Volleyball: Coburg zieht vorbei
Friedberg: TSV Friedberg Sporthalle | 105 Minuten Hochspannung liegen hinter den Akteuren des TSV Friedberg, die am Sonntag erneut ans Netz gingen um Punkte in der zweiten Volleyball Bundesliga zu erkämpfen. Dass es am Ende nur zu einer knappen 2-3 Niederlage gegen die VSG Coburg / Grub gereicht hat, lässt die hart getane Arbeit des Nachmittags in Schall und Rauch aufgehen. „Wir haben – wohlgemerkt phasenweise – durchaus überzeugend agiert und den Gegner über gewisse Strecken an die Wand gespielt. Erneut hat uns die Konstanz einen Strich durch die Rechnung gemacht, normalerweise müssen wir den fünften Satz gewinnen“, resümiert Spielertrainer Stefan Meingast.
Die „bittere“ Niederlage für den TSV resultiert also laut Meinung einiger Betroffener aus dem zum Teil fehlenden Mannschaftszusammenhalt, das will man in Zukunft stärker fördern und wieder zu einer Stärke werden lassen, wie es die vergangene Spielzeit bereits der Fall war. Zum ersten Mal in dieser Saison spielte Jonas Kronseder als Außenangreifer, für ihn nahm Ruppert Heim die Liberoposition ein. Den erhofften Schwung hat es nur bedingt ins Team gebracht: „wir waren im Angriff heute einfach nicht clever genug, alle Elemente hatten eklatante Schwächephasen die uns um den Lohn gebracht haben“, spricht David Baumgärtner von der Niederlage. Doch dass es auch an einem mäßig bis schlechten Tag zu zwei Satzgewinnen gereicht hat, soll als positive Erinnerung festgehalten werden.
Zum Spiel: Nachdem die Friedberger erneut den Start in die Partie verschlafen haben und Satz eins mit 14-25 den Gästen aus Oberfranken überlassen mussten, fanden die Spieler um Kapitän Andreas Eichhorn besser ins Spiel und konnten sich den zweiten Durchgang mit 25-20 sichern. Satz drei bot zwar dasselbe Ergebnis, jedoch zu Gunsten der Coburger. Im vierten Spielabschnitt brachten sich die Schwaben nach einem 17-20 Rückstand durch eine kämpferisch starke Leistung und geführt durch durckvolle Aufschläge von Zuspieler Alexander Hurler noch einmal heran und gingen sogar mit 23-17 in Front. Mit dem 25-22 Satzausgleich ging es nun in den Tie Break. Nach einem 2-1 Vorsprung ließen sich die Schützlinge von Stefan Meingast, der seit Ende des ersten Satzes seinen Platz auf dem Feld an den Rückkehrer Andreas Strempel abgetreten hatte, über ein 3-3 und ein 5-8 zum Seitenwechsel noch mit 6-15 den Schneid abkaufen und gingen als Verlierer aus der Heimpartie. „Das darf uns nicht passieren“, fordert Kapitän Andreas Eichhorn. „Wir müssen einfach besser agieren“, stellt er weiterführend klar, „zumal es im fünften Satz nur wenig Spielraum für Fehler gibt.“
Die Niederlage wiegt angesichts der neuen Tabellensituation doch ein wenig schwerer. Coburg steht nun einen Platz vor den Friedbergern und belegt Platz 9, während die Schwaben sich wieder in der Nähe der Abstiegsregionen wiederfinden, einen Platz und zwei Punkte vor dem wiedererstarkten Mendig, das sich mit dem Sieg gegen das Internatsteam aus Kempfenhausen wieder Selbstvertrauen geholt hat und gleichzeitig am nächsten Samstag der nächste Gegner des TSV sein wird. Das Spiel findet in der Kreissporthalle Mendig statt, also muss für Friedberg doch wieder ein Auswärtssieg her. (krum)
Der TSV: David Baumgärtner, Kapitän Andreas Eichhorn, Ruppert Heim, Alexander Hurler, Christian Hurler, Peter Kaufmann, Jonas Kronseder, Max Krumbholz, Stefan Meingast, Sebastian Münster, Andreas Strempel.


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