Der Friedhof in Eichenau

Der erste Friedhof in Eichenau - noch weitgehend ohne Bäume (Foto: Gemeindearchiv Eichenau)
 
Schulrektor PeterBlab zeichnete 1969 die neue EInsegnungshalle (Foto: Gemeindearchiv Eichenau)

(Eichenau) Am 16.2.1924 berichtete das Brucker Wochenblatt über die Jahreshauptversammlung des Interessentenvereins der Eichenauer Bürger: „Dem Antrag des Vereins bei der Gemeindeverwaltung Alling auf Errichtung eines Friedhof dahier wurde stattgeben mit der Bedingung, daß der Gemeinde Alling hierfür keine Kosten erwachsen.“ Das war die Grundsteinlegung für den neuen Waldfriedhof, der schon ab 1916 in allen Kartenwerken und Werbeplänen aufgetaucht war, aber bis zum ersten Grabverkauf und dem Bau der Kapelle war es noch ein langer Weg. Im Juli 1925 begannen die ersten Arbeiten und im Dezember erfolgte die erste Beerdigung der „Gütlerin“ Anna Mühlthaler aus der Schilfstraße 8, noch 4 Monate vor der Grundsteinlegung der neuen Kirche.
Das Leichenhaus wurde dann 1929 gebaut und 1967, im Jahr des Baus des neuen Rathauses, durch den jetzt existierenden Bau ersetzt. Der Friedhof ist eine eigenständige, sich eigentlich selbst finanzierende Anlage der Gemeinde. Es wird jedoch nur ein Deckungsgrad von ca 75% der effektiven Kosten erwirtschaftet. Das Recht, die Bestattungen durchzuführen soll verpachtet werden, ein genauer Belegungsplan ist wohl noch in Arbeit.

Wichtig ist, dass Georg Popp den Friedhof für die geplante Größe der Gemeinde von geschätzt 5000 bis 8000 Einwohner exzentrisch zur Ortsmitte der geplanten Kirche und Schule legte. Wegen des hohen Grundwasserstandes wollte man sicherlich auch ein eher etwas trockneres Gelände ausnutzen. Bei der Überarbeitung des Planes 1924 wurde der Friedhof noch wesentlich erweitert und eher zu einem Park gestaltet (Originalkarte bei PFefferminzverein). Der Grund für den ersten Friedhof war kostenlos von der Baugenossenschaft überlassen worden ( Urkunden liegen nicht vor), aber die Erweiterungsflächen wurden später von der Gemeinde der Baugenossenschaft zum Marktpreis abgekauft. Über die Kosten dafür kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen und einem tiefgreifenden Zerwürfnis zwischen der Baugenossenschaft und Bürgermeister Sebastian Niedermeier. Im Amtsblatt vom 31.5.1998 verkündete der Bürgermeister stolz, dass der Friedhof um 8100 qm erweitert wurde und für den Grunderwerb 1,786 Millionen DM ( ca. 916 000 Euro) gezahlt wurden. Für den Ausbau der Wege und Brunnen wurden zusätzlich 650 000 DM ( ca. 328 000 Euro) aufgewendet.

2001 wurde eine Urnenwand hinzugefügt, die im August 2006 noch erweitert wurde. Eine aufgeschüttete Fläche hinter dem ALDI Laden bildet noch eine weitere Vorratsfläche, so dass der Bedarf an Grabstellen auch für die Zukunft gesichert erscheint. Der Parkplatz am Eingang soll noch erweitert und befestigt werden. An der Erneuerung der Einfriedung wird im Zusammenhang mit dem Ausbau der Staatsstraße ca 2011 geplant, so dass auch an einen besserer Schallschutz gegenüber dem Verkehrslärm der Straße gedacht wird.

Das Luftbild zeigt links am Bildrand das Schopflach Wäldchen mit dem Waldfriedhof der Gemeinde Puchheim , quer durch die Eichenaue das Ende der Olchinger Straße, die früher weiter links direkt auf die Kreuzung zulief und über die heutige Holzkirchner Straße nach Alling führte. Dort ist hinter dem Friedhof das alte Gebäude des gemeindlichen Bauhofs zusehen ( heute Kreislager für Katastrophenfälle) , dann folgt das große Betriebsgelände von ALDI. Die 1. Erweiterungsfläche des Friedhofs ist gut zu sehen. Zwischen dem ehemaligen Bauhof und der heutigen Tannenstraße ist der neue Bauhof entstanden sowie das Gebiet für die geplante neue Feuerwehr.


Artikel über Eichenau 100 Kurztexte für 100 Jahre Eichenauhttp://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/beitrag/9...



Hommage an Eichenau- Künstlerkreis in Eichenau

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Marie-Thérèse Ritz-Burgstaller aus Eichenau am 14.04.2008 um 21:31 Uhr  
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