Experimentierfreudige Bands im Schlachthof
Fürstenfeldbruck: Alter Schlachthof | Nachdem Musikbegeisterte letzten Samstag fast alle vier Türen des Alten Schlachthofs eingerannt haben um dem berühmt-berüchtigten Sukumix beizuwohnen, hat sich der Subkultur-Beirat entschieden, mehr zu wagen: Die Bands, die diesen Samstag in der mit Fleischerhaken geschmückten Halle zu sehen sein werden, liefern zur ungewöhnlichen Location eine noch ungewöhnlichere, am anderen Ende des Mainstreams stehende Musik.
Mit Joasihno erhalten sich aufbauende und harmonisierende Klänge Einzug. Joasihno, der bereits am Open Air 2009 eine außergewöhnliche Show bot, tritt alleine auf. Um aber den Schein einer mindestens sechs-köpfigen Band zu erwecken, hat er sich etliche Kniffe beigebracht, die ihre Wirkung wunderschön entfalten: er spielt nach und nach Instrumente ein und lässt sie in Schleife weiterlaufen. So entsteht ein allmählich sich entwickelnder, ruhiger und stetiger Klang, der den Raum füllt.
Etwas anders dagegen die Münchner Band "Isarithme". Die Vierer-Combo vereint gekonnt verschiedenste Stilrichtungen, indische und sphärische Klänge gehen eine Synthese mit jazzigen/rockigen Gitarrenklängen ein, ungewöhnliche Rythmen treffen aufeinander, fremdartige Instrumente wie ein indisches Pendant zum Hackbrett, Tablas und Schlagzeuge aus Karton kommen zum Einsatz.
Den musikalischen Abschluss bilden das DJ-Team "Rest in Fiction".
Eine Ausstellung der Fotodesignerin Verena Vötter begleitet diesen Abend, man darf sich auf Modefotographie und mehr freuen.
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