Antwort des OB enttäuscht, kein wirkliches Interesse am Radverkehr!

Fürstenfeldbruck: Rathaus |

OB Kellerer antwortet doch noch auf den Offenen Brief vom 28.10.2013!

In meiner Funktion als Referent für Verkehr hatte ich das mehr als schleppende Vorankommen beim Thema „Radverkehr“ und „Fußgängersicherheit“ in einem Offenen Brief am 28.10.2013 gegenüber dem Oberbürgermeister Kellerer beklagt. Auslösender Moment war die konkrete Entscheidung des Oberbürgermeisters und die klare Anweisung an den Radverkehrsbeauftragten der Stadt sowie die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, bis zur Besetzung einer zusätzlichen Stelle in der Stadtverwaltung den runden Tisch Radverkehr ruhen zu lassen.

Die heute mich erreichte Antwort unseres Oberbürgermeisters vermittelt zusammenfassend genau das Bild, welches ich jetzt in knapp 6 Jahren Zusammenarbeit als Verkehrsreferent mit der Rathausspitze gewonnen habe.

Der Brief ist nett geschrieben, es besteht aber kein wirkliches Interesse am Radverkehr.



So verweist Herr Kellerer auf die Verbreiterung des Fuß- und Radweges an der Augsburger Straße. Dazu muss allerdings gesagt werden, im einzig letztes Jahres (Juni) stattgefundenen Runden Tisch Radverkehr, leider ohne Beteiligung von Verkehrsforum FFB und ADFC, war der Ausbau bis zur Malchinger Straße vereinbart worden. Wenn man also jetzt nur die Hälfte von eh wenig umgesetzt hat, so ist dies sicherlich kein Ruhmesblatt und besonderer Erwähnung wert. Als zweiten Beweis für die Aktivität der Stadtverwaltung beim Thema verweist Oberbürgermeister Kellerer dann noch auf die Erarbeitung einer planerischen Lösung für die Schaffung einer Querungsmöglichkeit für Fußgänger in der Schöngeisinger Straße (kurz vor der Einmündung in Landsberger Straße). Das so eine Maßnahme an der Stelle Sinn und unsere Stadt fußgänger- und radfahrerfreundlicher macht, ist unbestritten. Aber ausgelöst wurde die Betriebsamkeit durch die öffentliche Diskussion nach einem tragischen Unfall und ohne eine gemeinsame planerische Lösung mit der Überarbeitung des Kreisels am ehemaligen „3 Rosen - jetzige Pico Lounge“ ist es wiederum nur Stückwerk und nicht Teil der so dringend benötigten strukturierten Abarbeitung einer langen Maßnahmenliste.

Daher bleibt wirklich langsam nur noch, zu hoffen, dass der nächste Oberbürgermeister Axel Lämmle heißt und es wenigstens dann mit einer stark vergrößerten SPD-Stadtratsfraktion vorangeht. Die Bürgerinnen und Bürger haben am 16. März ja die Wahl!


Mirko Pötzsch
Stadtrat und Referent für Verkehr
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