Die Frage nach der richtigen Religion
„Welche Religion ist die Richtige, welcher Glaube ist richtig, welche Kirche ist die richtige?
Ich glaube an Gott, ich vertraue auf Gott, aber es gibt so viele Religionen und so vieles was ich höre, dass ich manchmal gar nicht mehr weiß, wer das Richtige predigt und was stimmt.
Ich war früher immer so eingestellt dass ich Gott draußen in der Natur finde und in jedem von uns Menschen auch.
Aber höre ich Menschen zu, die verschiedenen Kirchen angehören, oder freie Glaubensgemeinschaften sind, oder den Zeugen Jehovas, dann sagt doch jeder etwas anderes.
Was denkt ihr darüber?“
Diese Anfrage bekam ich gestern hier bei myheimat zugesandt.
Meine Meinung dazu ist: wer an Gott glaubt, ihn in der Natur und anderen Menschen findet, der hat das Wichtigste im Glauben entdeckt.
Nun muss er nur noch danach leben, was nicht immer einfach ist. Nächstenliebe und Achtung vor der Schöpfung sollten für gläubige Menschen jedoch selbstverständlich sein.
Welche Kirche die richtige ist, kann niemand für andere entscheiden.
Für mich ist es die Kirche, in der ich mich zuhause fühlen kann und in der ich Gott nahe bin.
Als richtigen Glauben bezeichne ich den, der den Suchenden Gott und den Mitmenschen näher bringt. Dabei ist es völlig gleich, ob er Gott mit Allah, Jahwe, Vater oder ganz anders anspricht.
Weiterveröffentlichungen:
ich finde die Frage auch für viele interessant Diana und bin gespannt auf die Meinungen.
Alle Menschen glauben. Zuerst an viele Götter. Dann an einen Gott,
wie auch immer er heißt. Danach kamen auch Propfeten, mit gutem und
wichtigen Regeln, für das zusammenleben der Gläubigen.
Leider wurde bei manchen Religionen ein Selbstbedienungsladen daraus.
Ganze Völker wurden in Namen Gottes abgeschlachtet und beraubt.
Irregeführte Fanatiker töteten mit Bomben, selbst Frauen und Kinder.
Manche Glaubensführer unternahmen nichts dagegen, obwohl sie
damit in der Welt unglaubwürdig würden. Der Mensch ist leider so fehlbar,
das er abgeschafft gehörte. Das ist der Fakt aller Rechenmaschinen
der Welt, wenn sie neutral befragt werden.
Glaube an das bißchen Gute, im Menschen und du bist selig. Amen.
Ich habe mir ein paar Prüfsteine für Religonen, Sekten oder Glaubensrichtungen usw. überlegt:
- Sind sie der Meinung, nur sie alleine verkündigen die Wahrheit
- Wie gehen sie mit (nach ihrer Meinung) Ungläubigen um
- Wie behandeln sie Homosexuelle, lassen sie sog. Homo-Ehen zu
- Wie behandeln sie Frauen, gibt es eine Gleichstellung
- Wie gehen sie mit Menschen um, die nicht mehr zu ihnen gehören wollen
- Wie demokratisch ist die Struktur innerhalb
- Wie gehen sie mit Verbrechen innerhalb um, Stichwort "Kindesmisbrauch"
Es gibt bestimmt noch mehr, aber diese fallen mir immer sofort ein!
Das ist meine kleine Richtschnur!
Ja, das ist mal eine spannende Frage! Ich selber glaube an keinen Gott und gehöre auch keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft an, diesen Organisationen stehe ich mit größtem Misstrauen gegenüber! Wenn es denn so etwas wie einen Gott oder auch Götter gäbe denke ich nicht das ausgerechnet so etwas Unbedeutendes wie einzelne Menschen dazu berufen sind anderen Menschen zu erklären wie dieser Gott sich nun das Zusammenleben unserer Gemeinschaft vorstellt, das ist einfach vermessen!! Die Kirche ist meiner Meinung nach einfach nur der beste Werbegag den es jemals gegeben hat, mit nichts anderem wird so viel Geld gemacht und Macht angehäuft ohne das es dafür eine greifbare Gegenleistung gibt!
Dass es auf diesem Planeten aussieht wie es aussieht, also das wir Menschen hier gut leben könnten und natürlich alle anderen Lebensformen auch, ist nichts anderem als einen großen(oder auch kleinem) Zufall zu verdanken. Mit einer Mischung aus liebe zu dieser, nennen wir es meinetwegen Schöpfung, und Vernunft müsste es theoretisch möglich sein uns diesen Planeten lebenswert zu erhalten. Meine Zweifel dass dieses aber den Menschen gelingt sind doch eher groß wenn man sich anschaut wie z.B. Große und kleine Mächte schon wieder ihre Fähnchen in die Erde oder den Meeresboden stecken an Orten wo wir vor dem Beginn des Klimawandels nicht hingekommen sind weil dort Rohstoffe wie Öl oder Gas vermutet werden klirrt man schon wieder leise mit den Waffen, beängstigend! Einerseits wäre ich schon neugierig darauf zu erfahren wie es mit der Erde und seinen vielfältigen Lebensformen weitergeht, andererseits bin ich doch froh das unsere Lebenszeit begrenzt ist und ich das Ende dieser Erde nicht miterleben Muss……
"Was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinem anderen zu."
Der alte kinderspruch ist nichts anderes als der sogen. Kantsche imperativ und ist in allen großen - und wahrscheinlich auch in den kleinen - religionen zu finden, so eine art weltethos, eine immer für alle menschen geltende verhaltensregel.
Im Grunde habt ihr alle Recht. Wer Religionen vertraut, hat auf Sand gebaut.
In der Not ein Gebet, ist es nie zu spät. Ein Gebet im schönem Wald,
ist ehrlicher als in einer prunkvollen Kirche halt. (Dieser Prunk stört das Gebet)
Leben mit Nächstenliebe und Gemeinsamkeit, ist für alle besser als etwas vorgetäuschte Heiligkeit. Selig sind die Gläubigen, für die Kirchenherren,
denn sie spenden allzeit gern.
Hallo Eliabeth,
Soll ich Dir sagen was meine Frau immer zu mir sagt ?
" Die Natur ist Gott und Gott ist die Natur "
Es gibt einen direkten Weg zu Gott: das Gebet. Die Kirche, ob nun evangelisch oder katholisch, ist nur eine Zwischeninstanz, die uns auf diesem Weg behilflich sein will ...
Machen es sich manche Menschen mit der Antwort auf die erste Frage
"Welche Religion ist die richtige?"
nicht doch zu leicht?
Ein gewisser Martin Luther hat in seinem sogenannten Großen Katechismus (1529) wunderbar auf den Punkt gebracht:
"Worauf Du nun (sage ich) Dein Herz hängest und verlässest, das ist eigentlich Dein Gott."
- und das ist nicht als verurteilende Kritik zu verstehen, sondern als Aufforderung: "Erkläre/erkenne dich selber"
Bei Wikipedia heißt es erstaunlich gut und knapp:
"Religion (lat: religio, wörtlich „Rück-Bindung“) bezeichnet eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene des Glaubens an eine „andere Welt“ der Gottheiten oder der Spiritualität, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs ‚Religion’."
Auch ich hatte gestern diese Fragen schon beantwortet:
Welcher Glaube der richtige ist?
Das kann nur der sein, der dich trägt und der, den Du mittragen kannst!
Zum Beispiel der Glaube an deine Kinder!
oder der Glaube, dass Dir das Leben geschenkt wurde.
Gestern hatte ich ein kurzes Gespräch mit einem 14jährigen Jungen, der sich konfirmieren lassen möchte. Und auf meine Frage, warum er diesen Schritt gehen möchte, war zu nächst eine Formel zu hören - vielleicht auch nur, um mir einen Gefallen zu tun. Er sprach von Gott. Und dann fragte ich ihn, woran er noch glaubt. Es fiel im schwer, sich auf diese Frage einzulassen.
Und dann kam es: "ich glaube, dass ich richtig alt werde und immer gesund bin!" und er meinte auch einen guten Grund dafür zu haben, "ich rauche nicht und ich habe auch noch nie getrunken!" - Vermutlich wird sich diese Perspektive auf das Glauben bei ihm noch viele Male ändern, wachsen, größere oder kleinere Enttäuschungen erfahren... aber er macht es zumindest in einem Richtig, er baut auf eine Basis, und hat ein Ziel vor AUgen.
Welche Kirche die richtige ist? - welch eine Frage, selbstredend meine... gggr!
- nein, es kann nur die sein zu der Du einen Zugang findest. Kirche ist ein sehr intimes Wort für Gemeinschaft und Gemeinsamkeit. Lass dich einladen, von einem Plakat, von einer guten Freundin - Du wirst abwägen: ist das was du vorfindest mit Dir vereinbar; erlebst du die anderen Menschen glaub-würdig und darum auch authentisch. Erkennst Du Suren von Dir in ihrem Handeln, in ihren Reden. Du wirst es schnell spüren "da bin ich fast schon zuhause" oder da eben nicht!
Die alte Bibel (das "Alte Testament") kennt keine Kirche, es kennt EINEN Gott, mit mehr als 365 Namen (Gesichter, Ausdrucksformen) und es kennt ein Volk, dass sich auserwählt fühlt, aber es kennt auch viele, die ebenso zu diesem einen vielfältigen Gott gehören, die zu achten und zu schützen sind (die Fremdlinge insbesondere!) - Das auszuhalten war nie leicht - und es hat den Menschen bis heute Probleme bereitet. Wir sagen, es sind viele Kirchen, viele Religionen - es sind vielleicht aber auch nur die vielen Häuser im großen herrlich verrückt bunten Garten dieses einen Gottes. Und in einem dieser Häuser ist der Tisch für Dich schon lange gedeckt (übrigens eine gute Sitte beim Passah der Juden).
Ob es die sogenannten "Großen" Kirchen sind, bei deren einer du Dein Zuhause findest, keine Ahnung, ob Du Dich einer der unsäglich vielen kleinen kirchlichen Vereinigungen wieder wohler fühlst, keine Ahnung.
Vielleicht aber eine nachdenkende Hilfe: Je enger das Haus, um so enger der Denkhorizont, auch um so dogmatischer die Haltung unter einander.
Dein Glaube ist zunächst als das Wichtigste, was zu Dir gehört und das solltest Du Dir klar und deutlich machen und wie eine Versicherung bei Dir tragen und Dir niemals rauben lassen. - Die vielen Ausformungen von Glauben in Religionen (oder vermutlich richtiger: Konfessionen) hatten ursprünglich etwas mit den verschiedenen Heimaten zu tun, in denen sich der religiös beheimatete Menschen zuhause fühlt. Dass wir um uns diese Vermengung haben, hat auch etwas mit einer Heimatlosigkeit zu tun, räumlich oder sozial oder auch emotional - oder noch trauriger alles zusammen.
Ich bezeichne mich selbst als "frommen" Menschen. Und kann darum dennoch nicht verstehen, warum ich in meiner Konfession für einen anderen Menschen sagen sollte, meine Religion sei für Dich oder für jemand anderes genau die einzig wahre und gültige. Bin ich Gott, der ich mir das erlauben dürfte?
Und vielleicht (für heute) ein letztes:
Ich habe mit anderen auch schon herrliche Glaubens-Spaziergänge im Wald und auf der Heide erlebt, da kann ich Gott durchaus begegnen - unspektakulär aber sehr fröhlich und erfrischend - manchmal war es auch gut, dabei allein zu sein., meistens aber haben mir dazu die anderen sehr gut getan - im Wald genauso, wie in einer Kirche, oder in einem kleinen unscheinbaren Nebenraum von was auch immer! - oder beim Kirchentag in einer riesigen Halle! - oder bei der Cebit in der kleinen Messekirche - Du wirst Gott sogar in deinem Nachbarn begegnen, der dir grad eher lieber von hinten zu begegnen wäre... denn auch der ist ein Ebenbild Gottes, so lese ich es in allen mir bekannten Bibel-Übersetzungen!
Welche Religion die beste ist: die Frage lässt sich genauso wenig beantworten, wie "Welche Familie in Deiner Stadt ist die beste?"
Stellen wir doch die Frage mal ganz anders: Gibt es einen richtigen Glauben, eine richtige Religion, eine richtige Kirche?
Es ist völlig egal, wie man die Frage stellt. Die Antworten liegen immer im Auge des Betrachters und sind daher sehr, sehr vielfältig. Selbst ein Katholik muss nicht unbedingt den gleichen Glauben haben wie ein anderer Katholik oder ein Islamist wie ein anderer Islamist. Glaubt ihr nicht? Naja, ist ja auch nur ein Glaube... :-)
Mit dem Glauben ist es wie mit der Meinung: man kann ihn(sie) haben oder auch nicht. Nur sollte nie versucht werden, diese(n) anderen aufzuzwingen.
Thomas,
der letzte satz deines kommentars macht den unterschied zwischen glaube und kirche.
Glaube, Religion, Kirche - alles sehr verschiedene Sachen.
Der Glaube ist immer dann vorhanden, wenn geglaubt wird. Wenn wir nicht wissen, bleibt uns nichts anderes als der Glaube.
Das muss kein Götterglaube sein, sondern kann auch der Glaube an Einsteins Theorien sein oder an die Vorhersagen von Wirtschaftsinstituten oder der an die Klimamärchen.
Immer dann, wenn uns das Wissen irgendwas nicht erklären kann, greifen wir auf den Glauben zurück. Je bedrohlicher etwas ist, umso intensiver - und religiöser/ideologischer.
Ist Religion oder Ideologie im Spiel (ist sich ähnlich), ist es religiöser oder ideologischer Glaube.
Und Religionen gibt es viele.
Und die teilen sich auch wieder auf in Gruppen, Sekten, Kirchen.
Insofern ist ein Erwähnen von Kirchen bei der Frage nach der richtigen Religion eigentlich schon eine Eingrenzung auf die christliche Religion, die halt Kirchen kennt. Auch Begriffe wie Nächstenliebe oder Achtung der sogenannten Schöpfung grenzt die Frage so ein, dass sie im Prinzip auf "Die Frage nach der richtigen christlichen Religionsgruppe" korrigiert werden müsste.
Warum glauben wir Menschen denn nicht endlich an uns selber? Warum immer nur an andere? Haben wir denn so eine panische Angst vor unserer eigenen Größe? Genau das wird von Religionen nicht unterstützt, im Gegenteil.
Weil manche Menschen eh nur an Ihre eigene Größe denken, man denke an viele Chefs, Vorgesetzte...
Manchen würde etwas Demut gut tun und manchen dein Argument. Manchen hilft der Glaube und manche leben ohne Glauben - oder auch gesagt ohne Kirche - besser.
Jeder für sich muss seinen Weg finden, hinter dem er stehen kann - ohne Andere davon zu überzeugen. Gespräche ja! unbedingt!!! aber kein Aufzwingen der eigenen Anschauung.
Silke, diese Größe meine ich nicht. Das, was Du ansprichst, ist Selbtsucht, Egozentrik und Egoismus. Ich meine unsere wirkliche Größe und unser volles Potential, frei von Negativität.
...das meinte ich mit dem: "Manchen würde dein Argument gut tun" - wir verstehen uns!
Es gibt keine Religion die "richtig" ist, die christliche ist es mit Sicherheit nicht. Priester mißbrauchen Kinder, es werden Tierquälereien gutgeheißen (Stier- und Hahnenkämpfe, die "coleos" in Venezuela und andere abartige Schaukämpfe). Die Bischöfin der evang. Kirche fährt stockbetrunkten Auto.Es gibt nur einen Gott, der sich in der Herrlichkeit seiner Schöpfung, der Natur, offenbart. Wir Menschen haben uns von Gottes Schöpfung nicht nur losgesagt, sondern zerstören sie mutwillig, sei es durch brutales Mißhandeln von Natur und Tieren oder durch die Bevölkerungsexplosion.
Es gibt keine Religion die "richtig" ist, die christliche ist es mit Sicherheit nicht. Priester mißbrauchen Kinder, es werden Tierquälereien gutgeheißen (Stier- und Hahnenkämpfe, die "coleos" in Venezuela und andere abartige Schaukämpfe). Die Bischöfin der evang. Kirche fährt stockbetrunken Auto.Es gibt nur einen Gott, der sich in der Herrlichkeit seiner Schöpfung, der Natur, offenbart. Wir Menschen haben uns von Gottes Schöpfung nicht nur losgesagt, sondern zerstören sie mutwillig, sei es durch brutales Mißhandeln von Natur und Tieren oder durch die Bevölkerungsexplosion.
>Ihr glaubt, ein jeder wär ein Sünder,
wenn selten er zur Kirche geht.
Im grünen Wald ein Blick zum Himmel
ist besser, als ein falsch' Gebet. <
-Inschrift auf einem Grabstein zu Dillingen/Do. -
...an diesem Grabstein komme ich oft vorbei und der sagt eigentlich alles aus...
Gerlinde, das geht am Thema völlig vorbei! Das eine Bischhöfinn angetrunken Auto fährt, das Stier oder Hahnenkämpfe veranstaltet werden oder andere Priester Kinder mißhandeln hat mit Glaube oder Religion nichts zu tun, das ist fehlverhalten einzelner.....
@ Gerlinde; Religion ist etwas in Dir; dieses "etwas" findet dazugehörende oder Du wirst gefunden. Die Religion kann im Tempel Börse oder im Tempel Arena geehrt und gefeiert. Mit Religion jeder Ausprägung kann Mißbrauch, Unfug und was noch alles getrieben werden, es können Menschen gegen einander aufgehetzt werden, es können Menschen und Tiere missbraucht werden. Doch ist es nicht zwingend die Religion, die damit wirklich zu tun hat.
Im Christentum kenne ich mich am besten aus und ich könnte mir viel zu viel Missbrauch u. Unheil aufzählen, das sich unter dem Deckmantel der Religion anhäuft. Aber das ist nicht der Religion zuzuschreiben, sondern denen, die damit egozentrisch und egoistisch umgehen. Das gleiche sagte mir schon manches Mal ein liebenswürdiger Muslim im Blick auf seine Religion und er wirkt dabei jedes Mall sehr traurig.
Ich wünsche mir diese Eigen-Wahrnehmung auch von denen, die den Sport anbeten (ich meine das ohne Häme), oder die Geldvermehrer, oder... - gern auch die Allein-An-Sich-Selbst-Glaubenden, auch sie respktiere ich in ihrer Religionsausübung.
Hallo Elisabeth,
ich lese nun auch gespannt alle Antworten, die hier geschrieben werden.
ich bin zwar schon etwas bei MyHeimat, wußte aber nicht wie man diese Frage an alle MyHeimatler stellt. Danke, dass du das übernommen hast.
Mir hat mal jemand gesagt : "Glauben heißt nichts Wissen "
Ich spüre meinen Glauben, die Nähe zu Gott, auch am meisten draußen in der Natur, obwohl mir mein Sohn nun wieder sagt: "Mama du spinnst, es gibt keinen Gott, das hat uns schon eine Lehrerin in der schule gesagt."
Erika, der Spruch auf dem Grabstein gefällt mir auch .
Aber unser Pfarrer hat mal gesagt, dass die Kirche da ist um gemeinsam zu beten, zu singen, zu feiern und sich mit Gott auseinander zu setzen und das es schön ist, wenn man das in der Gemeinschaft machen kann.
Früher dachte ich immer, nur in der Kirche ist Gott zu finden, aber ich merkte schnell dass dem nicht so wahr.
Was ich merkte war dass viele Kirchgänger , in die Kirche gehen, um gesehen zu werden und um zu gucken wer kommt .
Einige beten und nennen sich sehr christlich und kaum ist der Gottesdienst aus, wird über andere gelästert. Darum ging ich lange nicht mehr in die Kirche, aber heute fühle ich mich dort wieder wohl und geborgen.
ja, scheinbar ist es so dass die richtige Religion einfach nur im eigenen Herzen zu finden ist. Die richtige Religion für einen selbst.
Ich wünsche euch allen noch eine schöne Woche.
Hallo Martina, viele Antworten hast du hier zum Nachlesen- ich bin auch ganz überrascht.
Ich wünsche dir, dass du deinem Herzen folgen kannst und den für dich richtigen Glauben ( ganz gleich in welcher Kirche/Religion) finden wirst.
Ein Atheist der mir in einer Abgrund die Hand reicht um mich hochzuziehen ist mir lieber als ein gläubiger der mich in den Abgrund stößt. GA
So ganz abwegig ist Gerlindes Kommentar nicht, erhebt die Gottesreligion doch den Anspruch - und das wird vor christlichen Fanatikern wie Mixa, Marx und Lehmann ja immer wieder als wesentliche Begründung für den Gottesglauben aggressiv vorgebracht - den Anspruch alleinig in der Lage zu sein den Menschen Werte und Nächstenliebe zu vermitteln. Aber - ausgerechnet bei denen die ihr Leben für diesen glauben gewidmet und ihn - und vor allem seine Inhalte - vermitteln sollten ist dieser Anspruch gnadenlos gescheitert.
Nein, ich spreche nicht einmal von denen die diese Taten jahrelang (nicht nur in Deutschland) begingen sondern vor den vielen die zugesehen, gewußt, vertuscht und abgewiegelt und relativiert haben.
Nein, die Geschichte lehrt daß Gottesgläubige mitnichten per se bessere Menschen sind als andere - nein, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil sind weniger Atheisten im Knast als Angehörige der verschiedenen Konfessionen.
Wer Halt im Leben sucht und ihn in einer (Gottes)Religion findet soll dies für sich tun, der Anspruch auf Unfehlbarkeit und der Missionierungsdrang (den es m.W. nur in den drei Buchreligionen gibt) hat nur negative Auswirkungen.
Und haben Sie sich schonmal gefragt warum ausgerechnet alle diese drei am selben Fleck spielen? Hat ihr Gott nur den Berg Zion (da gibt es viele Gegenden die den Begriff "Paradies" eher verdient hätten) und seine "weitere Umgebung" gekannt?
Es gibt keine "Weltreligion", keine, die zeitnah auf allen Kontinenten entstanden wäre; jede Religion ist regional und wurde - im Falle der Buchreligionen - mit Feuer und Schwert im Laufe von Jahrtausenden verbreitet von Menschen, nicht von einem Gott.
Nein, ich habe einen Glauben an eine natürliche Ethik, aber keine Religion - dafür eine Philosophie die Kraft und Arbeit an sich selber fordert, es mit Sicherheit zumindest mit dem Christentum aufnehmen kann.
Ali, dein Kommentar gefällt mir sehr gut!
Erike, der Spruch auf dem Grabstein hat was.!
Gerlinde,Du sprichst mir aus der Seele.
Es ist schon merkwürdig, dass sich alle sofort auf das stürzen, was es in der Kirche zu verurteilen gibt.
Die Kindesmisshandlungen sind schrecklich und ebenso das Verschweigen der Tatsache.
Leider geschieht so etwas und nicht nur inder Kirche. Es ist ein Makel von unzähligen Menschen, also auch einiger religiöser.
Allerdings bedeutet das auch nicht, dass alle Priester dieses tun.
Die Bischöfin, die betrunken Auto gefahren ist, ist von ihrem Amt zurückgetreten und hat damit gezeigt, wie ernst und wichtig ihr ihre Kirche und das Amt sind.
Es gibt allerdings eine Menge Gutes in den Kirchen, aber das übersieht man oft nur allzu gern.
Unfehlbarkeit gibt es auch nicht und nicht alle Christen sind automatisch immer gute Menschen.
"Es gibt allerdings eine Menge Gutes in den Kirchen, aber das übersieht man oft nur allzu gern."
Es gibt viele Menschen die Gutes tun, einigen von ihnen auch unter dem Dach der Kirche und aus ihrer christlichen Überzeugung.
Es wäre nicht schlecht wenn Du mal ein paar Beispiele nennen könntest - Dein Beitrag soll ja auch vom Positiven des Glaubens leben...
"Unfehlbarkeit gibt es auch nicht und nicht alle Christen sind automatisch immer gute Menschen. "
Oh - die Unfehlbarkeit der christlichen Lehre ist aber doch ihre eigene Voraussetzung... und gerade in den Angriffen gegen Ungläubige wird eben immer wieder behauptet daß nur Christen gute Menschen sein könnten.
Ich laste dem System Kirche nicht die Mißbrauchsfälle als solche an - der eigentliche Skandal ist daß es die Kirche und ihre Verantwortlichen in diesen Jahrzehnten es gewußt - und praktisch NICHTS zum Schutz der Opfer getan haben, im Gegenteil: wenn überhaupt wurden die Täter versetzt - und waren zumindest zum Teil weiterhin in der Jugendarbeit tätig!
Diese Kirche und ihre Berufsgläubigen haben ihre eigene Lehre über Jahrzehnte hinweg verraten.
Es gibt mehrere Wege ein guter Mensch zu werden, der christliche Glaube mag dazugehören - und mir tun diejenigen Leid die sich ebenfalls von ihren Vorbildern verraten und in einen Gewissenskonflikt gestürzt sehen.
Edgar, wenn das so wäre ( Unfehlbarkeit), dann wäre die Sündenvergebung, die es in der christlichen Kirche gibt, überflüssig.
Das Schöne am christlichen Glauben ist doch, dass man immer wieder neu anfangen kann.
Glaube ist auch nie fertig und wie ein Weg, auf dem man immer weiter geht.
Die Unfehlbarkeit gilt übrigens nur für den Papst unter bestimmten Voraussetzungen:
Unfehlbar sind die Entscheidungen eines Papstes nur dann, wenn er "ex cathedra" - als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen - spricht . Dieses ist seit 1870 erst ein einziges Mal gescshehen.
Elisabeth, Du verwechselst hier etwas: Ich meine ausdrücklich die propagierte Unfehlbarkeit der christlichen Lehre, nicht der Gläubigen. Und diesen Anspruch auf Unfehlbarkeit hat Galilei fast auf den Scheiterhaufen gebracht - bis der Papst den Mann gut 300 Jahre später rehabilitieren mußte - dabei war die Kugelgestalt der Erde schon 200Jahre v.Chr. durch Archimedes nachgewiesen worden und ebenfalls das heliozentrische Modell - doch 1500 Jahre später wurde Giordano Bruno dafür verbrannt.
Ich teile nicht die Einstellung zur Sündenvergebung - mir genügt es nicht eine Sünde zu bekennen und die Absolution zu erhalten und damit ist alles in Butter - nein, meine Sünden lasse ich nicht reinwaschen durch einen Gott oder seinen Vertreter. Wenn ich einen Fehler begangen habe muß ich mit der Person ins Reine kommen die darunter leiden mußte oder den entstandenen Schaden wiedergutmachen und ich möchte daraus lernen solch einen Fehler noch einmal zu begehen (es gibt ja genügend andere... ;-))) ) - das sagt mir mein Gewissen, meine Ethik. Es gibt keinen Neuanfang; jeder muß den Weg weitergehen bis zum Ende, und der besteht aus Fehlern und Niederlagen - und davon lernen wir; Erfolg allein macht hochmütig und arrogant.
Eine Sünde nur zu bekennen und nicht die Wiedergutmachung, soweit es denn noch möglich ist, in Angriff zu nehmen, halte ich auch für sinnlos.
Genau.
Unser beider Unterschied besteht aber doch wohl darin daß für mich nirgends niedergeschrieben steht was gut und richtig ist, ich muß (und will) meinen Weg selber definieren mit allem was ich tue (oder nicht tue), und mein Gewissen ist mein Richter.
Statt meines "Nächsten" (auch dieser Begriff ist definierbar...) achte ich jeden Mitmenschen gleichermaßen, Flora und Fauna, unseren Planeten und das Universum vor dem ich - wie unlängst während der Nacht in der Wüste Negev - tiefste Faszination empfinde.
Die schärfsten Richter sind übrigens die Naturgesetze - von ihnen steht in der Bibel jedoch nichts...
Ich wünsch´Dir eine Gute Nacht!
Für mich gilt auch an erster Stelle mein Gewissen bei der Beurteilung von Gut und Böse.
Ob Nächster oder Mitmensch, das ist für mich auch austauschbar.
Es kommt doch darauf an, dass alle in Frieden leben können und jeder jeden achtet, was die Natur mit einbezieht.
Wenn man genau hinsieht, ist auch Friede der zentrale Punkt in den Religionen.
Aber Menschen machen nun mal Fehler und die Kirche besteht aus Menschen.
Das bedeutet aber nicht, dass das allein alles entschuldigt.
Die gute Nacht wünsche ich dir auch
Ist die Bibel nicht eine Zusammenfassung aller damals gefundener Manuskripte,
die nach kirchlicher Zensur, ich weiß noch nicht einmal wer die erste Bibel
zusammenfasste und auch nicht wann. Man hat alles passend "übersetzt",
und nur die damals guten kirchlichen, brauchbaren Sachen, eingebracht.
Das Alte Testament dagegen, handelt oft auch von Mord und Totschlag,
ist also ein frühes Vorbild für die Bildzeitung gewesen. (Grob gesehen)
Die Bibel schreibt tatsächlich sehr wenig über die Natur und ihre Rechte.
Man ahnte wohl nicht, was die Industrie hier einmal anrichten würde.
Da man damals die Naturgesetze noch nicht verändern konnte, waren sie gottgegeben und unabänderlich. Die Bibel aber wurde so abgefasst,
das man an die Liebe Gottes und das Gute im Menschen, glauben konnte.
Somit war dann die Beeinflussung und Ausbeutung weiter Bevölkerungskreise,
vorprogammiert, was sich später durch Päpste und Fürstbischöfe zeigte.
Vielleicht beantwortet mir einer diese Bibelfragen ?
Edgar,
such mal im internet unter dem begriff weltethos - möglicherweise findest du einiges, was dir gefallen würde.
In großen teilen stimme ich dir zu.
Das system kirche ist ein zutiefst hierarchisch angelegtes, das sich auf angsterzeugung und unterwerfung gründet, um ( "weltliche" ) macht zu erhalten und auszuüben. Die rolle der christlichen kirchen während der nazi-diktatur und in anderen "aktuellen" diktaturen in Afrika, Südamerika und Asien sind beredte zeugnisse.
Es wäre interessant zu wissen, welche rolle der deutsche bischoff Ratzinger - der derzeitige pabst - gespielt hat, um die seit jahrzehnten intern bekannten "verfehlungen" seiner mitbrüder zu vertuschen. Es ist doch einfach im wahrsten sinne des wortes unglaublich, dass diese hohen herren nichts gewusst haben w/sollen.
Nun sind wir also wieder bei der dunkelen Seite der Kirche angekommen.
Das ist für mich typisch.
Am Anfang dieses Beitrags stand die Frage einer Suchenden, die ihren Platz in der Kirche finden möchte.
Sofort kommen dann die aktuellen Probleme auf den Tisch.
Ich möchte gern betonen, dass Gott sich als Liebe zeigt.
Leider hat die Menschheit das bis heute immer wieder falsch ausgelegt ( auch innerhalb der Kirche).
Die Bibel, die aus vielen Büchern besteht, zeigt immer wieder auf, wie Gott sich den Menschen nähert und im NT dann sogar seinen Sohn auf die Welt schickt, um zu zeigen, wie ein Leben in seinem Sinne aussehen kann.
Der erste Mensch ( Adam heisst übersetzt Mensch) steht als Sinnbild für die Menschheit, die mit der Zerstörung - auch der Umwelt - anfängt.
Adam wo bist du?
Ruft Gott ihn.
"Mensch wo bist du?"
diese Frage steht doch auch heute im Raum.
Gott hat durch seinen menschlichen Sohn gezeigt, worauf es ankommt:
Mensch unter und für Menschen zu sein.
Gott ist die Liebe und wir sollen ihm ähnlich sein.
Hallo Hans-Werner,
ich hatte diese Seiten schonmal durchgesehen und bin da etwas gespalten.
http://www.weltethos.org/
Die Ziele als solche kann ich durchaus unterschreiben; aber es handelt sich immer noch um eine - wenn auch interreligiöse - auf Religion begründete Stiftung die aber durchaus bereit ist Nicht-Religiöse mitzunehmen.
Ich halte das Ansinnen für gut - aber die unerbittliche Konkurrenz der Religionen untereinander läßt den Erfolg dieser Stiftung begrenzt erscheinen - die Orthodoxen werden sich dem sicherlich nicht anschließen, die Fundamentalisten dieses Projekt eher bekämpfen wenn "ihre" Religion nicht das Sagen hat.
Dennoch - es wäre schon ein großer Erfolg wenn man sich auf einen Minimalkonsens einigen könnte: Verzicht auf jegliche, auch verbale Gewalt, keine Missionierungen, Ausschluß derjenigen die sich daran nicht halten.
Ich fürchte aber daß es immer genügend Menschen geben wird die eben genau das als Auftrag ihres Gottes verstehen.
Gewalt - ein großes NoGo für mich in Sachen Religion.
Bei der Suche nach der richtigen Religion sollte man sich einen Satz der Medizin ansehen: Wer heilt, hat Recht - nicht wer pfuscht.
Der Ansatz könnte also lauten: Wenn alle Menschen, die auf der Erde leben, meiner Religionsorganisation (nicht meiner persönliche Überzeugung) angehören, und deshalb gibt es keine Kriege mehr, keine Verbrechen, keinen Suchtmittelmissbrauch, keine 40.000 Kinder müssen jeden Tag verhungern - keine 150 Tier- und Pflanzenarten sterben jeden Tag wegen Geldgier aus, alle Menschen, egal welcher Rasse und Nationalität empfinden und behandeln sich wirklich als Brüder und Schwestern, lieben die Wahrheit von ganzem Herzen - diese Religion sollte dann doch wohl die richtige sein?
Unter dieser Vorgabe könnte man sich Religion doch mal ansehen: Welche aktuell existierende Religionsgemeinschaft zeichnet sich z.B. dadurch aus, dass sie grundsätzlich den Krieg ablehnt und sich ihre Gläubigen auch durch Drohungen, Gewaltanwendung, Haft und Todesstrafen nicht davon abbringen lassen? usw. usw.
Christus hatte damals die Frage so beantwortet: "An ihren Werken werdet ihr sie erkennen" - Also, schau sie dir an!
Walter - das ist der Punkt!
Wir Christen sollten alle, ob mit oder ohne kirchliches Amt, christlicher leben.
Die ersten Christen erkannte man an ihrer Gemeinschaft " seht, wie sie einander lieben".
Wenn unsere christliche Gemeinschaft anziehender wirken würde, bräuchten wir keine Erklärungen mehr.
Wenn wir Christen erlöster erscheinen würden, könnte uns das zumindest ansatzweise gelingen
Hallo Elisabeth,
"Der erste Mensch ( Adam heisst übersetzt Mensch) steht als Sinnbild für die Menschheit, die mit der Zerstörung - auch der Umwelt - anfängt."
Welche Umweltzerstörung hat Adam denn begangen?
Und wenn - ein allwissender, ewiger Gott hätte dies wissen müssen, wie auch die anderen Entwicklungen mit denen er die Vernichtung unzähliger Geschöpfe - bei der sintflut sogar aller Vögel und Landtiere - begründete.
Frage: Würdest Du Dein Kind erschießen weil es auf die schiefe Bahn geriet und dann einfach ein neues bekommen?
Auch die Geschichte Jesu ist mir suspekt: Jesus war Jude, höchstwahrscheinlich sogar Rabbiner. Für einen Rabbiner ist es völlig normal verheiratet zu sein - aber wir wissen von der Zeit zwischen seiner Geburt (Herodes war da schon drei oder vier Jahre tot) und bis er seine Wunder vollbracht haben soll - er war bereits über dreissig - überhaupt nichts von ihm, weder er noch seine Mitmenschen während dieser Zeit haben irgend etwas an Aufzeichnungen hinterlassen; kein Autor der Bibel hat ihn gekannt und auch nur ein sehr kleiner Teil des jüdischen Volkes.
Er hat gegen die Regeln des Talmud verstoßen indem er am Shabbat seinen Ort verlassen und "gearbeitet" hat - und er hat sich vor allem mit den Sadduzäern angelegt die die dortige vorherrschende Kaste darstellten - und dennoch keinerlei Macht hatten insbesondere Todesurteile zu verhängen. Auch die (unterschiedlichen) Beschreibungen dieser Ereignisse in der Bibel widersprechen zum Teil dem jüdischen Recht und Brauchtum dieser Zeit. Trotzdem begründen bis heute - also 8000(!)Generationen später radikale christen ihren Antisemitismus und versuchen Juden zum Christentum zu bekehren - wie es ja auch der jetzige Papst angesprochen hat ...
Auch das Evangelium des Judas gehört selbstverständlich nicht zu den kanonisierten Evangelien. Judas wird verteufelt obwohl er ja (wenn es denn wirklich so geschah wie beschrieben) den dargestellten Willen Jesu und damit Gottes umgesetzt hätte.
Alles in allem - auch wenn man - aber das ist eigentlich in allen Religionen und Weltanschauungen der Fall - Menschenliebe und Werte im Christentum findet ist und bleibt die Bibel widersprüchlich und hält vielen nachgewiesenen Tatsachen nicht stand.
Zum Fall "Adam und Eva vs. Gott": Allein die Aussage daß die beiden aus dem Paradies verdammt wurrden weil sich vom Baum der Erkenntnis aßen ist für mich ein wesentlicher Grund der Bibel eben nicht zu glauben - es wäre wohl kaum der Wille eines Schöpfergottes daß wir unseren Verstand, unsere Gabe zu beobachten, Schlüsse zu ziehen, zu überprüfen, zu verwerfen, neu zu suchen und schließlich die Tatsachen richtig zu werten nicht nutzen sollen - das kann nur im Interesse von Menschen geschrieben sein deren Macht auf der Unwissenheit ihrer Untertanen beruht.
oje, Edgar, das sind viele Fragen.
Also zunächst hat es DEN ersten Menschen namens Adam so ja gar nicht gegeben.
Adam steht also allgemein für die Menschen.
Jesus war Jude und mit Sicherheit auch Rabbiner. Vielleicht war er auch verheiratet, wie es bei Rabbinern üblich ist.
Er hat durch seine Taten - auch das "Arbeiten" am Sabbat gezeigt, wie überflüssig manche Regeln im Judentum sind. " der Sabbat ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Sabbat".
"Also zunächst hat es DEN ersten Menschen namens Adam so ja gar nicht gegeben."
Warum aber - nach Deiner Lesart - diese Beschreibung, vor allem was den Garten Eden angeht?
Es wäre auch nett wenn Du mal auf meine Fragen direkt eingehen würdest.
Was die jüdischen Bräuche angeht - der Besuch des Diaspora-Museums auf dem Gelände der Universität in Tel Aviv ist sehr lohnenswert (Mind. 4 Stunden Zeit mitbringen!) gibt viele Einblicke sowohl in die jüdische Mentalität als auch ihre Sitten und Gebräuche - und mir ist vieles sehr (be)fremd(lich) geblieben - wie auch vieles in anderen Religionen.
Am sympatischsten ist mir immer noch die einfache, aber tiefe Weisheit der nordamerikanischen Stämme.
Seit ich mich (vor vielen Jahren auch aufgrund negativer Erfahrungen während meiner Konfirmantenzeit) vom Christentum gelöst habe kann ich mich nun wesentlich offener mit anderen Religionen beschäftigen. Vielen Christen (und Juden sowieso) würde es im Leben nicht einfallen eine Moschee zu besuchen.
Welche Religion ist die Richtige, welcher Glaube ist richtig, welche Kirche ist die richtige?
Das war der Ausgangspunkt dieses Beitrages, der nun auch etliche Antworten hat. Aber: die letzten Antworten weichen allesamt von der Ausgangsfrage ab und konzentrieren sich nur noch auf die Kirche und die Bibel. Wieso eigentlich? Das beantwortet doch nicht die eingangs gestellte Frage.
Aber da kommen wir zu meinem Satz: Mit dem Glauben ist es wie mit der Meinung: man kann ihn(sie) haben oder auch nicht. Nur sollte nie versucht werden, diese(n) anderen aufzuzwingen.
Anhand der vielen Antworten sieht man, wie sehr die Grenze bereits verwischt ist bzw. wie schwer es für viele ist, Religionen von Glauben und Institutionen (wie z.B. die Kirche eine ist) zu trennen, soll heißen, dieses auseinander zu halten. Und dann ist es manchmal nicht mehr weit, bis dass man dann doch, wenn vielleicht auch unbewusst, versucht, anderen (s)eine Religion "aufzwingen" zu wollen.
Ach ja, und dass die Götter am Ende auch nur Menschen mit Fehlern sind, zeigt doch die griechische Mythologie. Guckt euch doch mal den Zeus an, da wird so mancher Mann neidisch, mit wem der so alles im Bett war. :-))
So, jetzt kann weiter diskutiert werden, ob das auch ein Glaube ist oder 'ne Religion.
Deine Frage lautete "Welche Umweltzerstörung hat Adam denn begangen?"
Die habe ich mit der Erklärung beantwortet, dass "Adam" für den menschen allgemein steht.
Der Garten Eden steht für den "Himmel auf Erden", nach dem sich alle Menschen sehnen. Sie stehen dabei aber der Verwirklichung selbst im Wege.
Ich bin in meiner katholischen Kirche zuhause und kann auch offen mit anderen Religionen umgehen.
In einer Moschee war ich übrigens auch schon.
Ich hoffe, ich habe dir nun richtig geantwortet. Sonst melde dich einfach wieder :-)
Thomas, für mich ist der Glaube wirklich Herzenssache. Jeder muss seinen Weg finden auf dem er froh sein kann.
Die Frage ist wahrscheinlich wirklich, was jeder unter Glauben versteht und welche Erwartungen er damit verknüpft. Ich verbinde damit Frieden, inneren Frieden. Ansonsten stimme ich Giuliano Micheli zu. ich sehe das auch so. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit meiner Einstellung nicht alleine bin. Das freut mich, danke Euch und Elisabeth, danke Dir für Deinen Mut und Deine Mühe.
Es gibt einen einfachen, grundsätzlichen Zugang zu dieser Frage. Ein gewisser
Jesus soll gemäß Matthäus 7: 16 - 20 gesagt haben, dass man einen guten Baum
an guten Früchten erkennt. Ebenso erkennt man einen schlechten Baum an schlechten Früchten.
Da geht es nicht um einzelne gute oder schlechte Früchte an einem Baum. Wenn ein paar Äpfel an einem Baum faul sind, und alle anderen sind gut, wird kein vernünftiger Betrachter sagen der Baum ist schlecht.
Wenn man die große "Gesamt frucht" großer Religionen betrachtet (Kreuzzüge, Inquisition, Weltkriege- Papst Pius der 12. hat an verschiedene Bischöfe und Kardinäle katholischer Länder Briefe versandt, in denen die Katholiken dieser einzelnen Länder aufgefordert wurden, ihre "christliche Pflicht" zu tun, und Kriegsdienst zu leisten. Er hat also dazu aufgefordert, dass sich Katholiken gegenseitig töten!!
Welche anderen Früchte sind besonders heute noch deutlich sichtbar? Homosexualität, und Mißbrauch von Kindern unter zahlreichen Geistlichen, Klosterbrüdern,....etc., etc. Das sind keine Einzelfälle mehr, das ist eine Lawine!
Kann so ein Baum wirklich gut sein? Überdies hat der Pflicht- Zölibat in der Bibel überhaupt keine Stütze, denn die Bibel zeigt, dass Petrus verheiratet war.
(1.Korinther 9:5) Nur die freiwillige Ehelosigkeit wird empfohlen.(1.Ko 7:6-9)
Dazu gäbe es sicher noch vieles zu sagen. Was ist von folgender Geschichte zu halten - In einer Gefängniszelle sollen zwei Männer inhaftiert gewesen sein -
der eine, ein Angehöriger einer großen Religion, weil er jemanden getötet hat, und der andere ein Zeuge Jehovas, weil er den Wehrdienst verweigerte, also niemanden töten wollte. (in welcher Welt leben wir?)
Wenn es also eine wahre, von Gott anerkannte Religion gibt, müßte diese zumindest in grundlegenden Dingen deutlich sichtbare, gute Früchte hervorbringen.
Da ist für mich was dran...ein Glauben mit Gewalt ist für mich kein Glauben. Es ist ein Mißbrauch des Glaubens für einen Zweck.
Wie ich schon sagte: Das eine ist der Glaube, das andere sind die Religionen und das dritte sind die Institutionen (z.B. Kirche). Erst wenn man das alles grundlegend auseinander hält, kommen wir einer Antwort etwas näher. Yessika ist mit dem letzten Satz schon sehr nah dran, aber nur in der Frage des Glaubens.
Letztendlich ist es der Mensch, der dem Ganzen die gute oder böse Richtung gibt. Unabhängig von Glaube, Religion oder Institution ist es der Mensch, der betrunken ist, Kinder mißhandelt, Selbstmordattentate verübt (um auch mal ein Beispiel aus der Welt des Islam zu nennen) etc.. Da sind Bischöfe eben nicht ausgeschlossen, sind ja auch nur Menschen.
Bei der Frage, ob es eine wahre Religion gibt, muß ja auch mal gefragt werden,
gibt es diesen einen wahren Gott? Und hat er seine Vorstellungen, wie er angebetet werden möchte auf irgendeine Weise klar und verständlich dargelegt? Oder ist Gott, wie manche behaupten, eine Erfindung der menschlichen Phantasie?
Wenn es diesen Gott wirklich gibt, dann müßte er auch ein Interesse daran haben ein paar grundlegende Fragen zu beantworten. Z.B. warum er soviel Leid
schon so lange zuläßt?
Dazu habe ich eine recht interessante Abhandlung gelesen, die sich auf die Bibel gründet. (Ich hoffe, das wird jetzt nicht zu lang)
Gemäß der Bibel hat Gott die ersten Menschen in seinem Bilde erschaffen. Nicht äußerlich, sondern mit seinen Persönlichkeitsmerkmalen. In seinem Bilde muß auch heißen vollkommen, und mit einem freien Willen. Das heißt unter bestimmten Vorraussetzungen hätten demgemäß diese Menschen ewig leben können.
Da kommt jetzt der Bericht mit dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse ins Spiel. Nur, wenn sie davon essen würden, dann würden sie sterben.
In der Abhandlung wird dann erklärt, das dieser Baum das alleinige Recht Gottes darstellt einen Maßstab für Gut und Böse festzulegen. Durch das Essen der Frucht von diesem besonderen Baum haben die ersten Menschen dieses
Recht in anmaßender Weise an sich gerissen. Sie haben Gott das Recht abgesprochen, über sie zu regieren. Dadurch sind sie auch unvollkommen und sterblich geworden.
Durch dieses Vorgehen sind Streitfragen entstanden. Z.B. Würden die Menschen ohne Anleitung Gottes, also durch Selbstbestimmung, ein besseres, schöneres Leben auf der Erde führen können, oder ist der Mensch so erschaffen, dass er nur durch die Anleitung Gottes dauerhaft glücklich werden kann?
Ich glaube, dass das ein recht interessanter Zugang zu dieser Frage,warum Gott das Böse zuläßt, ist. Der Mensch braucht offenbar die schlechte Erfahrung, um zu erkennen, dass es mit der Führung des Schöpfers besser funktioniert.
Interessanterweise läßt die Bibel auch erkennen, dass Gott das Böse nur einen begrenzten Zeitraum zulassen würde, und das er dann in dieses "Experiment
Menschenherrschaft" beenden würde, um eine gänzliche Vernichtung seiner Schöpfung zu verhindern.
Ich glaube, dass diese Gedanken sehr viel mit der Frage zu tun haben, ob es einen wahren Gott und eine wahre Religion gibt.
Da scheinbar niemand die Meinung der anderen liest, wiederhole ich die Frage,
Wer schuf die Bibel und wann? Das müßte doch jemand wissen, ja wissen wollen.
Das ist doch die Grundlage unserer Religion, und nicht die Gesetze der Kirche.
@ Jürgen, sorry, ich wollte längst geantwortet haben.
Die Bibel besteht aus 66 Büchern, wovon 39 zum Alten Testament und 27 zum Neuen Testament gehören.
Sie wurde von vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen in einem Zeitraum von 1500 Jahren zusammengetragen.
Das AT wurde in hebräisch und teilweise auch in aramäisch, das NT in griechisch geschrieben.
Auch das NT entstand durch verschiedene Schreiber, die lange nach dem Tod Jesu unabhängig voneinander die einzelnen Bücher verfassten. Dazu gehören auch die vier Evangelien.
Jürgen, irgendein zumindest mir unbekannter Mensch bzw. deren mehrere. Davon ist zumindest auszugehen. Im Übrigen ist das nicht "unsere" Religion. Ich z.B. bin keiner Religion zugehörig.
Herbert, das ist wieder so ein Glaube, den ich nicht so sehe. Es gibt ja auch Völker, die kennen keine Bibel, keinen Koran und keinen Gott, sondern die reine Natur. Die haben demzufolge einen ganz anderen Glauben, ganz ohne Religion. Wir aber bezeichnen das dann als eine solche, weil wir mit deren Glauben/Denken nichts anfangen können (wollen).
Die Bibel haben natürlich Menschen geschrieben. Meines Wissens schrieben die einzelnen Verfasser im Zeitraum von ca 1500 v.Chr. bis etwa 100 n.Chr. Das betrifft die ganze Bibel, also das sogenannte alte und das neue Testament.
Dann geht es natürlich um die Frage der Inspiration der Bibel durch Gott.
Soll man das gleich mit einer wegwerfenden Handbewegung abtun, oder gibt es
in der Bibel Anhaltspunkte, die auf eine Eingebung durch Gott hinweisen könnten?
Z.B. Prophezeiungen über den Aufstieg und Niedergang von ganzen Weltmächten Jahrhunderte im vorraus,z.B. im Bibelbuch Daniel im alten Testament. Oder zahlreiche detaillierte Vorraussagen in Bezug auf Jesus auch Jahrhunderte im vorraus, auf die dann die neutestamentlichen Schreiber bezug nehmen, um die detailgetreue Erfüllung zu bestätigen.
Oder, wenn man Jesu Aussagen über eine bestimmte Menschheitsgeneration
in Matthäus Kap.24:3-8,12, 21,22, oder auch Parallelberichte in Markus Kap. 13,
und Lukas 21:7-11,25,26 mit Weltereignissen im vorigen Jahrhundert bis in unsere Zeit herauf vergleicht, gibt es da nicht auffallende Paralellen?
Können Menschen, auch wenn sie besonders begabt sind, auffallende Weltereignisse fast 2000 Jahre im vorraus erkennen und ankündigen?
Das ist aber bei weitem nicht alles, was auf eine göttliche Inspiration der Bibel hinweisen könnte.
Das sind aber nur Denkansätze, ich stelle hier keine Behauptungen auf.
Wenn es so viele Leute gibt, die nicht einer bestimmten Glaubensrichtung angehören, frage ich mich allerdings wirklich, wie kommt Ihr damit im Leben klar? In meiner Berufsrichtung (Pädagogik) wird immer gleich zuerst gefragt, ob ich der bestimmten Konfession angehöre. Mich macht es echt oft völlig unsicher.
Wie erlebt Ihr es denn im Alltag?
Yessika, ich komme mit den meisten Menschen klar. Das Verhalten der Menschen hat nicht immer etwas mit ihrem Gläubigsein zu tun.
Ich habe oft Menschen erlebt, die christlicher sind als Christen und doch behaupten, nicht an Gott zu glauben.
Und das Fragen nach der Konfession bei Pädagogen ist sicher sinnvoll.
Elisabeth und auch den anderen Wissenden, oder auch Denkenden,
erst einmal vielen Dank, für eurer Wissen und Denken. Ich persöhnlich
glaube nicht an eine besondere Kirche, handele und denke aber so, wie es
einige Religionen vorgeben zu tun. Die Idee ist überall gut gedacht und
ist und war früher auch das beste für eine Gemeinschaft der Menschen.
Vorraussagen einiger "Seher", die die Menschen kannten, trafen oft zu,
lagen aber oft zeitlich daneben. Das hatte nie etwas mit göttlicher
Eingebung zu tun. Auch heute kann man vermuten, wann der letzte Fisch gegessen, der letzte Mutterboden vergiftet und die letzte Atombombe,
unterwegs ist. Machtlüsternde Politiker, können ebenso wie irre Fanatiker,
den Weltuntergang für uns einläuten. Der Mensch ist unfähig, seine Gier
und seinen Machtrausch zu widerstehen und zu dumm für diesen Planeten.
Weshalb sollte das Fragen nach der Religion bei Pädagogen sinnvoll sein, Elisabeth? Das geht doch keinem was an, welcher Konfession jemand angehört oder auch nicht, solange derjenige seine Arbeit ordentlich verrichtet. Und sollte es tatsächlich so sein, dass jemand wegen seiner Konfession bzw. seines Glaubens den Beruf nicht ausüben darf, ist das ganz klar eine Diskriminierung.
Hallo Jürgen, das was Du am Ende Deines Kommentars schreibst, dass der Mensch unfähig ist z.B. wegen seiner Habgier, dem kann man nur beipflichten.
Die Menschheitsgeschichte ist ein deutliches Zeichen dafür.
Die Bibel zeigt das auch (ich hoffe, meine ständigen Bibelzitate nerven nicht, aber in diesem Buch sind so viele interessante und überraschende Weisheiten
enthalten)
Im AT z.B. in Jeremia 10: 23 heißt es, dass der Mensch seinen Weg nicht zu bestimmen vermag...es steht nicht beim Menschen seinen Schritt zu richten.
Das ist jetzt die eine Sache. Wer ist aber wirklich bereit auf Rat zu hören? Sind wir nicht meistens zu stolz dazu? Oder wir vertreten die Meinung-mir braucht keiner was zu sagen, ich weiß selbst, was ich zu tun habe. (wie oft wissen wir es aber in Wirklichkeit nicht.)
Ich weiß, in der heutigen modernen Zeit die Bibel als Ratgeber zu empfehlen ist
vielerorts verpönt. Außerdem hat die sogenannt christliche Religion selbst durch ihr Beispiel die Bibel sehr in Verruf gebracht. Aber ich habe durch jahrzehntelanges Bibellesen und darüber Nachsinnen die Erfahrung gemacht, dass dieses Buch weit wertvoller ist, als das was bestimmte Religionen daraus gemacht haben. Ja vieles,was in den sogenannten christlichen Religionen geschieht, wird in der Bibel eindeutig verurteilt. Auch gibt es da Glaubenslehren
die eindeutig nicht aus der Bibel stammen.
Die Eingansfrage war aber die nach einer wahren Religion. Ein weiterer Denkansatz wäre da auch, so eine Religion müßte den Menschen helfen, sich im Hervorbringen guter Eigenschaften zu verbessern.
Nicht nur die Bildung des Intellekts wäre da wichtig, sondern die Herzensbildung.
Ich mache in meiner Familie und auch in meinem Freundeskreis schon lange die Erfahrung, dass die Anleitung aus der Bibel, wenn man sich wirklich bemüht sie anzuwenden, viel Gutes bewirkt.
Natürlich passieren durch Unvollkommenheit trotzdem Fehler, dennoch ist aber eine Verbesserung möglich.
Wenn von "Kirche" o.ä. die Rede ist, wäre es hilfreich, wenn auch erwähnt würde, welche christliche Kirche/Sekte/Gruppe von sehr vielen gemeint ist.
Und auch wenn "Gott" gesagt wird, wäre es hilfreich, wenn gesagt würde, welcher Gott gemeint ist.
Thomas, es gibt Glaubensrichtungen, deren Anhängern würde ich kein Kind anvertrauen.
Ich denke da zum Beispiel an Zeugen Jehowas oder Scientologen.
Hallo Elisabeth, hallo Herbert,
erstmal einen Dank daß Ihr mir diese, Eure Interpretationen nahegebracht habt. Es ist sehr interessant wie die Texte der Bibel interpretiert werden können und was die Menschen da herauslesen. Ist es da nicht eher widersinnig daß die einzelnen Religionen bestimmte Deutungen zum Dogma erklären - zumal diese nicht wirklich einen Sinn zu ergeben scheinen. Und hier sind wir natürlich dabei in scheinbare Wortklauberei zu verfallen - die aber auf die Sichtweise der Gläubigen schwerwiegende Folgen haben - so beim Begriffe der "Jungfräulichen Geburt" etwa. Dieser kann sowohl biologisch als auch im übertragenen Sinne verwendet werden.
Liegt hier vielleicht das größte Problem (auch und vor allem)der Christenheit - daß das Verständnis der "Heiligen Schrift" von der persönlichen Einstellung (und auch z.B. der intelligenz) abhängt und vor dem Buchdruck in der alleinigen Kenntnis und Deutungshoheit der lokalen klerikalen Autorität - zumal in der katholischen Kirche noch lange auf Latein gepredigt wurde - eine Sprache der das einfache Volk natürlich nicht mächtig war?
Dazu kommen natürlich diejenigen Ereignisse die nicht oder so nicht stattgefunden haben können - die Sintflut war mit Sicherheit nur ein lokales Ereignis das nicht die Spitze des Berges Ararat erreicht haben kann; Jericho war zum fraglichen Zeitraum weder bewohnt noch ummauert. Herodes war zum Zeitpunkt von Jesu Geburt schon mindestens 3 Jahre tot und von einem Kindesmord gibt es weder Aufzeichnungen noch sonstige konkrete Hinweise.
Für die 10 Plagen und auch das Ersaufen der Ägypter im Roten Meer gibt es sehr natürliche Erklärungen - nur wehren sich die meisten eben dagegen die Bibel als das zu sehen was sie offensichtlich ist - ein Geschichtsbuch aus der Sicht und mit dem Wissen derer die sie geschrieben haben - und ist damit auf die Zeiten danach eben nur unter diesen Einschränkungen zu sehen - die göttlichen Wunder waren eben Natur pur - dieselben Phänomene gibt es bis heute, nur wird es niemandem mehr einfallen diese als Wunder zu bezeichnen.
Und welche geschichtlichen Ereignisse hat die Bibel so genau vorhergesagt?
Dabei ist natürlich zu berücksichtigen daß die Autoren des NT ein Interesse gehabt haben müssen daß sich die Prophezeiungen im AT auch so erfüllen; einige Ereignisse wurden auch erst im Nachhinein beschrieben - so soll lt. Lucas Jesus die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n.Chr. vorausgesagt haben - geschrieben hat Lucas dies aber erst mindestens 10 Jahre danach...
Edgar, kurz meine Antwort an dich:
die Bibel, vor allem das AT kann man nicht wörtlich nehmen. Unter anderem findet man da unvorstellbare Alterangaben. die Naturereignisse wurden dabei als Zeichen Gottes gesehen.
Im AT wird deutlich, wie Gott in der Geschichte der Menschheit das Volk nicht aus "den Augen" lässt, sich um sein Wohlergehen sorgt. DAafür gibt es die 10 Gebote, die, wenn sie wirklich von allen eingehalten würden, keine weiteren Regeln im Zusammenleben der Menschen brauchen würden.
Im NT ist das Wesentliche die freimachende Botschaft Jesu. Evangelium heisst übersetzt "frohe Botschaft"
Wird im AT Gott hauptsächlich als Richter dargestellt, so ist es hier der liebende Vater.
Die Jungfrauengeburt, die die Katholische Kirche lehrt, wird von den evgangelischen Christen anders gesehen.
Manches, an dem sich viele festhängen, ist für mich völlig gleich.
Es zählt, dass wir Menschen keine Egoisten werden, einander annehmen, so wie wir sind und so leben, dass das Leben auf der Erde im Einklang mit der Natur
und für Gläubige mit Gott, gelingen kann.
Elisabeth, auch das sehe ich anders. Es gibt Menschen, denen würde ich meine Kinder auch nicht anvertrauen, aber nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Religion, sondern wegen ihres Verhaltens.
Thomas, das ist klar. Das geht mir auch so.
Hallo Edgar, vielen Dank auch für Deinen ausführlichen Kommentar.
Bibelauslegung ist ein hochinteressantes Gebiet, und ich glaube auch, dass da oftmals mit vorgefassten Meinungen und Vorstellungen herangegangen wurde.
Gibt es da einen Zugang, bei dem man die biblischen Darlegungen größtmöglich
für sich selbst sprechen lassen kann? Kann sich die Bibel selbst auslegen?
Eine Möglichkeit wäre, denke ich, einzelne Texte nicht aus dem Zusammenhang zu reißen, sondern den umgebenden Text genau zu lesen. In welchem Zusammenhang wurde diese Aussage gemacht?
Oder, was sagen andere Bibeltexte zu einem bestimmten Thema? Also Bibeltexte erklären andere Bibeltexte.
Wann ist etwas buchstäblich, und wann symbolisch zu verstehen? Das geht öfter mal aus dem Zusammenhang hervor.
ein Beispiel: wenn es im ersten Buch Mose heißt, dass (zu einer bestimmten Zeit) die Erde einerlei Sprachschatz hatte, wird glaube ich niemand auf die Idee kommen, dass die buchstäbliche Erdkugel gesprochen hätte. So geht aus dieser
Darstellung hervor,dass hier mit Erde die Menschenwelt auf der Erde gemeint ist.
Andere Probleme beim Verständnis der Bibel ergeben sich durch Glaubenslehren, die in Wirklichkeit nicht aus der Bibel sind. Seit die Christen-
heit im 4. Jahrhundert von Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erhoben wurde,
haben viele heidnische Lehren und Bräuche, und auch philosophische Lehren in dieser Kirche Einzug gehalten. (teilweise auch schon davor)
Dadurch ist natürlich einige Verwirrung entstanden.
Wäre es nicht interessant, herauszufinden, was in der ursprünglichen von Jesus
gegründeten Christenversammlung wirklich gelehrt und praktiziert wurde?
Beispiel: Die Lehre von der unsterblichen Seele. Kommt sie wirklich ursprünglich aus der Bibel, oder aus der griechischen und römischen Philosophie? Diese Frage ist insofern von Bedeutung, als in der Bibel zwischen einer reinen, wahren Anbetung, und zwischen einer unreinen, heidnischen Anbetung deutlich unterschieden wird.
Das mit der jungfräulichen Geburt ist eine interessante Sache. Dazu eine grundlegende Frage - geschehen nur Dinge, die sich der Mensch in seiner be-
grenzten Vorstellungswelt erklären kann?
Eines läßt die Bibel aber deutlich erkennen, nämlich, dass Maria nach Jesus noch mehrere andere Kinder bekam, wo natürlich dann Joseph der Vater war.
Was Berichte aus der Bibel betrifft (z.B. Sintflut, Teilung des roten Meeres, ..etc.)
die von irgendwelchen Autoren erläutert werden, müßte man sich vielleicht auch Gedanken darüber machen, inwieweit es glaubwürdige Belege für solche Erklärungen gibt, oder ob das die zusammengereimte Vorstellung des Autors ist.
Elisabeth,
"Im AT wird deutlich, wie Gott in der Geschichte der Menschheit das Volk nicht aus "den Augen" lässt, sich um sein Wohlergehen sorgt."
Mich stört weniger daß er dies der Bibel nach tut - sondern wie.
Wir werfen dem koran und den Muslimen vor mit Gewalt gegen Andersdenkende vorzugehen - aber auch das AT enthält entsprechende Passagen:
""Denn es entspricht der Gerechtigkeit Gottes
…
Dann übt er Vergeltung an denen, die Gott nicht kennen und dem Evangelium Jesu, unseres Herrn, nicht gehorchen." - 2. Thessalonicher 1,8"
Und auch im Dekalog:
"Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation"
"DAafür gibt es die 10 Gebote, die, wenn sie wirklich von allen eingehalten würden, keine weiteren Regeln im Zusammenleben der Menschen brauchen würden."
Nun- die Hälfte davon bezieht sich auf das Verhältnis Mensch-Gott. Die andere Hälfte beinhaltet die klassischen Verbote - wobei z.B. die Frau als Eigentum des Mannes und das Halten von Sklaven als Normalität genannt wird. Damit begründeten gläubige und einflussreiche Christen noch bis in unsere Zeit ihren Widerstand gegen die Gleichstellung der Frau in Gesellschaft und Politik - für mich weiterhin ein Hinweis darauf daß die Bibel nur im Kontext mit der Zeit ihrer Entstehung begriffen werden sollte.
Im Zusammenhang damit sollten aber immer die lässlichen wie die Todsünden stehen - denn sie sind ja (und das ist wichtig) der Antrieb, die Motivation zum unethischen, unmoralischen Handeln und dem Verstoß gegen die Gebote.
Der kathegorische Imperativ beinhaltet dagegen nur 1 Gebot - und umfasst damit wesentlich mehr als die biblischen 10. Andererseits erfordert er weitaus mehr Nachdenken und eigenständiges Entscheiden über Ethik und Moral des eigenen Handelns.
"Manches, an dem sich viele festhängen, ist für mich völlig gleich."
OK - Unliebsames wird halt einfach ausgeblendet - zu einfach, finde ich.
Edgar
1. ...Du sollt keine anderen Götter haben neben mir
2. Du sollst den Namen des Herrn ... nicht missbrauchen
3. Du sollst den Feiertag heiligen
4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen
8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, ...
Zum Verhältnis Mensch-Gott stehen 3 Gebote wobei "den Feiertag heiligen" eher für den Menschen steht
Von Sklaven finde ich da nichts
Und das 10. Gebot ist mehr dem Schutz der Frauen, als dem Besitz der Männer gewidmet ( in der damaligen Zeit waren die Frauen dem Mann "untertan")
Die 10 Gebote wurden im NT in dem einen zusammengefasst:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst
"Manches, an dem sich viele festhängen, ist für mich völlig gleich."
Damit schiebe ich nicht Unliebsames beiseite, sondern ich ich suche mir das für mein Leben Wichtige heraus. Es ist egal, w2ie die Sintflut stattgefunden hat, wie die Jungfrauengeburt gemeinbt ist - für mich ist wichtig, dass es einen Gitt gibt und für mich gibt es nur den Einen, der in verschiedenen Religionen nur andere Namen hat, der die Menschen liebt.
Könnte ich ihn verstehen, wäre er zu klein.
Es sind alles interessante Antworten, aber viele am Thema vorbei. Die Frage belief sich nicht auf die Bibel, das ist für mich ein eigenes Thema, was dann lauten könnte: Ist die christliche Religion und ihre Bibel richtig bzw. gibt es den Gott wirklich?
Hier aber wurde eingangs gefragt, welche Religion, welcher Glaube der richtige sei. Kirche lasse ich mal weg, da es in anderen Religionen keine Kirche gibt.
Ich sage es mal so: Es gibt die verschiedensten Bücher und Schriften, in denen vieles niedergeschrieben steht, was die Menschheit ausmacht - nicht unbedingt verbessert. Zu solchen Büchern gehören die Bibel, der Koran oder auch andere Schriften, z.B. die des Hinduismus oder des Buddhismus. Allen Schriften kann man aber die Sehnsucht der Menschen nach einem besseren Leben entnehmen, wobei dies auch wieder im Auge des Betrachters liegt. Denn nicht unbedingt ist der Katholik der gleichen Ansicht wie der Islamist oder Buddhist.
Im Grunde genommen stellt sich die Frage nach der richtigen Religion bzw. dem richtigen Glauben nicht. Meiner Meinung nach - und dabei bleibe ich auch - kann jeder glauben, was er will und auch einer Religion nachgehen. Mir ist es dabei sogar relativ egal, was das für eine Religion ist, solange derjenige nicht versucht, diese mir bzw. anderen aufzuzwingen oder sich mir oder anderen gegenüber verächtlich verhält.
Meine Antwort auf die Frage nach der richtigen Religion:
http://www.myheimat.de/meitingen/gedanken/der-rech...
> "die Bibel, vor allem das AT kann man nicht wörtlich nehmen. Unter anderem findet man da unvorstellbare Alterangaben. die Naturereignisse wurden dabei als Zeichen Gottes gesehen. Im AT wird deutlich, wie Gott in der Geschichte der Menschheit das Volk nicht aus "den Augen" lässt, sich um sein Wohlergehen sorgt"
Wenn man das Eine (unvorstellbare Angaben, Natureignisse) nicht wörtlich nehmen kann/soll, müsste das auch für das Andere (Gott tut etwas, Gott gibt es) gelten. Man kann auch nicht einfach die Jungfrau und die Sintflut ausklammern aber andererseits auf die Existenz Gottes beharren.
Das ist dann zumindest kein christlicher Glaube mehr, sondern etwas anderes, selbstgebasteltes - was ja nicht schlecht sein muss, aber kein Christentum ist.
> "es gibt Glaubensrichtungen, deren Anhängern würde ich kein Kind anvertrauen. Ich denke da zum Beispiel an Zeugen Jehowas"
Was haben diese Christen denn getan, dass es diesen Generalverdacht gibt? Etwa auch massenweise Kinder missbraucht, wie die Katholen und Evangelen!?
...finde ich auch Andreas. Meiner Meinung nach ist die Frage nur interessant, wenn ich sie in die Arbeit einbeziehe oder im Konzept eine Glaubensrichtung vorgegeben ist, welches man umsetzt.
Die Tatsache ist, wenn Du nicht gläubig bist, hast du in der Pädagogik nicht gerade gute Karten, weil sehr viele Träger der Einrichtungen kirchlich sind und eine bestimmte Konfession verlangen.
Jessica, eben das ist es, was ich nicht nachvollziehen kann. Ich finde, man sollte Staat und Religion trennen. Wenn jemand Religion lernen will, kann er dies doch in den entsprechenden Einrichtungen tun und nicht z.B. an den Schulen.
Aber da ich ja keiner Konfession angehöre und zudem gelernter Ossi bin, muss ich mir bezüglich dieser Meinung so manch Unsinniges anhören. Stört mich aber nicht, dafür gibt's ja die Meinungsfreiheit. :-)
BTW: Unabhängig von meiner persönlichen Glaubenssituation bin ich immer für eine Trennung von Staat und Religion - insofern auch für Abschaffung des Religionsunterrichts an staatlichen Schulen, Abschaffung der Kirchensteuern, Schaffung von religionsfreien Alternativen bei sozialen Einrichtungen, usw.
Einige Gesichtspunkte zum Thema, gibt es eine wahre Religion, hätte ich noch gerne eingebracht.
Wieviele von den heutigen Zeitgenossen möchten denn überhaupt einem Gott verantwortlich sein? Wieviele nehmen sich denn von verschiedenen Religionen
das eine oder andere heraus, wie aus einem Selbstbedienungsladen, und basteln sich daraus ihre eigene private Religion, ohne sich zu fragen - wenn es diesen Gott wirklich gibt, ist das auch in seinem Sinn? (ist ihm das recht?)
In dem Zusammenhang-ein Bibelzitat - 2.Timotheus 4: 3,4 - "denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht,......." (Einheitsübersetzung)
Es kommt also auf die eigenen Beweggründe an. Wenn ein Angehöriger einer christlichen Religion in der Bibel liest, und er stößt auf Punkte, wo er erkennt, er müßte an sich arbeiten oder sich ändern, wie wird ihn das innerlich berühren?
Wird er ehrlich zu sich selbst sein, oder werden ihm gleich ein paar Ausreden einfallen, damit er das beiseite schieben kann?
In Jakobus 1:22-25 stehen hier deutliche Worte - Wer das Wort Gottes hört, und nicht danach handelt, betrügt sich selbst. Das ist so, wie wenn man sich im Spiegel anschaut, dann weggeht, und sofort vergißt wie man aussieht.
Demgemäß wäre die Bibel eine Art Moralspiegel, wo es auf die eigenen Beweggründe ankommt, wenn man hineinschaut.
Interessante, Herbert Hinterdorfer aus Tiefenbach .. ich lese im 2. Timotheusbrief auch, nämlich im Kapitel 3 ab Vers 2:
Die Menschen werden selbstverliebt, allein auf Geld aus, protzig und überheblich sein, mit ihren Reden über den Glauben herziehen, ihre Eltern nicht mehr achten, kein Dankeschön mehr kennen und nichts Heiliges. Sie sind unfähig zur Liebe und Versöhnung, verleumderisch, unbeherrscht und rüpelhaft und hassen das Gute. Verräter sind sie, rücksichtslos und verblendet, lieben die Lust anstatt Gott, sie tun sehr fromm, doch ihr Christentum hat weder Saft noch Kraft. ....
Weiter unten schreibt er ab Vers 10 ...Du, Timotheus, bist dagegen in allem mir nachgefolgt. Denn Du lehrst wie ich, führst Dein Leben wie ich, verfolgst dasselbe Ziel wie ich. Glaube, Langmut, Liebe und Geduld einen uns ...
Klasse ... so alt und so aktuell. Die Menschheit ändert sich wohl nie.
Herbert, die Bibel als Moralspiegel ist gar kein schlechter Gedanke.
Wenn ich das Evangelium so lese, danach handele, dann geht es mir gut und auch denen, die mir begegnen.
Markus Christian, in 2.Timotheus 3:1 heißt es, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten anbrechen, und dann werden die Menschen so beschrieben, wie viele heute leider sind.
Leider ist es so, dass man gleich als Weltuntergangsprophet abgestempelt wird,
wenn man dieses Thema aufgreift. Jesus hat aber deutlich von einer Endzeitgeneration gesprochen. ( Matthäus 24: 3-7, 12, 21, 22, 34, 37-39;
Markus 13:3-7, 30, 31; Lukas 21: 7-11, 26)
Das, was vielerorts beim Bibellesen untergeht, ist, dass Gott mit der Erde und der Menschheit einen Vorsatz hat. Hier kommt das Reich Gottes ins Spiel. Wir beten doch im "Vater unser" um das Kommen des Reiches Gottes, und das der Wille Gottes auch AUF DER ERDE geschehen soll.
Und so heißt es in Lukas 21: 31 Genauso sollt ihr erkennen, wenn all das geschieht (die oben zitierten prophetischen Vorraussagen), dass das Reich Gottes nahe ist.
Jetzt geht es um die Frage, was ist dieses Reich Gottes? Da gibt es ja die unterschiedlichsten Meinungen.
Macht die Bibel dazu erkennbare Aussagen? Ich habe da verschiedene Erklärungen gelesen, belegt mit Bibeltexten, dass das eine Weltregierung ist, die Gott einsetzt. (wenn es gewünscht wird, möchte ich gerne in einem weiteren Kommentar darauf eingehen)
Elisabeth, es freut mich sehr, dass Dir dieser Gedanke, die Bibel als Moralspiegel, gefällt, und dass Du auch gute Erfahrungen damit machst.
Viele wollen das leider nicht so sehen. Die Arbeit an sich selbst, um sich im Hervorbringen guter Eigenschaften zu verbessern, ist halt immer noch die Schwerste, und da scheiden sich halt die Geister.
Herbert, aber genau darin liegt der Sinn für mich.
Wenn jeder bei sich selbst anfängt, kann es auch weitergehen.
Jeder Marsch beginnt mit einem kleinen Schritt.
Auch das Gebot der Nächstenliebe ( Menschlichkeit kann man es auch nennen) im NT sagt doch : Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Das beinhaltet ganz eindeutig, dass ich andere annehmen kann, wenn ich mich auch akzeptiere. Daran muss ich allerdings mein Leben lang arbeiten ;-)
Am 12.3. hat Herbert folgendes geschrieben:
"Was ist von folgender Geschichte zu halten - In einer Gefängniszelle sollen zwei Männer inhaftiert gewesen sein -
der eine, ein Angehöriger einer großen Religion, weil er jemanden getötet hat, und der andere ein Zeuge Jehovas, weil er den Wehrdienst verweigerte, also niemanden töten wollte. (in welcher Welt leben wir?)"
Das hat mich stutzig gemacht und ich hab mal nachgeforscht. In der Nazi-Zeit waren die Bibelforscher oder Zeugen Jehovas die einzigen, die wegen ihrer religiösen Überzeugung (du sollst nicht töten!) als Religionsgruppe im KZ waren und sogar durch einen speziellen lila Winkel stigmatisiert wurden. In diversen KZ`s sind Berichte über sie zu finden. Ich war selbst in den Jahren 2004 - 2007 in Dachau und Auschwitz und kann mich daran erinnern. Der erste exekutierte Kriegsdienstverweigerer war wohl auch ein Z.J. Ein Historiker erklärte letztens in Senden, dass bis 1942 ca. 287 Kriegsdienstverweigerer hingerichtet wurden, davon gehörten 239 zu den Z.J.
Man kann ja über die Z.J. denken wie man will, aber eins ist klar: Würden alle Menschen so zu Krieg eingestellt sein wie sie, gäbe es weder Kriege noch Wettrüsten und wir hätten viel mehr finanzielle Mittel um die Probleme hier auf der Erde zu lösen.
Zu Gott und der Bibel möchte ich folgende Überlegung hinzufügen: Wenn Gott allmächtig ist, wie ja viele Gläubige sagen, warum traut man ihm dann nicht zu, dass er seine Botschaft den Menschen fehlerfrei übermitteln kann? Christus erklärte, gemäß Johannes 17:17 "Dein Wort ist Wahrheit" Warum soll das denn nicht stimmen? Die Tatsache, dass Menschen die Bibel geschrieben haben, ist kein Beweis gegen göttliche Leitung.
In meiner Stuttgarter Jubiläumsbibel steht in Daniel 12 Verse 8 und 9: -
"8.Und ich hörte es; aber ich verstand`s nicht und sprach: Mein Herr, was wird darnach werden? 9. Er aber sprach: Gehe hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit." Er sollte also das schreiben, was ihm diktiert wurde.
Da Christus mehrmals während seiner Predigttätigkeit aus dem Bibelbuch Daniel zitierte, scheint er das wohl als echt angesehen zu haben.
Interessanterweise gibt es ein Buch mit einer Million Seiten, das nicht von Menschen geschrieben wurde. Da sind sich unsere "Gelehrten" einig, dass es sich selbst, von alleine geschrieben hat. Es handelt sich da um die Chromosomen, die einen so wirkungsvollen genetischen Code haben, dass der Molekularbiologe Michael Denton sagte:" "Er ist so effizient, dass man sämtliche Informationen, die nötig sind, um den Aufbau aller Arten von Organismen zu beschreiben, die jemals auf unserem Planeten existiert haben, mit einem Teelöffel aufnehmen könnte, in dem zusätzlich noch genügend Platz wäre für den kompletten Inhalt aller Bücher, die je geschrieben wurden."
Menschen besitzen in jeder Zelle diese 46 Chromosome, bei einer abweichenden Anzahl spricht man von "bösartigem Tumor". -
Affen, von einigen als unsere Vorfahren anerkannt, besitzen übrigens 48 Chromosome. Wikipedia ist manchmal nützlich um solche interessante Details zu erfahren.
Sobald ein Stein gefunden wird, an dem einige Stücke fehlen, wird daraus ein Steinzeitmensch konstruiert, der vor Millionen Jahren behaart und laut grunzend durch die Steppe pilgerte. Findet man dagegen einen hochentwickelten Code, der unsere Zipp`s und Winrar`s sowie sämtliche Blue-Ray`s und andere Speicher alt und stümperhaft aussehen lässt, steht "natürlich" fest, dass der sich allein entwickelt hat ???????
Wie würden wir uns wohl fühlen, wenn jemand unsere Arbeit so abfällig behandeln würde. Du hast das Haus gar nicht gebaut, das hat einen Knall gegeben, dann stand es da ??????
Es könnte Menschen geben, die dann sinngemäß sagen: "Stimmt, aber du hast den Knall bis heute noch nicht gehört."
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich respektiere jede Relegion, jede Meinung, die jemand hat. Ich finde es gut, wenn sich alle so wie hier frei äußern dürfen und können.
Ich hatte vor einigen Wochen bei myheimat gefragt, ob Religionsunterricht an Schulen noch zeitgemäß sei. Die Resonanz war nicht sehr groß, so dass ich den Beitrag wieder löschte (zumal ich gefragt wurde, was das hier zu suchen hätte).
Jetzt bin ich überrascht, welches Echo die Frage nach der richtigen Religion hat. Ich glaube dennoch, dass die sich wenigsten Menschen diese Frage stellen, weil sie über das Elternhaus, die Schule, die Nachbarschaft in bestimmte Rituale hineingeboren wurden, die die Erwachsenenwelt – ich glaube, nicht immer aus Überzeugung, sondern als Tradition – ihnen vorlebte. Nicht umsonst liegt die Kommunion vor der gesetzlichen Religionsmündigkeit. Wie kann man sich dabei frei entscheiden?
Für die Antwort, welches die richtige Religion ist, müsste man erst einmal einen sehr umfangreichen Einblick in andere Religionen haben. Diese vorurteilsfreien Kenntnisse fehlen weitgehend.
Irgendwann stellte ich mir die Frage, was denn mit all den Menschen am Jüngsten Tag passieren wird, die schon vor der „Erfindung“ unserer christlichen Religionen gelebt haben, oder die nie missioniert wurden. Hat Gott die abgeschrieben? Ich maßte mir den Wunsch an, mit Gott einmal über all die Unzulänglichkeiten zu reden. Wenn es ihn nicht gibt, ist mein Ansinnen sowieso nicht frevelhaft. Wenn es ihn gibt, wird er vielleicht weise Verständnis für meine naheliegenden Fragen haben. Er hat mich mit meinen Fähigkeiten zu denken und zu fragen geschaffen. Sollte auch im Himmel die gleiche Hierarchie wie in der Amtskirche herrschen, hätte ich allerdings wohl Pech gehabt.
Religionen haben sicherlich gesellschaftlich ordnenden Sinn. Die 10 Gebote sind schon sinnvoll, aber es geht auch ohne Druck und Angst, wie der Humanismus zeigt.
Religion als Machinstrument in Form von Vorschriften der Amtskirche ist allerdings strikt abzulehnen. Diese Regeln bringen einem Gott nicht näher, sondern schaffen geistige Unfreiheit, falsche Unterwürfigkeit und Abhängigkeit.
Der Sinn der Religionen liegt wohl eher darin, dass Menschen die Unfassbarkeit der Schöpfung und die Panik vor der eigenen Endlichkeit durch Hoffnung / Glaube erträglicher empfinden. Insofern ist es völlig egal, wie man psychisch am Besten mit sich ins Reine kommt. Hauptsache, man finden einen Halt und lebt nach dem Kant’schen Imperativ.
Ich halte die Frage: „Glaubst du noch, oder denkst du schon?“ prinzipiell nicht für ketzerisch. Wenn es im Glauben um die Absicherung des Lebens nach dem Tode geht, ist der besser dran, der glaubt. Zur Lebzeit ist die Hoffnung erträglicher. Wenn’s nicht klappt, ist’s auch egal. Der Atheist / Humanist lebt in der Gegenwart jetzt schon konsequenter und muss dennoch nicht in Panik oder als Griesgram versauern. Was wird das für eine Überraschung sein, wenn er sich irrt? Wird Gott ihn verdammen, weil die Zeichen, dass es ihn gibt, alle menschgemacht sind?
Die letzten Kommentare gefallen mir außerordentlich gut.
Ja, Elisabeth, es wäre ja (theoretisch) so einfach. Jeder bräuchte nur bei sich selbst anfangen.
In Bezug auf die Liebe wurde ja Jesus gemäß Matthäus 22: 35-40 gefragt, was denn das größte Gebot im Gesetz sei. Er antwortete, dass Gott und seinen Nächsten zu lieben die Erfüllung des Gesetzes sei. An anderer Stelle wird noch gesagt, dass die Liebe dem Nächsten nichts Böses zufügt.
Walter, ich muß sagen, so glasklare Aussagen habe ich ich schon lange nicht gehört. Ich kann Dir nur beipflichten.
Man braucht aber eine gewisse Glaubensbereitschaft vernünftige Darlegungen anzuerkennen. Wenn Jesus, der Sohn Gottes, gemäß der Bibel eine klare Aussage macht, (wie Du Johannes 17:17 zitierst- dein Wort ist Wahrheit), dann wird der das anerkennen, der Jesus als Sohn Gottes, und damit als Autorität akzeptiert.
Nun hätte grundsätzlich jeder die Möglichkeit die Bibel und entsprechendes Studienmaterial zu studieren, um sich so eine Glaubensgrundlage zu erarbeiten.
Das ist aber anstrengend. Und außerdem, wenn man dann erkennt, da ist was dran, dann erkennt man bald, dass hat Auswirkungen auf mein Leben, da muß ich vielleicht so manches ändern.
Sich theoretisches Wissen anzueignen ist leicht. In der Bibel wird man aber an zahlreichen Stellen aufgefordert gemäß den gelernten Erkenntnissen zu handeln. Weise gilt man gemäß der Bibel nur, wenn man Erkenntnis anwendet.
(Matthäus 7:24, 26)
Die Gedanken, die Du über die Evolution äußerst sind hieb und stichfest. Ich glaube auch, dass die Evolutionstheorie ein Glaubensbekenntnis ist, wo man zahlreiche, unbewiesene Punkte einfach glauben muß.
Bekanntlich gibt es aber ja genug ernstzunehmende Wissenschaftler, die nicht mit einer vorgefaßten Evolutionsmeinung in der Erde buddeln, sondern den gefundenen Fossilien die Möglichkeit geben für sich selbst zu "sprechen".
Gott hat ganz sicher die Macht sein Wort bis in die heutige Zeit zu bewahren. Die Menschen müßten nur die Bereitschaft haben positiv zu erwägen und zu prüfen, ob die Bibel das geschriebene Wort Gottes ist.
Udo, Du bringst hier einige Gedanken, die sehr interessant sind. Z.B. die freie Entscheidung für eine Religionszugehörigkeit.
Die bewußte Entscheidung ist sicher erst ab einem gewissen Alter möglich.
Jesus war 30 Jahre alt, als er sich taufen lies und seinen Dienst für Gott begann.
(Lukas 3:21-23) Das ist auch in Übereinstimmung mit der jüdischen Tradition, wo
man mit 30 Jahren volljährig war.
Das soll nicht heißen, dass man heute erst mit 30 Jahren so eine Entscheidung treffen darf. Aber Kleinkinder zu taufen ist aus biblischer Sicht nicht richtig.
Welche Chance haben Menschen, die gestorben sind, ohne die christliche Religion kennengelernt zu haben? Die Bibel lehrt bekanntlich die Auferstehung der Toten. (Johannes 5:28, 29)
Zu diesem Thema gibt es sehr viel Aussagen in der Bibel. Interessant ist ein Bericht in der Apostelgeschichte 17:31, 32, wo Paulus mit Philosophen in Athen diskutierte. Er erzählte ihnen, dass Gott Jesus von den Toten auferweckte, worauf er verspottet wurde. Schon im Vorfeld wurde er von diesen Philosophen als Schwätzer bezeichnet. (Apostelg. 17:18)
So, man sieht, der Widerstand gegen christliche Grundlehren ist nicht neu.
Auch in 1.Korinther 15: 12-17 gibt es dazu deutliche Aussagen.
Die Frage- glaubst du noch, oder denkst du schon? halte ich für falsch gestellt.
Glauben schließt denken sicher nicht aus, im Gegenteil.
Wenn man über den tieferen Sinn biblischer Grundsätze nachdenkt, wird man sie gerne akzeptieren, weil man den Schutz und große Weisheit darin erkennt.
Man beginnt dann auch zu spüren, dass da ein Gott existiert, der an unserem Wohlergehen interessiert ist.
Was hat es denn den Menschen gebracht, dass vielerorts die christliche Moral ohne nachzudenken beiseitegeschoben wird? Geschlechtskrankheiten, Eifersuchtsmorde, Kinder, die ohne richtige Familie aufwachsen,....etc.,..etc.
In Galater 6:7 wird es auf den Punkt gebracht - "Täuscht euch nicht, Gott läßt keinen Spott mit sich treiben, was der Mensch sät, das wird er ernten."
Dieses kleine Beispiel mag zeigen, dass glauben sehr viel mit denken zu tun hat.
Es mag Dich überraschen, dass der Christ in der Bibel sehr zu konsequentem Denken und Handeln angehalten wird. (Jakobus 1: 22-25)
Die Taufe wird in der katholischen Kirche auch mit der Firmung vollendet und diese findet in einem Alter statt, in dem die Jugendlichen ca 16 Jahre alt sind. Das ist der Zeitpunkt, zu dem sie selbst zum Glauben "Ja" sagen können.
(das wollte ich Udo vorhin schon antworten)
Und die Frage nach der richtigen Religion Udo, die ist sicher für verschiedene Menschen unterschiedlich zu beantworten.
Natürlich glaube ich, dass ich mit dem Christentum die Religion gefunden habe, die für mich die richtige ist.
Ich würde aber niemals einem andersgläubigen oder "ungläubigen" Menschen erzählen, dass er auf dem Irrweg ist (es sei denn, er läuft tatsächlich in sein Unglück, wenn er in eine Sekte geraten ist).
Alle, die sagen, sie finden Gott in der Natur, haben recht. Dort ist er zu finden. Dort und in den Menschen.
Wenn ich ihn gefunden habe, möchte ich mit anderen zusammen oft in seiner Nähe sein.
Das geschieht dann in der Kirche, in Gesprächen und verschiedenen Unternehmungen.
Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen untereinander und mit Gott.
Da die Kirche nun schon älter als 2000 Jahre ist, kann es sein, das vieles in der Bibel veraltet erscheint, was ursprünglich hochaktuell war.
Vieles kann uns aber noch heute helfen unser Leben menschlich zu gestalten.
Die wichtigste Botschaft aber bleibt.
Gott ist da und liebt die Menschen so wie sie sind.
Man kann übrigens die Bibel auf unterschiedliche Weisen lesen.
Mir tut es gut, die Worte zu mir sprechen zu lassen und zu hören, was jetzt, in diesem Moment gerade das Wichtige für mich ist.
Dazu muss ich die Bibel nicht seitenweise lesen.
Ein kleiner Abschnitt genügt.
Man beginnt dann auch zu spüren, dass da ein Gott existiert, der an unserem Wohlergehen interessiert ist.
Wieso sollte man? Das ist doch auch nur wieder der Wille jener, die an Gott glauben. Aber wie ich schon sagte, das Thema Bibel ist eines für sich und beantwortet nicht die eingangs gestellte Frage. Das trifft im Übrigen auch für diesen Satz zu:
Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen untereinander und mit Gott.
Die Frage könnte nur beantwortet werden, wenn man Kirche, Religion und Glaube mal strikt voneinander trennt. Aber das ist (wie auch hier zu sehen) für die meisten - in diesem Falle Christen - fast unmöglich.
Thomas Kirche ist im Christentum die Gemeinschaft der Glaubenden - das kann man nicht trennen.
Religion und Kirche kann man im allgemeinen schon trennen, denn es gibt auch Religionen ohne Kirche.
Kirche heißt im Griechischen ekklesía. Wörtlich übersetzt heißt das "herausgerufene", wobei die Dogmatik zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Kirche unterscheidet.
Nach Immanuel Kant ist die unsichtbare Kirche kein messianisches Reich Gottes auf Erden, sondern ein moralisches, durch die reine Vernunft erkennbares Reich Gottes, das wir inwendig in uns erkennen als eine Gesellschaft nach Tugendgesetzen, um dem rastlos sie anfechtenden Bösen entgegenzuwirken. Ihr Urheber und oberster Gesetzgeber ist Gott, der allein der Garant für die autonome Sittlichkeit des Menschen ist.
Die sichtbare Kirche ist dann das kirchliche Christentum, z. B. die Evangelische Landeskirche, die EKD, aber auch der katholische Glaube. Die sichtbare Kirche ist dabei nach Kant und mit ihm auch Richard Rothe und Trutz Rendtorff Introduktionsmittel für den reinen Religionsglauben. Kirche ist nicht Zweck für sich selbst, sondern Mittel, Introduktionsmittel für den reinen Religionsglauben.
Ich empfehle die Lektüre der religionsphilosophischen Schrift des Philosophen des Protestantismus Immanuel Kant "Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft", erschienen zwischen 1793 und 1794. Zur Frage nach der richtige Religion empfehle ich auch die Lektüre des Aufsatzes von Trutz Rendtorff "»Weltgeschichtliches Christentum«. Richard Rothe: Theologische Ortsbestimmung für die Moderne".
Kant würde sagen, Religion ohne Kirche, d.h. unsichtbare Kirche, gibt es nicht. Der katholische Theologe Karl Rahner spricht an dieser Stelle vom anonymen Christentum.
Kleiner Beitrag, um der hier geführten Diskussion ein wenig die polemische Spitze zu nehmen - die westliche Kirchen haben die Aufklärung schon hinter sich. Manch hier geäußerte Meinung zeugen von residualen Aufklärungsresistenzen, um es mal mit Hermann Lübbe (u.a. "Was ist Religion?) zu sagen.
Mal sehen, liebe Lizzy, welchen Sturm ich jetzt auslösen? Vernunft und Religion gehören im westlichen Abendland zusammen. Ich gebe doch mein Gehirn an der Kirchentüre ab, oder? Unglaublich manche Einwürfe.
Jedenfalls eine spannende Diskussion! Danke, Lizzy, für Deinen Anstoß!
Lizzy, die hundert Kommentare schaffst Du locker - herzlichen Glückwunsch!
Ich bin wirklich erstaunt Markus - mit so viel hatte ich nicht gerechnet.
Und ich wollte der Diskussion die voraufgeklärte Blickrichtung auf die Kirche nehmen, als wenn in den Kirchen nur der naive Kinderglaube vorherrscht.
Theonomie und Autonomie bedingen einander, alles andere ist Willkür, würde der Dogmatiker Gunter Wenz sagen.
Danke nochmals, Lizzy!
Hallo Elisabeth, du schreibst: "Ich würde aber niemals einem andersgläubigen oder "ungläubigen" Menschen erzählen, dass er auf dem Irrweg ist (es sei denn, er läuft tatsächlich in sein Unglück, wenn er in eine Sekte geraten ist)."
Ist nicht gerade das das Problem? Wer bestimmt, was "eine Sekte" ist? z.Z. gibt es weltweit ca. 40.000 "christliche" Religionsorganisationen, dazu kommen noch die Vorderasiatischen und Asiatischen Religionen, die sich auch alle noch mal aufsplitten, dann noch die unzähligen "Stammesreligionen" - welche ist denn keine "Sekte"?
Möchte man wirklich jemandem, der sich gründlich mit seiner Religion beschäftigt hat und überzeugt ist, das das für ihn das richtige ist, als Sektierer bezeichnen?
Auf einer historischen Veranstaltung verglich ein Politiker die Religion mit einem langen Gang mit vielen Türen, hinter der sich die einzelnen Glaubensgemeinschaften aufhalten würden. Um eine wirkliche Aussage treffen zu können, meinte er, müsste man in den Raum gehen, die Tür hinter sich schliessen und mindestens ein halbes Jahr aktiv mitmachen.
Ich bin überzeugt, das schafft keiner. So lang ist unsere Lebenszeit nicht!
Es scheint also ähnlich wie die berühmte Nadel im Heuhaufen zu sein. Mit Feuer oder einem starken E-Magneten hätte man dabei eine Chance.
Welcher Religion gehört Gott denn eigentlich an?
Hallo Walter, ich habe mal einer Bekannten geholfen, die in einer wirklichen Sekte todunglücklich war und dort Hilfe brauchte. Sie kam von allein da nicht mehr weg - wollte das aber.
Das meinte ich mit Irrwegen im Glauben.
Es gibt Sekten, die nutzen es aus, wenn Menschen sich in ausweglosen Situationen befinden und vor lauter Verzweiflung nicht weiter wissen.
Dann kommen diese Sekten und bieten scheinbar Hilfe an............
Gott steht sicher über allen Religionen er ist der " Ich bin da" , wie er selbst gesagt hat.
Er ist also einfach da und begleitet uns auf unseren Wegen.
Auch der Glaube ist ein Weg mit vielen Windungen.
Elisabeth, ich bin davon überzeugt, dass wahrer und fester Glaube nur das Resultat ernsthaften Forschens sein kann. Ich muss mich nicht nur selbst immer wieder in Frage stellen, sondern auch meine Ansichten über religiöse Aussagen. In der Jerusalemer Übersetzung beschreibt Lukas diese Aufarbeitung im Kapitel 17, Vers 11: "Diese dachten viel edler, als jene von Thessalonich; sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit an, und forschten täglich in den Schriften, ob sich Alles so verhalte."
Wenn man wirklich die Glaubwürdigkeit religöser Thesen überprüft, kann man meiner Meinung nach gar nicht anfällig für solche dubiosen Machenschaften sein. Aber, viele erhalten schon als Kinder auf ihre Fragen nur ausweichende Antworten, wie: "Das kann man nicht erklären, das muss man glauben!" und geben sich damit zufrieden - und später fragen sie gar nicht mehr.
Dabei ist das persönliche Überprüfen die einzig wirksame Methode, nicht irgendwelchen Scharlatanen zum Opfer zu fallen. - Egal, wie sich die Religion nennt.
Walter, da bin ich anderer Meinung. Wahrer fester Glaube ist für mich kein Ergenbis des Forschens, sondern hängt für mich davon ab, welche Erfahrungen ich mit meinem Glauben gemacht habe.
Durch forschen und überlegen wäre mein Glaube nicht so fest geworden wie er es heute ist.
Ich habe es schon geschieben in einem meiner Kommentare: Glaube ist für mich Herzenssache.
Glaube hat doch mit der Begegnung und Gemeinschaft zu tun. Gemeinschaft und Begegenung auch mit Gott, hinterlassen Spuren in mir. Diesen Spuren folge ich weiter.
Einverstanden, Elisabeth. Glaube ist auf jeden Fall eine Sache des Herzens, wobei hier natürlich Herz für das Innerste in uns, unsere Gefühls- und Motivationszone gemeint ist. Gerade da liegt ja das Problem. Wieviel Menschen haben sich schon in einen anderen verliebt, das Herz war voller Liebe und später kam das böse Erwachen.
Auch uns Christen könnte das geschehen. In seiner berühmten Bergpredigt weist Jesus darauf hin und sagt, gemäß Matthäus Kapitel 7 Vers 14: "Wie enge ist dagegen die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt; und Wenige finden ihn" und Vers 21: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird ins Himmelreich kommen; sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel befolgt, der wird ins Himmelreich kommen."
Also müsste man sich schon intensiv damit beschäftigen, was der Wille Gottes für mich bedeutet. Interessiere ich mich überhaupt dafür, was er will oder bin ich einfach mit dem zufrieden, was ich als richtig erachte. Das sollte man vielleicht doch lieber mal überprüfen, wenn man die Bergpredigt im Kontext liest.
Wie ich schon sagte: es ist für alle sehr schwierig, sich mit anderen Glauben bzw. Religionen zu befassen. Walter hat dies ja auch zum Ausdruck gebracht.
Markus Christian, ich muß Dir da wieder mit einem Bibelzitat antworten.
In Kolosse 2:8 schreibt Paulus, "gebt acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie.....verführt.
In 1.Korinther 2: 1-5 werden auch aufschlußreiche Aussagen gemacht. Paulus schreibt hier, auszugsweise - "...kam ich nicht, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen......nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte...damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stütze, sondern auf die Kraft Gottes.
Gemäß Johannes 14:6 sagte Jesus - "ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater außer durch mich" Demgemäß müßte man sich als Christ an Jesus orientieren, und nicht Philosophen, die gemäß der Bibel Menschenweisheit lehren.
Deutliche Worte diesbezüglich stehen auch in 1.Korinther 4:6 - "....damit ihr lernt,
dass der Grundsatz gilt, geht nicht über das hinaus, was in der Schrift steht....."
Dadurch, dass nach dem 1. Jahrhundert nach Christus sehr viel heidnisches und auch philosophisches Gedankengut in die Christenheit Einzug gehalten hat,
ist ja einige Verwirrung bezüglich der ursprünglichen christlichen Glaubenslehren entstanden.
Jeder muß sich selbst fragen, was er eigentlich will. Möchte er herausfinden, was Jesus und die ersten Christen geglaubt und gelehrt haben, und so darüber nachdenken, ob das möglicherweise der richtige Weg zu Gott ist.
Oder möchte er irgendeine "christliche" Richtung verfolgen, die dann im Laufe der Zeit entstanden ist, und wo es bei den meisten ein Mischmasch aus Teilen der Bibel vermischt mit Philosophie und sonstiger Menschenweisheit und Tradition gibt.
Führen wirklich alle Wege nach Rom, wie es so schön heißt? Wenn man es umlegt - führen alle Wege, die die sich (durchaus aufrichtige) Menschen zurechtlegen zu Gott? Da hat Jesus deutlich gesagt - "....niemand kommt zum Vater, außer durch mich."
Ein Gedanke noch aus Römer 10: 2, 3 - "ich bezeuge ihnen, dass sie Eifer haben für Gott, aber es ist ein Eifer ohne Erkenntnis. Da sie die Gerechtigkeit Gottes verkannten, und ihre eigene aufrichten wollten....."
Hallo, Thomas stimmt, Glaube gehört zum intimsten Bereich eines Menschen. Deshalb ist es auch unbedingt notwendig, jedem einzelnen das Recht auf seine persönliche Überzeugung zuzugestehen - ob jemand an Gott glaubt oder aber auch nicht.
Für mich gibt es überwältigende Beweise, dass es einen Schöpfer gibt, auch das die Bibel eine übermenschliche Quelle hat.
Mir macht Sorge, dass Naturwissenschaftler sagen, dass von 1970 bis jetzt schon 40% der Tier und Pflanzenarten ausgestorben sind und weitere 150 Arten folgen Tag für Tag. Also keine Weltuntergangsbangemacher, die sich auf Kosten anderer bereichern wollen.
Dann seh ich die Politiker weltweit in Gremien, die z.B. 2009 unter großem Medienaufwand beschlossen haben, dass sie 2012 zusammenkommen wollen, um zu beschließen, ob sie was beschließen wollen.
Es scheint eine einfache Dreisatzaufgabe zu sein, wann die Erde auch für Menschen unbewohnbar ist.
Weisst du, da kommt dann meine Hoffnung zum tragen, dass Jesus mit seiner Endzeitprophezeiung hoffentlich Recht hat, gemäß Matthäus Kapitel 24 Vers 22, dass Gott eingreift und so verhindert, dass alle Menschen durch eine noch nie dagewesene Notzeit sterben.
Die Augen vor Tatsachen zu schließen klappt nur eine gewisse Zeit. Markus Christian hat ja auch auf die Endzeitprophezeig Paulus im 2. Timotheusbrief hingewiesen. Kapitel 3 Vers 1 fängt ja so an: "Das sollst du ferner wissen, daß in den letzten Tagen noch gefahrvolle Zeiten kommen werden".
Wenn einem Glauben helfen kann, diese Zeit vorbereitet und deshalb gelassener zu erleben, find ich das gar nicht mal so schlecht.
Lieber Bruder in Christo Herbert,
ich halte es da mit dem Völkerapostel Paulus:
"Prüft alles, und behaltet das Gute!" (1 Thes 5,21)
Klar bleibt das Zentrum Christus.
Hatte ich etwas anderes geschrieben?
Aber unaufgeklärt und unmündig
würde ich das Christentum nicht bezeichnen.
Gott bekommt doch durch Jesus
ein menschliches, eine menschenfreundliches Antlitz.
Gerade wenn die vielen Begriffe und Bilder
den Blick auf Gott versperren, richte ich mich an Jesus aus.
Ich sehe
in die liebevollen,
vergebenden,
ermutigenden,
barmherzigen Augen Jesu.
In ihm erkenne ich
die eigentliche,
die wahre Wirklichkeit.
Gott wird mir in Jesus
als einer erkennbar und sichtbar,
der an den Menschen glaubt, weswegen er Mensch wird,
der den Menschen bedingunglos annimmt, weswegen er in Jesus Christus alle Dimensionen des Menschseins durchmacht und durchleidet,
der dem Menschen die Augen öffnet, was wirklich zählt auf dieser Welt.
In Jesus, dem wahren Menschen und wahren Gott, offenbart sich mir
das Geheimnis des Lebens und das Geheimnis Gottes.
Blicke ich auf Jesus, auf das Kreuz,
dann werde ich,
dann wird meine Beziehung zu den Menschen,
dann wird meine Beziehung zur Schöpfung,
dann wird meine Beziehung zu Gott
wärmer, menschlicher, herzlicher, besser.
Jesus sagt es selber im Johannesevangelium:
"Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen."
Ist das nicht die wahre, die richtige Religion, Herbert?
Walter, dein letzter Kommentar ist gut. Dort bringst du es auch zum Ausdruck, dass Glaube für dich Hoffnung ist. Das ist dein Glaube und es ist einer, der dich am Leben erhält, weil du daraus Hoffnung schöpfst.
Das ich dies ein ganz klein wenig anders sehe, ist ja dann meine Ansicht der Dinge. Ich sehe, das so: Wenn es einen Gott gäbe, weshalb unternimmt er dann nicht ALLES, um diesen Zerstörungswahn seiner Untertanen zu stoppen? Oder aber er ist nichts weiter als die Widerspiegelung des Menschen, also eine Fantasiefigur (ich will jetzt niemanden damit zu nahe treten).
Naja, wie auch immer, ich sagte ja bereits, dass ich keiner Religion nachgehe. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich nicht über die eine oder andere Religion kundig mache, was darüber etwas lese. Ich denke, wenn man aus vielen Quellen das Wissen bezieht, kann man das auch von mir aus Glauben nennen.
Hallo, Thomas, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand angegriffen fühlen könnte, weil du sagst, dass du Probleme damit hast, die Existens eines Schöpfers oder Gottes für dich zu realisieren.
Die Tatsache, dass es auf der ganzen Erde keine einzige Kultur ohne Religion gibt, lässt doch nur 2 Möglichkeiten offen: 1.) es gibt einen Schöpfer, der Menschen mit dem Bedürfnis erschaffen hat, ihn anzubeten, oder 2.) Menschen haben sich "Gott" erschaffen, weil der Gedanke der persönlichen Endlichkeit nur dadurch erträglich wurde, dass eine höhere Macht irgendwie in Anspruch genommen werden kann.
Der christliche Glaube, wie er in der Bibel vorgestellt wird, basiert auf Wissen über Gott und Jesus Christus, das zu Erkenntnis verarbeitet wird, persönliche Gotteserfahrung, z.B. wenn man feststellt, dass Gebete erhört werden; man Problemlösungen im Wort Gottes findet, seine Schöpfung auf uns Wirken lässt und das alles, wie Elisabeth sinngemäß schrieb, etwas in uns zum Klingen bringt, uns positiv beeinflusst.
Wie eine Stimmgabel, die bestimmte Gefäße dazu bringen kann, den Ton aufzunehmen.
Das sind Stück für Stück Erfahrungen, die auch die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten - Salomo beschrieb ihn in Prediger Kapitel 12 Vers 13: "Das Ende des Ganzen laßt uns hören: Fürchte Gott, und halte seine Gebote! denn dieses soll jeder Mensch."
Im 1. Korinterbrief im 13. Kapitel stellt Paulus Glaube, Hoffnung und Liebe im 13. Vers nebeneinander, sagt, dass Liebe die größte Erungenschaft ist.
Markus Christian weist ja auch sehr schön auf die herausragende Rolle Jesu hin. Der größte Mensch, der je lebte. Schau mal auf das Datum. Die ganze Welt richtet sich n.Chr.
Durch persönlich auf Richtigkeit überprüften Glauben kann man eine realistische Hoffnung entwickeln. 2. Korintherbrief 13 Vers 5
Hallo Markus Christian, es lag mir nur am Herzen, darauf hinzuweisen, Dass man aus der Bibel deutlich erkennen kann, dass Jesu Lehren und Wirken nicht durch
Philosophen interpretiert werden muß.
Lieber Herbert, danke!
LG MM, Pfr.
@ Walther: Die ganze Welt richtet sich n.Chr.
Das ist ein christlicher Kalender: http://de.wikipedia.org/wiki/Anno_Domini bzw. http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalen...
Es gibt aber auch z.B. den jüdischen oder den chinesischen Kalender. Guckst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kalender
Und dann gibt es noch die Naturvölker, die völlig andere Systeme der Zeitrechnung nutzen.
Im Übrigen stimme ich da am ehesten deinem Punkt 2 zu, wobei ich der Meinung bin, dass sie sich den Gott oder eine andere Gestalt (man denke da z.B. an Wudu) erschufen, um einen Bezugspunkt zu sich zu finden. In früheren Zeiten z.B. konnte sich niemand erklären, wie z.B. ein Gewitter, ein Erdbeben oder ein Vulkanausbruch zustande kommt. Das sind jetzt gleich mal richtig ordentliche Naturerscheinungen bzw. Katastrophen, für die man eben keine andere Erklärung fand, als dass es z.B. ein Gott, ein Dämon oder auch ein Götze sein könnte, der dafür "verantwortlich" ist.
Später aber dann entwickelte es sich, dass man eben diesen Gott, Dämon oder Götze auch für sein eigenes Fehlverhalten verantwortlich machte bzw. diese(n) vorschob, um in deren Namen Unrecht walten zu lassen.
Sehen wir das doch einmal so: die verschiedenen Denkweisen (sage ich jetzt mal so zu Religionen oder Glauben), welche sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben, gehen doch bei Leuten wie uns nahezu in eine Richtung:
wir wollen ein Leben ohne Krieg, Hass, Leid, Schmerz und dergleichen. Besser gesagt, wir wollen ein Leben in Frieden, Liebe, Freude und Gesundheit. Diesen Wunsch haben wir doch allesamt gemein.
Naja, ist eben eine schwierige (aber schöne) Frage und auch ein schwieriges (aber schönes) Thema - oder aber wir machen es uns selbst schwer. :-))
Freut mich, Thomas, dass wir da einer Meinung sind. - Nur: Leichtgläubigkeit ist nicht nur im Bereich der Religion zu finden. Wenn alle Menschen unseren "gesunden Menschenverstand" einsetzen würden, hätten z.B. Trickdiebe nicht Hochkonjunktur.
Im Bereich der "neuen Religion", der "Wissenschaft" gibt es genauso dogmatische Behauptungen, die einen so riesigen Glauben erfordern, wie ich ihn nicht haben kann. Dazu bin ich zu sehr Realist.
z.B., dass sich die DNA selbst entwickelt haben könnte. - Dazu habe ich aber schon etwas gesagt. Michael J. Behe, Professor für Biochemie, Verfasser des Buches: "Darwin`s Black Box-The Biochemicl Challenge to Evolution" erhellt das Dunkel, dass uns eingeredt werden soll. - Er ist Katholik, was ihm seine Gegner vorwerfen.
Fakt ist aber, dass jede einzelne Zelle ein höchst komplexes Gebilde ist, in denen, wie er sagt hochkomplizierte molekulare Maschinen Fortbewegung, Teilung, Nahrungsaufnahme usw. kontrollieren, das bei einer Zellgröße von normal 0,03 mm Durchmesser. Dazu kommt, das diese Zelle nur als Ganzes funktionstüchtig ist, was evolutionäre Abläufe ausschließt.
Er veranschaulicht das durch eine Mausefalle. Brett, Feder, Haltebügel, Schlagbügel, Köderhalter - mehr hat so ein Teil ja nicht. Wenn man jetzt diese Teile in einen Karton wirft, wie lange müßte man den wohl schütteln, bis die Mausefalle fertig montiert ist?
Es gibt über 100 Aminosäuren, die sowohl links als auch rechtshändig sind. Zu den Grundbausteinen des Lebens gehören nur 20 rechtshändige, die auch in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sein müssen. Wenn jetzt in der viel gerühmten "Ursuppe" tatsächlich Aminosäuren zufällig entstanden sein sollten, wäre die Wahrscheinlichkeit, das sich das zufällig tatsächlich so ergeben hätte, 1 zu 10 hoch 113; bei 10 hoch 50 sagen Mathematiker schon, dass das nie eintrifft.
Selbst wenn, hätten wir dann von der "Mausefalle" nur ein einziges Teil.
Eine lebenden Zelle wird von einer Membran zusammengehalten, da sind Ribosomen, die Aminosäuren zu Proteinen zusammensetzen, der Zellkern, der den Stoffwechsel der Zelle regelt, der hat noch mal eine Doppelmembran, dann sind da die Chromosomen, Kernkörperchen, die die Ribosomen schaffen, Endoplasmatisches Retikulum, die Membrankanäle, in denen Proteine gelagert, aber auch transportiert werden, Mitochondrien, die ATP-Moleküle erzeugen; die Energieträger der Zelle, Golgi-Apparat, eine Gruppe flacher Membrantaschen, die die von der Zelle hergestellten Proteine verpacken und verteilen und dann gibt`s, die Zentriolen, die eine wichtige Rolle bei der Zellteilung spielen. - Die Aufzählung breche ich hier ab - soll ja nicht zu wissenschaftlich werden.
Wenn damals Darwin auch der Meinung gewesen sein kann, dass Zellen eine ähnliche Struktur wie Puding haben: HEUTE WISSEN WIR ES BESSER - bzw. können es besser wissen.
Auch Blut ist nicht nur eine Flüssigkeit wie Tinte, sondern, wie ein Fingerabdruck bei jedem Menschen einmalig. Das amerikanische Militär schult seine Ärzte, damit sie auch unter Gefechtsbedingen ohne Bluttransfusionen die Soldaten operieren können, weil dadurch die Sterberate sinkt. Bei Youtube zu sehen.
Es wird immer besser.
Realismus ist auch eine Religion, würde ich sagen.
Und welchem Realismus frönst Du,
dem Psychorealismus,
dem Naturalrealismus,
dem Praktorealismus,
...
Ich verlasse mich darauf, dass die von mir definierte Realität alles ist
und das es drüber hinaus nichts ist.
Doch ist das was der betreffende wahrnimmt, wirklich die Realität.
Schwierig, schwierig schwierig ...
Die Religionswissenschaftler sagen jedenfalls, dass es einen Menschen ohne Religion nicht gibt.
Woran Du Dein Herz hängst, das ist dann dein Gott, sagt Luther.
Woran Du Dein Herz hängst, das ist dann Deine Religion, sagt der Religionswissenschaftler.
Und eine bestimmte realistische Religion sagt, dass es das Herz im philosophischen Sinne nicht gibt,
denn es ist eine Pumpe, die Blut transportiert
und der Mensch wird durch Hormone gesteuert.
Und mehr ist nicht - wenn er damit zufrieden ist, paßt es für ihn.
Des Menschen Wille ist sein Himmel.
Jeder soll nach seiner Facon selig werden, oder?
Die Frage nach der Religion, der richtigen Religion ist spannend,
doch Menschen ohne Religion gibt es nicht.
Klasse Beiträge - wunderbar! Ich komme richtig ins Schwelgen!
Korrektur:
......Doch ist das was der betreffende wahrnimmt, wirklich die Realität?
Kann sein. Kann nicht sein.
Schwierig, schwierig schwierig ...
Hallo, Markus Christian, ist ja auch ein schönes Thema, wenn es so sachlich behandelt wird. Wir erweitern ja alle unseren Horizont, wenn wir mal auf diese Weise durch die Augen von anderen sehen können.
Was der "richtige" Glaube auch macht, ist dem Schöpfer die Ehre für seine Werke zu geben. Klar kann man sich über ein Kunstwerk von Menschenhand sehr freuen, aber der größte Künstler ist unser Schöpfer. Die betenden Hände von Dürer sind ja ein Meilenstein gewesen, aber es ist nur ein Abbild. Das Original schuf Gott.
Leider wird das auch in vielen Religionen vergessen und der Evolutionstheorie mehr geglaubt. - Schade
Markus Christian, das klingt nach einem gscheiten Kommentar.
Mir fällt dazu wieder die eine oder andere Bibelstelle ein.
Z.B. Kohelet 7:29 - "Gott hat den Menschen rechtschaffen gemacht, aber sie haben sich in allen möglichen Berechnungen versucht". In einer anderen Übersetzung lautet der zweie Teil dieses Verses - "sie aber haben viele Pläne ausgesucht"
In Sprichwörtwer 14:12 wird es dann unmißverständlich auf den Punkt gebracht -
"Manch einem scheint sein Weg der rechte, aber am Ende sind es Wege des Todes."
Unser Schöpfer läßt uns also die Freiheit, uns eine Religion nach unserem Geschmack zurechtzulegen bzw. auszusuchen. Das Wesentliche ist aber, dass jeder die Auswirkungen bzw. die Folgen dieser Entscheidung letztlich tragen muß. Werden sich die Hoffnungen, die man da reinlegt letztendlich bewahrheiten?
Viele werden an dieser Stelle sofort sagen - "das weiß man immer erst nachher."
Das mag bis zu einem gewissen Grad stimmen, klüger ist man immer nachher.
Eine Frage wäre interessant - gibt es eine Möglichkeit vor diesem "nachher-Zeit-
punkt" mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit herauszufinden was die wahre, von Gott anerkannte Religion sein könnte?
Man müßte sich dazu auf einen einheitlichen Maßstab einigen können. Wenn jeder nur nach seinem Bauchgefühl geht, oder nach seinen persönlichen Vorlieben, dann wird es ein Durcheinander bleiben.
Könnte man nicht die Bibel als diesen Maßstab nehmen? Kann man auf einer wirklich sachlichen, unparteiischen Grundlage prüfen, ob die Bibel wirklich das geoffenbarte Wort Gottes ist, und ob sie unverfälscht bis in die heutige Zeit bewahrt wurde. (es geht um größtmögliche Glaubwürdigkeit)
Ich erachte das deshalb auch für wichtig, weil es ja nicht nur darum geht biblische Gebote in seinem Leben bestmöglich zu praktizieren, sondern (sofern man es für wert erachtet) prophetische Aussagen der Bibel nachzulesen, die sich, wie es scheint, heute auf der Weltbühne erfüllen.
Wenn man in der Lage ist, unvoreingenommen die Weltereignisse im vorigen Jahrhundert bis in die heutige Zeit herauf mit Prophezeiungen Jesu, wie ich sie weiter oben zitierte, zu vergleichen, so wird einem das zu denken geben.
Das hätte dann auch etwas damit zu tun, dass Gott ins Geschehen auf der Erde eingreifen wird.
Ich weiß schon, dass das von vielen nicht ernstgenommen wird. Wenn aber Gott wirklich in der Bibel seinen Vorsatz mit der Menschheit geoffenbart hat, und man ist nicht bereit das näher zu prüfen, sondern schiebt das mit einer erhabenen Handbewegung beiseite........?
Viele denken ja auch deswegen über das nicht nach, weil sie die christliche Hoffnung im Weiterleben nach dem Tod sehen. Das wäre vielleicht der wichtigste Punkt bei einer Überprüfung durch die Bibel - lehrt die Bibel wirklich ein Weiterleben nach dem Tod? Oder ist das nur einer der größten Religionsirrtümer aller Zeiten, und eine Phantasie aus der griechisch-römischen Philosophie, die vom abtrünnigen Christentum nach dem 1. Jahrhundert übernommen wurde?
Es würde also um die Frage gehen - was lehrt die Bibel wirklich?
Herbert, ich glaube, du denkst zu kompliziert.
Im NT steht, Gott hat sich durch seinen Sohn geoffenbart und auch Jesus sagt " Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen".
Gott zeigt uns durch Jesus, wie wir leben sollen.
Als Mensch, der für andere da ist, der sagt, was nötig ist und das bis zur letzten Konsequenz tut.
Das lehrt uns die Bibel.
In seiner Abschiedsrede hat Jesus vieles gesagt, was ihm wichtig war. "Ihr sollt eins sein, so wie ich es mit dem Vater bin" - dieser Satz allein beinhaltet ein ganzes Lebensprogramm....
Die ersten Christen hat man daran erkannt "wie sie einander lieben".
Sie hatten alles gemeinsam und einer war für den anderen da.
Würde das Christentum wirklich gelebt, wäre es einladend und anziehend und die Kirchen müssten sich keine Gedanken um rückläufige Mitgliederzahlen machen.
Elisabeth, ich möchte darauf eingehen: "Würde das Christentum wirklich gelebt, wäre es einladend und anziehend und die Kirchen müssten sich keine Gedanken um rückläufige Mitgliederzahlen machen."
Warum wird es denn nicht gelebt?
Das ist eine gute Frage Walter.
Stell mal die Frage, woran man einen Christen erkennt und du bekommst selbst von Christen die merkwürdigsten Antworten.
Das geht von
"die haben ein Kreuz im Wohnzimmer hängen" bis zu "die gehen jeden Sonntag in die Kirche".
Das ist es aber nicht.
Es sollte mehr sein. Von ihrem Leben sollte etwas ausgehen, das andere neugierig macht und fragen lässt, was ihr Geheimnis ist.
Ich kann nur von mir selbst sprechen und sagen, dass ich mich immer wieder bemühe im Sinne der Nächstenliebe zu leben, doch es gelingt nicht immer.
Das Original schuf Gott.
Das ist (d)ein Glaube. Für mich hat nach wie vor Dürer dieses Kunstwerk erschaffen und es ist das Original.
Warum wird es denn nicht gelebt?
Muss ich das denn? Und wenn ja, muss ich dazu extra in eine Kirche gehen?
Das ist ja dann schon wieder ein Versuch, einem den christlichen Glauben aufdrängen (ich sage noch nicht mal zwingen) zu wollen.
Thomas, damit meinte ich die Christen.
Wer sich zu den Christen nennt, sollte auch so leben - oder es eben versuchen.
Ich möchte niemandem etwas aufzwingen und irgendwo oben hatte ich schon einmal geschrieben, dass es unter Ahteisten viele Menswchen gibt, die christlicher leben, als viele Christen.
Karl Rahner, liebe Lizzy, nennt solchen Menschen anonyme Christen!
Ja Markus, das hatte ich auch schon einmal gelesen - danke.
Man wird kein Christ, wenn man in die Kirche geht - man wird ja auch kein Auto, wenn man in die Garage geht!
Als Christus nach dem höchsten Gebot befragt wurde, Matthäus 22 Verse 35 bis 39, erklärte er die bedingungslose Liebe zu Gott als das Wichtigste für Menschen.
Die sehe ich in der Christenheit nicht. Selbst von der Kanzel wird ihm sein Schöpfungswerk aberkannt und einem blinden Zufall zugeschrieben; aber sobald etwas Negatives passiert, wird ihm, auch wieder selbst von der Kanzel, die Schuld gegeben: Wo warst du? Warum hast du das nicht verhindert, warum lässt du das zu? -
Warum sollte er, wenn er so unfair behandelt wird? - Aber ich bin mir sicher, dass er einen Vorsatz hat, wie ihn die Bibel beschreibt. In Eden wurde die Rechtmäßigkeit seiner Regierung in Frage gestellt - und er klärt sie.
Das ist nicht komisch, sondern ist logisch, denn der Glaube ist individuell, selbst wenn er meist in Massen ausgelebt wird.
Lieber Frank, auch ein absoluter Laie kann feststellen, ob das Auto nach der Reparatur wieder in Ordnung ist, ob die Operation gelungen ist und ob die Brötchen schmecken.
> "Bei der Religion aber haben alle eine Ahnung und wollen auch alle den "Profis" vorschreiben was sie zu tun und zu lassen haben."
Was verstehst du denn unter "Profis" in welchen Religionen?
Naja, das Christsein kann man nicht studieren.
Praktizieren - ist individuell. Wie soll es da Profis geben?
Befassen - das ist erledigt, sobald man die Bibel gelesen hat.
Und was hat ein Theologiestudium mit dem individuellen Christsein zu tun?
Da tut sich einiges in diesem Forum. Wenn man da einen Tag nicht am Pc ist, gibt es eine Fülle von neuen Wortmeldungen. Ich finde es sehr anregend, hier mitzudiskutieren.
Frank, jemand hat einmal gesagt, Theologie ist die Lehre wie sich Menschen Gott vorstellen. In der Bibel wird die christliche Religion so dargelegt, wie sie sich der existierende Gott seine Anbetung vorstellt. (ich weiß schon, das ist eine Glaubensfrage). Jedenfalls würde die Erkenntnisübermittlung von der anderen Richtung bestimmt, nicht durch menschliche Vorstellungen.
Deswegen gibt es ja in der Bibel Warnungen, nicht auf Menschenweisheit oder Philosophie hereinzufallen. (Bibeltexte habe ich weiter oben angeführt.)
Das Problem mit den "Religionsfachleuten" hatte Jesus zu seiner Zeit auf der Erde auch schon. In Johannes 7:15 kann man lesen - "die Juden wunderten sich und sagten, wie kann der die Schrift verstehen, ohne ausgebildet zu sein?"
Die jüdische Geistlichkeit dachte offenbar, dass sie hier ein Monopol hätten.
Jesus hat sie deutlich darauf hingewiesen, dass sie als Kenner der Schriften genau wissen müßten, wer vor ihnen steht. An seinen Lehren und Werken hätten sie ihn deutlich erkennen müssen, aber offenbar hatten sie nur Angst um ihre Machtpositionen. Daher hat ihre Führung dem Volk geschadet.
Gemäß Matth.15: 14 sagt Jesus über diese geistlichen Führer - ".....laßt sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden leitet......"
Jesus hat seine Nachfolger unter einfachen Leuten (mit Hausverstand) gesucht.
Dazu gehörten bekanntlich Fischer, Steuereinnehmer,.......etc. Das heißt nicht,
dass er nicht auch studierte, höhergestellte Persönlichkeiten angesprochen hätte. (das war aber nicht die erste Zielgruppe)
Jesus hat Menschen mit einer ehrlichen, aufrichtigen Herzenseinstellung gesucht, die bereit waren den Wilen Gottes wirklich zu tun. Das ist immer noch so, und dazu braucht man keine höhere Schule.
Ich glaube auch, dass es das beste wäre, die Menschen dazu zu bringen selbständig und eigenverantwortlich zu denken und zu handeln. Sehr hilfreich wäre dabei dabei, denke ich, eine gemeinsame grundlegende Anleitung, auf der der Einzelne seine Verantwortung gegenüber Gott aufbauen kann.
Könnte die Bibel diese Anleitung sein? Ich glaube, dass die Bibel weit wertvoller ist, als das verschiedene Kirchen durch ihre Lehren und durch ihr Beispiel gezeigt haben.
Ob man da wirklich gut beraten ist, sein Seelenheil solchen "Fachleuten" anzuvertrauen? Zeigt die Kirchengeschichte nicht eher, dass diese Art Weg
von Gott wegführt?
Haben sich die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen in der Moderne wirklich geändert? Oder bildet sich der Mensch nur ein heutzutage "aufgeklärter " zu sein, weil seine Ausreden gescheiter geworden sind?
Wozu hat es denn geführt, das die grundlegendsten Sittenmaßstäbe heute nicht mehr beachtet werden? Rein biblisch gesehen erntet der Mensch das was er sät. Wie sieht denn da der moderne und aufgeklärte Mensch heute aus?
Galater 6:7 sagt unmißverständlich - Gott läßt sich nicht verspotten.......(die bequemen Luftschlösser, die sich der moderne Mensch gebaut hat, erweisen sich auch als solche)
Die Bibel ist oftmals abgeschrieben und auch übersetzt worden. Gibt es aber nicht zahlreiche alte Handschriften, deren Studium zeigt, dass die Bibel heute
unverfälscht zur Verfügung steht?
Sehr hilfreich wäre dabei dabei, denke ich, eine gemeinsame grundlegende Anleitung, auf der der Einzelne seine Verantwortung gegenüber Gott aufbauen kann.
Wieso gegenüber Gott und nicht sich selbst?
"Sehr hilfreich wäre dabei dabei, denke ich, eine gemeinsame grundlegende Anleitung, auf der der Einzelne seine Verantwortung gegenüber Gott aufbauen kann.
Wieso gegenüber Gott und nicht sich selbst? "
Lieber Thomas, was dabei rauskommt, sehen wir doch. Auch wenn du dir die Kommentare dieser Seite anschaust; jeder einzelne Kommentator ist doch mit seiner Überzeugung glücklich und zufrieden.
Jetzt führen wir hier eine offene Diskusion, die mir wirklich zusagt - Dir wohl auch, sonst würdest du dich wohl nicht daran beteiligen.
Aber, denkst du wirklich, die Nazis, die die Massenvernichtung in den KZ`s durchgeführt haben, wären sich ihrer nicht auch sicher gewesen? Gott war doch mit ihnen, stand sogar auf ihrem Koppel. - Dann gibt es so Sprüche wie: "Im Schützengraben gibt es keine Atheisten" - Meiner Meinung nach nur.
Wieso gegenüber Gott und nicht sich selbst?
Man sagt ja so schön, frage 100 Leute nach ihrer Meinung, und du wirst 200 verschiedene Antworten bekommen.
Man kann verschiedene Bestrebungen auf der Welt erkennen, in bestimmten Bereichen des Zusammenlebens eine einheitliche Grundlage zu schaffen.
Z.B. die Vereinten Nationen, oder die Stiftung Weltethos (Prof. Küng).
Warum wird das gemacht? Es wird da offenbar erkannt, dass eine gemeinsame Grundlage für alle Menschen (über)lebensnotwendig wird. Also ein ethischer Bezugspunkt, der von allen anerkannt wird. (ich weiß schon, dass das zunächst nur mal graue Theorie ist)
Es fällt mir wieder dieser Bibeltext ein - Prediger (Kohelet) 7:29 - "der wahre Gott hat den Menschen rechtschaffen gemacht, sie aber haben viele Pläne ausgesucht."
Gemäß der Bibel funktioniert es auch nur so - die göttliche Anleitung als zentrale gemeinsame Grundlage. Die Verantwortung des Einzelnen gegenüber Gott. (durch das Gewissen und die Bibel, um das Gewissen aufzufrischen)
Ich weiß durchaus, dass das vielerorts heute belächelt wird.
Ineressant ist aber, dass der Mensch heute, nach tausenden von Jahren Menschheitsgeschichte und dem Ausprobieren vieler eigener und von Gott unabhängiger Pläne auch wieder nur das erkennt, was Gott ursprünglich vorgesehen hat, es ist ein gemeinsamer ethischer Bezugspunkt notwendig.
1.Korinther 3:19 bringt es auf den Punkt - "die Weisheit der Welt ist Torheit bei Gott, die Schrift sagt: er fängt die Weisen in ihrer eigenen List."
So sehr sich Menschen auch anstrengen, es besser zu wissen als ihr Schöpfer,
der Mensch kann die Grundlage, die der Schöpfer gelegt und in der Bibel geoffenbart hat nicht ändern. Viele tausend Jahre hat er es versucht.
Mit welchem Ergebnis?
Deswegen wird ja im Vater unser gebetet - dein Reich komme,.....dein Wille
geschehe.......auch auf der Erde. Gemäß der Bibel wurde der Mensch nicht geschaffen, um sich selbst zu regieren. Das sollte die Aufgabe Gottes sein.
Prediger (Kohelet) 8:9 zeigt, das der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat.
Frank, ich bin voll Deiner Meinung. Es ging mir nur um das Aufzeigen einer theoretischen Grundidee.
Zitat: "Es gibt keine beste Religion im eigentlichen Sinne, nur das friedliche Miteinander."
Wenn man diese Seite nochmal aufmerksam von Anfang bis zum (hoffentlich vorläufigen Ende) liest, kann man doch schon eine ziemlich klare Vorstellung von ihr bekommen. Eine ganze Menge guter Gedanken wurde schon veröffentlicht.
Kurz zusammengefasst, versuch ich mal:
Sie führt auf jeden Fall dazu, dass wirklich alle Menschen auf der Erde friedlich miteinander umgehen und einander von ganzem Herzen achten, denn wenn jedem bewusst wird, dass wir alle Geschöpfe Gottes sind, haben alle einen hohen Wert, weil wir nicht Zufallsprodukt sind, sondern Gott gehören.
Sie hilft Probleme zu lösen und Fragen zu beantworten, die sonst weiter bestehen würden. Etliche Kommentare haben das ja auch zum Thema.
Sie bringt uns Gott näher, weil sie uns hilft seine Persönlichkeit zu verstehen und wir uns gedrängt fühlen, ihn wegen seiner vorzüglichen Eigenschaften zu lieben.
(O.K. - das war von mir, Sorry)
Durch das Bewusstsein, dass wir mit Gott im Einklang leben, haben wir ein zufriedenes und glückliches Leben.
Jetzt müssen wir sie nur noch finden - oder ?????
Selber machen brauchen wir bestimmt nicht !
Frank, dass Menschen das noch nicht zusammengebracht haben, liegt auf der Hand. Die Bibel zeigt auch,dass Menschen das nie zusammenbringen werden.
Der Mensch ist aufgrund seiner Beschaffenheit dazu nicht fähig.
Gott könnte man das aber zutrauen. Die Bibel zeigt auch, dass er das vorhat.
Die Frage wird aber sein, welchen Zugang man zu so einem Gedanken hat.
In diesem Forum ist das schon erwähnt worden - existiert dieser Gott wirklich,
und hat er sein Vorhaben verständlich und allen zugänglich geoffenbart, oder
sind Gott und Religion menschliche Erfindungen, und der Mensch muß weiter
herumwursteln, um was Brauchbares zusammenzubasteln?
Oftmals tun sich hochgebildete Menschen schwer damit, es überhaupt in Erwägung zu ziehen, dass ein Gott wirklich existiert. Dann vielleicht auch noch
die Bibel zu untersuchen, um Anhaltspunkte zu finden, ob sie das Wort Gottes sein könnte, dazu fehlt ihnen der richtige Zugang.
Auf den diversen Hochschulen wird viel Menschenweisheit, Philosophie, Evolution......etc. gelehrt, und mitunter auch der Standpunkt, dass der Mensch das Maß aller Dinge ist.
Dadurch wird der Zugang zu Glaubensdingen erschwert. Es wird mancherorts als wissenschaftlich erwiesen betrachtet, dass Gott nicht existiert. Dann hat man Gott eine unbedeutende, untergeordnete Rolle zugewiesen Z.B. als man erkannte, dass die ursprünglich "wissenschaftliche" Behauptung, unbelebte Materie habe rein zufällig von selbst zu leben begonnen,unhaltbar ist, (nach mathematischer Wahrscheinlichkeitsrechnung passiert das so gut wie nie), dann durfte Gott plötzlch die Ursache der ersten lebenden Zelle sein.
Wie zuverlässig ist diese Wissenschaft? Oftmals ist da nur Wunschdenken dahinter. (Wenn es keinen Gott gibt, dann bin ich ihm nicht verantwortlich, und kann somit tun was ich will). Das ist aber nichts anderes als naiver Selbstbetrug.
Unser Leben hängt nicht nur von physikalischen Grundsätzen ab, sondern auch von moralischen.
Kein vernünftiger Mensch würde auf die Idee kommen zu sagen, die Schwerkraft existiert nicht, weil ich sie nicht sehen kann, und 100 Meter in die Tiefe springen. Man hätte Angst vor den Folgen.
Das trifft auch auf die Moralgesetze zu. Der aufgeklärte, moderne Mensch glaubt er kann Gott auf diesem Gebiet wegerklären. Er erntet aber was er sät, weil Gott diese Grundsätze so geschaffen hat.
Wenn vor einem Abgrund ein Schutzgeländer ist, würde da jemand darübersteigen, mit dem Argument, derjenige, der das Geländer aufgestellt hat ist nicht da, deswegen ist ja keine Gefahr?
„Welche Religion ist die Richtige, welcher Glaube ist richtig, welche Kirche ist die richtige?
Der Glaube ist umfassend, übergreifend und kennt keine Grenzen. Er wägt nicht ab, welche Konfession gerade im Raume steht. Er unterscheidet nicht nach Bibel, Talmud, Koran, u.s.w.
Der Glaube ist in jedem Menschen vorhanden. Er wurzelt in jedem Menschen, bereit, ihm Gutes zu tun, bereit, ihm zu helfen, wann immer er es möchte.
Der Glaube macht uns doch erst zu dem, was wir sind, gibt uns die Kraft, uns selbst und unsere Träume voranzubringen, gibt uns die Kraft, für uns selbst und für andere einzustehen und da zu sein.
Ganz gleich, in welcher Religion, in welcher Kirche auch immer, Menschen ihren Glauben praktizieren, er ist immer Partner, Mahner und Wegbereiter.
Partner in schwierigen Zeiten, Mahner, nicht falsch verstanden und gelebt zu werden und Wegbereiter, wann immer Neues uns umfängt und fordert.
Glaube, Liebe, Hoffnung, welche wunderbare 3 Musketiere des Alltags.
Es ist Glück, glauben zu können, glauben zu dürfen, ganz gleich, welchen Namen die Menschen Gott auch immer geben mögen.
Man hat mir schon mal gesagt: " Ich glaube nur, dass ein Kilo Rindfleisch eine gute Suppe gibt." Stimmt das? - Nöh, es kommt auch auf die Zutaten und eine gute Zubereitung an.
Ich teile nicht die Meinung, dass es egal ist, welcher Religion man angehört. In diesem Forum ist ja schon Christi Warnung von Blinden angeführt worden, die sich von blinden Leitern anführen lassen. Da jeder einzelne für sich Gott verantwortlich ist, gibt es keine "Experten" die "Laien" überlegen wären.
Bei den Mayas veranlassten die "Experten", dass Menschen bei lebendigem Leib das Herz herausgeschnitten wurden, um sie ihrem Gott zu opfern. Kanaaniter verbrannten lebendig ihre Kinder, um ihren Baal anzubeten.
In der Inquisition quälten und ermordeten "Experten" bestialisch jeden, der es auch nur wagte, sie schief anzusehen. Im letzten Jahrhundert opferten "Experten" über 100 Millionen Menschen, indem sie sie mit dem Segen ihres Gottes in den Krieg trieben, Katholik gegen Katholik, Protestand gegen Protestand. Bevor die Atombomben Hunderttausende Japaner zerfetzten, wurden sie noch von einem "Experten" speziell geweiht. Selbst in diesem Jahrtausend segnen diese "Experten" jeglicher Coleur die Waffen und beten alle zu ihrem Gott, dass er ihnen helfen soll, die jeweils anderen umzubringen. Es gibt über die Jahrtausende keinen einzigen Krieg, in dem die Religionen nicht beteiligt gewesen wären!
Da bin ich der Meinung, dass ihr Gott sie hört und Freude an ihnen hat. Jesus Christus sagte in der Bergpredigt ja, dass Satan der Teufel der Gott dieser Welt ist. Er sorgt mit dafür, dass seine Bediensteten wie raubgierige Wölfe sind, die sich mit Schaffellen tarnen. Über die "Experten" seiner Zeit sagte er, dass sie Schlangenbrut und Otterngezücht seien, ihren Worten könnte man zwar noch zuhören, aber ihre Taten seien abscheulich.
Ja, manche Dinge haben sich auch im Lauf der Zeit nicht geändert.
Dieser von so vielen angeblich angebetete Gott, der angeblich alles und jeden willkommen heißt, der sich angeblich alles gefallen lässt, dem Menschen ausser seiner Schöpfung die Rechtmäßigkeit seiner Herrschaft streitig machen, dem jetzt der Papst auch noch seinen Namen klauen will, der über 7.000 mal in seinen heiligen Schriften vorkommt - zu dem die Christenheit betet: "Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme" - lässt der das wirklich alles tatenlos geschehen?
Für mich hat jede der großen Weltreligionen den Frieden zum Inhalt.
Wer sich über andere erhebt, hat das Christentum nicht verstanden.
In Jesus wurde ganz deutlich, wie das leben miteinander Im Sinne Gottes geschenen soll.
"Der Menschensohn ist nicht gekommen um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen"
Wenn man genau hinschaut, findet man in der Bibel die Lebensregeln, die ein Zusammenleben mit anderen erleichtern und menschlicher machen.
Hallo, Diana, ich bin deiner Meinung, dass die Bibel "ein zwiespältiges Buch" ist. Sie ist absolut einzigartig und mit keinem anderen "heiligen" Buch vergleichbar.
Wenn jemand an Gott glauben möchte, findet er in ihr überwältigende Beweise dafür und findet ihn auch als Person anziehend. - Wer nicht an ihn glauben möchte, findet in der Bibel ähnlich überwältigende Beweise für seine gegensätzliche Überzeugung.
Der Religionswissenschaftler Paulus weist auf dieses besondere Merkmal in Hebräer Kapitel 4 Vers 12 hin. Die Bibelübersetzung "Die gute Nachricht" gibt diese Stelle so wieder: "Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert, es dringt durch und trennt Seele und Geist, Mark und Bein. Es zieht die geheimsten Wünsche und Gedanken der Menschen zur Rechenschaft".
Ich les hier gerade im 5. Kapitel ab Vers 7: "Während seines Lebens auf der Erde betete und flehte Jesus mit lautem Schreien und unter Tränen zu dem, der ihn vom Tod retten konnte, und er bekam Antwort, weil er Gott ehrte. 8) Obwohl er Gottes Sohn war, hat er durch seine Qualen gelernt, was Gehorsam heißt. 9) Nachdem er ans Ziel gekommen ist, kann er nun alle, die ihm gehorchen, für immer retten".
...hat er durch seine Qualen gelernt, was Gehorsam heißt. 9) Nachdem er ans Ziel gekommen ist, kann er nun alle, die ihm gehorchen, für immer retten.
Ich lese daraus, dass man jemanden mit Foltern oder Ähnlichem sich gefügig macht.
Was mich hier stutzig macht, ist, dass überhaupt nicht mehr auf die eingangs gestellte Frage eingegangen und stattdessen ständig die Bibel zitiert wird. Von daher wird dies mein letzter Kommentar zu diesem Beitrag sein.
Ansonsten stimme ich Dianas letzten beiden Kommentaren voll zu.
Thomas, aus der Bibel kann man erkennen, dass Jesus diesen Leidensweg freiwillig, aus Liebe zu seinem Vater und den Menschen, auf sich genommen hat.
In Hebräer 5: 8,9 heißt es dazu - "obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt, und nachdem er vollkommen gemacht worden war......."
Der bereits vollkommene Sohn Gottes Jesus war bereit Schmerzen und Qualen zu erdulden, um in dieser Hinsicht noch vervollkommnet zu werden, und um für kommende Aufgaben vollständig geeignet zu sein.
In Hebräer 4: 15 wird das so formuliert - "denn als Hohenpriester haben wir nicht einen,der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sonden einen, der in allen Beziehungen auf die Probe gestellt worden ist........"
Anscheinend hast du es nicht so gern, dass oftmals die Bibel zitiert wird. Das tut mir leid, aber einige in diesem Forum glauben offenbar, dass die Frage nach der richtigen Religion mit der Bibel was zu tun hat.
Ich habe aber die Kommentare von Teilnehmern hier, die nicht dieser Meinung sind, auch gerne gelesen. Es kann sich natürlich jeder seine eigene Meinung bilden, was für ihn die richtige Religion ist.
Ich finde diese Diskussion bis jetzt sehr anregend und bereichernd.
Ich hoffe, es stört Dich nicht zu sehr, dass mir da jetzt wieder ein Bibelzitat einfällt. Gemäß Matthäus 5: 3 sagte Jesus - "glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind,....."
Geistige Bedürfnisse lassen uns Menschen Fragen stellen, wie - wo komme ich her, wo gehe ich hin, was ist der Sinn meines Lebens, gibt es einen Gott,..etc.?
Leider sind sich manche Menschen dessen nicht bewußt, und rennen nur der Befriedigung körperlicher und materieller Bedürfnisse nach. Sie nehmen sich keine Zeit zum Nachdenken über das Leben. Sie fühlen sich dann manchmal unglücklich, und kommen aber nicht drauf , warum.
Geistige Bedürfnisse müssen mit geistigen befriedigt werden, und da gibt es natürlich ein Riesenangebot
Auch dazu hat die Bibel was zu sagen. In Prediger (Kohelet) 12: 12 heißt es - "im übrigen mein Sohn, laß dich warnen, es nimmt kein Ende mit dem vielen Bücherschreiben, und viel studieren ermüdet den Leib."
Das ist jetzt kein Widerspruch zum vorher geschriebenen, es ist nur eine Ermunterung sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, das man dann anschließend im Vers 13 lesen kann - "hast du alles gehört, so lautet der Schluß-
....achte auf die Gebote Gottes."
Lieber Thomas, vielen Dank für Deine Kommentare.
Korrektur - geistige Bedürfnisse müssen mit geistigen DINGEN befriedigt werden (sorry)
Diana, ich habe diese Frage in diesem Forum eigentlich schon viel früher erwartet. Ich denke,das war nicht schwer zu erraten.
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich nicht der einzige in diesem Forum bin.
Ich hoffe, dass die Vorurteile nicht so groß sind, und dass ich weiterhin hier an der Diskussion teilnehmen kann.
Es ist so, dass viele Dinge, die uns von Gegnern nachgesagt werden, schlicht und einfach nicht der Wahrheit entsprechen.
Es ist zwar schon ein paar Tage her, dass ich mir diese Gedanken aufgeschrieben und auch hier eingestellt habe, aber, zu der ganzen Diskussion um Religion, Kirche und Glauben könnte es ganz gut dazu passen.
Er kann so vieles für den Menschen sein, wenn er es zur zulässt . . . Motor, Antrieb und Ausrufezeichen für Körper, Geist und Seele . . .
Der Glaube
er ist in jedem Menschen drin
hilft uns in jeder Lebenslage,
er gibt dem Alltag seinen Sinn
ist ein großer Teil der Lebenswaage . . .
er hilft uns in Sorge und in Not
gibt der Freude ein Gesicht,
er ist doch der Seele täglich Brot
mit ihm verlierst Du Dich im Leben nicht . . .
doch, nicht nur im Gotteshaus ist er daheim
sondern gestaltet viel in unserem Leben,
dem Menschen, lässt er sich täglich auf ihn ein
kann er vieles Schönes geben . . .
zu ihm gibt`s kaum eine Alternative
mit ihm hat das Du eine echte Chance,
wie das Leben auch immer liefe
mit ihm verlierst Du kaum jemals die Balance . . .
Zitat: "es hätte mich sehr verwundert, wenn du kein Zeuge Jehovas wärst."
Diana, darf ich Dich fragen, woran Du das so deutlich erkennst?
übrigends, Otto, das Gedicht gefällt mir sehr gut.
Diana, offenbar sind wir dafür bekannt, das wir sehr viel die Bibel verwenden, und auch oftmals daraus zitieren.
Ich habe aber nicht nur die Neue Welt-Übersetzung, sondern auch zahlreiche andere Bibelübersetzungen, wie z.B. die katholische Van Eß Übersetzung, wo
auch der Name Jehova (nicht Jahwe) drinnen steht. Auch in unserer Literatur werden öfter mal andere Bibelübersetzungen zitiert.
Sehr geehrte Frau Patzal! Ihre Frage ist berechtigt. Jedoch: Was wissen wir wirklich über die letzten Dinge: Zeit, Ewigkeit, Raum, Unendlichkeit, Leben und Tod uvm.? Nichts. Als kathol. Theologe und Religionswissenschaftler war ich lange Jahre sehr eingenommen für den Buddhismus. Auch andere Religionen habe ich sehr geschätzt und schätze sie noch - nun aber bin ich umso mehr Christ, tiefer und mehr als je zuvor. Das Geschehen um Jesus von Nazareth und die gesamte Bibel haben die Handschrift eines allerhöchsten Gottes, der uns anspricht, und den wir nicht zu suchen brauchen. - Diese wenigen Zeilen werden nicht unbedingt überzeugen. Ich möchte jedoch meine nach jahrzehnten gewonnene Sicht als Theologe und Philosoph mitteilen. Der Gott Jesu Christi ist mir zur absoluten Gewißheit geworden, mehr als mein eigenes Leben. ...
Menschen werden mit einer Art Betriebssystem geboren, ähnlich wie unser Computer eines hat. Software spielen wir uns selber auf und handeln entsprechend.
Angeboren ist z.B. das Erkennen von Wahrheit - daher Lügendetektortests; das Gewissen, das uns helfen soll Fehler zu vermeiden; der Wunsch, anderen zu helfen - wenn man anderen helfen kann, fühlt man sich gut, selbst jemand der depressiv ist und anderen helfen kann, fühlt sich besser; und dann der Glaube.
Das Bewusstsein, den Willen Gottes zu tun, erfüllt unser Inneres und gibt uns Kraft Dinge zu tun, die wir sonst nicht so umsetzen würden. Einige Kommentare dieses Forums beschäftigen sich ja intensiv damit.
Nur - das klappt; egal ob man als Wickinger Met aus den Schädeln der Besiegten zur Ehre der Götter trank oder als Saulus bei der Steinigung des Stefanus anwesend war. Jakobus Kapitel 2 Vers 19 "Du glaubst, daß nur einer Gott ist? Gut! Das Glauben die Dämonen auch - und zittern vor Angst." In Römer Kapitel 10 Vers 2 schreibt Paulus über seine Zeitgenossen: "Ich kann ihnen bezeugen, wie eifrig sie sich bemühen, den Willen Gottes zu tun. Aber ihr Eifer beruht nicht auf der richtigen Einsicht."
Entgegen einiger Kommentare dieses Forums soll es wohl doch eine genaue Erkenntnis geben. Denken wir auch an den Ausspruch Christi: nur geistig Blinde lassen sich von geistig blinden Leitern führen.
Es wäre doch Schade, wenn wir uns nicht die Zeit nehmen würden uns "unsere Leiter" und ihre Lehren auf Glaubwürdigkeit zu überprüfen.
Dazu reicht es schon, die Bergpredigt Matthäus 5 bis 7 aufmerksam zu lesen.
Hallo Elisabeth, Religion und Glauben sind nicht unbedingt ein und dasselbe. Aus Religion kann man dann Glauben schöpfen, wenn man sich ernsthaft selbst mit den Texten auseinandersetzt. Dazu gehört auch, das man vorher im Vertrauen auf die Existenz Gottes mit einem kurzen Gebet um Richtung, um Verstehen, um Weisheit bittet. Und darauf vertraut, dass genau das auch geschieht. Und es geschieht. Gott jedenfalls ist keiner, der steckenbleibt oder einer "moderne" frönt. Vieles ist von unseren "alten" Kirchen nicht ganz richtig "gedeutet" worden. Und man erfährt dann auch in einer Art Schulung wo die Strauchelsteine sind und was wirklich gemeint ist. Unsere Kirchen haben vor allem die Traditionen, die nicht immer durch Gott sind, und ihre Hirarchie=Geld im Auge. Wer aber das Neue Testament, das durch Christus in Aktion trat, kennt, weiss, das zum Beispiel die Kirchensteuern nicht richtig sind. Wenn man gibt, bestimmt "Gott die Höhe und die Zeit". Das passt natürlich nicht in das Weltdenken, das ja "vom Einkommen aus eigener Hand oder durch Abpressen" lebt. Darin hat sich der Glaube für die Existenz etabliert. Und ist somit sehr leicht in die Säkularisierung übergegangen. Wenn man davon ausgeht, dass der 2.Advent nun noch aussteht, muss er ja irgendwann passieren. Und -(verzeihung) mir wurde gesagt, das er bald anstünde und das dies den regierungen, den kirchen und den menschen gesagt werden solle- was ich tue. Erstaunlicherweise hat Gott es bisher nicht zugelassen, dass ich einen Antrieb in eine unserer grossen Denominationen erhalte. Und agiere von draussen. Er sagte mir in dem Zusammenhang auch schon, dass auch ER von draussen agiere. Und ja, ich teile was du hier weiterhin sagst "Als richtigen Glauben bezeichne ich den, der den Suchenden Gott und den Mitmenschen näher bringt. Dabei ist es völlig gleich, ob er Gott mit Allah, Jahwe, Vater oder ganz anders anspricht." Doch anrufen sollen wir "den Vater, Jahwe, Jehowa etc," unter der Berufung auf das Blut Christi. Wir können keine anderen Götter anrufen, es sei denn, es ist uns egal, was einst passiert.
@Dieter: Mit Deinen aufgeschriebenen Gedanken drehst Du dich aber schnell im Kreis und wenn Du dann genau zum Zentrum Deiner Gedanken siehst, hast Du DICH erklärt, aber nicht wirklich die ganz IM ANFANG stehende Frage. Das ist keine Vorhaltung, sondern ausschließlich eine Feststellung.
Und damit beschreibst Du das Dilemma jedes Fanatikers, der seine Gottheit als Zentrum zu beschreiben sich in der Lage wähnt und doch immer nur Lichtjahre an ihr vorbei denkt.
Auch wenn Du dich als "konfessionslos" bezeichnest, beschreibst Du mit Deinen Worten Deine Konfessio(n) - leider hat bei uns das Wort auch eine amtlichen Hintergrund und es gibt keinen wirklich besseren anderen Begriff.
Und noch ein kleiner Denkansatz, über den schon Generationen vor uns die Juden und dann auch die Christen unverständig grübeln (und das ist gut so!): In der Bibel spricht Gott im Plural von sich. Wer sich in diesen Gedanken vertieft, der ahnt, wohin die Welt um mich führt, wenn ich mich für sie mit-verantwortlich fühle!
Schönen Sonntag!






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