mehr ernähren - der so verehrte Bioanbau kann das eh nicht und ist bald ein Luxus für Reiche.
Entweder setzen wir auf immer mehr Fabrikfraß oder wir beenden wenigstens bei der Bevölkerungsentwicklung den allgemeinen Endloswachstumswahn und -glauben.
Fakt ist, daß Mensch anscheinend lieber wegschaut und hinnimmt.
Die Nachfrage regelt das Angebot.
Und wenn die Kunden zum Angebot "Massentierhaltung" ein klares NEIN sagen muß die Fleischindustrie umdenken, nicht die Kunden.
Und sooooo teuer wie hier viele tun ist das Fleisch nicht, das von Tieren stammt, die artgerecht gehalten und artgerecht ernährt werden.
Es kostet eben ein wenig Zeit, sich zu informieren und sich genau umzuschauen.
Alles andere sind in meinen Augen Ausreden und Trägheit.
Nix für ungut.
@ Angelika (zustimm)
Das Kauf- und Konsumverhalten zu ändern ist das Mittel etwas zu bewegen.
Verbraucherinformationen zum Kauf von Fleisch, Fisch, Geflügel usw. gibt es zu genüge, man muss sie nur lesen ;-)
Angelika, wenn Biobauern leben wollen, müssen sie entweder teure Klasse bieten oder eben günstigere Masse. Die unterliegen der Marktlogik ebenso wie alle anderen Produzenten.
Und für die Bioindustrie (den kleinen Biobauern kann man fast schon vernachlässigen, was die Produktionsmenge betrifft), die eh schon auf Masse produziert, gilt das eh.
Und was das Wegschauen betrifft: Ich nehme immer häufiger wahr, dass die Leute nur noch verwirrt sind, weil es so viele Biolabel und so viele gegensätzliche Behauptungen gibt - und misstrauisch, weil eben auch bei Bio&Öko Beschiss vorkommt.
Bio hin und Bio her -
der Begriff ist eh nicht geschützt und ich finde, jeder Verbraucher kann aufgrund Achtsamkeit sich selbst gegenüber genau hinschauen, woher sein Fleisch kommt.
Mir ist ein Schweinemastbetrieb bekannt, und ich möchte den erst gar nicht komplett von innen sehen. Außen alles vernagelt, nur einen Spalt kann man die eingepferchten Tiere sehen, nachts auch mal lautes Quieken von Schweinen (man könnte es fast schreien nennen), der Bauer läßt auch mal ein Tier stundenlang tot im Hof liegen, bevor es abtransportiert wird, mitten im Sommer, nicht zugedeckt, für Kinder zugänglich.
Warum niemand etwas dagegen unternimmt kann ich zwar vermuten, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.
Von dem werde ich niemals Fleisch kaufen, egal wie billig es wäre.
Genau hinschauen ist sehr oft ein Zeitaufwand - den nehm ich gerne auf mich, denn nicht ich als Käufer muß umdenken, sondern diejenigen, die durch Fleischproduktion Geld verdienen wollen.
Ein Bauer, der durch artgerechte Tierhaltung gutes Fleisch anbieten kann, hat m.E. nur eines zu "befürchten", daß er einen regen Zulauf bekommt.
Wegen alles wird "gegooglet", recherchiert und genauestens hinterfragt, warum also nicht beim Fleisch?
Nach den Fleisch-Skandalen - auch hier im Umkreis - frage ich mich schon, wie wurscht manchen ist, was sie essen.
"jeder Verbraucher kann aufgrund Achtsamkeit sich selbst gegenüber genau hinschauen, woher sein Fleisch kommt ... Wegen alles wird "gegooglet", recherchiert und genauestens hinterfragt, warum also nicht beim Fleisch?"
Das mag auf jene zutreffen, die genug Geld und Zeit haben, zu recherchieren, dann herumzufahren und dann noch das meist teure Fleisch zu kaufen.
Otto Normal kann das aber nicht - der hat ggf. kein Internet oder ein Auto, um aufs Land zu fahren, sondern muss eine Auswahl aus drei Supermärkten treffen.
"Mir ist ein Schweinemastbetrieb bekannt, und ich möchte den erst gar nicht komplett von innen sehen. Außen alles vernagelt, nur einen Spalt kann man die eingepferchten Tiere sehen, nachts auch mal lautes Quieken von Schweinen (man könnte es fast schreien nennen), der Bauer läßt auch mal ein Tier stundenlang tot im Hof liegen, bevor es abtransportiert wird, mitten im Sommer, nicht zugedeckt, für Kinder zugänglich.
Warum niemand etwas dagegen unternimmt kann ich zwar vermuten, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis."
Schweine quieken. Ein totes Schwein, dass im Hof liegt, ist ja nun auch nichts schlimmes (irgendwo muss es ja liegen, bis es entsorgt wird). Ein totes Schwein tut auch Kindern nichts mehr ;) Klingt auch irgendwie eher nach kleinem "Biobauern" als nach einem Massenbetrieb?!
So oder so: Warum unternimmst du denn nichts? Anzeigen und fertig.
"Ein Bauer, der durch artgerechte Tierhaltung gutes Fleisch anbieten kann, hat m.E. nur eines zu "befürchten", daß er einen regen Zulauf bekommt."
Otto Normal KANN, wenn er WILL.
Er muß nicht.
Er muß sich dann aber auch nicht beklagen, wenn sein Fleisch krank macht, das er achtlos mitnimmt ohne Rückfragen, der Otto Normal, wer immer das ist, immer weniger handeln so "blind".
Ich habe weder Fahrrad noch Auto, jedoch hab ich nur eine Gesundheit, und die ist mir wichtig.
Ich habe von artgerechter Tierhaltung gesprochen, und den unter dem Link beschriebenen Ärger kann ich einesteils verstehen, andererseits nicht.
Glaubt der Mensch denn wirklich, daß - wie im letzten Absatz beschrieben - die Tiere keine Freiheit mögen, nur weil sie EINMAL frische Luft geschnuppert haben?
Nicht nur der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Der Bericht strotzt m.E. von viel Erwartungshaltung, falschen Denkansätzen und die Kurzsichtigkeit ist nicht zu übersehen, daß man an anders geartet gehaltene Tiere auch erstmal umgewöhnen muß, nichts geht von heut auf morgen.
Wobei über den Zeitraum der Umstellung nichts drin steht.
Einen Betrieb nach "wissenschaftlichen Erkenntnissen" führen und artgerechte Tierhaltung beißt sich nicht.
Fragen kommen bei mir auf:
- Läßt man generell eine Sau allein, wenn sie "abferkelt"? Keine helfende Hand dabei?
- Warum haben Schweine aus Massentierhaltung so wenig Abwehrkräfte, daß sie normales Futter und Stroh gleich totkrank werden läßt?
- Antibiotika: Wird das nicht auch in der Massentierhaltung verwendet?
- "Das Verdauungssystem des Schweins gleicht dem des Menschen. Wenn Schweine Bionahrung so schlecht vertragen, warum sollte sie gesund für Menschen sein?" -- Was ist das denn für ein Vergleich????
Ach ja, und rate mal, was diese Anzeige damals gebracht hat:
NICHTS, es ist ja alles in Ordnung.
Kranke Schweine quieken, tote Schweine dürfen für alle sichtbar und unbedeckt im Hof liegen, Kinder fassen ja nichts an und sind nicht neugierig, Gesundheitsgefahren gibts ja nicht, ja ja, bla bla.
Ich will niemandem sein Fleisch abreden oder schlecht machen, jeder soll so viel Fleisch essen wie er mag, kaufen wo immer er meint.
Die Argumente, "wenig Geld", "zu zeitaufwendig" usw. sind für mich nur Ausreden.
Auch ich wähle aus ca. 3 Supermärkten, ich schau aber HIN und nicht weg.
Angelika, der Link war ja nur ein Beispiel dafür, dass im Bio-/Öko-Bereich auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Und deine Fragen, die dir aufkommen, werden doch in dem Bericht beantwortet.
Helfende Hände? Nein, die sind teuer. Allein kann das vielleicht noch der langhaarige Öko-Hannes im Jute-Pulli leisten, der eh nur zwei Schweine hat. Ein Bio-/Öko-Massentierhalter kann das nicht, wenn er wirtschaftlich arbeiten soll.
Das "normale" Futter und Stroh war belastet (steht im Text) und hat die Tiere krank gemacht.
Antibiotika - ja, das wird in der Massentierhaltung benutzt - und kritisiert und deshalb wird der Biokram immer so gelobt. Aber wie man in der Praxis sieht, wird es auch im Biobetrieb eingesetzt - erlaubterweise und notwendigerweise.
Was KANN Otto Normal denn angeblich, wenn er WILL? Wenn er kein Angebot hat, welches er erreichen kann und/oder er sich leisten kann, dann hat er keine Wahl. Ok, eine hat er noch: Er isst vorsichtshalber gar nichts mehr?!
Anzeige - ja, wie gesagt, Quieken ist völlig normal. Und was jetzt so schlimm daran ist, wenn man bei einem Bauern auf dem Hof eine verendete Sau sehen kann, verstehe ich nicht so ganz.
Und ja, Kinder fassen sowas vielleicht auch mal an - aber die spielen auch mit toten Igeln und Katzen rum.
"Auch ich wähle aus ca. 3 Supermärkten, ich schau aber HIN und nicht weg."
Du schaust also auf das Supermarktfleisch, die Tiefkühl-Hähnchenstücke, die Pizza, die Bockwurst, das Gummibärchen, die Margarine, die Butter und die Aufschnittpackung und weißt dann wo das Tier wie gehalten wurde?! Verrat mir doch mal, wie du das machst!!
Aber der Link ist interessant. Mittlerweile hat man nicht nur Reagieren festgestellt, sondern es häufen sich Hinweise auf z.B. Kommunikationsfähigkeiten, usw.
Trotzdem werd ich weiterhin auch mal, wie die Veganer und Vegetarier, ein pflanzliches Mitgeschöpf killen (müssen) - von irgendwas muss ja jeder leben ;)
Das widerspricht sich doch nicht einmal. Auch der Mensch muss sich logischerweise von etwas ernähren - immer unter Einwirkung auf andere Lebewesen. Als ausschliesslich Früchte, Nüsse und Samen essender Veganer minimiere ich allerdings das Risiko der Leidzufügung sehr stark.
Eine Reaktion eines Lebewesens deutet im Übrigen nicht per se auf Leid hin.
"Als ausschliesslich Früchte, Nüsse und Samen essender Veganer minimiere ich allerdings das Risiko der Leidzufügung sehr stark"
Nicht jeder hat die Zeit, Muße und das Geld, sich mühsam aus so eingeschränkter Auswahl so zu ernähren, dass er ausreichend und gesund versorgt wird. Meist muss dann auch mit Nährstoff- und Vitaminprodukten nachgeholfen werden.
Ausserdem muss alles importiert werden, was ausserhalb der Saison wächst (bzw. hier gar nicht) und beim Flächenanbau muss dann wieder oft gespritzt werden, was ja auch wieder Tiere tötet, damit auch der Veganer was zu futtern hat.
"Eine Reaktion eines Lebewesens deutet im Übrigen nicht per se auf Leid hin"
Wenn ein Mensch bei Folter schreit, muss zumindest ich keinen "Mein Leid bei Folter"-Aufsatz von ihm vorher lesen, um das Leid zu erkennen ;)
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Rezepttipp: Mango-Lauchsalat und Mango-Chutney
Auf der Suche nach einem Rezept für einen fixen Lauchsalat kam ich auf die Idee, den Lauch mit einer süßen Frucht zu kombinieren. Die Mango passt...
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