Von allen Seiten wird über den Selbstmord des Unternehmers Adolf Merckle geredet und dass er das Opfer der Finanzkrise geworden sei. So ist das, wenn einer der oberen Herren sich verspekuliert. Galt er doch als der fünft reichste Mann Deutschlands. Er hatte sich verschuldet und konnte damit nicht fertig werden. Alle Radiosender widmen ihm mehr als genug Beiträge. Es ist oft zu hören, dass man Toten nichts schlechtes nachsagen soll. Das möchte ich auch nicht tun, obwohl ich zum Thema Selbstmord so meine Meinung habe. Ist es nicht ein ganz feiger Abgang, bei dem man seine Probleme einfach den Hinterbliebenen zurücklässt?
Dann ist da noch der Zugführer, der völlig unfreiwillig zum Täter wurde. Warum redet kein Mensch von dem armen Mann?
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Hallo Elisabeth- einer meiner ersten Gedanken, als ich die Schlagzeile in der Zeitung las, war: Warum bitte wird ein derartig immenser Aufriss um diesen Mann gemacht, wo viele Obdachlose gerade ums Überleben kämpfen?
Schließlich war es sein ureigener Entschluss, und ich denke auch: Stärke ist, wenn man an dem Platz, an dem man gerade steht, bleibt und das Beste daraus macht, um Verbesserung kämpft und nicht einfach alles hinwirft.
Regeln müssen das Chaos jetzt seine Angehörigen, zusätzlich zur Trauer...
Selbstmord ist in diesem fall die unfähigkeit, zu seinen fehlern zu stehen und verantwortung zu übernehmen.
Neben den von dir aufgeworfenen fragen bleibt zusätzlich noch die, ob dieser "arme" mensch sein eigenes privates vermögen auch nur ein wenig angetastet hat, um seine dilettantischen fehlspekulationen auszugleichen. Es ist schon arg merckle-würdig, dass der konzern aus finanzgründen zerschlagen werden soll und somit sicher auch arbeitsplätze "verloren" gehen werden, während doch sicher das privatvermögen dieser sippe unangetastet bleiben wird.
Sehr gut Elisabeth, dassDu dieses Thema aufgreifst.
Niemand hat ihm gesagt, werf`Dich vor den Zug, sondern
seine eigene Entscheidung. Schlimm genug, dass er sich
seinen Problemen nicht stellt.
Und Hans-Werner, hast Du schon einmal erlebt, dass ein "Reicher"
mit seinem Privatvermögen haften muss, wenn finanzielle Probleme
auftreten? Ich bisher nicht. Es trifft immer die Arbeitnehmerinnen,
Arbeitnehmer, die die Probleme ausbaden: Kurzarbeit etc.
Für mich bleibt es feig, seine Probleme für andere zurück zu lassen und die Trauer noch dazu.
Dieser Mann hat für mich den Sinn des Lebens im Reichtum gesehen und diesen nun verloren. Das ist schon krank genug.
Nun wird so ein Mensch noch immer als Opfer dargestellt und ich höre wirklich nichts von dem Lokführer und dessen Familie. Wie lebt er nach so einem Schock weiter?
Dass wir uns alle mehr füreinander interessieren sollten, da bin ich mit dir einer Meinung Carola!
Bin gerade dem Link mit seinen unterschiedlichen
Ansichten gefolgt.
Egal wie, halte ich den Ausweg aus einer schwierigen
Situation mit dem Selbstmord für feige. Warum sich der
Situation nicht stellen? Immerhin hat er sich in diese
selber hineingebracht und keiner hat ihm empfohlen
zu spekulieren. Jetzt hätte der Unternehmer Verantwortung
zeigen müssen und sich nicht davon schleichen.
Außerdem wird der Lokführer mit dieser Situation leben
müssen. Es wird schwer genug für ihn und sicher kein
einfacher Weg.
Generell halte ich nichts von einem Selbstmord, denn
es gibt immer einen Weg sich aus einer schlimmen Lage
zu befreien. Natürlich mit Hilfestellung anderer Menschen, wenn
wir endlich lernen, uns auf die menschlichen
Werte zu besinnen. Egal ob in der Familie, im Arbeitsleben oder
bei Freunden oder Fremden!
Gertraude, die meisten wollen ja nicht sterben, sondern ihre Versuche sind Hilferufe. Realisierte Selbstmorde sind demnach überwiegend nicht gehörte Hilferufe.
Gertraude/Elisabeth: *achselzuck* Ich weiß es nicht - vielleicht wurde auch sein Hilferuf zu spät gehört?! Mir tut jeder Selbstmord in der Seele weh...
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noch 'n Gedicht...
Die Selbstbeerdigung
Es war ein Mann in besten Jahren,
psychisch jedoch etwas festgefahren.
Und da zog er nach reiflicher Überlegung
seine...
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