Das war die Ausstellung
"Weihnachten ist anders" .Unter diesem Motto fand im Planetencenter Garbsen bis heute die Krippenausstellung statt. Mit einer musikalischen Feierstunde wurde sie nun beendet. Ich konnte nicht einfach so die Tür schließen und das wäre es dann gewesen. Nein, ich habe eine so schöne und intensive Zeit dort erlebt, dass zum Schluss noch ein kleiner Höhepunkt angebracht war.
Daniela Frost spielte auf ihrer Geige bekannte Weihnachtsweisen und so manches Stück sangen die etwa zwanzig Gäste mit.
Ganz herzlich habe ich mich am Ende bei allen anwesenden Helfern bedankt. Alle, die nicht dabei sein konnten, wie Tanja Janning, Silke Maluck, Sandra Köhler und auch Kirsten Steuer sage ich hiermit ein herzliches Dankeschön.
Es war eine gelungene Veranstaltung und ich habe keine Stunde bereut, die ich zwischen den Krippen verbracht habe.
Viele Gespräche haben sich ergeben, in denen es nicht nur um oberflächliche Themen ging. Ernste Themen waren darunter und zum Teil kamen auch persönliche Erlebnisse aus neuerer oder vergangener Zeit zur Sprache. Zum Schmunzeln haben mich einige Besucher gebracht, wie zum Beispiel, die kleinen Moslems, die mir erklärten, sie wüssten, worum es bei der Krippe geht: nämlich um Maria, Joseph, Jesus und die drei heiligen Geister. Dann war da die alte Dame, die mir erklärte, sie sei zwar katholisch, würde aber immer in die evangelische Kirche gehen, weil sie nicht gern unter vielen Menschen ist. Ebenso bleibt mir die energische Dame, die behauptete der „dicke Papst“ hätte damals das Fenster nicht so weit öffnen dürfen, im Gedächtnis.
Viel habe ich über die ausgestellten Krippen erfahren und auch über Traditionen aus anderen Ländern.
So weiß ich nun, dass in Italien die Krippen bereits Anfang Dezember aufgebaut werden und die drei Heiligen Könige auf einem langen Weg jeden Tag ein Stück näher zum Stall kommen. Weihnachten sind sie dann angekommen. Am 6. Januar kommt die Epiphania ( das hatte ich noch nie gehört) und nimmt die Feiertage mit, lässt aber dafür Geschenke da. Afrikaner waren da, Kurden, Pakistani, Türken und mit allen hatte ich interessante Gespräche, auch über unsere Religionen. Am Ende waren wir immer einer Meinung: es gibt nur den Einen Gott, egal, wie auch immer er genannt oder angebetet wird und das Grundanliegen jeder Religion ist der Frieden.
Es haben in den drei Wochen etwa 600 Leute den Weg in die Oase, wie einige die Ausstellung nannten, gefunden.
Den Spendenbetrag, der ziemlich genau 200 Euro beträgt, überbringe ich im Januar dem Meckiladen in Hannover. Dort werden obdachlose Menschen aufgenommen und bekommen Kleidung so wie auch etwas zu Essen.


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