Stadt und Stadtwerke stellen neue Klimaschutz- und Energiebeauftragte vor
Fürstenfeldbruck: Fürstenfeldbruck, Rathaus | Seit Juni dieses Jahres ist Dr. Ulrike Strauch als Nachfolgerin von Benjamin Frank als Klimaschutz- und Energiebeauftragte bei der Stadt Fürstenfeldbruck und bei den Stadtwerken Fürstenfeldbruck GmbH beschäftigt. Zuvor arbeitete die studierte Diplom-Geografin vier Jahre am Europäischen Institut für Energieforschung in Karlsruhe. Dort leitete Strauch Projekte zum Thema Einfluss des Klimawandels auf die Elektrizitätswirtschaft. Ihr jetziges Aufgabenspektrum in Fürstenfeldbruck reicht von der Energieberatung über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Konzeptentwicklung, die CO2-Emissionen im Stadtgebiet zu reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern.
Arbeitsschwerpunkt Energienutzungsplan
Strauchs Arbeitsbeginn fiel mit der Endphase des Zwischenberichts des Energienutzungsplans für Fürstenfeldbruck zusammen. Dies verschaffte ihr direkt den Einstieg in die ambitionierten energiepolitischen Ziele der Stadt und Stadtwerke Fürstenfeldbruck.
Mittlerweile ist der Zwischenbericht abgeschlossen und es geht in die heiße Phase der Erarbeitung des Energienutzungsplanes. Dabei kooperiert Strauch intensiv mit der TU München.
Aus der Konzeptentwicklung des Energienutzungsplanes wird die Expertin in den kommenden Monaten einen Maßnahmenkatalog erstellen, mit dem die Stadt die Ziele des Konvents der Bürgermeister erreichen kann. Diese sehen u. a. bis 2020 die Reduktion der CO2-Emissionen um 20% gegenüber 1990 und die Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energien vor. Da der größte Energiebedarf im Stadtgebiet im Wärmebedarf der Haushalte liegt, ist es Strauch ein besonderes Anliegen, die Bürger mit ins Boot zu nehmen.
Daher wird ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der neuen Kollegin darin liegen, die Brucker Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse des Energienutzungsplanes zu informieren. Dieser ist zwar in erster Linie ein Planungsinstrument der Stadt. Ebenso kann jedoch aus dem Werk abgeleitet werden, welchen Beitrag jeder Einzelne zum Klimaschutz und zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten kann.
Den Energiespargedanken in den Köpfen verankern
Strauch koordinierte bereits den gemeinsamen Stand der Stadt und Stadtwerke auf den Energietagen Fürstenfeldbruck Anfang Oktober. Hier zeigten Stadt und Stadtwerke, mit welchen Maßnahmen jeder Einzelne Energie und Kosten sparen kann. Die Expertin informierte zudem über das Energiesparförderprogramm der Stadt Fürstenfeldbruck. Weitere Informationsveranstaltungen zu den Themen Energienutzungsplan und Energiesparmaßnahmen sollen in den kommenden Monaten folgen. Ebenso hat sich Strauch zum Ziel gesetzt, das Energiemuseum der Stadtwerke Fürstenfeldbruck neu zu gestalten.
Des Weiteren ist die Erstellung und Koordination eines online Energieportals geplant. Hier sollen Informationen über Energiespartipps und Förderprogramme für Sanierungsmaßnahmen oder der Verwendung erneuerbarer Energien zur Energieerzeugung zur Verfügung gestellt werden. In Beratungsgesprächen und mit Informationsveranstaltungen will Strauch Unternehmen und Kunden der Stadtwerke auf Energieeinsparmöglichkeiten aufmerksam machen. Neben der Energieberatung wird sich Strauch bei den Stadtwerken mit der Elektromobilität in Fürstenfeldbruck und im Versorgungsgebiet beschäftigen.
Übergreifende Maßnahmen
Außerdem wird Strauch die von ihrem Vorgänger Frank begonnene CO2-Bilanz für die Stadt Fürstenfeldbruck fortführen. Ferner koordiniert Strauch die Berichterstattung und Aufgaben im Rahmen des Konvents der Bürgermeister für die Stadt Fürstenfeldbruck mit Brüssel. Dabei beabsichtigt Strauch, die bereits begonnenen Klimaschutzaktivitäten der Stadt zu bündeln und in ein kommunales Energiemanagement zu integrieren.




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