Mit der Ovation von Dubai nach Singapur. (26.05. bis 09.06.2016) - Teil 4

  Teil 4: Von Cochin nach Penang. (Malaysia)

Die zwei Tage an Bord im Hafen von Cochin gingen kurzweilig vorüber.
Die Industriehäfen sind zwar nicht gerade der schönste Anblick, dafür sind sie gerade mal ausreichen groß für solche Riesenschiffe.

Jetzt beim Auslaufen kann der Kapitän zeigen mit wieviel Fingerspitzengefühl er das Schiff steuern kann, er dreht es fast auf der Stelle und braucht dazu allerdings fast 1 Stunde.

So kommen wir noch bevor es dunkel wird wieder an den chinesischen Fischernetzen vorbei und steuern aufs offene Meer hinaus in Richtung Sri Lanka. Es geht um die südliche Spitze herum, und danach fast genau immer den 9-ten nördlichen Breitengrad entlang in Richtung Osten nach Penang.

Neben den angebotenen Aktivitäten tagsüber sorgt Royal Caribbean abends immer für tolle Shows: Im „Two70°“ läuft „Spectra“ eine moderne, futuristische Show mit digitaler Bühnenbildtechnik und wir sitzen vorne dran – fantastisch! Das Theater im Bug, über der 4. und 5. Etage gelegen, bietet „The Dream“, ein Phantasiemärchen, einen Zauberkünstler zum Lachen, eine Sängerin, Jane Cho aus Australien, eine chinesische Virtuosin mit elektrischer Violine aus Australien, die „Beatles Celebration“, eine Band aus Liverpool und drei Soulsänger. Für jeden Geschmack war etwas dabei und selbst derjenige, der kein Faible für eine der vielen Vorstellungen hatte, dem hätte die Performance trotzdem gefallen müssen.

Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten.

Die nächsten Seetage geben uns Gelegenheit noch mehr über die Aktivitäten an Bord zu erkunden. Das Tagesprogramm informiert ausgiebig darüber, aber man braucht bestimmt mehr als 14 Tage, das alles gesehen oder mitgemacht zu haben.
Zum anderen interessiert einen auch nicht alles, wie zum Beispiel die Kinderbetreuung. Nur am Rande bekommt man mit, dass sie in RC intensiv betrieben wird.
Es gibt also noch viel mehr zu entdecken, wie z.B. die tägliche Messe für verschieden Religionen, deshalb beansprucht meine Aufzählung nicht alles was man unternehmen kann, der Vollständigkeit.
Alles was man hier durch die vielfältigen Angebote machen kann, sind kaum in 14 Tagen zu schaffen, geschweigen denn dass man das alles zu Haus innerhalb eines Jahres machen würde, ohne ein Stubenhocker zu sein.
Alle Vielkreuzfahrer wissen das und auf die Neulinge an Bord kommt eine solche Vielzahl an Angeboten auf sie zu, dass sie sich die erst einmal ordnen und aussuchen müssen.

Der Tag fängt an mit einem Klick auf die Fernbedienung. Das ist eigentlich die erste Informationsquelle an Bord, wo wir uns gerade befinden und was so den ganzen Tag los ist.
Gordon, der Kreuzfahrtdirektor ist ein wahres Redegenie und Unterhaltungstalent. Trotzdem lässt er auch seine Interviewpartner oder Co-Moderatoren zu Wort kommen. Er führt nicht nur durch den Tagesablauf sondern auch durch Teile vom Schiff, wo man als normaler Passagier nicht hinkommt. So bekommt man Einblick in Bereiche, von deren Größe man keine Vorstellung hat.
Die Energieversorgung, die Wasseraufbereitung, die Wäscherei haben Dimensionen, auf die eine Kleinstadt stolz wäre.

Ein bisschen Eigeninitiative und Unternehmensgeist entgegen der üblichen Gewohnheiten ist gefordert und dann kommt auch keine Langweile auf.
Die Navigation im Fernsehen zeigt an, dass wir uns Banda Aceh nähern und gegen Mitternacht passieren werden.
Es liegt an der nördlichen Spitze von Sumatra und ist uns vom Tsunami 2012 noch gut in Erinnerung, der den größten Teil des Ortes unter Wasser spülte und alles in der Nähe verwüstete und nicht zu vergessen, die vielen Toten, die es dabei gab.

Die Hauptshow im Theater zeigt heute Live.Love.Legs von dessen Show wir beim Empfang für die Goldmitglieder von Royal Caribbean einen Ausschnitt vorgeführt bekommen haben. Eine Show im amerikanischen Las Vegas Stil, unterhaltsam. Es ist schon ein Wahnsinn was da für ein Aufwand für die Kostüme betrieben wird.
Anschließend gehen wir ans Schiffsende, in das Two70° zur dritten Performance der Beatles Celebration. Die Stimmung ist wieder großartig, es wird getanzt und vor allem mitgesungen. Die Texte stecken auch nach 55 Jahren noch in den Köpfen der Beatle Fans von damals.
Es war als ob es „Yesterday“ war.
Der Schlaf in der Balkonkabine lässt all diese Erinnerung verschwinden.
Morgen ist ein anderer Tag und wir sind gespannt auf Penang.
Heute Nacht gab es Gewitter und ich habe mal wieder versucht ein paar Blitze aufzunehmen. Das ist auf einem fahrenden Schiff nicht ganz einfach. Dabei rausgekommen ist eigentlich nur ein zum Teil erhellter Himmel.
Die Blitze erhellen das Meer und man sieht inzwischen mehr Schiffe in der „engen“ Durchfahrt zwischen Sumatra und Malaysia, die ja die Hauptschifffahrtsroute von Asien nach Europa ist.
Die letzten paar Stunden bis zur Ankunft in Penang will ich mit etwas Schlaf ausfüllen.
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