Ein Traum wird wahr! „Sauberes Trinkwasser für Nnudu“

Beste Wasserqualität
 
Die ersten Tropfen aus dem neuen Zapfhahn

Seit Mitte Dezember 2008 nutzen die Bewohner von Nnudu in Ghana im Rahmen ihres neuen öffentlichen Trinkwasser-Versorgungssystems 11 neu installierte Gemeinschaftszapfsäulen.
Sie sind glücklich über die kurzen Wege zum Wasser, stolz auf ihre eigene Leistung und dankbar für die schnelle Hilfe. Die Bereitschaft zum gegenseitigen Verstehen und Akzeptieren der Andersartigkeit bildete die Grundlage für eine enge, angenehm partnerschaftliche Zusammenarbeit. Für die Menschen in Nnudu ist ein Traum in Erfüllung gegangen
Am 22. Oktober flogen drei Vereinsmitglieder -Dr. Lothar Ortmann, Gertraude Frank und Marianne Schneider-Ortmann- des in 2008 neu gegründeten Vereins „Aktiv für Afrika e.V.“ nach Accra/Ghana. Zweck der Reise war es, im Zielort Nnudu während der folgenden 3 Wochen erste Schritte des Hilfsprojektes „Sauberes Wasser für Nnudu“ zu realisieren.
Ein ehemaliger Einwohner der Gemeinde stellte ihnen Räumlichkeiten in seinem Elternhaus zur Verfügung. Auf diese Weise lebten sie mitten im Dorf und genossen die Gastfreundschaft und Fröhlichkeit der Menschen. Schritt für Schritt tauchten sie in diese andere Kultur und in das quirlige Dorfleben ein. In einer öffentlichen Versammlung präsentierten sie ihre Projektvorstellungen. Neben den Dorfältesten stellten auch andere Bewohner Nnudus kritische Fragen zur geplanten Vorgehensweise. Es ergab sich eine sehr aufschlussreiche Diskussionsrunde. Zu ihrer Verblüffung endete diese Diskussionsrunde nicht mit einem Beschluss, sondern mit einem herzlichen Dank für die Ausführungen und Antworten. Sie erlebten den ersten Teil eines mustergültigen demokratischen Prozesses. Nach mehreren Ältestenrat-Sitzungen und Gemeindeversammlungen erhielten sie den endgültigen Beschluss, wie zugesagt nach drei Tagen. Gleichzeitig wurde die tatkräftige Unterstützung aller Bewohner zugesagt. Die arbeitsfähigen Männer hatten sich im Gemeinderat zur Mitarbeit verpflichtetet. Ein Vorarbeiter organisierte vorbildlich die Arbeitsgruppen und den täglichen Einsatz. Die anfallenden Arbeiten wie Freischlagen der Dschungeltrasse, Ausheben der Leitungsgräben in der erforderlichen Tiefe, wurden mit Machete, Spitzhacke und Schaufel ausgeführt, bei einer Temperatur von 30 bis 35 Grad eine schweißtreibende Arbeit.
In den ersten drei Wochen wurden 1.500 Meter Wasserleitungen verlegt, 2 Gemeinschafts-Zapfsäulen montiert, eine 2 PS starke Wasserpumpe installiert und zwei 10.000 Liter Kunststoffwassertanks auf einen Hügel aufgestellt. Nach der Abreise der Vereinsmitglieder vervollständigten die Dorfbewohner in den folgenden Wochen das Projekt. Sie verlegten weitere 800 Meter Wasserleitungen und schlossen 9 zusätzliche Zapfsäulen an. Neben allen Erdarbeiten und Elektroarbeiten übernahmen sie auch die Pflege der Anlagen. In diesem Fall hat die Hilfe zur Selbsthilfe hervorragend funktioniert. Da die Wasserhähne der Zapfsäulen wesentlich leichter zu handhaben sind als die alten schweren Handpumpen, werden fast nur noch die Zapfsäulen genutzt.
Von dem zur Verfügung stehenden Spendenbetrag von 10.000 Euro wurden ca. 7.700 Euro für Material und ca. 500 Euro für Installateur-Leistungen ausgegeben. Der Rest bildet den Grundstock für den Bau eines steinernen Wasserreservoirs und einer Fotovoltaik-Anlage zur Versorgung der Wasserpumpe mit Solarstrom. Dieser Bauabschnitt ist für den Herbst 2009 vorgesehen.
Für die drei Vereinsmitglieder war es eine beeindruckende und beglückende Zeit. Die Bewohner bedankten sich in einer Abschiedszeremonie mit denkwürdigen Geschenken; einem Hemd und einem Kleid in schwarz-weißem Streifenmuster. Die Erläuterung dazu war die: „Die Streifen symbolisieren die weißen und schwarzen Tasten eines Klaviers. Einzeln gespielt, ergeben sie nette Töne, gemeinsam entsteht eine wundervolle Melodie.“ Das Engagement, die Fröhlichkeit und nicht zuletzt die Dankbarkeit der Menschen ermutigen und motivieren zu weiteren Aktivitäten mit dem Ziel, die erforderliche Spendensumme bis zum Herbst zusammen zu bekommen. Natürlich hofft der Verein dabei auch auf die finanzielle Unterstützung durch die Bürger von Bruck und Umgebung.
Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 08141/353291 und im Internet unter www.aktiv-fuer-afrika.de
Spendenkonto: Aktiv für Afrika e.V., Sparkasse Fürstenfeldbruck Kontonummer 31 073 760, Bankleitzahl 700 530 70

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin fürstenfeldbrucker | Erschienen am 14.02.2009
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2 Kommentare zum Beitrag
5.940
Michael Gumtau aus Eichenau am 03.02.2009 um 12:54 Uhr  
27
Marianne Schneider-Ortmann aus Fürstenfeldbruck am 03.02.2009 um 15:55 Uhr  
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