TuS-Handballer überzeugen auch in Horkheim und verlieren trotzdem

Sebastian Meinzer kann auch von zwei Abwehrspielern nicht am Torerfolg gehindert werden.
 
Falk Kolodziej mit wuchtigem Sprungwurf zur 7:8 Führung
- Favorit Horkheim kann in den letzten fünf Minuten das Spiel noch drehen und gewinnt mit 30:28 (13:16) -
So eine Niederlage kurz nach dem Spiel zu analysieren und kommentieren, fiel auch Trainer Martin Wild bei der Pressekonferenz schwer. Es ist auch nicht leicht, einige Stunden danach eine Erklärung zu finden, warum wir nach überzeugenden 45 Minuten doch noch mit einer Niederlage die Heimfahrt antreten mussten. Es waren Kleinigkeiten und eine davon war das Publikum. Es war auch die ehrliche Meinung des TSB-Trainers, der ausführte, dass seine Mannschaft aufgrund unserer sehr beweglichen Abwehr nur schwer ins Spiel kam, wir über 45 Minuten die bessere Mannschaft waren und zuletzt das Zusammenwirken des Glaubens an sich selbst, mit der Unterstützung der Fans, doch noch zur Wende des Spiels führte.
Bis zur 10. Minute war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem Sebastian Meinziger nach dem 5:3 in Unterzahl zunächst den Anschlusstreffer zum 5:4 erzielen konnte, dem er weitere zwei Tore zur 5:6 Führung folgen ließ. Diese Führung konnten die Gastgeber bis zum 9:9 in der 16. Minute immer wieder ausgleichen. Da auf beiden Seiten die Torhüter neben guten Paraden auch einige unglückliche Aktionen hatten, erfolgte jeweils ein Wechsel, der sich zunächst u.a. mit einem gehaltenen Siebenmeter von Robert Vuskovic nur auf unserer Seite positiv auswirkte. Die Folge war eine Dreitoreführung bis zur 22. Minute, die auch noch mit dem 13:16 zur Halbzeit Bestand hatte. Einziger Wermutstropfen, der sich in der zweiten Halbzeit noch auswirkten sollte, war die Verletzung von Andi Knorr, der mit einer Knieverletzung zwei Minuten vor der Halbzeit nach einem Faul ausfiel. Trotz dieses Handicaps knüpfte die Mannschaft an die Leistung der ersten Halbzeit an und konnte den Vorsprung bis zur 42. Minute sogar auf 17:23 ausbauen. Dass der Vorsprung zu diesem Zeitpunkt nicht noch größer war, lag unter anderem an Torhüter Daniel Rebmann, der sich nach seiner Rückkehr ins Tor von Minute zu Minute steigerte und unseren Spielern in gewisser Weise auch den Schneid abkaufte. Seine Paraden waren es, mit denen auch die eigenen Fans wach gerüttelt wurden. Plötzlich war Stimmung in der Halle, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Es wurde verbissen um jeden Ball gekämpft und Horkheim konnte den Rückstand bis zur 50. Minute auf 24:27 verkürzen. Egal was Trainer Martin Wild versuchte, war seiner jungen Truppe doch anzumerken, dass ihnen die Routine fehlt, diesen Vorsprung über die Zeit zu bringen. So mussten wir in der 55. Minute den 27:27 Ausgleich hinnehmen, dem Falk Kolodziej die letzte Führung zum 27:28 folgen ließ. Horkheim gelangen bis zur 57. Minute die 30:28 Führung und es kam, wie es kommen musste. Obwohl wir uns noch drei mal den Ball erkämpften, sollte es einfach nicht sein, zumindest einen verdienten Punkt mit nach Fürstenfeldbruck zu nehmen. Zunächst scheiterte Marcus Hoffmann mit einem Siebenmeter, der nur am Innenpfosten landete, dann Falk Kolodziej mit einem Unterarmwurf, der knapp neben dem Tor landete und zum Schluss Markus Dangers, der einen Steilangriff in die Arme des Gegners warf.
Hätte jemand vor dem Spiel gesagt, dass wir nur mit zwei Toren bei einem der Top-Vereine verlieren würden, hätten wir das vermutlich sofort unterschrieben, da man davon ausgegangen wäre, dass der Favorit das Spiel kontrolliert und souverän nach Hause bringt. Nach dem Spielverlauf werden sich Trainer und Spieler doch so ihre Gedanken machen, warum das Spiel verloren ging. Dazu kommt, dass man sich auch erst wieder daran gewöhnen muss wie es ist, als Verlierer den Platz zu verlassen, da die letzte Punktspielniederlage vom 26.10.2013 datiert ist. All zu lange sollte man sich mit der Niederlage allerdings nicht befassen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Leistungsmäßig in der Liga mithalten kann. Wir sind sicher, dass sie mit der in Horkheim gezeigten Leistung und dann wieder mit der Unterstützung der eigenen Fans in der Lage sein kann, gegen den SV Salamander Kornwestheim zwei weitere Punkte gegen den Abstieg auf ihrem Konto zu verbuchen. Bleibt zu hoffen, dass wir am Samstag, den 20.09.2014, 19:30 Uhr, wieder so viele Fans in der Halle begrüßen können, wie das gegen Konstanz der Fall war.

Für den TuS spielten:
Tor: Dubravko Grgic, Robert Vuskovic,
Falk Kolodziej (3), Marcus Hoffmann (4/3), Christian Haller (2), Korbinian Lex (3), Markus Dangers (1), Andreas Knorr (3), Sebastian Meinzer (6), Josy Stumpf (4), Julian Prause, Maximilian Lentner (1), Tobias Prestele (1),
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