Es gilt das gesprochene Wort!

Orden und Ehrenzeichen Aushändigung

Am Mittwoch, 30. Januar 2008 überreichte Landrat Thomas Karmasin in einer Feierstunde im Landratsamt Fürstenfeldbruck nachfolgenden verdienten Persönlichkeiten Urkunden, Ehrenzeichen, Verdienstmedaillen und Orden:

Ehrenzeichen des Bayerischen Roten Kreuzes für Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz (25 und 40 Jahre Dienstzeit)


Aufgrund des Gesetzes über ein Ehrenzeichen für Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz hat der damalige Staatsminister und jetzige Ministerpräsident, Herr Dr. Günther Beckstein folgenden Mitgliedern des BRK im Namen des Freistaates Bayern das Ehrenzeichen am Bande für langjährige Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz verliehen.

Gemeinde Adelshofen
Herr Bernd Brach 25 Jahre Rettungszug Fürstenfeldbruck

Gemeinde Eichenau
Herr Johann Kugler 40 Jahre Bereitschaft Eichenau

Landeshauptstadt München
Herr Sauerlandt Roderich 25 Jahre Kreisbereitschaftsleiter im Kreisverband Fürstenfeldbruck

Gemeinde Olching
Frau Berta Huber 40 Jahre Aktivsenioren Olching
Herr Hans-Georg Pölt 40 Jahre Wasserwacht Olching


Umweltpakt Bayern

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat uns eine Urkunde für das Hotel Mayer übersandt mit der Bitte, diese an Frau Dersch als Geschäftsführerin zu überreichen.

Laudatio:
Das Hotel Mayer in Germering ist Teilnehmer an dem unter dem Motto: "Umweltverträgliches Wirtschaftswachstum" stehenden Umweltpakt Bayern. Damit hat sich Ihr Betrieb, sehr geehrte Frau Dersch, zu einer qualifizierten freiwilligen Umweltleistung verpflichtet und hat diese Verpflichtung mit der Durchführung einer betrieblichen Umweltprüfung nach dem Bayerischen Umweltberatungs- und Auditprogramm eingelöst.

Ich darf Ihnen stellvertretend für das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz meine Anerkennung und meinen Respekt für Ihr Engagement aussprechen und Ihnen diese Urkunde überreichen.


Ehrungen für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung;

Laudatio:
Herr Michael Schäfer gehört dem Gemeinderat der Gemeinde Adelshofen seit 1984 an. Seit dieser Zeit hat er zusätzlich eine Vielzahl von Aufgaben übernommen.

Von 1984 bis 1990 bekleidete er das Amt des Kulturreferenten und in der Wahlperiode von 1990 bis 1996 war er als Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss tätig.

Außerdem engagierte sich Herr Schäfer ununterbrochen als Mitglied des Wasserzweckverbandes Landsberied, führt seit 1990 den Vorsitz des Umweltausschusses und seit 1996 den Vorsitz des Agendaausschusses seiner Gemeinde. Zusätzlich ist noch zu erwähnen, dass Herr Schäfer von 1996 bis 2003 als Vertreter in den Schulverband Jesenwang entsandt war.

Herr Schäfer hat sich in der langen Zeit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit stets für die Belange der Gemeinde und für die kommunale Selbstverwaltung eingesetzt. Diesen Einsatz hat Herr Dr. Beckstein als Staatsminister des Innern mit der kommunalen Dankurkunde gewürdigt.


Laudatio:
Ebenfalls seit 24 Jahren ist Herr Johann Siebenhütter Gemeinderat der Gemeinde Adelshofen. Zudem ist er Verbandsrat des Abwasserzweckverbandes "Obere Maisach". Seit 1984 war bzw. ist Herr Siebenhütter Mitglied im Bau-, im Umwelt- und im Rechnungsprüfungsausschuss der Gemeinde. Seit 2002 führt er im Rechnungsprüfungsausschuss auch den Vorsitz.

1996 bis heute, d.h. seit fast 12 Jahren ist H. Siebenhütter zusätzlich Dritter Bürgermeister der Gemeinde Adelshofen. Zur selben Zeit übernahm er das Amt des Jugendreferenten. Diese Funktion übt er bis heute zum Wohle der Jugend aus.

Herr Siebenhütter tritt seit vielen Jahren engagiert für die Belange seiner Gemeinde und der kommunalen Selbstverwaltung ein. Auch seinen Einsatz hat Herr Dr. Beckstein mit der kommunalen Dankurkunde gewürdigt.


Kommunale Verdienstmedaillen in Bronze

Laudatio:
Herr Ludwig Lösch wurde 1972 in den Stadtrat der Stadt Fürstenfeldbruck gewählt. Für Herrn Lösch, der seit über 45 Jahren in Fürstenfeldbruck lebt, war es immer ein wichtiges Anliegen, bei der Entwicklung und Gestaltung „seiner Stadt“ mitzuwirken.

Trotz großer beruflichen Belastungen übernahm Herr Lösch in jeder Wahlperiode ein Referat und setzte sich mit großem Interesse für die Belange des von ihm zu vertretenden Fachbereiches ein. Erst 1990 musste er aus beruflichen Gründen aus dem Stadtrat ausscheiden.

Nach seiner Pensionierung jedoch, im Jahr 2001, war es für ihn selbstverständlich, dass er sich wieder für die Arbeit im Stadtrat zur Verfügung stellte. Er wurde von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt auch sofort wieder in dieses Amt gewählt.

Seit dem Jahre 2002 hat Herr Lösch das Finanzreferat der Stadt übernommen. Durch seine Erfahrungen und Kenntnisse, die er als Sparkassendirektor bei der Sparkasse Fürstenfeldbruck erworben hat, bringt er hierfür die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit mit.

Mit diesem Fachwissen bringt sich Herr Lösch seit 2002 auch als Finanzreferent im Kreistag des Landkreises Fürstenfeldbruck aktiv ein. Mit seinem fundierten und umfangeichen Wissen ist er seit 1972 mit einer Unterbrechung von zwei Wahlperioden im Kreistag und in vielen Ausschüssen vertreten. Von 1978 bis 1990 hatte er zusätzlich die Funktion des Sprechers der CSU-Fraktion im Kreistag inne.

Seine engagierten fach- und sachbezogenen Beiträge werden von allen politischen Gruppen sowohl im Stadtrat der großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck als auch im Kreistag des Landkreises geschätzt und anerkannt.

Herr Ludwig Lösch hat sich seit vielen Jahren in besonderer Weise um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht. In Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze verliehen.


Laudatio:
Herr Anton Kiemer wurde 1978 erstmals in den Gemeinderat der Gemeinde Germering gewählt. Er gehört damit bereits seit bald 30 Jahren dem Gemeinderat bzw. heute dem Stadtrat der großen Kreisstadt an.

Herr Kiemer hat zu seinem Gemeinderats- bzw. Stadtratsmandat erhebliche zusätzliche Belastungen - zuerst ab 1990 als Werkreferent und ab 1996 als Referent für Bauhof, Friedhofs- und Parkanlagen - übernommen.

In seine Amtszeit als Werkreferent fiel der Beginn schwieriger Verhandlungen mit den Landwirten, welche die Durchsetzung eines Bewirtschaftungsprogramms für die im Wasserschutzgebiet gelegenen landwirtschaftlichen Flächen zum Ziel hatten. Dieses inzwischen erfolgreich in die Tat umgesetzte Programm hat heute eine deutliche Senkung der Bodennitratwerte erreicht.

Auch als Referent für den Bauhof, die Friedhöfe, Parkanlagen und Spielplätze ist Herr Kiemer außerordentlich aktiv. Als ständiger Ansprechpartner für die Bevölkerung und Mittler zwischen Bürgern, Stadtrat und Verwaltung investiert er in sein Ehrenamt einen erheblichen Teil seiner Freizeit.

In Anerkennung seines langjährigen kommunalpolitischen Engagements erhielt Herrn Anton Kiemer vom Bayerischen Staatsminister des Innern die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze.


Laudatio:
Seit insgesamt fast 24 Jahren gehört Frau Marhild Liebermann ehrenamtlich dem Gemeinderat und jetzt Stadtrat der großen Kreisstadt Germering an. Sie setzte sich in dieser Zeit in besonderer Weise für soziale und kulturelle Belange ein und hatte mit ihrem fachlich fundierten Rat unter anderem großen Anteil an der Gestaltung des Programms der Stadthalle in Germering, die heute zu den kulturellen Zentren in der westlichen Region Münchens zählt.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit war und ist die Gleichstellung von Mann und Frau. Sie war von 1978 bis 1984 Referentin für Gleichstellungsfragen und gehörte zu den engagierten Befürworterinnen der Einrichtung einer Gleichstellungsstelle. Neben ihrer Funktion als Referentin für Erwachsenenbildung 1978 bis 1984 arbeitete Frau Liebermann lange Jahre im Kuratorium der Volkshochschule Germering mit. Abgerundet wird dieses vielseitige kommunalpolitische Engagement durch eine 6-jährige Mitgliedschaft im Kreistag des Landkreises Fürstenfeldbruck.

Frau Marhild Liebermann wurde vom vormaligen Innenminister Dr. Günther Beckstein für diese ehrenamtlichen Leistungen die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze verliehen.


Laudatio:
Seit fast 18 Jahren gehört Frau Gisela Schneid dem Kreistag des Landkreises Fürstenfeldbruck an - seit über 11 Jahren ist sie stellvertretende Landrätin.

Bevor Frau Schneid auf Kreisebene politisch tätig wurde, engagierte sie sich als Vorsitzende der Frauenunion (FU) Gröbenzell und anschließend als Kreisvorsitzende der Frauenunion in der Frauenpolitik und hier besonders auf sozialem Sektor. Ihr Anliegen war dabei das Engagement von Frauen in der Politik. Sie organisierte Seminare für Frauen zur Vorbereitung auf eine Kandidatur auf Orts- und Kreisebene und motivierte Frauen in persönlichen Gesprächen, sich für ein Mandat zur Verfügung zu stellen. Ihr gebührt ein entscheidender Anteil daran, dass die Zahl der weiblichen Mandatsträger im Landkreis erheblich anstieg.

Zusätzlich hatte Frau Schneid 12 Jahre von 1978 bis 1990 Erfahrungen im Gemeinderat Gröbenzell gesammelt. Als dortige Kulturreferentin legte sie ihr Hauptaugenmerk auf die Förderung des kulturellen Lebens in der Gemeinde. Beim Bau des Bürgerhauses war sie mit eingebunden und hat entscheidend dafür gesorgt, dass auch eine umfangreiche Bibliothek und ein Raum für Kunstausstellungen eingeplant und realisiert wurden.

Daneben war Frau Schneid 15 Jahre Vorsitzende der Volkshochschule Gröbenzell. Dort gelang es ihr trotz sich jährlich wiederholender zäher Kämpfe mit gemeindlichen Mandatsträgern, dieser Einrichtung die notwendigen finanziellen Mittel und der Gemeinde örtliche Fortbildungsmöglichkeiten zu erhalten.

Auf Kreisebene sind die Bereiche „Kultur, Soziales und Frauen“ drei wichtige Arbeitsschwerpunkte, die Frau Schneid mit Ausdauer und Fachkompetenz „beackert“. In der ersten Legislaturperiode von 1990 bis 1996 war sie im Kreistag Referentin für Frauen und Familienangelegenheiten. Der Erwerb und die Einrichtung eines Frauenhauses erforderte ihr besonderes Engagement. Dazu unterstützte sie tatkräftig die begleitende Installation des Frauennotrufs im Landkreis. Außerdem wurde mit ihrer Unterstützung das Frauenforum im Landkreis ins Leben gerufen. In kultureller Hinsicht galt vor allem dem Jexhof, einem Bauernhofmuseum mit hoher regionaler und auch überregionaler Bedeutung ihre besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Daneben hat sie sich viele Jahre im Gremium für die Verleihung des Kunstpreises des Landkreises engagiert.

Als Mitglied im Kulturausschuss des Kreistags übernahm sie in der Zeit zusätzlich Verantwortung. Von 1996 bis 2002 war sie außerdem Mitglied im Personalausschuss und 1996 bis heute Mitglied im Kreisausschuss des Kreistags.

Hohe Integrationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Sachverstand sind Eigenschaften, die nicht nur die eigene Partei zu schätzen weiß. Dies zeigte sich 2002 mit ihrer einstimmigen Wahl zur weiteren Stellvertreterin des Landrates im Kreistag des Landkreises Fürstenfeldbruck.


Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Puchheim ist heute nicht nur als Gratulant, sondern auch als ausgezeichnete Persönlichkeit anwesend. Herr Dr. Kränzlein, darf ich Sie zu mir bitten.

Laudatio:
Herr Dr. Herbert Kränzlein war Mitglied des Gemeinderats der Gemeinde Puchheim von 1984 bis 1988. In dieser Zeit erfüllte er u.a. auch die Aufgabe des Veranstaltungsreferenten. 1988 wurde er zum 1. Bürgermeister gewählt; dieses Amt übt Herr Dr. Kränzlein in ununterbrochener Folge - seit 2006 in der vierten Amtszeit - aus.

Als 1. Bürgermeister ist es ihm in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat gelungen, Puchheim nachhaltig zu entschulden. In seine Verantwortung fallen vor allem die in letzter Zeit von ihm vorangetriebenen Projekte der Re-Kommunalisierung der Stromversorgung und die Erschließung von Geothermie für seine Gemeinde.

Ein besonderes Anliegen sind Herrn Dr. Kränzlein Kultur und schöne Künste, die er im Rahmen des Möglichen fördert und auch persönlich unterstützt. So hat er seinen Bürgerinnen und Bürgern mit der von ihm selbst moderierten Gesprächsreihe „Begegnungen“ prominente und weniger prominente Mitmenschen vorgestellt. Das Puchheimer Kulturzentrums PUC entstand während seiner zweiten Amtszeit als 1. Bürgermeister.

Er war maßgeblich daran beteiligt, dass damit den Einwohnern der Gemeinde eine erfolgreiche Einrichtung für Kunst und Kultur zur Verfügung steht. Das PUC ist ein architektonisches Wahrzeichen für die Gemeinde geworden und zieht mit seinen hochwertigen Kulturprogrammen sogar Besucher von außerhalb der Landkreisgrenzen an.

Im Kreistag des Landkreises Fürstenfeldbruck ist Herr Dr. Kränzlein seit 1990 nicht nur Mitglied. Er hat neben einer 6-jährigen Funktion als Sprecher der SPD-Fraktion in mehreren Ausschüssen mitgewirkt und ist auch heute noch im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Kreisklinik und Seniorenheim aktiv.

In der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck kümmerte er sich von 1992 bis 1993 als 1. Vorsitzender um die notwendige finanzielle Ausstattung und unterstützt seit fast 5 Jahren als 2. Vorsitzender die derzeitige Leitung bei den jährlichen Budgetverhandlungen.

Herrn Dr. Herbert Kränzlein wurde vom Staatsminister des Innern für diese ehrenamtlichen Leistungen die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze verliehen.


Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Laudatio:
Herr Georg Prohaska, wohnhaft in Germering, war 1955 Gründungsmitglied des Posaunenchors an der Erlöserkirche in München-Schwabing. Seit 1966 leitet er den Posaunenchor. Ab dieser Zeit hatte er mehr als 30 Jahre die alleinige Verantwortung für die Organisation und die Geschäftsführung des Chores. In den mittlerweile 40 Jahren seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hat Herr Prohaska nachhaltig ein musikalisches Angebot für Laien vorgehalten, das sowohl einem anspruchsvollen Bildungsauftrag dient, als auch zur christlichen Wertevermittlung beiträgt.

Neben seiner ehrenamtlichen Dirigententätigkeit wurde auch die "Kärrnerarbeit" des Posaunen-choralltags erfolgreich von ihm geleistet. Über 30 Jahre nahm er alle Funktionen seines Ensembles war: Er war gleichzeitig Obmann, Notenwart, Instrumenteneinkäufer und -pfleger; für die Chormitglieder darüber hinaus Weggefährte, Freund und nicht selten wohl auch Seelsorger.

Da Herr Prohaska bereits 1949 in die Jugendgruppe der Erlöserkirche eintrat, kann ihm bescheinigt werden, dass er das vergangene halbe Jahrhundert der Geschichte der Erlöserkirche intensiv miterlebte und mit gestaltete. In diese Zeit fielen z. B. die Grundsteinlegung des Gemeindezentrums, mindestens vier Jubiläumsfeierlichkeiten und Einweihungsfeierlichkeiten bei Kirchenrenovierungen und Orgelweihen.

In der gesamten Zeit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ist Herr Prohaska immer ein außerordentlich freundlicher und bescheidener Maestro geblieben. Ein Musiker, der zudem über 30 Jahre im Chor der Erlöserkirche mitgesungen hat und der sich seit etwa acht Jahren um die Jungbläserausbildung im mittelfränkischen Meinheim kümmert. Herr Prohaska hat in über 40-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit anerkennenswerte Verdienste für die Pfarrgemeinde der Erlöserkirche "an der Münchner Freiheit" und für die Allgemeinheit erworben.


Im Juli 2007 wurde ihm dafür das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen.


Laudatio:
Frau Sybille Gutekunst ist seit 1979 ehrenamtlich und sehr aktiv beim Sozialdienst Germering tätig.

1979 begann sie in der Bastelgruppe und als Betreuerin im Treffpunkt 60+. Sie organisierte zur Unterhaltung der Senioren Lesungen und spielte in der Theatergruppe mit. In dieser Zeit fuhr sie immer wieder Senioren zum Arzt und stellte sich auch dem Fahrdienst zur Verfügung.

1990 übernahm Frau Gutekunst die Leitung des Fahrdienstes. Diese Funktion hatte sie ca. 10 Jahre bis Ende 2000. Der Fahrdienst des Sozialdienstes organisiert die Beförderung und Begleitung alter und kranker Menschen zum Arzt oder zur Therapie. Jährlich wurden ca. 1000 Fahrten organisiert, für die ehrenamtliche Helfer sich und ihr Privat-Kfz gegen Auslagenersatz zur Verfügung stellen. Aufgabe von Frau Gutekunst war, die Fahrwünsche entgegenzunehmen und die Fahrer zu organisieren. Sie hat dies mit großem Organisationstalent gemacht. Sie motivierte ihre Helfer in besonderer Weise und erreichte einen hervorragenden Teamgeist im Fahrdienst.

Im Dezember 2000 baute Frau Gutekunst als Leiterin die Germeringer Tafel auf. Die Tafel gibt jeden Dienstag kostenlos Lebensmittel an Bedürftige aus. Jeweils Montags werden die gespendeten Lebensmittel von Händlern abgeholt, aussortiert und vorbereitet für die Ausgabe am nächsten Tag. Die Leiterin hat die Aufgabe, den Kontakt zu den Lieferanten herzustellen und zu pflegen, den Einsatz der Mitarbeiter zu koordinieren, die Zusammenarbeit mit den anderen Tafeln des Landkreises zu fördern, die Bedürftigkeit der Klienten zu prüfen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

Mit ihrem Organisationstalent und ihrem Geschick in der Mitarbeiterführung hatte Frau Gutekunst in kurzer Zeit ein sehr effektives Team zusammen. So konnte sich die Tafel zu einem wichtigen Hilfsnetz für bedürftige Germeringer Bürger entwickeln. Derzeit werden wöchentlich ca. 120 Personen mit kostenlosen Lebensmitteln versorgt. Frau Gutekunst steht für diese Aufgabe beinahe rund um die Uhr zur Verfügung, da es nicht selten vorkommt, dass große Lieferanten plötzlich ganze Paletten an Lebensmitteln zur Verfügung stellen und diese Waren dann schnellstens untergebracht werden müssen.

Frau Gutekunst hat ihre Aufgaben beim Sozialdienst Germering immer ganzheitlich gesehen und ausgeführt. War ein Bedürftiger nicht in der Lage, zur Tafel zu kommen, so wurde eben die Lieferung nach Hause organisiert. Und hatte sie keinen Fahrer zur Verfügung, so machte sie es eben selbst. So hat sie z.B. eine Seniorin, die sie während des Fahrdienstes kennen lernte, zwei Jahre im Wechsel mit einer anderen Helferin mit warmem Mittagessen versorgt, weil diese sich nicht mehr selbst kochen konnte.

Doch damit hat sich das soziale Engagement von Frau Gutekunst noch nicht erschöpft. Auch im Förderverein der Jesus-Christus-Kirche Germering ist sie als Gründungsmitglied seit 1990 ehrenamtlich tätig. Unter anderem stand sie bei diversen Veranstaltungen dem Vorstand des Fördervereins mit Rat und Tat und "kulinarischen" Genüssen zur Seite. Seit vielen Jahren hat sie außerdem in den kalten Monaten nach den Gottesdiensten für die Kirchenbesucher die sogenannte Kirchensuppe angeboten. Zu diesen Gelegenheiten wurden die Lebensmittel von Frau Gutekunst und einem weiteren Mitglied des Vereins unentgeltlich zur Verfügung gestellt und zubereitet.

Frau Gutekunst hat sich seit 28 Jahren in Ausübung ihrer Ehrenämter sehr große Verdienst für ihre Mitmenschen erworben. In Anerkennung dieser weit über das normale Maß hinausgehenden Leistungen wurde ihr im August 2007 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen.


Laudatio:
Frau Adolfine Michaelis trat 1989 der Senioren-Aktiv-Gruppe im Sozialdienst Germering e.V. bei. Sie war von Anfang an sehr engagiert und wurde sehr schnell in die Organisation der Aktivitäten der Gruppe eingebunden. Frau Michaelis unterstützte bald nach Beginn ihrer Mitgliedschaft die damaligen Leiter der Senioren-Aktiv-Gruppe, bis sie 1996 die alleinige Leitung übernahm; diese hat sie auch heute noch inne. Ihre Funktion übt sie ehrenamtlich durch Einsatz ihrer freien Zeit und unentgeltlich aus; die Senioren-Aktiv-Gruppe bezieht keine öffentlichen Zuschüsse und finanziert sich selbst durch die Mitglieder.

Was wird den Senioren von Frau Michaelis - auch mit Unterstützung einiger Mitstreiter - alles geboten:

Es gibt vierteljährlich neue Programme, die organisierte und geleitete Wanderungen einschließlich dem Organisieren von Bussen und Fahrtkostenabrechnungen enthalten, mit ausgearbeiteten Radtouren, im Winter mit Skiausflügen und -touren, es sind Theater- und Konzertbesuche möglich, regelmäßige Vorträge, Seniorenturnen und Wassergymnastik, Kegelabende und Seniorentanzveranstaltungen.

Besuchsdienste und Krankenbesuche werden von Frau Michaelis unter dem Motto "Miteinander - Füreinander" organisiert.

Die gesamten Aktivitäten werden von Frau Michaelis mit unermüdlichem Einsatz und ausgesprochen erfolgreich geleistet. Sie ist eine wichtige Stütze des Sozialdienstes Germering. Dank ihres Engagements erfreut sich die Senioren-Aktiv-Gruppe eines immer größeren Zuspruchs. Dies zeigt sich schon an der steigenden Zahl der Stammteilnehmer, die inzwischen auf über 140 angewachsen ist. Frau Michaelis ist auch zu verdanken, dass z.B. allein im Jahr 2005 knapp 2.700 soziale Stunden ehrenamtlich von der Gruppe geleistet wurden, 91 Veranstaltungen mit über 2.800 Teilnehmern stattfanden und die 46 Gymnastikstunden von ca. 960 Teilnehmern besucht wurden.

Frau Michaelis hat sich hervorragende ehrenamtliche Verdienste um ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger im Seniorenstand erworben. Dafür wurde ihr im August 2007 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen.


Laudatio:
In der Gemeinde Puchheim besteht seit 1990 der Deutsch-Ungarische Verein Puchheim e.V. Zweck des Vereins sind die Förderung der Völkerverständigung durch gegenseitiges Verständnis für Geschichte und Kultur und unterstützende Maßnahmen im kulturellen und sozialen Bereich zwischen diesen Ländern.

Frau Anna Nagel wurde bei der Vereinsgründung 1990 zur Kassiererin gewählt und hatte dieses Ehrenamt 1 ¾ Jahre inne. Bereits 1992 wurde sie zur 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Ehrenamt übt sie nach Wiederwahlen im 2-jährigen Turnus seit gut 15 Jahren bis heute unentgeltlich aus.

Durch ihr besonderes Engagement ist Frau Nagel der Motor einer lebendigen Partnerschaft der Gemeinde Puchheim mit den Partnerstädten Zalakaros und Nagykanizsa. So fanden seit 1992 über hundert Veranstaltungen mit Puchheimer und ungarischen Bürgerinnen und Bürgern statt, die sie persönlich initiierte und organisierte. Die Mitgliederzahl des Deutsch-Ungarischen Vereins Puchheim e.V. hat sich durch den Einsatz von Frau Nagel seit seiner Gründung verfünffacht und damit die erfolgreiche Arbeit der Vereinsführung dokumentiert. Die durch den Verein gebotenen Möglichkeiten zu Kontakten nach Ungarn nutzten bisher auch weit über 1000 Bürgerinnen und Bürger, die nicht Mitglied des Vereins sind. Hervorzuheben ist, dass Frau Nagel die zeitaufwendige Organisation der Reisen nach Ungarn und die Betreuung ungarischer Gäste in Puchheim übernommen hat.

Jährliche Spenden werden von ihr oft persönlich an soziale Einrichtungen in Ungarn übergeben, wobei sie vor Ort weitere Fahrten oder Projekte vorbereitet. Ihre Freizeit widmet sie ausschließlich dem Verein. Für die Mitglieder des Vereins hat Frau Nagel immer ein offenes Ohr, geht auf die Probleme von Hilfsbedürftigen ein, umsorgt Mitglieder bei Krankheiten, macht Hausbesuche bei älteren Mitgliedern und nimmt an fast allen Terminen des Vereins teil. Zusätzlich stellt sie regelmäßig den Verein in der Öffentlichkeit vor und wirbt erfolgreich neue Mitglieder.

Der Gemeinde steht sie daneben auch in ihrer Freizeit als Dolmetscherin zur Verfügung. Mit ihren Aktivitäten, die sie trotz Familie und Berufstätigkeit engagiert ausübt, leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Bayern und Ungarn. Das Bemühen der Gemeinde Puchheim um eine gut funktionierende Städtepartnerschaft fördert und unterstützt sie effektiv und umfassend.

Frau Anna Nagel hat sich hervorragende Verdienste in ihrem Ehrenamt erworben. Ihr wurde dafür im August 2007 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen.


Laudatio:
Frau Christa Schafferus war von 1979 bis 1989 zweite Vorsitzende und von 1993 bis zum Jahr 2003 erste Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Puchheim. Aus dieser Zeit hervorzuheben sind vor allem der Aufbau einer professionellen ambulanten Alten- und Krankenpflege, eines umfassenden hauswirtschaftlichen Versorgungsangebotes sowie die Einrichtung von Mittagsbetreuungen an den Puchheimer Grundschulen. Außerdem wurden während der ehrenamtlichen Tätigkeit von Frau Schafferus sogenannte Kinderparks in Puchheim auf- und ausgebaut.

Während die Nachbarschaftshilfe Puchheim im Auftrag der Gemeinde den Fröbelkindergarten führte, welcher zu dieser Zeit einen Anteil von bis zu 90 % Immigrantenkinder hatte, gelang es unter der Leitung von Frau Schafferus, erfolgreiche Integrationsarbeit zu leisten. Auch der konsequente Ausbau des sogenannten "Schülerdienstes", ein Hort zur Betreuung von "schwierigen" Kindern und Jugendlichen, ist Verdienst von Frau Schafferus.

Über all die Jahre gelang ihr, den Grundgedanken der Nachbarschaftshilfe, nämlich die Hilfe auf Gegenseitigkeit, in ihrer Gemeinde zu verbreiten. So bewegte sie viele ehrenamtliche Helfer zur unentgeltlichen Sozialarbeit und förderte die soziale Einstellung ihrer Mitmenschen. Dank Frau Schafferus und ähnlich engagierten Mitstreitern umfasst der Verein Nachbarschaftshilfe Puchheim heute über 1000 Mitglieder. Ihr Verdienst war, die Nachbarschaftshilfe Puchheim aus kleinsten Anfängen zu einer leistungsfähigen Sozialstation geführt zu haben.

Neben ihrer sie zeitlich sehr in Anspruch nehmenden Tätigkeit bei der Nachbarschaftshilfe ist Frau Schafferus seit 1971 bis heute als Übungsleiterin beim FC Puchheim tätig. In dieser Zeit hat sie erfolgreich mehrere verschiedene Abteilungen des Vereins geleitet. Aufgrund ihres seit 36 Jahren vorbildlichen Einsatzes für den FC Puchheim wurde sie im Juli 2004 in einer ordentlichen Delegiertenversammlung zum Ehrenmitglied gewählt. Derzeit ist Frau Schafferus aktive Übungsleiterin der Herzsportgruppen und organisiert regelmäßig Wanderungen und Ausflüge für die Mitglieder des FC Puchheim.

Für ihren langjährigen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Puchheimer Bürger hat Frau Schafferus im September 2007 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern erhalten.


Laudatio:
Herr Gerhard Müller ist der 1. Vorsitzende des Musikvereins Türkenfeld. In dieser Funktion ist er seit 1986 für drei Musikkapellen, eine Musikschule und die "Rasselbande" - das sind die Kinder in der musikalischen Früherziehung - also für über 190 aktive Mitglieder Ansprechpartner und Organisator.

Mit großem Erfolg erledigt er ehrenamtlich die vielfältigen Aufgaben im Verein, wie z.B. die Organisation von Auftritten, Musikfesten, Übungsräumen, die Erschließung von Förderquellen, die Suche nach qualifizierten Ausbildern usw. Daneben werden durch die vereinseigene Zeitung "Tuten und Blasen" auch die ca. 350 fördernden Mitglieder publizistisch betreut.

Während der über 20-jährigen "Amtszeit" von Herrn Müller wurde eine Vielzahl von Projekten initiiert und durchgeführt, ich nenne hier als Beispiele
- die Gründung der vereinseigenen Musikschule mit neun Lehrkräften und über 100 Schülern
- seit 2003 das regelmäßige Blasmusik-Open-Air in Türkenfeld mit jeweils bis zu 1.000
Besuchern
- die Ausbildung des Nachwuchses
- Konzertreisen nach Italien, Österreich, Schweiz und innerhalb Deutschlands
- Probenseminare für das Orchester an der Musikakademie Marktoberdorf
- Kinderkonzerte und
- die schon genannte Musikerzeitung "Tuten und Blasen".

Herr Müller führt den Verein mit sehr viel Geschick und Engagement. Hervorragend versteht er es, die Mitglieder immer wieder zu motivieren und somit viele Vereinsaktivitäten zu großem Erfolg zu verhelfen. Trotz seines anspruchsvollen Berufs als Flugkapitän hat er jederzeit ein offenes Ohr für die Belange des Vereins. Der sinnvollen und erfolgreichen Jugendarbeit der ehrenamtlichen Vorstandschaft - vor allem gefordert und gefördert von Herrn Müller - ist zu verdanken, dass Türkenfeld ein "musikalisches" Dorf und der Musikverein weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt geworden ist.

Persönlich ist er natürlich auch seit 28 Jahren aktiver Musiker im Blasorchester. Außerdem spielt er mit ca. 20 Musikern seit 26 Jahren im Akkordeonorchester "Amper Lech". Auch dort ist er Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen bezüglich Engagements, Veranstaltungen und ähnlichem.

Herr Gerhard Müller hat sich um den Musikverein und die Gemeinde Türkenfeld in hohem Maße verdient gemacht. Er hat ohne finanzielle Entschädigung und unter überwiegendem Einsatz seiner Freizeit eine nicht alltägliche Aufbauarbeit geleistet, die bayernweit anerkannt und gewürdigt wird. Bei der Förderung der musikalischen Ausbildung der Kinder und Jugendlichen beweist er Organisationsvermögen und Geschick im Umgang mit jungen Menschen.

Als Anerkennung für diese hervorragende Leistungen im Ehrenamt wurde ihm im Juni 2007 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen.


Verdienstmedaillen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Laudatio:
Herr Günther Mayr hat 1975 den Philharmonischen Chor Fürstenfeld - damals als „Musikfreunde Grafrath“ - gegründet. Heute ist der Chor im In- und Ausland gut bekannt. Neben klassischen Oratorienwerken führt der Chor Faschingskonzerte im Sparkassensaal auf, die sich im ganzen Landkreis großer Beliebtheit erfreuen. Diese Faschingskonzerte, an denen Herr Mary als Solist selbst mitwirkt, werden von ihm inszeniert und wurden von ihm gegründet. Der größte Verdienst von Herrn Günter Mayr aber sind seine Operninszenierungen: Zusammen mit dem Philharmonischen Chor Fürstenfeld und dem Akademischen Sinfonieorchester München, unter der Leitung von Heinz Große Boymann inszenierte er – anfangs noch in Turnhallen, später in den Stadthallen von Garching und Germering – mit großem Erfolg Opern und Operetten wie die Zauberflöte, Hochzeit des Figaro, die Fledermaus, Carmen, der Freischütz, Aida und eine Welturaufführung „Der Brentan“ von Hans Posegga. In diesen Aufführungen debütierten zum Teil unbekannte Solisten, die heute Weltkarriere gemacht haben.

1979 bis 1989 war Herr Mayr als Kulturreferent bei der Gemeinde Garching tätig. Sein Auftrag war, das Bürgerhaus in Garching mit einem breitgefächerten Kulturprogramm durch professionelle Tourneetheaterbühnen, kombiniert mit Veranstaltungen von Garchinger Vereinen und Laienbüh-nen zu beleben und im Landkreis München als erste Theater-/ bzw. Veranstaltungsmetropole für die Garchinger Bürger und die Bürger der Nachbargemeinden und des Landkreises München aufzubauen. Dies gelang ihm vortrefflich. Er leistete in Garching Pionierarbeit als Kulturreferent. Durch seine Kreativität und seine positive Einstellung gelang es ihm, Teamgeist und Spielfreude bei allem Akteuren zu wecken. Mit Hilfe seiner beruflichen Kenntnisse als Bankkaufmann verband er die Kunst und Kultur auch mit dem finanziellen Aspekt und baute das Bürgerhaus Garching in den zehn Jahren seiner Tätigkeit zu einer sehr begehrten Tagungs- und Kongressstätte aus.

Seine große Vorliebe galt auch der Förderung und Unterstützung der Garchinger Vereine. Speziell die Garchinger Bauernbühne brachte er mit seinem - stets ehrenamtlichen - persönlichen Engagement als Regisseur und Manager, zu großem, beständigen Erfolg. Neben ländlichen Lustspielen seien hier besonders genannt die Klassiker von Ludwig Thoma ebenso wie überregional bekannte Autoren wie Joseph Maria Lutz und Alois Johannes Lippl. Sein Paradestück war „Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies“ von Kobell. Auch nach dem Weggang von Garching übernahm er in Abständen die Regie bei Aufführungen der Garchinger Bauernbühne. Besonders zu erwähnen seien hier die Aufführungen der Garchinger Bauernbühne bei der 200 Jahrfeier des Englischen Gartens in München. Unter seiner Regie wurde auf der Freilichtbühne in Garching der „Bayerische Jedermann“ aufgeführt, in dem er selbst den Jedermann spielte.

Herr Mayr war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2004 bei der Stadt Germering beschäftigt, Auch die Stadt würdigte bei seinem Abschied das berufliche Engagement von Herrn Mayr als Leiter des Eigenbetriebes Stadthalle Germering und des Kulturamtes der Stadt als "weit über das hinaus gehend, was man selbst von einem Mitarbeiter in dieser hervorgehobenen Position erwarten kann. Ihm ist es im Hohen Maße zu verdanken, dass sich die Stadthalle Germering zu einem kulturellen Mittelpunkt der Region entwickelt hat.“

Abrunden möchte ich die kulturellen Leistungen von Autor und Regisseur Günter Mayr mit der Nennung der Theatertage in Schongau und der Rasso-Festspiele in Grafrath, wo ihm gelungene Inszenierungen gelangen und abschließen mit dem Hinweis auf seine daran anschließenden In-szenierungen z.B. in Augsburg und Frankfurt.

Für diese, hoffentlich noch für lange nicht beendeten hervorragenden Leistungen auf kulturellem Gebiet hat Herr Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler Herrn Günter Mayr im Oktober 2007 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.


Laudatio:
Herr Ewald Rohloff aus Germering ist seit über 20 Jahren in der Vereinsarbeit für den Sport und damit für die Gesundheit seiner Mitmenschen aktiv. Er wurde 1984 Mitglied im TV Planegg-Krailling und ist seit dieser Zeit ehrenamtlich in der Koronarsportgruppe tätig. Die weithin bekannte Herzsportgruppe hat ca. 90 Mitglieder, die unter der Leitung von drei Übungsleitern und vier Ärzten ihren medizinisch überwachten Sport ausüben. Herr Rohloff leistete wertvolle Unterstützung für die Übungsleiter und Ärzte sowohl bei der Organisation wie auch der Zusammenstellung der Übungsgruppen und bei den umfangreichen Verwaltungsarbeiten wie z.B. den Abrechnungen mit der Geschäftsstelle des Vereins und den Krankenkassen. Er tritt für die Wahrnehmung der Interessen des Koronarsports bei den übergeordneten Bezirks- und Landesarbeitgemeinschaften ein und ist Delegierter bei der Hauptversammlung des Vereins.

Als Mitglied des Bayerischen Fußballverbandes und des Sportclubs Unterpfaffenhofen Germering fungiert er nach altersbedingtem Ausscheiden als Schiedsrichter-Obmann im Fußball immer noch als Ansprechpartner und Beobachter für die aktiv tätigen Schiedsrichter.

Doch nicht nur diese ehrenamtlichen Tätigkeiten sind Herrn Rohloff wichtig, auch familiärer Zusammenhalt und die Nachbarschaftshilfe liegen ihm sehr am Herzen. Im „Kinderland Jonathan“ in Germering engagierte er sich für Spenden für die Tombola des Sommerfestes. Er organisierte z.B. den Hauptgewinn für die Tombola und wurde dazu auch bei OB Dr. Braun und der 2. Bürgermeisterin Frau Richter vorstellig.

In der Zeit seit 1999 half und hilft Herr Rohloff neben einem krebskranken Verwandten zwei weiteren schwerkranken Menschen aus seiner Nachbarschaft. Er organisierte 1999 einen Umzug in „Betreutes Wohnen“ und fuhr seine Schützlinge regelmäßig zu Behandlungen, Therapien sowie zu sonstigen regelmäßigen Arztbesuchen, auch wenn diese zum Teil eine Wartezeit von bis zu fünf Stunden erforderten. Monatliche, sehr zeitaufwendige Abrechnungen mit Krankenkassen erledigt Herr Rohloff ebenso wie Korrespondenzen mit Behörden oder die Begleitung bei Bankgeschäften für seine schwerkranken Nachbarn. Regelmäßig notwendige Besorgungsfahrten sind ihm in dem Rahmen eine Selbstverständlichkeit.

Herr Rohloff steht den von ihm ehrenamtlich betreuten Mitmenschen in einem Maße zur Seite, das weit über das hinausgeht, was von einem Verwandten oder von einem Nachbarn erwartet werden kann. Herr Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler hat ihm in Anerkennung dieses ehrenamtlichen und sozialen Engagements im September 2007 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.


Laudatio:
Herr Josef Haas aus Olching war hat sich über lange Jahre Verdienste sowohl im sozialen als auch im sportlichen Bereich erworben.

Er war 36 Jahre lang von 1963 bis 1999 als Kirchenpfleger der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Olching ehrenamtlich tätig. Vor allem bei zahlreichen großen Vorhaben in dieser Zeit brachte sich Herr Haas aktiv und überaus engagiert ein und war eine große Stütze und Hilfe für die in dieser Zeit im Amt befindlichen Pfarrer. Exemplarisch für die unter Mitwirkung von Herrn Haas erfolgreich durchgeführten Projekte können genannt werden die Instandsetzungsarbeiten am Pfarrhaus, der Kauf eines geeigneten Grundstücks und anschließend Neubau des Pfarrkindergartens und die Renovierung des Jugendheims der Pfarrei. Daneben hatte Herr Haas von Beginn an bis 1980 die Buchhaltung für die Kirchenstiftung St. Peter und Paul in seinen Händen. Er scheute dabei auch nicht die Mühe, anfangs in seiner Freizeit mit dem Fahrrad ganz Olching abzuradeln, um persönlich bei den katholischen Gemeindemitgliedern das Kirchgeld einzusammeln. Zusätzlich war Herr Haas von 1969 bis 1971 Mitglied des Pfarrgemeinderates der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul.

Die "sportliche" Seite von Herrn Haas zeigt sich an seinem ehrenamtlichen Engagement beim Turn- und Sportverein Fürstenfeldbruck-West. So war er 1972 Mitbegründer des Vereins und wurde 1977 bis 1982 zum 2. Vorstand gewählt. 1992 beim 20-jährigen und 1997 beim 25-jährigen Jubiläum des TSV Fürstenfeldbruck-West war Herr Haas im Festausschuss tätig, organisierte die Festtage und half bei der Organisation mit.

Auch im Verein für Sport, Gymnastik und Rehabilitation in Olching engagierte sich Herr Haas Jahre lang. 1983 wurde er als 2. Vorsitzender in den Vorstand des VSG Olching e.V. gewählt. Seine Aufgabe war, als verlängerter Arm des kranken 1. Vorsitzenden die Organisation der Übungsstunden und Veranstaltungen zu übernehmen. Dieser Aufgabe hat er sich mit viel Engagement und Zeitaufwand gewidmet. Als 1987 der Kassier des Vereins verstarb, stellte sich Herr Haas sofort zur Verfügung, da er aus seinen beruflichen Kenntnissen heraus dafür besonders prädestiniert war. Seine Aufgaben umfassten nun die Doppelfunktion 2. Vorstand und Kassier; Herr Haas erledigte neben allen umfangreichen Aufgaben des Kassiers auch weiterhin die organisatorischen und administrativen Dinge der Vereinsführung und die Organisation sonstiger Veranstaltungen wie zum Beispiel des 30-jährigen Vereinsjubiläums.

Herr Haas investierte in die genannten Tätigkeiten einen großen Teil seiner Freizeit; ehrenamtliche Arbeitsstunden, die mit den Jahren weit in die Tausende gehen!

2002 konnte Herr Haas den 2. Vorstand abgeben, so dass zumindest die funktionelle Doppelbelastung beendet war. Geändert hat sich seitdem nicht aber allzu viel. Beim Neubau der viel zu klein gewordenen Hütte (der Verein hat derzeit fast 200 Mitglieder) engagierte er sich wieder intensiv. Auch hier sind von ihm allein in einem Jahr 300 Stunden für Organisation und handwerkliche Arbeit aufgewendet worden.

Herr Haas war außerdem im Landesverband des Behinderten- und Versehrten-Sportvereins Bayern tätig und nahm die Funktion des Landesrevisors von 1992 bis 1996 wahr.

Herr Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler hat ihm in Anerkennung dieses überdurchschnittlichen Engagements im September 2007 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.


Laudatio:
Herr Siegfried Michl, wohnhaft in der Gemeinde Puchheim, ist seit 1991 unermüdlich für den 1985 gegründeten Christophorus Hospiz Verein e. V. München tätig und zu einer tragenden Säule für dessen Arbeit geworden. Seit mehr als einem Jahrzehnt bringt er sich darüber hinaus mit großem persönlichem Engagement als Hospizhelfer in der Betreuung schwerkranker, sterbender Menschen und deren Angehörigen ein. Die Bürgerbewegung Hospiz wird im Wesentlichen von Spenden und privaten Stiftungen getragen. Von Beginn seines ehrenamtlichen Wirkens an hat Herr Michl deshalb auch die Hospizarbeit in diesem Bereich tatkräftig unterstützt und zahlreiche Fördermitglieder für den Verein geworben.

Im Jahr 1993 startete er in Eigenregie den ersten Versuch eines Basars. Der dabei erzielte Erfolg ermunterte ihn, auch in den Folgejahren einen Weihnachtsbasar durchzuführen. Im Dezember 2004 fand bereits der 12. Basar statt, für den schon im August mit einem Aufruf in der Presse die Vorbereitungen begannen. Dieser von ihm organisierte Weihnachtsbasar war eine logistische Glanzleistung und sprengte alle bisher erreichten Rekorde. Die Bevölkerung spendete unzählige Waren, die von Herrn Michl begutachtet, sortiert, gereinigt und ausgepreist wurden. Dafür verwendete er zusammen mit seiner Ehefrau viele Stunden. Der Erlös übertraf das Ergebnis von 2003 um das Doppelte und lag bei ca. 30.000 Euro. Mit dem 12. Basar hatte Herr Michl sein Engagement für die Weihnachtsbasare beendet. Es ist ihm gelungen, insgesamt rund 130.000 Euro für den gemeinnützigen Christophorus Hospiz Verein, für den er als Hospizhelfer und in Sachen „Öffentlichkeitsarbeit“ weiterhin tätig ist, zu erwirtschaften.

Herr Michl hat ein hohes Maß an Gemeinsinn bewiesen und sich in hervorragender Weise verdient gemacht. Herr Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler hat ihm für seine Verdienste im Dezember 2007 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.


Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Frau Anneliese Höflmayer, Hausfrau und Mutter von 3 Kindern aus Moorenweis leistet seit 40 Jahren außergewöhnliches. Seit der Geburt ihres schwerst körperlich und geistig behinderten Sohnes Robert pflegt sie diesen mit großer Hingabe und unter Zurückstellung ihrer eigenen Interessen und Wünsche.

Diese Pflege umfasst alle Hilfen für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens. Mit selbst erlernten Techniken schafft Frau Höflmayer es, ihren Sohn jeden Tag für die Arbeit herzurichten und am Abend für das Bett fertig zu machen. Rund um die Uhr kümmert sie sich mit großem Verantwortungsbewusstsein, unerschütterlicher Liebe und Aufopferung um ihren Sohn.

Beeindruckender wird diese Leistung, wenn man weiß, dass sie zwei weitere Kinder groß gezogen hat. Dabei war es nicht nur ihr Sohn, der ihr Sorgen bereitete.

1985 erkrankte ihre älteste Tochter lebensgefährlich und langwierig. Der Ehemann von Frau Höflmayer wurde vor ungefähr 10 Jahren schwer krank und musste sich mehreren Operationen unterziehen. In dieser Zeit vom Beginn seiner Krankheit bis hin zur REHA war Frau Höflmayer auf sich alleine gestellt. Die Hilfe ihrer Töchter nahm sie nur im äußersten Notfall an. Sie wollte niemanden zur Last fallen.

Ruhephasen kennt Frau Höflmayer kaum, ihre ganze Zeit opfert sie für ihre Familie und wenn sie sich nicht gerade um ihren Sohn kümmert, oder ihre Enkel hütet, bessert sie das Familieneinkommen durch eine Nebentätigkeit auf.

Die einzige Zeit im Jahr, in der sie sich entspannen kann, sind zwei Wochen, in denen ihr Sohn zur Kurzzeitpflege darf. Um diese Kur zu erhalten, bedarf es Jahr für Jahr eines neuen Papierkriegs, den sie ebenfalls selbst ausfechtet. Doch was sind zwei Wochen gegen einen Fulltime Job!

Frau Höflmayers mitmenschliches Engagement, das Sie nun seit vier Jahrzehnten für ihren Sohn leistet, ist zutiefst bewundernswert und verdient größte Anerkennung und Respekt. Für diese überdurchschnittlichen Leistungen hat ihr Herr Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler im März 2007 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik verliehen.

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