Historienspiel in FFB ab 19.8.
Kloster Fürstenfeld: Die Gründungsgeschichte zum Leben erweckt!
Auf der großen Freilichtbühne des Stadtsaalhofes im Kloster Fürstenfeld erleben die Zuschauer die dramatischen Ereignisse, die zur Gründung dieses prächtigen Zisterzienserklosters führten!
Premiere ist am 19.08.2006, 20:30 Uhr, weitere Aufführungen am 20./24./25./26./27.08.2006.
Vor genau 750 Jahren ließ der Wittelsbacher Herzog Ludewig, der später den Beinamen "der Strenge" bekam, seine junge belgische Gemahlin Maria von Brabant auf der Burg Mangoldstein in Donauwörth enthaupten. Er bezichtigte sie der Untreue und ließ sich in seiner rasenden Eifersucht zu dieser schrecklichen Tat hinreißen. Noch in selbiger Nacht erfuhr er von ihrer Unschuld und erkannte seine schwere Schuld. Als Sühneleistung legte ihm Pabst Alexander IV. auf, einen Kreuzzug zu führen oder ein Kloster zu gründen. Ludewig entschied sich für letzteres und gründete 1263 "auf des Fürsten Felde" ein Zisterzienserkloster, auf dessen historischem Boden jetzt dieses dramatische Geschehen zur Aufführung gelangt.
Dem Verein "Historienspiel Fürstenfeld e.V.", der eigens zu diesem Zweck im Jahr 2003 gegründet wurde, gelang es dank der engagierten Mitwirkung vieler freiwilliger Helfer, schon im Jahr 2004 dieses Stück zu einem unvergesslichen Bühnenereignis werden zu lassen. Über 90 Laienschauspieler agieren zusammen mit bekannten Schauspielern unter der professionellen Regie von Yvonne Brosch, zwischen gigantischen Kulissen des Bühnenbildners Andreas Arneth, einem gebürtigen Brucker.
Zusammen mit Mönchen, Papst und Kardinälen, Reitern und viel höfischem und einfachem Volk fühlt sich das Publikum dank der künstlerisch gestalteten Kostüme von Barbara Buchwald-Stummer und Eva Behmer in die Zeit des 13. Jahrhunderts versetzt.
Ludwig Wilhelm von Langnau schreib 1766 in Breslau dieses "Trauerspiel in fünf Aufzügen nebst nöthigen Anmerkungen". Er war ein Weggefährte Gotthold Ephraim Lessings, was man auch an seinen für die damalige Zeit schon sehr aufklärerischen Texten erahnen kann. Dieses Stück gelangt auch heuer zur Aufführung, ergänzt durch Texte der Brucker Historikerin Dr. Klemenz die den geschichtlichen Hintergrund vermitteln. In ergreifender, wunderbar formulierter Sprache lässt uns der Autor dieses Drama des "bayerischen Othello" so eindrucksvoll erleben, dass man direkt Gänsehaut bekommt.
Die Schlussszene endet mit den Worten:
Diese Städte heiße, zum Gedächtnis des fürstlichen Bußkampfes, in dem Munde des Landes "Fürstenfeld".
Premiere ist am 19.08.2006, 20:30 Uhr, weitere Aufführungen am 20./24./25./26./27.08.2006.
Karten bei:
München Ticket
Kartenservice Amperkurier, Tel. 08141-6665444
Kartenservice Kreisbote, Tel. 08141-4016410
Diese Veranstaltung wird nur bei extremen Wetterlagen, z.B. Dauerregen, in den Stadtsaal verlegt.


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