Offener Brief an OB Kellerer

Fürstenfeldbruck: Rathaus |

Radverkehr und Fussgängersicherheit - Stiefkinder der Stadt

Etwas für den Radverkehr zu tun oder gar für die Fussgängersicherheit, ist leider nicht das stärkste Anliegen unseres aktuellen Oberbürgermeisters. So hat kürzlich Herr OB Kellerer auf meine Anfrage hin im Stadtrat sogar erklärt, den Runden Tisch Radverkehr vorläufig ruhen zu lassen. Als Referent für Verkehr habe ich dafür kein Verständnis, stellt doch der Runde Tisch Radverkehr das hautsächliche Mittel der Stadt dar, beim Thema Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fussgänger voranzukommen. Ich habe OB Kellerer daher einen offenen Brief geschrieben.

Mirko Pötzsch
Stadtrat und Referent für Verkehr

Sehr geehrter Herr Kellerer,

gemäß meiner Anfrage unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ in der letzten Stadtratssitzung bezüglich des nächsten Termins „Runder Tisch Radverkehr“ hatten Sie mir geantwortet, das Sie den Runden Tisch solange ruhen lassen werden, bis eine zusätzliche Mitarbeiterin / ein zusätzlicher Mitarbeiter eingestellt worden sei.

In meiner Funktion als Referent für Verkehr kann ich dieses Vorgehen nicht gutheißen und bitte Sie, die Entscheidung zu überdenken und den zuständigen Mitarbeiter der Verwaltung anzuweisen, die Arbeit am Thema Radverkehr wieder aufzunehmen, so dass ein Termin des Runden Tisch Radverkehres noch in diesem Jahr stattfinden kann.

Wie Sie wissen, stellt die Arbeit des Runden Tisches Radverkehrs eine der ganz wichtigen Säulen für die Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger in Fürstenfeldbruck dar. Daher ist der Runde Tisch Radverkehr für mich auch unverzichtbar und für ein strukturiertes Vorankommen bei diesem Thema unerlässlich. Denn ganz ehrlich, aktuell erfolgt doch leider die Auseinandersetzung mit dem Thema „Verkehrssicherheit“ und ein Handeln häufig erst dann, wenn ausgelöst durch tragische Ereignisse ein großer öffentlicher Druck entstanden ist. Und dies kann eigentlich keine verantwortliche Vorgehensweise darstellen. Natürlich bin ich mir der hohen Aufgabenbelastung innerhalb der Stadtverwaltung bewusst, trotzdem erfolgt die Aufgabenabwicklung nach wie vor an Hand einer Priorisierung, die Sie als Oberbürgermeister vorgeben.

So wird die neue Mitarbeiterin / der neue Mitarbeiter ja wahrscheinlich frühestens ab dem 01.04.2014 die Arbeit aufnehmen können und muss sich dann natürlich erst in das Thema und den Aufgabenbereich einarbeiten. Daraus resultierend als Konsequenz ist somit erst im Sommer mit dem nächsten Termin „Runder Tisch Radverkehr“ zu rechnen. Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, ein Stillstand von über einem Jahr beim Thema „Verkehrssicherheit für Fuß-gänger und Radfahrer“ ist angesichts des Aufgabenberges nicht verantwortbar. Daher meine nochmalige Bitte, den Runden Tisch Radverkehr nicht länger ruhen zu lassen. Für eine positive Antwort Ihrerseits im Sinne für mehr Verkehrssicherheit wäre ich Ihnen wirklich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Mirko Pötzsch
Stadtrat der Großen Kreisstadt
Fürstenfeldbruck, Referent für Verkehr
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 31.10.2013 | 16:33  
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Mirko Pötzsch aus Fürstenfeldbruck | 31.10.2013 | 19:26  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 31.10.2013 | 23:42  
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