DEEPEST PURPLE - BLACK PURPLE ROCKT DEN SQUASHPALAST
Leichte Nervosität verspürten Sie schon die Jungs der Rockfreunde-FFB Band als sie erfuhren, das sie den Support von Black Purple übernehmen durften. Schließlich war es der erste größere Auftritt für die Band vor 170 Rockfans, die sich letzten Samstag, den 24.04.10 im Squash Palast eingefunden hatten. Als es dann gegen 20:30 soweit war, spielten sie aber ihr Set bestehend aus Hardrock Klassikern u.a. von AC/DC, Black Sabbath und Judas Priest ganz souverän herunter. Auch ein kurzfristiger Stromausfall bei der Stones Nummer „Sympathy for the Devil“ wurde von Bandleader Klaus Nussbaumer gekonnt überbrückt. Als der Strom nach einer gefühlten Minute wieder floss war auch noch Zeit für eine Zugabe. Mit der AC/DC Nummer Whole lotta Rosie und viel Applaus beendeten sie ihr Programm.
Nach einer kurzen Umbaupause wollte Black Purple loslegen wie die Feuerwehr. Bei dem feurigen Start mit „Burn“ flog leider nochmals die Sicherung, aber im zweiten Anlauf klappte dann alles hervorragend. Die Chemie zwischen Band und Publikum war sofort stimmig und der Sound im Squash-Palast war vom feinsten. Ein dickes Lob an Thorsten von BBS Light & Sound, den Meister des Mischpultes. Weiter ging’s mit dem 74er Titel „Stormbringer“ und dem Gassenhauer „Perfect Strangers“. Danach begrüßte Frontmann Tommy Schuller das Publikum und stellte den neuen Bassisten Charly Fuchs vor, der auch schon mit Ex-Whitesnake Micky Moody gespielt hat und somit in der Musikszene kein unbekannter mehr ist. Bei den folgenden Hits „Strange Kind of Woman“ und „Woman from Tokyo“ wurden die Fans richtig warm und sangen von Tommy angefeuert ganze Passagen mit. Unseren Wunschtitel kündigten die Jungs ganz frech mit Looking for Freedom an, das Sie dann auch kurz anspielten. Mit einem kurzen Break und einem Spass bei Seite kam dann endlich Black Demon’s Eye von der Fireball LP. Zum nachfolgenden Song meinte Tommy ab ca. 150 Leuten gibt’s ein richtig gutes Gitrarreninto von Tom Geigenberger welches „Mistreated“ einleitete. Nach Black Night gab’s für die vom vielen Mitsingen trockenen Kehlen dann eine 20 minütige Pause, die vom Wirt verordnet war.
Der zweite Teil des Sets startete mit Lazy und schnell war die gute Stimmung wieder eingefangen. Im Mittelteil von Space Truckin’ setzte Schlagzeuger Michael Heß zu seinem unnachahmlichen temporeichen Drumsolo an, das auch ein kurzfristig verlorengegangener Drumstick nicht stoppen konnte. Dass es auch ohne Sticks geht bewies er im zweiten Teil seines Solos in dem er seine Felle mit den Händen bearbeitete und dafür riesigen Applaus von den Fans einfing. Band und Publikum trieben sich nun gegenseitig an die Stimmung stieg von Song zu Song über „Hush“ und „Knocking at your Backdoor“ bis hin zum „Highway Star“ dem letzten Song des regulären Sets wurde gerockt was das Zeug hielt. Schön der Versuch der Purples
die Bühne zu verlassen wurde mit enthuasiatischen Zugaberufen quittiert. Tom Geigenbauer musste also bleiben und stimmte mit einem Wahnsinnssolo in bester Richie Blackmore Manier den Rainbow Klassiker „Difficult to cure“ an. Das Tommy Schuller ein wahrer Meister der Screams ist konnte er bei „Child in Time“, einem der Höhepunkte des Konzerts, eindrucksvoll unter Beweis stellen. Anschließend verabschiedete sich die Band ein zweites Mal um nach kurzer Pause schließlich die stürmisch geforderten Riffs zum Finale Furioso mit „Smoke on the Water“ anzustimmen. Im Mittelteil des Songs wurde das Publikum in eine Smoke und eine Fireside eingeteilt und sang abwechselnd den Refrain. Am Ende des Songs duellierte sich Tom mit seiner Gitarre noch mit Obang Kessel an der Leslie Orgel um den finalen Ton. „When a blind man cries“ als cooldown war der endgültige Schlusspunkt unter eine grandiose Show der 5 Jungs aus Regensburg. Beeindruckend war wiedermal die Leichtigkeit mit der jeder der Black Purples sein Instrument spielte und beherrschte. Manch ein Rockfreund wird sich auf dem Heimweg gefragt haben – Waren das nicht die echten Purples ?????
Mein Fazit: Ein Super Konzertabend mit toller Stimmung dem nur meine Stimme bis in den Montag hinein Tribut zollen musste. Der einzige Wehrmutstropfen war meiner Meinung nach, dass trotz mehrfacher Aufforderung beider Bands viele Leute sich das Rauchen nicht bis nach dem Konzert verkneifen konnten. Manch einem Besucher wurde die Luft zu dick und er verließ ungewollt frühzeitig das Konzert
SETLIST:
1.) Burn
2.) Stormbringer
3.) Perfect Strangers
4.) Strange Kind of Woman
5.) Woman from Tokyo
6.) Ted the mechanic
7.) Gettin’ tighter
8.) Demon’s Eye
9.) Mistreated
10.) Black Night
---------- Pause ------
11.) Lazy
12.) The Battle rages on
13.) Space Truckin’
14.) Soldier of fortune
15.) Hush
16.) Knockin’ at your backdoor
17.) Highway Star
---------- Break ------
18.) Difficult to Cure/Speed King
19.) Child in Time
-----------Break ------
20.) Smoke on the water
21.) When a blind man cries
Das war ja ein toller musikalischer Abend, Danke für Deinen Bericht und Grüße aus dem Norden...
Danke für den intensiven Bericht. Die Musik konnte man durch Deine Worte hören und sogleich habe ich Burn und Child in time aufgelegt. Danke für die super Stimulanz.
LG Fred







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