Darf ich vorstellen: Garbsen
Mehr als 63 000 Einwohner leben in Garbsen. Die Stadt besteht aus den 13 Ortsteilen Altgarbsen, Auf der Horst, Berenbostel, Frielingen, Garbsen-Mitte, Havelse, Heitlingen, Horst, Meyenfeld, Osterwald Oberende, Osterwald Unterende, Schloss Ricklingen und Stelingen. Insgesamt hat die Stadt eine Fläche von 79,3 Quadratkilometer.
Woher der Ortsname „Garbsen“ stammt ist nicht ganz sicher. Entweder hießen einige der ersten germanischen Siedler so, oder er wurde von „Gerberhausen“ abgeleitet, was auf die Berufsgruppe der Gerber hinweist. Das kann man in alten Schriften von 1223 entdecken. Garbsen wurde in Urkunden mit dem 1196 gegründeten Kloster Marienwerder, der Grafschaft Lauenrode und auch dem Bereich Schloss Ricklingen erwähnt.
Im Mittelalter war Garbsen zunächst ein kleines Dorf mit wenigen Einwohnern. Zahlreiche Kriege, Seuchen und Hungersnöte verhinderten das schnelle Anwachsen der Einwohnerzahl. Erst durch die Industrialisierung im 20. Jahrhundert stiegen die Bevölkerungszahlen an. Mit der Eingemeindung von Havelse und zahlreicher Umlandgemeinden erhöhte sich die Bevölkerungszahl immer mehr.
Im Gebiet der heutigen Stadt Garbsen fand man früher Höhenrücken, Gewässer und Moore. Die damaligen Siedler ließen sich hauptsächlich auf den Hügeln nieder, die aus der Eiszeit stammten und früher auch noch Wälder hatten.
Der Boden in Garbsen ist sandig und moorig. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Sand in Garbsen an mehreren Stellen abgebaut und in Garbsens Hartsteinwerken zu Sandstein gebrannt. So verschwanden Garbsens Hügel. Noch heute erinnern Straßennamen wie zum Beispiel Osterberg, Mühlenberg, Streitberg, Pottberg, Hasenberg daran. In der Grube des heutigen „Blauen Sees“ wurden Sand und Kies zum Bauen gewonnen.
Vieles aus der Geschichte der Stadt kann man im Heimatmuseum Garbsen erfahren.
Sehenswerte Bauwerke sind in Garbsen zwei Barockkirchen. Eine steht in Osterwald und die andere in Schloss Ricklingen.
Altgarbsen hat ebenfalls eine schöne alte Dorfkirche zu bieten.
Interessant sind auch die Brücken und Bauten des Mittellandkanals. An einer Stelle wird das Wasser des Kanals über die Leine geleitet.
Seit einigen Jahren hat Garbsen einen Stadtpark mit Grünanlagen, dem schwarzen See und viel Wald. Auch der Ortsteil Berenbostel hat einen Bürgerpark.
Wald findet man ebenfalls um Osterwald. Dort wird heute noch Forstwirtschaft betrieben. In letzter Zeit wird das Gewerbegebiet in Garbsen auch verstärkt angenommen.
Dagegen fehlt es in Garbsen zur Zeit an guten Einkaufsmöglichkeiten. Da ist es gut, dass wir hier den Stadtbahnanschluss haben und schnell in Hannover sind.
Das kulturelle Angebot in Garbsen bietet vielfältige Veranstaltungen im Jahr und verschiedene Sportvereine laden zum Mitmachen ein. Für jeden ist sicher etwas interessantes dabei.
Auch die Kirchengemeinden sind hier sehr aktiv. Es findet gelebte Ökumene statt, die sich in vielen gemeinsamen Unternehmungen und Festen äußert.
Garbsen ist groß und vielfältig, daher kann dieser kleine Beitrag über meine Heimatstadt nicht alles aufzeigen.



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