Herbstgedanken im November
Alles hat seine Zeit.
Wir sollten sie nur zulassen.
Wie schön ist der Frühling, wenn nach dem langen Winter die Natur in allen nur erdenklichen Farben aufersteht und strahlt.
Der Sommer mit seinen langen Tagen lockt uns danach hinaus und wir genießen das Leben mit jedem Atemzug.
So kann es bleiben.
Doch dann kommt der Herbst.
Nicht, dass er unerwartet eintrifft, nein, schon im Sommer ist er dann und wann zu ahnen.
Doch gern wird er beiseite geschoben.
Wir leben zu gern in der Sonne, in der Fülle.
Eines Tages aber ist er unübersehbar da.
Nun dürfen wir erfahren, dass auch diese Zeit ihre wunderschönen Seiten hat.
Es ist dieselbe Sonne, die uns auch jetzt noch unzählige Farben der Natur erleben lässt.
Sie sind nur anders, als die im Frühling.
Der Herbst kommt mit warmen Tönen, die ein bezauberndes Leuchten mitbringen.
Viele Früchte, die nach und nach gereift sind, gilt es zu ernten.
Alles strahlt noch einmal auf, dann geht es ans Loslassen.
Die bunte Laubvielfalt, die den Baum schmückt, löst sich ganz langsam.
Blatt für Blatt gleitet zur Erde und wird zu einem farbenprächtigen Teppich.
Mit jedem Blatt, das fällt geht der Blick noch einmal kurz zurück in den Frühling.
Das frische Grün schenkt uns ein Lächeln, dann lassen wir das Blatt wieder bunt werden und erkennen die neue Schönheit.
Bald sind auch diese Farben Vergangenheit und der Winter kommt.
Er kommt und lässt die Natur sich ausruhen, damit Neues wachsen kann.
Alles hat seine Zeit.


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