Altersabteilung der Feuerwehr Stelingen unterwegs

Garbsen: Feuerwehr Stelingen | Pressetext und Bild von Eberhard Beneke

Altersabteilung der FFw Stelingen zu Besuch beim
Hannoverschen Straßenbahn-Museum e.V.
am roten Berg in Sehnde - Wehmingen

Am 25. Juni des Jahres trafen sich 30 Feuerwehrkameraden um 13.00 Uhr vor dem Gerätehaus und fuhren in Fahrtgemeinschaften nach Sehnde zu dem bekannten Straßenbahnmuseum.
Hier wurden wir von Herrn Bodo Krüger begrüßt, der uns dann auch durch das Gelände mit den vielen Straßenbahn - Schätzchen führte. Aber vorab erzählte er uns in groben Zügen die Geschichte des Roten Berges vom 12. Jahrhundert an und kam dann zum 19. Jahrhundert, wo ein Kali Bergwerk entstand. Es wurden hier fortan neben Steinsalz auch Carnallitlager aufgeschlossen. Es entstand 1861 die weltweit erste Fabrik für Mineraldünger. Man holte bis aus 600 m Tiefe das Kalisalz nach oben, wo es entsprechend verarbeitet wurde. In den Jahren ab 1934 endete der Salzabbau. Es wurde ein Ort für eine Munitionsfabrik gesucht und so entstand hier auf dem Gelände die Fertigung und mit besten Gelegenheiten zur Lagerung dieser Munition. Durch die Landschaftsform des Roten Berges war auch die Luftaufklärung erschwert. Es wurde im zweiten Weltkrieg nichts bombardiert. Später haben dann kurz die Engländer hier das Gebiet kontrolliert, aber dann der Bundeswehr übergeben, die aber dann 1973 das Gelände räumte. Ein längerer „Dornröschenschlaf" sollte dem Gelände aber nicht beschieden sein. Eine kleine Fördergruppe, mit dem Namen „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Straßenbahn Museum e.V. war bereits aktiv und brachte stillgelegte Bahnen und Wagen nach Rethen. Nach einem Hinweis kam man auf das Wehminger Gelände und nach Vorgesprächen mit dem Eigentümer Kali und Salz AG, nahm man es in Besitz.
Der erste Wagen kam in den letzten Dezembertagen 1973 aus Duisburg auf das neue, zum Museum ausersehene Areal und danach viele weitere Wagen aus ganz Deutschland. Der Transport dieser Bahnen wurde auf Flachwagen der DB vorgenommen. Mittlerweile stehen auf dem Gelände, teils in Hallen, sehr schön gepflegte Bahnen unterschiedlicher Herkunft und Alter. Auch ein U-Bahn-Wagen aus Budapest aus dem Jahre 1895, der heute zum Kernbestand der Sammlung zählt, wurde nach sechsjähriger Sanierung fertig. Ein Wagen der Wuppertaler Schwebebahn steht hier und Herr Krüger wusste einiges darüber zu erzählen. Auch zwei Wagen, die von einem und zwei Pferden gezogen wurden, konnte man besichtigen.
Nach dieser Besichtigung und guter Erklärung kam dann eine Straßenbahnfahrt über das Gelände an die Reihe. Aber nicht nur diese, sondern noch eine Tour mit einer alten Bahn aus Berlin ging durch die Feldmark.
Am Schluss waren alle Kameraden von dem großen Ausstellungsgelände beeindruckt und sind der Meinung, dass der Museumsverein mit den Mitgliedern und aktiven Verantwortlichen großartiges leistet.
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