Schwarzpulververpuffung im Schützenhaus

Die ersten "Verletzten" werden versorgt

Am vergangenen Mittwoch (23.03.2011) kam es im Schützenhaus im Burgwedeler Stadtteil Wettmar zu einer folgenschweren Verpuffung. Bei Reinigungsarbeiten im Kleinkaliberstand haben sich Reste von Schießpulver entzündet.
Um 19:11 Uhr wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren Wettmar, Thönse und Engensen sowie ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug des Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus Großburgwedel alarmiert.
Den ersten Einsatzkräften vor Ort wurde mitgeteilt, dass sich zum Zeitpunkt der Verpuffung noch ca. 14 Personen im Gebäude befanden.

Aufgrund dieser Einsatzlage wurden die weiteren vier Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Burgwedel, sowie die zwei ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) des DRK-Region Hannover Abschnitt Nord-Ost alarmiert.

Da das Gebäude stark verqualmt war, konnte die Feuerwehr nur unter schweren Atemschutz die Menschenrettung und Brandbekämpfung vornehmen.
Vor dem Gebäude außerhalb des Gefahrenbereiches wurde vom DRK eine sogenannte Verletztenablage und ca. 100 Meter unterhalb der Einsatzstelle ein Behandlungsplatz eingerichtet. Diese Verletztenablage dient als Übergabepunkt zwischen Feuerwehr und DRK. Hier wird eine erste Sichtung der Verletzten vorgenommen. Auf dem Behandlungsplatz werden weitere medizinische Maßnahmen durchgeführt, bis die Verletzten in die Krankenhäuser transportiert werden können. Insgesamt mussten fünf Personen mit Rauchgasvergiftungen und Verbrennungen behandelt werden. Sechs weitere blieben unverletzt und für drei Personen wäre jede Hilfe zu spät gekommen. Wäre, denn zum Glück waren die Verletzten Mimen, die realitätsnah geschminkt waren und der Einsatz war keine wirkliche Verpuffung, sondern eine Großübung, die vorher nicht bekannt war und für die Rettungskräfte als Übung zunächst auch nicht erkennbar war.
„Es gibt durchaus Kleinigkeiten, die wir verbessern können, aber im Großen und Ganzen bin ich mit dem Übungsablauf zufrieden“, so Andreas Klingberg, Einsatzleiter des DRK.
Die Feuerwehr war mit insgesamt 125 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen und das DRK mit 24 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen aus den DRK Bereitschaften Burgwedel, Isernhagen, Lehrte und der Wedemark vor Ort.

Gegen 22:00 Uhr war nach einem kleinen Imbiss für alle die Übung beendet.

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