Altersabteilung Unterwegs

Garbsen: Freiwillige Feuerwehr Stelingen | Altersabteilung der FFW Stelingen zu Besuch im
ehemaligen Kalkwerk in Ahlem mit Führung durch den Ringofen

Bei dem Oktobertreffen der Feuerwehrkameraden ging es diesmal um den Kalkringofen in Hannover Ahlem und die damit verbundene Geschichte des Kalkwerkes. 26 Kameraden wurden von einem Mitglied des Vereins „Willy-Spahn-Park e.V." begrüßt. Nachdem die Gruppe sich dann auf dem Oberteil des Ringofens versammelt hatte, begann er mit seinen Erläuterungen. 1850 hatte die Kalkbrennerei Gebr. Köhne mit einem Einkammerofen begonnen. 1874 kam ein Kalksteinofen mit Schornstein. 1899 war es Karl Besser, der den 1. kleinen Ringofen bauen ließ. 1920 war das Kalkwerk ausgebeutet und die Witwe Anna Besser verkaufte das ganze Areal an den Kaufmann Heinrich Borges. Der nutzte nur das Land mit Auffüllungen von Böden. 1925 pachtete die Firma Mast & Grahlmann, Hannover das Gelände und betrieb eine Kalkbrennerei unter der Firma „Ahlemer Kalkwerk M&G". Im Oktober des gleichen Jahres erhielt man die Genehmigung zur Errichtung eines neuen Kalkringofens. Der hatte die Ausmaße des heutigen Ofens mit 14 Kammern und einem 40 Meter hohen Schornstein. Das Kalkwerk beschäftigte jetzt 30 Mitarbeiter und die Jahresproduktion betrug 109.500 Zentner. Der Betrieb wurde 1932 aufgrund der schlechten Wirtschaftslage eingestellt. Im April 1941 erwirbt der Kaufmann Willy Spahn von Walter Borges eine Gesamtfläche von rund 52.000 Quadratmetern (ehemaliger und stillgelegter Kalkbruch mit Kalkofen und Kalkbrennerei). Er nutzte das Gelände für den Obstanbau und pflanzte 250 Kirsch- und Apfelbäume. 1949 gründete er die Firma Sprudella GmbH. Im Jahre 1982 billigt der Verwaltungsausschuss der Landeshauptstadt Hannover den Vertrag zur Errichtung einer - unselbstständigen - „Willy-Spahn-Stiftung" auf der Grundlage der gemeinschaftlichen letztwilligen Verfügung des kinderlosen Ehepaares Spahn. Nach dem Tode von Emilie Spahn nimmt die Landeshauptstadt Hannover die Erbschaft offiziell an. Der Kalkbrennofen wird unter Denkmalschutz gestellt. 1999 beginnen die Planungen für den Park und 2002 gehen die Rekonstruktionsarbeiten am Gebäude los. Dabei wird die Höhe des Schornsteins auf 34 m begrenzt. 2004 wurde der Park eröffnet. Dies waren die Erklärungen und nun ging es in den dunklen Ringofen eine Etage tiefer. In der, man könnte fast sagen Röhre, waren 14 Türen, die je nach Füllung zugemauert wurden. Die Kammern selbst trennte man mit Öl getränkter Folie ab. Von oben her wurde das Brennmaterial (Kohle) eingefüllt. Durch die Hitze zerfiel dann der Kalkstein. Nach der Abkühlung wurde entladen und so ging das bei allen Kammern hintereinander weiter. Die Feuerwehrkameraden hatten wieder einmal etwas gesehen, was nicht alltäglich ist.

Text und Bilder: Eberhard Beneke
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