Dem Hirschkäfer auf der Spur

Weibliche Hirschkäfer an einer Eiche in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis)

Friedrichsdorf: Friedrichsdorf | Der Hirschkäfer ist eine in Deutschland seltene und stark gefährdete Tierart. Wer noch keinen im Wald gefunden hatte, konnte sich das Leben der Hirschkäfer in der Ausstellung "Natur auf der Spur" beim Hessentag 2010 in Stadtallendorf anschauen.
Beim Hirschkäfer handelt es sich um einen der größten Käfer Europas, dessen auffälligstes Merkmal ein Geweih ist. Ein prächtige Geweih findet man aber nur bei etwa der Hälfte der Exemplare, da es wie beim Hirsch nur bei den Männchen vorhanden ist. So riesig wie die bei "Natur auf der Spur" gezeigten Exemplare aus Plastik ist der einige Zentimeter lange Käfer aber nicht.
Der Käfer verbringt den größten Teil seines Lebens im Larvenstadium unter der Erde. Larven konnte man in der Naturausstellung auch anschauen, wobei die Kunststoffexemplare ungefähr die richtige Größe hatten.
Als ich mehrmals im Herrenwald gezielt nach Hirschkäfern geschaut hatte, konnte ich auch auf einer gut als Lebensraum geeigneten Fläche aus Buchen-Eichen-Mischwald mit Baumstümpfen keinen Käfer finden. Dafür traf ich aber am 30. Juni 2010 abends gleich zwei Exemplare auf einem Gehweg in Friedrichsdorf an.

Weiterführende Informationen
In Hessen existiert seit einigen Jahren ein von Hessen-Forst eingerichtetes Hirschkäfer-Beobachternetz, mit dem die Hirschkäfer-Bestände in Hessen erfasst und dokumentiert werden. Bürger können Sichtungen und Funde von Hirschkäfern per e-mail oder Telefon an das Beobachternetz weiterleiten oder als ehrenamtlicher Beobachter tätig werden.
Hessisches Hirschkäfer-Beobachternetz
Hirschkäferbeobachternetz bei Hessen-Forst-FENA:
http://www.hessen-forst.de/fena/aktuelles/hirschka...


[Fotos von Leif-Erik und Sören-Helge Zaschke]

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