Brand im BRK-Altenheim: Großübung der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes

 

Fürstenfeldbruck: BRK Altenheim | Wie schnell ein Brand ausbrechen kann, sollte jedem bewusst sein! Dass dies jedoch auch z.B. Altenheime, Krankenhäuser oder Hotels treffen kann, welche alle auf Grund der hohen Bewohner-, Besucher- oder Patientenzahl ein wesentlich höheres Gefahrenpoential aufweisen, zeigte sich bei dem Altenheimbrand in Puchheim und dem Hotelbrand in Eichenau in den vergangenen Wochen.
Aus diesem Grund sind ständige Fort- und Weiterbildungen im Katastrophenschutz unerlässlich. Am Dienstag Abend probten probten die Feuerwehr Fürstenfeldbruck zusammen mit einem Teil der Einheiten des Katastrophenschutzes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Fürstenfeldbruck den Ernstall im BRK-Altenheim Fürstenfeldbruck in der Stadlbergerstraße.
"Das Altenheim ist zur Zeit unbewohnt, da es demnächst abgerissen und neu aufgebaut wird. Von daher ein idealer Schauplatz für das Szenario", so Daniel Pröbstl, Einsatzleiter der SEG.
Im vierten Stock des Altenheim brach ein Feuer aus. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, welche im Rahmen eines regelmäßigen übungsabends teilnahmen, und das Einsatzteam des BRK trafen sich zu der geplanten Übung gegen 19.30 Uhr in der Nähe des Altenheimes. Zu dieser Zeit war die Kapelle im 4. Stock des Altenheimes durch die Feuerwehr bereits komplett verraucht worden. Die realen Übungspatienten, welche zum Großteil aus der Feuerwehr Grafrath kamen, standen schon auf dem Dach und riefen um Hilfe. Weitere Patienten lagen "bewusstlos" in der Kapelle. Wie viele Patienten im Rahmen der Übung zu erwarten waren, wussten die Einsatzkräfte vorher nicht.
Die Feuerwehr begann sofort mit der Rettung der Personen und der Brandbekämpfung.
Parallel dazu begann das BRK mit dem einrichten einer Verletztenablage auf einer Wiese in sicherer Entfernung zur Einsatzstelle. Eine zweite Einheit des BRK baute innerhalb von ca. fünfzehn Minuten ein Behandlungszelt zur weiteren Versorgung der Patienten auf.
Insgesamt mussten bei der Übung sechs Patienten gerettet und versorgt werden. Eine besondere Herausforderung stellte dabei für die Feuerwehr ein plötzlicher Notfall eines Atemschutzträgers im Brandabschnitt dar, welcher von der Übungsleitung vorher besprochen und dann eingespielt wurde. Der Feuerwehrkamerad konnte von einem Sicherungstrupp schnell über die Drehleiter gerettet werden.

"Insgesamt war die Übung ein voller Erfolg! Wir konnten von der Technik, über die Versorgung, bis hin zum Abtransport der Patienten alle wesentlichen Schritte durchspielen. Für unsere jungen Mitglieder, die mit Schadensereignissen dieser Art noch nicht konfrontiert wurden, war es eine gute Gelegenheit Routine und Sicheheit zu bekommen. Die Zusammenarbeit mir der Feuerwehr war hervorragend. Wir hoffen auf weitere Übungen dieser Art.", zeigte sich Pröbstl nach der Übung zufrieden.
Auch Amira Hanisch, die während der Übung als Abschnittsleiterin für die Verletztenablage fungierte, zeigte sich begeistert: "Solch eine Großübung bringt uns allen mehr Routine für den Ernstfall. Ich konnte eine Führungsrolle übernehmen, die ich bis dato noch nie inne hatte und kann so in diese Aufgaben hineinwachsen. Es wird analysiert, was gut gelaufen ist und wo Verbsserungsbedarf besteht. Bei dieser Übung ist alles recht gut verlaufen, obwohl viele Teilnehmer neue Positionen und Aufgaben zum ersten Mal getestet haben. Somit kann man mit einem guten Gefühl nach Hause gehen und fühlt sich für einen bevorstehen Ernstfall gut vorbereitet."

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