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partnerschaften der IGS Garbsen

Bei so vielen Partnerschaften taucht die Frage auf, ob denn die IGS Garbsen, ob denn der häufige Schüleraustausch nicht den Unterricht zu sehr belastet ...
Ich habe Schulpartnerschaften, Schüleraustausch und gemeinsame Projekte über Grenzen hinweg immer nur als Belebung des Unterrichts und der Schulgemeinschaft - Schüler-, Lehrer- und Elternschaft - erlebt. Voraussetzung war/ist eine Einbindung in den Unterricht und die Einbeziehung und aktive Beteiligung der obigen 'Schaften', ideal als ein sich selbst verstärkender Prozess.
Ich kann natürlich nur über mein Umfeld und aus der Perspektive eines Beteiligten sprechen, aber ich war immer wieder erstaunt wie viel zusätzliche Energie und Zeit zumindest Teile der Schulgemeinschaft - an vorderster Front die Schüler - bereit waren, in solche konkreten Projekte zu stecken. Allein das beim Planen und Verwirklichen durch aktive Beteiligung Gelernte hat einen enormen Wert.
Zum beispiel:
Im 8. jahrgang organisiert eine von 8 kerngruppen den austausch mit Wreschen ( Polen ), das Comenius-projekt mit verbindungen in mehrere staaten findet in der oberstufe statt, usw.
Bei rund 1700 schülerInnen in 9 jahrgängen ( je 8 kerngruppen in der sek 1 plus oberstufe ) fallen die paar ausländischen schüler kaum auf, zumal im schuljahresverlauf solche projekte ja auch nicht ununterbrochen laufen.
Ich sehe schon, ich war an der falschen Schule! Da gab es immer viel Gedöns im Kollegium, wenn Schüler aus der Partnerstadt zu Besuch da waren und am Unterricht teilgenommen haben. Ich weiß allerdings nicht, wie die Reaktion der Partnerschule beim Gegenbesuch war ...
Natürlich gehören die begrüßung durch schulleitung, empfang beim bürgermeister usw. dazu. Das "gedöns" ( :-) ) ist allerdings zur normalität geworden.
So soll es sein, auch in der Politik.
Meine eigene Schulzeit liegt mittlerweile schon einige Jahre zurück, aber ich habe in den zwei miterlebten Schüleraustauschprogrammen viel gelernt.
Nicht nur den "Blick über den eigenen Tellerrand" und den Umgang mit anfangs völlig fremden Gastfamilien und Gastmitschülern, wobei diese Erfahrungen damals ungemein bereichernd waren.
Die Austauschgruppen mussten sich schließlich erst finden und mitunter "zusammenraufen" - aber ein gemeinsames Ziel hatten wir schließlich alle... Ebenso spannend waren die Vorfreude und Vorbereitungen, das Briefe schreiben an die Gastfamilien sowie die Auseinandersetzung mit dem Austauschland. Auch der organisierte Kuchenverkauf u. ä. Projekte, um die Reisekasse (und damit die eigenen Eltern zu entlasten) gehörten zum "Pflichtprogramm". Wohlgemerkt lagen solche Termine außerhalb der eigentlichen Unterrichtszeit und wurden von uns Schülern freiwillig und zusätzlich durchgeführt.
Sprachlich haben die Aufenthalte mich ebenso vorangebracht: Englischvokabeln habe ich im Austausch "nebenbei" gelernt und wieso der ungeliebte Grammatikunterricht so wichtig ist, habe ich auch erst richtig begriffen, als ich die Sprache anwenden "musste" um mich verständlich machen zu können.
Im Schüleraustausch lernt man einfach mehr als "nur" im normalen Unterricht und ich bin heute noch froh, dass meine Familie mir diese Erfahrungen ermöglichen konnte.
Ich finde es toll, dass die Schul- und Städtepartnerschaften oft über so viele Jahre halten, weiter wachsen können und Menschen zusammen bringen. Noch nach Jahren habe ich noch Brief- und Mailkontakt zu meiner Gastfamilie gehabt.
Und angefangen hat alles mal mit einer einzigen Städtepartnerschaft...
Partnerschaften muss man pflegen, aber es lohnt sich!
Das Du so tolle Erinnerungen hast, finde ich super.
Teine Töchter denken das gleich.
Die Grundhaltung unserer Gesellschaft sollte sein, dass wir alle WELTbürger/innen sind.
Schön wär's - manchmal wünschte ich mir, Deutschland würde wenigstens zusammenwachsen.......