Die Dinge des Alltags
Eigenartig, in ein Haus und in einen Garten zu kommen, der plötzlich nicht mehr bewohnt und gepflegt wird.
Das Rad der Zeit dreht sich, und wir müssen mit.
Eigenartig, in ein Haus und in einen Garten zu kommen, der plötzlich nicht mehr bewohnt und gepflegt wird.
Das Rad der Zeit dreht sich, und wir müssen mit.
Ich verstehe aus dem Beitrag, dass irgendwo eine Frau gestorben ist - Deine Mutter oder Schwiedermutter, die alleine in Haus und Garten lebte ...?!?
Verstehe Deinen Beitrag auch so wie Kirsten. Interessante Eindrücke.
Schwiegerschmutter, meinte ich - sorry!
Ja, vor ziemlich genau einem Jahr die Mutter meines Lebensgefährten, ich sage auch Schwiegermutter zu ihr, an Krebs erkrankt. Bzw als wir zu Pfingsten 2010 dort ankamen, sagte sie- irgendwas sei komisch. Da sie nichts mehr auf die Reihe bekommen hatte, sind wir am nächsten Tag mit ihr zum Arzt- Diagnose: mehrere Hirntumoren. Wir kamen also `genau zur rechten Zeit :-(...
Dann begann die Odysee- Krankenhaus, Untersuchungen, Aufenthalt im Schwabinger Krankenhaus, Überweisung in die Onkologische Klinik Oberaudorf. Reha in Bad Aibling, wieder Oberaudorf. Schließlich fanden wir nach längerer Suche einen Platz für sie im hießigen Altersheim, wo sich sehr gut um sie gekümmert wurde, wir hatten schon fast aufgegeben und ich habe schon unser Schlafzimmer für sie geräumt- aber ich denke die Belastung wäre sehr viel für mich geworden, wir hätten rund um die Uhr Betreuung gebraucht...
Im Altenheim ging es aber rapide abwärts und sie ist bereits im Januar gestorben. Ich konnte nicht offen darüber schreiben- es ging nicht. Aber auch Leute hier bei myheimat haben es mitgekriegt und ich konnte mich mit ihnen austauschen.
Sie hatte sich schon vor ihrer Krankheit für den Friedwald entschieden und die Begleitung von vielen Bekannten und Verwandten zu ihrer letzten Ruhestätte war auch tröstend für uns, eben besonders für meinen Lebensgefährten.
Obwohl mein Lebensgefährte der einzige Sohn ist, ist es mit der Erbsache noch nicht klar, es fehlt von Amts wegen noch eine Bescheinigung, damit wir das Haus von der Gemeinde überhaupt mal schätzen lassen dürfen. Einerseits bin ich nicht sehr böse, dass wir nicht so Ratz Fatz das Haus verkaufen, wir haben doch einige Zeit mit ihr dort verbracht. Andererseits weiß ich eben, dass es nichts hilft, und die endgültige Haushaltsauflösung jetzt doch ansteht. Denn nur als Ferienhaus dafür sind die Unterhaltskosten zu hoch.
Danke für`s Lesen zwischen den Zeilen, liebe Kirsten.
Jetzt muss ich nochmal was korrigieren- das Haus wurde die ganzen Monate von einer sehr lieben Bekannten `gesittet`, der Garten war letztes Jahr noch zum Rasenmähen in Auftrag gegeben. So ganz herrenlos war es nicht.
Man kann wohl erst dann einen lieben Menschen richtig loslassen, wenn man sich auch von allen Erinnerungsstücken trennt ...
Die eigentlichen Erinnerungen sind doch die Erinnerungen an das Gesicht, die Stimme, das Wesen und die gemeinsamen Momente mit dem Menschen...
Ich glaube, auch dieser Beitrag ist eine schöne Erinnerung an sie!
Ute, ich glaube, wir beide denken in die gleiche Richtung ...
Axel, so habe ich es auch gemeint... Das Räumen ist bestimmt auch Trauer- Arbeit, wie vielleich auch dieser Bericht. Danke für Eure Kommentare.
Also ich habs erst bei den Kommentaren kapiert, um was es geht. Trotzdem sehr rührend!
LG, Sandra
Liebe Ute...
Bleiben wird all das, was Ihr von Eurer (Schwieger-) Mama
empfangen habt. Alles was sie Euch an Liebe, Zuwendung und
Geborgenheit gegeben hat...
In der Erinnerung...
In Erzählungen...
In Eurem Herzen...
Ja, ich denke dass kann man so stehen lassen! Danke Euch!!!
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