Das Schulzentrum auf dem Tulpenfeld feierte Richtfest
Landrat Thomas Karmasin lud am 18. Juli 2007 die Bauleute und viele Gäste aus der Stadt und dem Landkreis Fürstenfeldbruck zu einem traditionellen Richtfest mit einem bairischen Richtschmaus auf die Baustelle des neuen Schulzentrums auf dem Tulpenfeld.
200 Gäste, darunter viele Handwerker und Baufachleute, aber auch die Schulen, die schon ungeduldig auf die Neueröffnung warten, und natürlich die Politik waren vertreten, um den guten Halbzeitstand des bisher reibungslosen Bauablaufs zu feiern. "Der Rohstoff Geist, des wiss´ma ä/ is heut wichtiger denn je/und wenn ma diesen fördern wui/braucht ma einfach a g´scheite Schui" - so steht es im Richtspruch.
Und das stimmt: Eine "gscheide Schui" braucht gscheide Lehrer und a gscheids Schulhaus. Dafür, dass es eigentlich drei "g´scheide Schuin" werden, sorgte zunächst einmal der Kreistag, der schon im Jahr 2001 mit Beschlüssen zum Grunderwerb die Weichen stellte, in 2005 den Grundsatzbeschluss fasste und die finanziellen Mittel aufbringen wird. Zugleich stellte der Wittelsbacher Ausgleichsfonds ein Grundstück zur Verfügung und die Stadt Fürstenfeldbruck schuf die baurechtllichen Voraussetzungen. Ein Architektenwettbewerb wurde ausgelobt, aus dem das Büro Bauer Kurz Stockburger & Partner als erster Preisträger hervorging. Ein Projektsteuerer wurde beauftragt und eine projektbegleitende Arbeitsgruppe installiert. Seit Baubeginn sind 30 Firmen beauftragt worden, derzeit arbeiten gleichzeitig 15 Firmen mit ca. 100 Mitarbeitern auf der Baustelle. 27.000 t Beton sind verbaut und 2.900 t Stahl. Nach 11 Monaten Bauzeit sind 76% der Vergaben bereits erfolgt, dies entspricht einer Summe von rund 26 Mio €.
Die Klassenzimmer und Fachräume und die Aula sind im Rohbau fertig gestellt, zum Teil sind auch schon die Fassadenelemente montiert. Derzeit beginnt die Ausschreibung für die Sportgeräte, den Sporthallenboden und die Verdunklungsanlagen. Vom Beginn der Bearbeitung des Lieferverzeichnisses bis zum Ende der Zuschlagsfrist braucht es in der Regel fast ein halbes Jahr. Deshalb ist eine umsichtige und vorausschauende Planung notwendig.
Bisher gibt es durch günstige Vergaben ein Kostenpolster von ca. 1,7 Mio €. Sollte dies aufgrund der Preisentwicklung im Bausektor in der Folge nicht aufgezehrt werden müssen, so lägen die rei-nen Baukosten bei etwa 34,5 Mio Euro - und dies trotz der Mehrwertsteuererhöhung, die in der ursprünglichen Kostenschätzung von 35,25 Mio Euro nicht berücksichtigt werden konnte.
Zum Schuljahresbeginn 2008/2009 soll das Schulzentrum für ca. 1100 Schüler des Graf-Rasso-Gymnasiums und ca. 750 Schüler der FOS/BOS eröffnet werden. Für die Schüler gibt es 15.200 qm Innenfläche und einen 8000 qm großen Außenbereich. 66 Klassenzimmer, 30 Fach- und Nebenräume, 5 Lehrerzimmer incl. Bibliothek und Silentiumraum und sonstige Räume für Graf-Rasso-Gymnasium und FOS/BOS insgesamt sind derzeit geplant ebenso wie 185 Parkplätze für PKW und 420 Fahrradparkplätze.
Für den Sport gibt es eine auch dem Vereinssport im Rahmen der bisherigen Gepflogenheiten offenstehende Dreifach-Turnhalle. Die Außen-Sportanlagen werden eine 130 m-Laufbahn, ein 60/90 m großes Rasenspielfeld, ein 20/28 m und ein weiteres 20/44 m großes Kleinspielfeld und eine 12/23 m große Kugelstoßanlage (auch als Beachvolleyballplatz zu verwenden) aufweisen.



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