TuS-Panther - Gerade noch mal Gut gegangen

Josy Stumpf auf dem Weg zu seinem zweiten Tor
 
Kein Durchkommen für Falk Kolodziej und Julian Prause gegen eine übermächtige TSV-Abwehr
- TuS-Panther mühen sich zum 28:29 (14:15) Erfolg gegen den TSV Friedberg-
Zwei Punkte gegen den Abstieg sollten und mussten es sein und wurden es auch. Leider verlief das Spiel so, wie es der eine und andere vermutet, aber niemand wirklich erhofft hatte. Von einem befreiten Aufspielen, so wie eine Woche davor beim Tabellenführer Leutershausen, war von Beginn an nichts zu sehen. Lethargisch und ohne Druck im Angriff und zu behäbig in der Abwehr agierte die Mannschaft von Trainer Martin Wild, der vor dem Spiel seine Spieler eindringlich davor gewarnt hatte, Friedberg, das leicht und locker ausspielen konnte, zu unterschätzen. Es war ein Spiel, dass seitens der Gastgeber von sehr vielen Emotionen geprägt war, was sich auch in der einen und anderen härteren Gangart bemerkbar machte. Dies wurde von den beiden Schiedsrichtern von Beginn an unterbunden, ohne dass unser Team aus den Überzahlsituationen Kapital daraus schlagen konnte. Nur Josy Stumpf stemmte sich dagegen, der die ersten drei Tore erzielte. Da auch gleich die ersten beiden Siebenmeter verworfen wurden, konnte Friedberg nach dem 2:2 Zwischenstand in der 7. Minute nicht nur mit 3:2 in Führung gehen, sondern diese bis zum 10:4 in der 17. Minute auch kontinuierlich ausbauen. Nach dem 11:5 konnten wir eine Zeitstrafe gegen Tizian Maier zu zwei schnellen Toren nutzen, was so ein kleiner „Hallo Wach“ Effekt war. Als beim 14:11 Friedberg einen Siebenmeter nicht nutzen konnte und im Gegenzug Tizian Meier nach eine Faul die rote Karte zu sehen bekam, nahm das Spiel eine Wende. Nicht nur, dass kurz darauf auch noch Andreas Dittiger nach der dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde, kamen wir nach einer Verwarnung wegen „Meckerns“ gegen den Friedberger Torhüter auch noch in Ballbesitz. So konnten wir in den letzten vier Minuten den 14:11 Rückstand in eine 14:15 Pausenführung verwandeln.
Somit lag der psychologische Vorteil auf unserer Seite, den wir zu Beginn der zweiten Halbzeit auch nutzten. Bis zur 40. Minute konnte der Vorsprung zum 18:22 ausgebaut werden. Drei Zeitstrafen innerhalb von zwei Minuten nutze Friedberg, um wieder ins Spiel zu kommen. Mit dem 23:23 Ausgleich in der 45. Minute war das Spiel wieder offen. Obwohl es uns postwendend gelang, gleich wieder mit zwei Toren in Führung zu gehen, ließ sich Friedberg nicht mehr abschütteln. Wir machten es dem Tabellenletzten auch dahingehend leicht, dass wir das Spiel langsam nach vorne trugen und so unsere liebe Mühe und Not hatten, gegen eine kompakte Abwehr zum Torerfolg zu kommen. Dazu kam, dass sich unsere Abwehr immer wieder Nachlässigkeiten erlaubte und auch ein sehr gut haltender Dubravko Grigic nicht alle Fehler ausbügeln konnte. Als zwei Minuten vor Schluß beim Spielstand von 27:28 Korbinian Lex ein Tor wegen angeblichem Stürmerfaul abgepfiffen wurde und im Gegenzug gegen Andreas Krauß eine Zeitstrafe ausgesprochen wurde, schien das Spiel noch eine Wende zu nehmen, da Friedberg den fälligen Siebenmeter zum 28:28 nutzte. Keine Nerven zeigte Josy Stumpf beim Siebenmeter zum 28:29, der zumindest die Garantie für einen Punkt sein sollte. Dass es zum Schluss zwei wurden, lag daran, dass Friedberg zuvor ein Stürmerfaul beging, bevor der Ball ins Tor geworfen wurde. Das löste auf der einen Seite erheblichen Frust aus und die beiden SR mussten durch Ordner vor den eigenen Spielern geschützt werden und auf der anderen Seite grenzenlosen Jubel. Groß hinterfragt werden darf der Erfolg nicht, was ganz sicher auch niemanden in ein paar Wochen interessieren wird, wenn diese beiden Punkte vielleicht den Ausschlag über den Klassenerhalt ergeben sollten.
Auch wenn Mannschaft und Trainer mit einem Sieg offensichtlich alles richtig gemacht haben, wird dieses Spiel ganz sicher nochmals intern besprochen werden. Es war nicht das Spiel der TuS-Panther, mit dem sie in der Vergangenheit ihre Fans zu begeistern wusste. Diese Spielweise muss wieder Grundlage der noch anstehenden Spiele werden, wenn das Unterfangen Klassenerhalt nicht noch in Gefahr gebracht werden soll.


Für den TuS spielten:
Tor: Dubravko Grgic, Michael Luderschmid,
Falk Kolodziej (3), Alexander Leindl (2), Christian Haller (1), Alexander Raff, Korbinian Lex (2), Markus Dangers (5), Andreas Knorr, Johannes Stumpf (10/3), Frederik Hartz (6), Julian Prause, Andreas Krauß, Tobias Prestele,
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