Klappt´s oder klappt´s nicht?

Das Training hat sich ausgezahlt: 5 von 6 Formationen können Medaillen mit nach Hause nehmen!
 
Die bayerischen Meister Antonella und Samira


Sechs Formationen des SAV Augsburg-Hochzoll turnten sich eindrucksvoll durch die bayerische Meisterschaft


Sechs Formationen des Sportakrobatik Vereins Augsburg-Hochzoll fuhren ins benachbarte Friedberg und zeigten dort beeindruckende Leistunden auf der Bayerischen Meisterschaft. In sieben Stunden zeigten sieben Vereine aus ganz Bayern mehr als 60 Übungen, die nach Schwierigkeit, Technik und Artistik von zwei Kampfgerichten bewertet wurden.

Zu Beginn des Wettkampfes wünschte Petra Grötsch (Abteilungsleiterin des TSV Friedberg) den Akrobaten erfolgreiche Leistungen und den Kampfrichtern „ein scharfes aber gerechtes Auge“. Die erste Formation des SAV, die sich diesen Konditionen stellen musste, war das Schülerpaar Antonella Baur und Samira Seifert. Die beiden turnen seit Mai 2013 zusammen und konnten schon jetzt zwei beeindruckende Übungen mit sicheren Elementen präsentieren. Sowohl die Balance- als auch die kombinierte Kür zeigten sie ohne Stürze, sodass die Kampfrichter nur kleinere Unsauberkeiten, wie nicht gestreckte Zehenspitzen oder Knie finden konnten. In beiden Übungen konnten sie sich Antonella und Samira gegen die Konkurrenz durchsetzen und sind nun Bayerischer Meister im Mehrkampf der Klasse „Schüler“.
Mit ähnlichem Erfolg starteten Svenja Vollbracht, Lisa Edelmann und Gloria Baur als Damen Trio in der Klasse „Jugend“. Diese drei Akrobatinnen hatten in den letzten Monaten eine besondere Hürde überwinden müssen. Bis letztes Jahr waren sie noch im Wettkampf-Nachwuchs-Programm gestartet und mussten nur eine Übung vorbereiten. Mit dem altersbedingten Wechsel in die neue Klasse sind die Anforderungen auf drei Küren gestiegen: eine Balance-Übung, eine Dynamik-Übung und eine Kombination aus den Beiden. Besonders die dynamischen Version enthielt einige riskante Salti, die sowohl Eltern als auch Trainern etwas zittern ließen. Doch mit den letzten Anweisungen des ehemaligen Landestrainers Alexander Graßmann und einer Portion Selbstbewusstsein und Mut zeigten sie eine ausdrucksstarke Übung, die besonders Trainer und Eltern besonders stolz machte. Zusammen mit den anderen zwei Küren landeten sie im Mehrkampf auf Platz zwei und sind somit „bayerischer Vize-Meister“.
Die dritte augsburgerische Formation des Wettkampftages war Julia Müller und Doreen Ramljak. Seit April 2013 ein sportliches Paar, traten sie nun knapp ein Jahr später ihren wahrscheinlich letzten gemeinsamen Auftritt an. Besonders Doreen war im Vorfeld sehr aufgeregt, was im Endeffekt aber nicht nötig gewesen wäre. Beide turnten konzentriert, sauber und harmonierten sehr gut mit der Musik. Diese Leistung wurde mit einer Bronze-Medaille belohnt.
Julia Weimer und Jamie Nold gingen als vielversprechendes Damenpaar an den Start. Sie zeigten eine sehr sichere Übung, die punktgenau mit der Musik zu Ende ging. Diese Sicherheit geriet nur ein einziges Mal kurz ins Wanken: Jamie warf ihre Partnerin Julia so schwungvoll in die Bauchwaage, dass es kurzzeitig nach einem Sturz aussah, den Jamie mit viel Kraft in den Armen verhinderte. Einige Stunden später hielten sie lächelnd eine Bronze-Medaille in den Händen.
Nicht ganz so viel Glück hatte das Paar Selina Lutz und Julia Kolesnikov. Sie hätten eine sehr gute Leistung abgeliefert, wenn es keinen Sturz beim Handstand auf den Händen des Unterpartners gegeben hätte. Zwar verletzungsfrei, aber der unlogische Abgang und das zu kurze Halten musste von den Kampfrichtern mit einem Punkt Abzug bewertet werden. Somit landeten die beiden auf Platz 5. Besonders Julia war zunächst sehr enttäuscht, aber auch mit einem Misserfolg muss gerechnet werden, der zur Wettkampferfahrung dazu gehört.
Den Rekord im „Süß-Sein“ knackte das Nachwuchs-Trio mit Gloria Schell, Sabrina Wilbold und Miyuki Nguyen. Die drei waren die jüngsten Teilnehmer und zum ersten Mal in dieser Formation an der Bayerischen Meisterschaft dabei. Obwohl Miyuki kurz vor ihrem Auftritt noch Sorge hatte, ein fehlender Glitzerstein auf ihrem Turnanzug könne ihr Punktabzug einbringen (so pedantisch geht das Kampfgericht natürlich nicht vor), war alle Sorge fehl am Platz. Die drei turnten souverän, nahezu fehlerfrei und mit einem entspannten Lächeln auf dem Gesicht. Viele Stunden später war dann klar: Sie hatten sich gegen ihre älteren Konkurrenten durchgesetzt und waren „Bayerischer Meister“ in der Nachwuchsklasse A1 geworden.
Jetzt können sich alle SAV-Akrobatinnen über ihre Erfolge freuen und an neuen und alten Elementen feilen bis es im Juli erneut zum Römercup auf die blaue Federmatte geht.
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