6000 Besucher bei Aktionstag der Sicherheitsorganisationen in Fürstenfeldbruck
Trotz der Einwehung des GRG, mit anschließendem Tag der offenen Tür, und den Oldtimer-Tagen drängten Tausende im Laufe des Tages zum Aktionstag der Sicherheitsorganisationen auf das Gelände der Brucker Feuerwehr.
Pünktlich, wie für Soldaten üblich, landete um 9:30 Uhr der erste Hubschrauber, eine Bell-UH 1D „der Freunde des Lufttransportgeschwaders aus Penzing“, wie Andreas Lohde die Einheit begrüßte.
Diesem Helikopter folgte gegen 9:45 Uhr der Feuerwehrhubschrauber der EADS. Zur Eröffnung des Aktionstages, um 10:00 Uhr setzten dann noch die Helfer der Bundespolizei zur Landung in Fürstenfeldbruck an.
In einem Rundgang über das Ausstellungs- und Veranstaltungsgelände, zu dem diesmal auch ein Teil der Landsberger Straße gehörte, wurden die verschiedenen Organisationen vom Vorsitzenden der Brucker Feuerwehr, Andreas Lohde, vorgestellt und begrüßt.
Neben den erwähnten Hubschrauberstaffeln, konnte der Organisator später noch „die Freunde der Polizeihubschrauberstaffel Bayern“ begrüßen, deren Eurocopter die Besucher bis 18:00 Uhr besichtigen konnten.
Den ankommenden Besuchern bot sich schon auf der Landsberger Straße ein Bild, dass an eine Feuerwehrfachmesse erinnerte. Ob werksneue Feuerwehrfahrzeuge, wie das der Firma Lentner, das in seinem futuristischen Design für viele Besucher mehr einem Raumfahrzeug glich als einem Flugfeldlöschfahrzeug, oder beeindruckende Unikate wie das Quard der Feuerwehr Garmisch, ein Vierrad getriebenes Geländefahrzeug, mit dem die Brandbekämpfer auch auf entlegene Almen kommen – aus dem ganzen Umland beteiligten sich Feuerwehren am Aktionstag. Aber auch Einheiten des Rettungsdienstes aus benachbarten Landkreisen, wie die ASB Rettungshundestaffel Weilheim-Starnberg oder die Sondereinsatzgruppe des BRK aus Gauting, kamen gerne zu der Großveranstaltung der Hilfsorganisationen.
Schirmherr Reinhold Bocklet lobte bei seinem Besuch das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer.
Ein erster der vielen Höhepunkte war die Winchvorführung von Bundeswehr und Bergwacht. Dabei demonstrierten die Spezialisten die Rettung von verunfallten im Gebirge. Der Bundeswehrhubschrauber wurde vom Piloten in den Schwebeflug gebracht und auf ca. 30m Höhe gehalten. „Ein Verfahren, das großes Können und äußerste Konzentration vom Piloten verlangt,“ wie Kommentator Andreas Lohde betonte. Dann lies der Bordwart mittels Winde ein Stahlseil vom Hubschrauber herab, bis es die Bergwachtmänner, die in etwa 20.m Höhe im Drehleiterkorb standen, erreichen konnte. Ein Bergretter nach dem anderen wurde so in den Hubschrauber gewincht, während der Helikopter immer noch ohne jeden Vortrieb über dem Drehleiterkorb schwebte. Anlässlich der eindrucksvollen Übung, die später auch noch von den Kollegen der Bundespolizei durchgeführt wurde, verwies Schirmherr Bocklet auf die Wichtigkeit der zivil-militärischen und zivil-polizeilichen Zusammenarbeit im Rahmen des Bevölkerungsschutzes. „Nur wenn die Organisationen auch bei den Übungen Hand in Hand arbeiten kann auch weiterhin das hohe Niveau bei der einsatzmäßigen Zusammenarbeit gehalten werden,“ argumentierte Bocklet. Kurz darauf beobachteten die Gäste der Großveranstaltung die Landung der „Freunde der Polizeihubschrauberstaffel Bayern,“ wie Lohde die fliegenden Gesetzeshüter begrüßte.
Die Besucher des Aktionstages konnten aber nicht nur bei beeindruckenden Übungen und Vorführungen zusehen, sondern sie konnten auch selber aktiv werden, wie etwa bei einer Brandsimulationsanlage.
Die Firma Naderer hatte vier Simulationsanlagen im Übungshof aufgestellt. An drei Anlagen wurde den Besuchern das Vorgehen der Feuerwehren bei der Brandbekämpfung gezeigt. Eine der mit Gas betriebenen Anlagen, lud die Besucher ein einen brennenden Papierkorb zu löschen. Auch Kinder konnten hier, unter Anleitung eines echten Feuerwehrmannes erste Schritte im Feuerlöschen üben. Nachwuchswerbung betrieben aber auch die Mitglieder des Jugendrotkreuzes, die zusammen mit Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und dem KJR ein umfangreiches Kinderprogramm aufgebaut hatten.
Gegen 18:00 Uhr, nachdem die Vorführungen der Jugendfeuerwehr, die Feuerwehrmodenschau oder die Rettungshundeübung für Begeisterung gesorgt hatten, stellten dann auch die Mitglieder der Feuerwehr Aich und Puch ihre Kinderrundfahrten mit den Feuerwehrfahrzeugen ein, was bei so manchem der Kleinen Besucher die Tränen laufen lies. Andreas Lohde, der sich abschließend nochmals beim Schirmherren, beim stv. Inspekteur der Luftwaffe und beim Bundespolizeipräsidium besonders bedankte, verwies allerdings bei der Verabschiedung der Einheiten bereits auf den nächsten Aktionstag und lud alle Interessierten für das Jahr 2010 erneut ein auf das Gelände der Feuerwehr Fürstenfeldbruck.





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