Kreis-FDP in Faschingsstimmung - Helau!
Fürstenfeldbruck: Bahnhof | Oh, es geschehen noch Zeichen und Wunder, während andere Parteien sich schon seit längerem intensiv um eine Verbesserung in Sachen „S-Bahn“ u. a. durch Ihre Mitarbeit in der BI „S4-Ausbau jetzt“ bemühen, hat die FDP im Landkreis nun das Thema „S-Bahn“ auch für sich entdeckt.
Schön - und natürlich auch besser spät als gar nicht, gar keine Frage. Aber je länger man den Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 07.02.2012 (Regionalausgabe Fürstenfeldbruck) doch liest, stellt sich leider der Verdacht ein, die FDP meint es gar nicht so und Herr Rehbock hat aus Versehen seinen Redetext für eine FDP-Faschingsveranstaltung an die Presse weitergereicht. Denn ein Kalauer jagt den nächsten.
Los geht´s mit „An dem Stillstand in Sachen S-Bahn ist die Bundesregierung (wer regiert da mit?), die CSU und natürlich der ultraböse OB von München (wohl weil er als Ministerpräsident kandidieren möchte) Schuld, aber auf gar keinen Fall, also wirklich - auf gar keinen Fall-, der Bayerische Verkehrsminister Martin Zeil“. Mhm? Und warum? Gründe? Etwa, weil Minister Zeil FDP-Mitglied ist? Oder weil er sein Amt erst seit dreieinhalb Jahre inne hat? Oder weil er in den dreieinhalb Jahren nix getan hat? Schlecht ist aber auch nicht Kalauer Nr. 2 „Die Kreis-FDP hat sich aus Debatten in Sachen S-Bahn zurückgehalten, weil unser Positionspapier von 10 bis 15 Seiten noch nicht fertiggestellt ist“. Schon klar, vorher ist Denken und Mitarbeiten natürlich absolut nicht machbar.
Ja und dann Kalauer 3 „Kritik an Minister Zeil ist unfair, weil Herr Zeil an einen Vertrag mit der Bahn AG bis 2017 gebunden ist, den noch ein CSU-Minister geschlossen hat, deshalb könne er jetzt nichts tun.“ Also bitte, das Ministerium bestellt eine Leistung, die Bahn AG führt diese Leistung aus und wird dafür bezahlt! Nur mal so, würde man den Auftrag jetzt erweitern …. Na? Ja, und so geht es weiter. In einem Nebensatz wird sogar festgehalten, dass es nicht schlimm ist, wenn der viergleisige Ausbau der S-Bahnstrecke „S4“ erst Mitte des 21. Jahrhunderts (Also vielleicht so anno 2050?) erfolgen wird. Aber für eine umfassende fachliche Einordnung der genannten inhaltlichen Vorschläge reicht die Größe eines Leserbriefes einfach nicht aus.
Daher liebe Kreis-FDP, hier das Ganze zusammengefasst in einem Satz mit „X“, das war wohl nix. Übrigens, es geht – mal nur die S4 betrachtet - nicht darum, irgendwem vorzuhalten, wer, warum, wann etwas nicht getan hat in Sachen „S4-Ausbau“. Es geht schlicht darum, nach Jahren des Stillstandes und des Vertröstens den aktuellen Istzustand Stück für Stück zu verbessern (konkret z.B. die Behindertenzugänglichkeit an den Haltestellen in Puchheim und Buchenau) und den viergleisigen Ausbau endlich voranzutreiben! Wenn die FDP auf Kreisebene da jetzt mitarbeiten will – wirklich gerne, die Adresse der Bürgerinitiative ist bekannt.



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