August 2007, Okt 2008: Juli 09 : Wasser, Abwasser und Grundwasser in Eichenau

von Michael Gumtau aus Eichenau | am 23.03.2007 | 3654 mal gelesen | 1 Kommentar | 0 Bildkommentare | 5 Bilder
Juli 2009
 
Grundwasser bis August 07
 
Frischwasser aus der Urschelquelle

Ohne Wasser und Abwasser geht heutzutage gar nichts mehr - aber der Anschlußzwang mußte erst einmal durchgesetzt werden. Die Gründung des Wasserzweckverbandes 1953 ermöglichte dann später den großen Bauboom der östlichen Landkreisgemeinden. Vor 50 Jahren, ab 1957, floß das erste Wasser in Eichenau und die Gemeinde wurde selbständig.

Wasser für Eichenau
Das Wasser wird aus einer Brunnenanlage auf Puchheimer Flur im Süden von Eichenau gewonnen. Es sind drei Flachbrunnen aus den Jahren 1953, 1968 und 2002 sowie 3 Tiefbrunnen für tertiäres Wasser mit einer Ausbautiefe zwischen 180 und 260 Meter aus den Jahren 1972 und 2000. Ein weiterer Brunnen ist in Planung. Der „Zweckverband zur Versorgung der der Ampergruppe“ hat seinen Sitz in Eichenau in Kooperation mit dem „Amperverband“, der sich um die Reinigung des Abwassers kümmert und die große Kläranlage im Ortsteil Geiselbullach der Gemeinde Olching betreibt. Beides sind kommunale Einrichtungen der Mitgliedsgemeinden, die sich aus den Einnahmen selbst tragen müssen, aber auch die Haushalte der Gemeinden nicht mit ihren Krediten belasten.
Die Gründung beider Verbände war eine wichtige und zukunftsweisende Entscheidung, die die räumliche Entwicklung am westlichen stadtrand von München entscheidend beeinflusst hat. Sie ging zurück auf ein absolutes Bauverbot wegen der Gefahr der Verseuchung des Trinkwassers aus den bis 1953 üblichen Hausbrunnen. Der Zwang zum Anschluss an die Trinkwasser und Abwassersysteme gefiel vielen Grundstücksbesitzern gar nicht, da sie glaubten, für ihre Gärten und Sommerhäuser auch ohne Anschluss auskommen zu können. Viele Besitzer von Kleinhäusern hatten auch nicht das nötige Kapital für die Gebühren und von der Gemeinde organisierte Kleinkredite mussten oft aushelfen . Heute ist das Wassernetz, dessen erste Stücke in Eichenau eingebaut wurden, 270 km lang.
1960 wurde für die Gemeinden Alling, Eichenau, Gauting, Germering, Gilching, Gröbenzell, Maisach, Puchheim, Olching und Weßling der Abwasserverband Ampergruppe ( AV) gegründet, der nicht nur 600 km Kanalnetz betreut und ausbaut sondern auch die mechanische, chemische und biologische Reinigung des Wassers auf dem höchsten wissenschaftlichen und technischen Stand organisiert. Es wurden über 60 Millionen Euro investiert.
Am 30.11.1999 übertrug der Wasserverband WVA dem Abwasserverband AV die Betriebsführerschaft. Beide Verbände sind seitdem weiterhin rechtlich unabhängig jedoch unter „einem Dach“ vereint und der Bürger bekommt Wasser und Abwasserbescheide in einer Rechnung. Heute werden vom WVA rund 72 000 Einwohner in den Gemeinden Eichenau, Puchheim, Olching und Gröbenzell mit Trinkwasser höchster Qualität zu einem im bundesweiten Vergleich extrem niedrigen Preis versorgt.
Um aus den Tiefbrunnen brauchbares Trinkwasser zu gewinnen, muss es durch Filtergruppen und Luftmischbehälter aufbereitet werden. Die zentrale Steuerung im Wasserwerk wurde 2006 grundlegend erneuert und es wurde ein Vortragssaal für Schulklassen und Konferenzen geschaffen. Beispielhaft ist die Vereinbarung, die der WVA über eine Laufzeit von jeweils 15 Jahren zum Schutz des Grundwassers mit den Landwirten im Einzugsgebiet geschlossen hat. Die Vereinbarung über Zuwendungen von 30 bis 280 Euro je ha und Jahr wegen verringerten Düngereinsatzes und Pflegemaßnahmen erfolgt freiwillig und wird vom einem Agraringenieur im Auftrag des Verbandes auf Einhaltung überprüft.
Über die Wasserqualität gaben auch die Quellschnecken in Eichenau Auskunft: http://www.myheimat.de/global/beitrag/13041/

GRUNDWASSER über den aktuellen Grundwasserstand gibt das Landesamt im Internet Auskunft, die Messungen in 39 Pegeln im Gemeindegebiet führt die Verwaltung durch. Im Internet gibt sie ausführlich Auskunft.
ABWASSER

Die Wasserversorgung war nach 1953 für alle Einwohner geregelt, und ein eigener Versorgungsverband gegründet, aber das Abwasser versickerte noch in den Hausgruben. Erst im September 1960 kam es dann zur Gründung eines Abwasserverbandes, der aber auch Gemeinden umfasste, die nicht an der Wassersorgung beteiligt waren.
Zum AVA ( Zweckverband der Wasserbeseitigung der Ampergruppe ) schlossen sich Eichenau, Esting, Germering, Gröbenzell, Olching, Puchheim und Unterpaffenhofen zusammen. ( Germering und Unterpfaffenhofen sind heute eine Stadt und Esting gehört zur Gemeinde Olching )
Der Bau der großen Kläranlage neben der großen Müllverbrennungsanlage der beiden Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck, war immer wieder mit dem Einsatz neuester Technologien und Experimenten verbunden. Trotz der unterschiedlichen Strukturen schlossen sich die beiden Verbände der Versorgung und Entsorgung 2000 zu einem gemeinsamen Verband mit getrennten Aufsichtsgremien zusammen und verlegten den gemeinsamen Sitz in die neuen Gebäude der Ortsmitte in der Bahnhofstraße in Eichenau. Der Verband nutzt so die Synergieeffekte und die Einwohner Eichenaus bekommen nun Wasser und Abwasserrechnung aus einer Hand.



15.11.2007
Auf Flexibilität setzen - WVA-Zweckverband hält Wasserpreis bis ins Jahr 2010
Östlicher Landkreis – Vermutlich wird der Zweckverband zur Wasserversorgung der Ampergruppe (WVA) den Wasserpreis von einem Euro pro Kubikmeter auch die nächsten Jahre halten können.
Dies kündigte der WVA-Verbandsvorsitzende Herbert Kränzlein während der jüngsten Ausschusssitzung an. Laut dem dort vorgelegten Wirtschaftsbericht ist der Preis bis zum Jahr 2010 vorgegeben.
Kränzlein begründete diese Preisgestaltung unter anderem mit der guten Substanz des 270 Kilometer langen Kanalnetzes. Dies versorgt die vier Verbandsgemeinden Eichenau, Gröbenzell, Olching und Puchheim.
Trotz diesem positiven Fazit will der WVA das Netz weiter verbessern. So soll laut Friedrich Popp, Sachgebietsleiter der Wasserversorgung, die Kontrolle des Nachtverbrauchs kleinteiliger gestaltet werden. ,,So können Fehlerquellen gezielter gesucht und rascher abgestellt werden", erläuterte Popp den Ausschussmitgliedern.
Die Wasserförderung des WVA an sich soll zusätzlich ein mobiles Notstromaggregat sichern helfen. Gröbenzells Bürgermeister Dieter Rubenbauer hatte in der Ausschusssitzung zunächst eine stationäre Anlage für sinnvoller gehalten. Thilo Kopmann als Technischer Leiter des Amperverbandes erklärte jedoch, dass ein mobiles Gerät auch in der Kläranlage Geiselbullach eingesetzt werden könne. Man könne so flexibler reagieren. (hk) (Merkur)

Basisartikel zu Eichenau.
http://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/beitrag/1...
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Michael Gumtau aus Eichenau am 30.10.2008 um 18:43 Uhr  

Grundwasser Otober 08

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