Die ungewohnte Ruhe am Umzugstag

Ein absolut stressfreier Tag aus der Sicht meines Katers

Kaum ein anderer Tag im Leben eines Menschen ist meist stressiger als der Tag des Umzugs. Der Wecker ist auf 06:00 Uhr gestellt damit noch genügend Zeit bleibt, um auch noch den letzten "Krimskrams" in die Umzugskisten zu stopfen und die Checkliste bzw. den geplanten Tagesablauf noch einmal genau zu studieren. Doch vor lauter Aufregung ist man meistens schon eine gute Stunde vor dem ersten Weckerläuten wach und kann auch nicht mehr ein- bzw. weiterschlafen. Da hilft weder das tiefere einkuscheln in die Bettdecke, noch die Körperdrehung zur rechten oder linken Seite der Bettkante. Es bleibt einem also sowieso nichts anderes übrig als (hoffentlich nicht mit dem linken Bein zu erst) aufzustehen. Ist der erste Schritt getan, läuft der gewohnte Tagesrhythmus absolut anders ab als sonst. Nicht die Zahnbürste ist an diesem Morgen das erste Ziel, sondern der schweifende Blick durch das Haus nach uneingepackten Dingen und die damit unweigerlich verbundene Frage, ob irgendwo noch ein leerer Karton zur Verfügung steht bzw. die Möglichkeit besteht, in einen bereits überfüllten Karton noch etwas hinein zu stopfen. Ist dieses der Fall ist der Gedanke an das morgentliche Zähneputzen bereits in weite Ferne gerückt und es wird munter drauf los gepackt.
Hat man dann irgendwann das restliche "Klimbim" mühselig eingepackt, wird die Uhrzeit of zu spät in Betracht gezogen und es beginnt die Phase des Hetzens, denn es verbleiben nur noch wenige Minuten bis die ersten Umzugshelfer eintreffen. Auf einmal geht dann alles ganz schnell und man stellt fest, dass es doch möglich ist, sich zu rasieren und gleichzeitig die Zähne zu putzen und nebenbei auch noch die Haare zu kämmen (eine Eigenschaft, die uns Männern eigentlich bisher verborgen blieb). Die einzige Chance die man hat, um diesen Tag noch irgendwie zu überstehen ist, wenn es gelingt einen Kaffee zu trinken, bevor die tatkräftigen Umzugshelfer an der Tür klingeln.
Und genau an dieser Stelle blickte ich hinunter zu meinem Kater (siehe Foto), wie er da so friedlich und seelenruhig auf dem Teppich schlummerte und scheinbar so tat, als wenn ihn der ganze Stress doch eigentlich gar nichts angehen würde. Da wünschte ich mir zumindest für einen Tag einmal ein Kater zu sein :-)

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myheimat-Magazin Garbsen | Erschienen am 14.02.2011
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