Eberhard Horst: Schriftsteller in Eichenau
Zu der Vielzahl von Kulturschaffenden in Eichenau zählen nicht nur die über fünfzig bildnerisch Tätigen oder Musiker sondern auch die vielen Textproduzenten: Schriftsteller, Wissenschaftler, Fachautoren, Journalisten. Im Gegensatz zu den "Malern" treten sie seltener im Ort hervor. Eine Ausnahme ist Eberhard Horst. Meine langjährigen Bemühungern, die Leiterin der Eichenauer Gemeindebücherei Eva Mieslinger zu überzeugen, eine Abteilung mit den Werken von Eichenauer Autoren zu schaffen, waren leider noch nicht vom Erfolg gekrönt.
Eberhard Horst liest gern im christlichen Milieu und am 14. November 2007 hatte ihn der katholische Frauenbund wieder in das Pfarrheim zur Lesung eingeladen. Die musikalische Begleitung hatte Eva Moskopf-Horst. Das ewige Thema des Autors ist: "Vermittlung zwischen den Kulturen des Westens und des Ostens und die Besinnung auf einen gemeinsamen Glauben."
Mir ging es lange Zeit so, dass ich Eberhard Horst aus Eichenau mit Horst Eberhard, auch Schriftsteller in Eichenau verwechelte.
Ich stelle den Schriftsteller Eberhard Horst hier knapp vor. Dieter Wunderlich stellt Horst´s wichtigster Werk so vor: "Dieses erstmals 1975 veröffentlichte Buch gehört wohl auch dreißig Jahre später noch immer zu den meistgelesenen Biografien über den Stauferkaiser Friedrich II. (1194 - 1250). Eberhard Horst versteht es, die Absichten, Erfolge und Rückschläge dieses faszinierenden Herrschers ebenso aufschlussreich wie lebendig darzustellen und eine konkrete Vorstellung von der widersprüchlichen Persönlichkeit Friedrichs II. zu vermitteln."
Der Classen Verlag stellt den Schriftsteller so vor: "Eberhard Horst, geboren 1924 in Düsseldorf, lebt seit 1958 in Gröbenzell ( dann in Eichenau) bei München. Der als Essayist und Erzähler hoch geschätzte Autor schrieb, beginnend mit »Friedrich der Staufer« (1975), historische Biographien, die in der mittelalterlichen Welt angesiedelt sind und die zu Erfolgsbüchern im In- und Ausland wurden. Eberhard Horst ist Mitglied des P.E.N., der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Erfolgstitel von Eberhard Horst: »Friedrich der Staufer«,»Cäsar«, »Konstantin der Große«,»Die Spanische Trilogie«,»Geliebte Theophanu«.
Über den Islam in Italien und die Genealogie im Mittelalter kennt sich der Verfasser gut aus. Hierzu las er aus dem Werk"Der Sultan von Lucera". Im Jahre 1239 wurde der "Sultan von Lucera" zum 2. Mal exkommuniziert und es ergaben sich große Probleme mit den deutschen Klöstern.
Eine Zusammenfassung der Fakten, die Eberhard Horst in eine lesbare Romaform bringt, gibt Karl-Ernst Köhne. Auch über die Auseinandersetzung zwischen Friedrich II und dem Islam liest der Autor. Eine durchaus aktuelle und angemessene Bereicherung der aktuellen katholischen Diskussion. "VW Fotografen" Johann Albrecht Cropp zusammen gearbeitet und eine legendäre Spanienreise unternommen.
In Eichenau tut sich etwas- auch wenn die Veranstaltungen des katholischen Frauenbundes nicht zu den Großveranstaltungen zählen.





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