40 Jahre Stadtbus in Germering
Vor 40 Jahren, im Oktober 1969, wurden in Germering zum ersten Mal Buslinien in Betrieb genommen, die nur innerhalb des Stadtgebiets verkehrten.
Zwar sind kaum mehr Unterlagen aus dieser Zeit vorhanden, aber Helmuth Wolfertstetter, „Mann der ersten Stunde“ und seit Oktober 1968 Mitarbeiter des damaligen Busunternehmens Kraftverkehr Bayern (KVB), kann sich noch gut an die Planungsarbeiten erinnern, da er maßgeblich am Auf- und Ausbau des Germeringer Busnetzes beteiligt war. Damals mussten die zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto aus verschiedenen Richtungen am Bahnhof ankommenden Zugfahrgäste gezählt werden, da mit der Einrichtung der Stadtbuslinien völliges Neuland betreten wurde.
Nach der einen Monat zuvor erfolgten Inbetriebnahme eines Schulbusverkehrs aus Alling fiel am 13. Oktober 1969 der Startschuss für drei neue Stadtbuslinien, kurz und bündig mit Linie 1, Linie 2 und Linie 3 betitelt. Auf jeder Strecke war jeweils ein Fahrzeug im Einsatz. Bedient wurden das Gebiet um die Kerschensteiner Straße (Linie 1), Neugermering (Linie 2) und das Altdorf Unterpfaffenhofen (Linie 3).
Da die Busse vor allem an die damals noch nicht vertakteten Züge angebunden waren, wurde auch auf den drei Linien kein durchgehender Takt angeboten. MVV oder S-Bahn gab es noch nicht, so dass für die Fahrt mit dem Stadtbus ein eigenes Ticket zu lösen war: 60 Pfennig für die Einzelfahrt und 2,50 DM für eine 5-Fahrten-Karte.
Heute ist die Große Kreisstadt Germering mit insgesamt sechs, überwiegend dicht vertakteten, MVV-Regionalbuslinien angebunden, davon verkehren vier auch überörtlich, nämlich nach Alling, Fürstenfeldbruck, Planegg und Puchheim.




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