Landkreis Fürstenfeldbruck setzt auf Ökostrom: Mehrheit im Kreisausschuss plädiert für Strom aus erneuerbaren Energien
Der Landkreis versorgt künftig die Hälfte seiner Liegenschaften mit Ökostrom. Dies beschloss kürzlich der Kreisausschuss unter der Leitung der stellvertretenden Landrätin Gisela Schneid und folgte damit einer entsprechenden Empfehlung des Energie-, Umwelt- und Planungsausschusses.
Vorausgegangen war eine europaweite Ausschreibung des Strombedarfs für die Jahre 2010 bis 2013, an der sich die Stadtwerke Fürstenfeldbruck, die Strom Germering GmbH, die KommEnergie GmbH aus Eichenau, E.ON Bayern (jeweils für ihr Netzgebiet) und die Stadtwerke Schwäbisch Hall beteiligten. Entsprechend den im Vorfeld festgelegten Eckpunkten der Ausschreibung waren Preisangebote mit unterschiedlichen Anteilen an Ökostrom eingeholt worden. Trotz knapper Finanzmittel und mit Blick auf die Kreisumlage, auf die mehrere Teilnehmer sorgenvoll hinwiesen, entschied sich letztlich doch eine Mehrheit für die Angebotsvariante, der zufolge 50 Prozent des Gesamtbedarfs an Strom künftig aus erneuerbaren Energien stammen soll.
Die dafür anfallenden Mehrkosten im Vergleich zum Standard-Strommix betragen rund 8.400 Euro pro Jahr.
Mit diesem Beschluss setzt der Landkreis ein deutliches Zeichen im Sinne des Agenda-Musterlandkreises Fürstenfeldbruck und signalisiert, dass der Landkreis die angestrebte Energiewende bei seinen eigenen Liegenschaften (darunter das Landratsamt und 17 Schulen) nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten unterstützt. Die neuen Stromlieferverträge wurden inzwischen unterzeichnet. Sie gelten ab 01. Januar 2010 und sichern dem Landkreis konstante Strombezugspreise für die nächsten vier Jahre.



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