Traum oder Albtraum?
Wir träumen alle Jahre wieder von der „Weißen Weihnacht“. In diesem Jahr nun sollte sie einmal wieder Wirklichkeit werden.
Leise rieselte der Schnee, der See ruhte still und starr, der Wald glitzerte.
Die Kulisse war perfekt.
Nun sollte man meinen, dass die Menschheit glücklich und zufrieden ist.
Doch Menschen sind nicht einmal durch das Feiern der Weihnacht versöhnlich zu stimmen.
Allerorts wurde nur noch von Katastrophe und Unwetter geredet.
Sicher, manche Menschen sind einfach auf Hilfsmittel bei der Fortbewegung angewiesen und für sie ist das Winterwetter eine Fessel, die sie ans Haus bindet.
Alle anderen aber, sollten sich doch darauf einstellen können.
Ich möchte hier keine Schimpfkommentare, sondern einmal die schönen Seiten des Schneereichtums sammeln.
Zunächst wird mir in diesem Winter wieder einmal mehr bewusst, dass der Mensch ein ganz kleines Glied in der Kette der Natur und längst nicht so groß und mächtig ist, wie er gern tut.
Der viele Schnee bringt Ruhe in die Welt.
Alles wird von selbst langsamer.
Viele Autos bleiben gewollt oder ungewollt einfach stehen.
Die Straßen sind zu Schlittenbahnen geworden.
Kinderaugen strahlen und die Kleinen toben sich in der frischen Luft müde.
So manchen Termin streicht man einfach aus dem Kalender.
Die weiße Pracht lädt zum Spazierengehen ein.
Dabei darf dann ruhig vom nächsten Sommer geträumt werden.
Ich liebe den Winter und freue mich über den Schnee.



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