Die Koordinierende Kinderschutzstelle im Landratsamt Fürstenfeldbruck stellt sich vor
Auf der Basis eines Aktionsprogramms des Bundes und im Rahmen einer Förderprojekts der bayrischen Staatsregierung ist seit 15.07.09 im Landratsamt Fürstenfeldbruck die Koordinierende Kinderschutzstelle (KOKI) eingerichtet.
Am 05.10.2009,14 Uhr, Landratsamt, Kleiner Sitzungssaal, wird KOKI in einem Pressegespräch vorgestellt.
Positive Lebensbedingungen von Kindern und Eltern zu fördern, ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen und der gesetzliche Auftrag der Jugendhilfe; hier setzt die neu geschaffene Clearing-, Koordinierungs- und Vernetzungsstelle an. Ziel ist es, werdenden Eltern und Eltern mit Babies oder Kleinkindern in besonderen Lebenssituationen frühzeitig, präventiv und niederschwellig auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittene Angebote zu vermitteln. So soll die erzieherische Kompetenz der Eltern gestärkt und möglichen Überforderungen entgegengewirkt werden.
Die zuständigen Ausschüsse des Landkreises beschäftigen sich seit langer Zeit nachhaltig mit dem Thema Kinderschutz. Letztlich beschloss der Jugendhilfeausschuss am 01.12.2008, die Koordinierende Kinderschutzstelle mit 1,5 Planstellen zu installieren. „Kinder sind unsere gemeinsame Zukunft. Durch KOKI wollen wir dazu beitragen, dass deren Entwicklung bestmöglichst gefördert und die Eltern in Ihrer Erziehungskompetenz nachhaltig gestärkt werden. Gerade bei Kindern ist es wichtig, die Weichen möglichst früh zu stellen“ begrüßte Landrat Thomas Karmasin diesen Schritt. KOKI-Stellen werden bayernweit von der Staatsregierung finanziell unterstützt.
Zwei erfahrene Sozialpädagoginnen sichten momentan vorhandene Angebote rund um Schwangerschaft, Kind und Familie. Darauf aufbauend soll ein „Netzwerk frühe Kindheit im Landkreis Fürstenfeldbruck“ in Kooperation mit dem Gesundheitswesen, familienbezogenen Dienstleistern, Akteuren der freien und öffentlichen Jugendhilfe sowie anderen Fachstellen geknüpft werden.
Die für den 15.12.09 vorgesehene Auftaktveranstaltung von KOKI soll zum ersten Mal allen Netzwerkpartnern ein Forum bieten, sich kennenzulernen und mehr über das Thema „Frühe Hilfen“ zu erfahren. Für die weitere Zukunft ist geplant, eine gemeinsame Arbeitsgrundlage der unterschiedlichen Professionen herauszubilden, z.B. durch die Einrichtung Runder Tische oder vergleichbarer Kommunikationsformen zum fachlichen Austausch. Besonders wichtig erscheint dabei die Entwicklung gemeinsamer Standards und einer gemeinsamen Sprache, sowie eines verbindlichen Kommunikations- und Kooperationsrahmens (z.B. Datenschutz).
KOKI als Informations- und Anlaufstelle ist im Bürgerservicezentrum des Landratsamts, Zimmer B 215, zu finden und unter den Telefonnummern 08141/519-256 und -692 sowie unter der E-mail-Adresse koki@lra-ffb.de erreichbar.

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