TuS-Panther gewinnen erstes bayerisches Derby gegen den TV Großwallstadt

Stephan Lohde (re.) im Interview mit Herr Jens Reiche, dem Geschäftsführer der Fa. planR GmbH, die dem TuS als neuer Hauptsponsor zur Seite steht
 
Ein buntes Bild für die Mannschaften beim Einlaufen und der Vorstellung der Spieler
- Spannung, Emotionen und Begeisterung beim 29:27(13:12) Erfolg -
Auf der einen Seite Frust und Sorgenfalten ob der weiteren Zukunft und auf der anderen Seite pure Erleichterung über einen knappen, aber nicht unverdienten Erfolg, in einem nicht alltäglichen Spiel. Das erste Spiel unter Wettkampfbedingungen zwischen dem letzten verbliebenen Drittligaverein in Südbayern und dem einstigen deutschen und bayerischen Aushängeschild wurde zwar nach Handballregeln gespielt, kann aber zumindest aus TuS-Sicht nicht unter der Rubrik eines „normalen“ Handballspieles eingeordnet werden. Es hatte schon einen ganz besonderen Stellenwert, was man an den vielen Vorbereitungen auf dieses Spiel festmachen konnte, für das auch das bayerische Fernsehen anwesend war und nicht zuletzt auch den Präsidenten des BHV, Herrn Gerd Tschochohei, veranlasste, bei diesem Spiel dabei zu sein.
So ein Spiel muss auch mental verarbeitet werden, was unseren jungen Spielern nicht immer gelang. So wechselten sich Licht und Schatten ab, woraus sich ein spannender Spielverlauf ergab, der die gut 800 Zuschauer in der proppenvollen Wittelsbacher Halle begeisterte. Dem kollektiven Zusammenwirken unserer Mannschaft setzte der TVG die Routine einiger Spieler entgegen, so dass sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel entwickelte, das unser Team bis zum 7:7 in der 14. Minute immer in Front sah. Dann folgte die erste Führung der Gäste, die aber postwendend ausgeglichen werden konnte. Nach dem 10:9 Führungstreffer stand die Wittelsbacher Halle erstmals Kopf, als Lucas Kröger in der 20. Minute einen Siebenmeter von Florian Eisenträger halten konnte, der zuvor gegen Michael Luderschmid drei mal erfolgreich war. Mit der Unterstützung der Fans konnte der Vorsprung sogar auf 12:9 ausgebaut werden. Da in der Folgezeit, was auch in der zweiten Halbzeit noch der Fall sein sollte, beste Torchancen nicht genutzt werden konnten, schafften die Unterfranken bis zur 27. Minute den Ausgleich zu 12:12. Trotz doppelter Unterzahl konnte unser Team ein 13:12 mit in die Halbzeitpause nehmen, wobei hier unserem Team vom Kampfgericht noch ein Tor verwehrt wurde, da dies angeblich nach der Schlusssirene fiel. In der Pause wurde die kleinen Unzulänglichkeiten von Trainer Martin Wild angesprochen, was sich zunächst aber nicht auf das Spielgeschehen auswirkte, da Großwallstadt, angetrieben von Florian Eisenträger, immer wieder eine Lücke in unserer Abwehr fand. Als dieser in der 39. Minute erneut an Lucas Kröger mit einem Siebenmeter scheiterte, nutzte dies unser Team zur 17:16 Führung. Diese Führung gab sie in der Folgezeit nicht mehr her. Dass es bis zur 54. Minute und dem 26:23 dennoch spannend blieb, hatte sich unser Team selbst zuzuschreiben. Obwohl auf der einen Seite sogenannte 100%ig Torchancen, wo der Torhüter „gefragt werden kann, wo er den Ball hinhaben möchte“ nicht genutzt werden konnten, muss auf der anderen Seite lobend anerkannt werden, dass sich unser Team dadurch nicht beirren ließ und dafür andere schöne Tore unter Bedrängnis erzielte. Da Florian Eisenträger zwei mal vom Siebenmeterpunkt gescheitert war, sollte es in der 55. Minute Niklas Geck richten, der aber an Michael Luderschmid scheiterte. Als in der 56. Minute auch noch das 27:23 erzielt werden konnte, hatte unser Team schon das Ziel vor Augen. Dies geriet plötzlich nochmals in Gefahr, als Großwallstadt mit einer offensiven Deckung in der 60. Minute noch zwei mal in Ballbesitz kam und diesen zu zwei Toren und dem 28:27 nutzte. Wenige Sekunden vor Schluss schaffte Sebastian Meinzer den erlösenden Treffer zum 29:27, der, wie eingangs angeführt, auf der einen Seite sich in Niedergeschlagenheit auswirkte und auf der anderen Seite in große Erleichterung und Jubel. Es war nicht nur ein Erfolg mit zwei Punkten gegen den Abstieg, sondern auch einer für die Psyche. Auch wenn das nächste Heimspiel am kommenden Samstag, 12.09.2015, 19:30 Uhr, gegen den TV Groß-Umstadt ganz sicher nicht einfacher wird, ist es doch ein Spiel unter ganz anderen Voraussetzungen und kann als „normales“ Spiel eingereiht werden, in dem versucht wird, mit der Euphorie und der Unterstützung der Zuschauer die Erfolgsserie fortzusetzen. Dass die Hessen unterschätzt werden, wird nach deren jüngsten Erfolg in Groß-Bieberau, das eine Woche zuvor in Großwallstadt erfolgreich war, ganz sicher nicht der Fall sein.


Für den TuS spielten:
Michael Luderschmid, Lucas Kröger (Tor)
Alexander Leindl, Sebastian Scovenna, Marcus Hoffmann (5), Philip Ball (1), Christian Haller (4), Korbinian Lex, Sebastian Meinzer (6/2), Tizian Maier (3), Frederik Hartz (8/3), Julian Prause (1), Tobias Prestele (1),
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.